Product Documentation

Ziele im Überblick

Sep 18, 2015

Ein Ziel ist eine Sammlung von Dateien, Registrierungsdaten und anderen Informationen, die eine isolierte Anwendungsumgebung darstellen. Außerdem gibt jedes Ziel eine Kombination aus Betriebssystem, Service Pack-Version, Systemlaufswerkbuchstabe und Sprache an. Ein Anwendungsprofil kann für jede Kombination dieser Werte erstellt werden, um separate Ziele zu unterstützen, beispielsweise Microsoft Vista für alle Service Packs, Laufwerksbuchstabe C und Englisch.

Ein Ziel kann mehrere ausführbare Dateien enthalten, einschließlich Anwendungen, die normalerweise einen Eintrag im Startmenü erhalten. Beispielsweise wäre "Microsoft Office" ein Profil und "Microsoft Word" eine Anwendung innerhalb dieses Profils. Ein Profil kann mehrere Ziele unterstützen. Dabei ist ein Ziel eine unabhängige Installation der Software, die unter einer bestimmten Version oder Sprachversion des Betriebssystems ausgeführt wird. Erstellen Sie beispielsweise ein Ziel für Windows Vista und ein anderes Ziel für Windows Server 2008.

Benutzergeräte wählen Ziele für die Ausführung basierend auf der Computerkonfiguration aus, die Sie beim Erstellen des Ziels angegeben haben. In der Standardeinstellung stimmt ein Ziel mit dem Betriebssystem und der Konfiguration der Arbeitsstation überein, auf der das Profil erstellt wurde. Sie können jedoch andere Betriebssysteme auswählen.

Lesen Sie außerdem die folgenden Informationen über Auswahlkriterien beim Erstellen von Zielen:

  • Service Pack-Version
  • Systemlaufwerksbuchstabe
  • Sprache des Betriebssystems
  • Interisolierungs-Kommunikation im Überblick

Sie können mit dem Profiler Kriterien für jedes Ziel in einem Profil festlegen. Administratoren können den Profiler mehrmals und in Umgebungen für die Paketerstellung ausführen, um einen vollständigen Satz unterschiedlicher Ziele zu erhalten. In vielen gängigen Szenarios unterstützt eine einzige Installation eine Reihe von Computerkonfigurationen, was die Profilerstellung erleichtert.

Die jedem Ziel zugeordneten Kriterien werden in einem Profilmanifest, einer PROFILE-Datei, zusammen mit den Profildateien gespeichert.

Überschneidende Definitionen sind nicht zulässig: Nur ein Ziel in einem Profil kann beim Anwendungsstart eine richtige Übereinstimmung für eine Computerkonfiguration sein.

Ein Administrator kann Profile und Ziele jederzeit aktualisieren, ohne die bereits aktiven Ausführungen auf Benutzergeräten zu beeinflussen. Der Nachteil dieser Unterstützung ist, dass auf dem Dateiserver Speicherplatz für die Verwaltung alter Versionen aufgewendet wird. Der Profiler enthält keine Funktion zum Löschen der alten Zielversionen. Sie müssen daher alte Zielversionen manuell löschen, um Speicherplatz auf dem Server freizugeben. Beim Löschen von Zielen muss der Administrator sicherstellen, dass die gelöschten Versionen so alt sind, dass sie von keinem Benutzer mehr verwendet werden.

Eine Liste der für das Anwendungsstreaming unterstützten Betriebssysteme finden Sie in den Systemanforderungen. Zukünftige Betriebssysteme werden nicht unterstützt und die Ausführung einer Anwendung wird von der Ausführungsumgebung abgelehnt, wenn das Benutzergerät unter einem nicht unterstützten Betriebssystem installiert ist.

Service Pack-Version

Die Angabe der Service Pack-Version ist optional. Hiermit können Sie die Betriebssystemversion weiter eingrenzen.

Da die Service Pack-Version die Betriebssysteminformationen ergänzt, speichert der Profiler Service Pack-Kriterien getrennt für jedes Betriebssystem. Legen Sie für jedes Betriebssystem die folgenden Regeln für die Auswahl von Service Packs fest:

  • Nicht erforderlich (jedes Service Pack ist zulässig)
  • Niedrigste Service Pack-Version
  • Höchste Service Pack-Version
  • Bereich von Service Pack-Versionen
  • Eine Service Pack-Version
  • Keine Service Packs installiert

Achten Sie bei der Auswahl der unterstützten Service Packs darauf, dass Sie nur solche wählen, die vom Offline Plug-In unterstützt werden. Weitere Informationen zu den unterstützten Plattformen finden Sie in der Systemanforderungen.

Systemlaufwerksbuchstabe

Als optimales Verfahren empfiehlt Citrix, dass Sie alle Anwendungen auf dem primären Systemlaufwerk installieren. Wenn Sie das primäre Systemlaufwerk sowohl für die Paketerstellung als auch beim Ausführen verwenden, definieren Sie einen Satz von Kriterien, mit denen ein bestimmtes Ziel einem bestimmten Benutzergerät bestmöglich zugeordnet werden kann.

Die Systemlaufwerksbuchstaben von Ziel und Benutzergerät müssen identisch sein, damit die Anwendungen eines Ziels ausgeführt werden können. Eine Möglichkeit zum Ändern des Systemlaufwerks ist nicht vorgesehen. Das Systemlaufwerk, das auf der Profiler-Arbeitsstation verwendet wird, muss mit dem Systemlaufwerk auf dem Benutzergerät übereinstimmen.

Erstellen Sie ein Ziel für jeden Laufwerksbuchstaben, um Benutzergeräte mit verschiedenen Systemlaufwerkbuchstaben zu unterstützen.

Sprache des Betriebssystems

Der Profiler unterstützt die folgenden Sprachen:

  • Englisch
  • Französisch
  • Deutsch
  • Japanisch
  • Spanisch
  • Vereinfachtes Chinesisch

Mit der englischen Version des Profilers können Sie Ziele für die folgenden Betriebssystemsprachen erstellen:

  • Koreanisch
  • Traditionelles Chinesisch

Der Profiler kann Ziele in allen Sprachen erstellen, u. a. in Sprachen, die an dieser Stelle nicht aufgeführt sind. Dies wird jedoch nicht vollständig unterstützt. Zum Erstellen von Zielen für andere Sprachen sollten Sie die englische Profiler-Version verwenden.

Interisolierungs-Kommunikation im Überblick

Die Interisolierungs-Kommunikation ist ein Feature, mit dem einzelne Profile verknüpft werden, sodass Anwendungen in unterschiedlichen Profilen beim Start auf dem Benutzergerät mit einander kommunizieren können. Sie können dieses Feature auch verwenden, wenn ein Fehler bei einer gestreamten Anwendung auftritt, da Daten von einer anderen gestreamten Anwendung benötigt werden. Die Anwendung wird jedoch nicht erkannt, da beide in einer isolierten Umgebung ausgeführt werden.

Sie können zwei Typen von Profilen erstellen, die Interisolierungs-Kommunikation bereitstellen:

  • Ein verknüpftes Profil enthält keine zusätzlichen Installationen. Sie verknüpfen bestehende Profile und legen die Hierarchie fest, sodass die Profile beim Start auf dem Benutzergerät kommunizieren können. Beispiel: Wenn Sie von Microsoft Outlook und Adobe Reader einzelne einfache Profile erstellen, funktionieren die Anwendungen unabhängig von einander, Outlook erkennt jedoch die gestreamte Anwendung Adobe Reader nicht und kann sie daher nicht im einfachen Profil aufrufen, um die PDF-Anlage zu öffnen. Durch Verknüpfung dieser zwei Profile können Outlook und Acrobat Reader so kommunizieren, wie es Benutzer erwarten, obwohl ein eigenes Profil für die einzelnen Anwendungen erstellt wurde. Dies ist möglich, da sich die Anwendungen jetzt gegenseitig erkennen und so kommunizieren, als ob sie in einem Profil enthalten sind.
  • Ein abhängiges Profil enthält die Installation einer Anwendung, die auf das Vorhandensein anderer Anwendungen angewiesen ist, bevor die Installation abgeschlossen ist. Beim Erstellen des Profils werden die vorhandenen von Ihnen ausgewählten Profile vorübergehend vom Dateiserver heruntergeladen, um diese Abhängigkeit zu simulieren und die Hierarchie und Isolieren-Regeln festzulegen, die bei der Ausführung verwendet werden. Dann installieren Sie die Anwendung, die darauf angewiesen ist. Beispiel: Sie schließen einfache Profile mit Office 2007 und Microsoft Dynamics in diesem Profil ein, bevor Sie eine .NET-Anwendung installieren, die auf die anderen Anwendungen angewiesen ist. Wenn Benutzer dann die .NET-Anwendung öffnen, werden Office und Dynamics auch auf dem Benutzergerät gestartet.

Wenn Sie ein für die Interisolierungs-Kommunikation aktiviertes Profil erstellen, werden Anwendungen auf dem Benutzergerät gestartet und bleiben vom System und anderen isolierten Anwendungen isoliert, können jedoch miteinander kommunizieren.

Die Verwendung der Interisolierungs-Kommunikation hat den Vorteil, dass Sie die Anwendungen getrennt verwalten können, und dass Aktualisierungen automatisch in allen verknüpften Profilen enthalten sind, in denen das Profil eingeschlossen ist. Diese Funktion spart bei der Administration von Profilgruppen Zeit.

Wenn Sie ein abhängiges Profil erstellen, sind die zusätzlichen Eigenschaften, die den Profilen im verknüpften Profil hinzugefügt wurden, für alle einzelnen Profile aktiviert. Zu diesen Eigenschaften gehören u. a. benutzerdefinierte Regeln, Startskripte und Endskripte und Startanalysen. Wenn Benutzer Anwendungen vom Interisolierungs-Kommunikationsprofil streamen, werden die kombinierten Eigenschaften aller verknüpften Profile in hierarchischer Reihenfolge vom niedrigsten bis zum höchsten Profil ausgeführt, wie die Profile im Assistenten für neue Profile und im Eigenschaften-Dialogfeld der verknüpften Profile aufgelistet sind.

Wenn Sie jedoch ein verknüpftes Profil erstellen, aber keine neue Anwendung installieren, stehen keine zusätzlichen Eigenschaften zur Verfügung. Sie können Eigenschaften nur Profilen mit installierten Anwendungen hinzufügen.