MAPI-Beschleunigung konfigurieren

Die Beschleunigung von Microsoft Outlook bietet eine verbesserte Leistung für den Datenverkehr zwischen Microsoft Outlook-Clients und Microsoft Exchange-Servern. Dies erhöht den Durchsatz mit einer Vielzahl von Optimierungen, einschließlich Datenvorabruf und -komprimierung.

Diese Funktion wird auch als MAPI-Beschleunigung bezeichnet, nachdem das MAPI-Protokoll zwischen Outlook und Exchange Server verwendet wird.

In Netzwerken, in denen der Outlook-Datenstrom unverschlüsselt ist (der Standardwert vor Outlook 2007), erfordert dieses Feature keine Konfiguration.

(In Netzwerken, in denen die Outlook-Daten verschlüsselt sind (standardmäßig mit Outlook 2007 und höher), kann die Beschleunigung auf zwei Arten abgerufen werden: durch Deaktivieren der Verschlüsselung in den Outlook-Clients oder durch die Verwendung der Appliancesder Windows-Domäne beitreten[]/de-de/citrix-sd-wan-wanop/11/secure-traffic-acceleration/cifs-smb2-mapi.html.)

Unterstützte Outlook-Exchange-Versionen und -Modi

Citrix SD-WAN WANOP-Appliances bieten MAPI-Beschleunigung für Microsoft Outlook 2003-2016 und Exchange Server 2003-2010 unter folgenden Umständen:

  • Jede Kombination von unterstützten Clients und Servern (unter Verwendung des MAPI-Protokolls) wird unterstützt.

  • Wenn die serverseitige Appliance einer Windows-Domäne beigetreten ist, werden Verbindungen mit MAPI-Verschlüsselung beschleunigt. Andernfalls sind sie nicht, und die Verschlüsselung sollte in den Outlook-Clients deaktiviert werden.

    Hinweis

    In Exchange Server 2013 wurde das MAPI-Protokoll in RPC über HTTP-Protokoll geändert, dieses Protokoll wird unterstützt. Mit Exchange Server SP1 wurde das RPC-über-HTTP-Protokoll in MAPI über HTTP-Protokoll geändert, dieses Protokoll wird derzeit nicht unterstützt.

Voraussetzungen

Wenn Ihr Netzwerk verschlüsselte Outlook-Daten verwendet, die die Standardeinstellung in Outlook 2007 und höher ist, müssen Sie eine der folgenden Voraussetzungen implementieren, um sicherzustellen, dass MAPI-Verbindungen beschleunigt werden:

Konfiguration

Die Outlook-Beschleunigung ist ein Feature mit Null-Konfiguration, das standardmäßig aktiviert ist. (Wenn nicht gewünscht, kann sie deaktiviert werden, indem die Beschleunigung in der MAPI-Dienstklasse auf der Seite Konfiguration: Dienstklassenrichtlinie deaktiviert wird.) Die Outlook-Beschleunigung erfolgt automatisch, wenn die folgenden Bedingungen erfüllt sind:

  • Am Ende des WAN befindet Exchange Server eine Appliance.

  • Entweder befindet sich am Outlook-Ende des WAN eine Appliance oder auf dem System, auf dem Outlook ausgeführt wird, wird auch das Citrix SD-WAN WANOP-Plug-In ausgeführt.

  • Der gesamte Outlook/Exchange-Datenverkehr wird durch die Appliances (oder Appliance und Plug-In) geleitet.

  • Der Exchange Server oder Outlook wird neu gestartet (die Beschleunigung beginnt erst, wenn vorhandene MAPI-Verbindungen geschlossen sind).

  • Entweder ist die Verschlüsselung in Outlook deaktiviert, oder die serverseitige Appliance gehört zur Windows-Domäne und verfügt über eine sichere Peer-Beziehung zur clientseitigen Appliance (oder dem Citrix SD-WAN WANOP-Plug-In). Wenn die Appliance der Windows-Domäne beigetreten ist, muss die Authentifizierung für die Domäne auf der Standardeinstellung (aushandeln) beibehalten werden, damit die Beschleunigung funktioniert.

Deaktivieren der Verschlüsselung in Outlook 2007 oder Outlook 2010

Sofern die serverseitige Appliance nicht der Windows-Domäne beigetreten ist und über eine sichere Peer-Beziehung mit der clientseitigen Appliance (oder dem Citrix SD-WAN WANOP-Plug-In) verfügt, muss die Verschlüsselung zwischen Outlook und Exchange Server deaktiviert werden, damit die Beschleunigung stattfinden kann.

Die Verschlüsselung wurde vor Outlook 2007 standardmäßig deaktiviert. Ab Outlook 2007 ist die Verschlüsselung standardmäßig aktiviert.

Leistungshinweis

MAPI verwendet ein anderes Datenformat als andere Protokolle. Dieser Unterschied verhindert eine effektive Protokollübergreifende Komprimierung. Das heißt, eine Datei, die zuerst über FTP und dann als E-Mail-Anhang übertragen wurde, erhält keinen Komprimierungsvorteil bei der zweiten Übertragung. Wenn die gleichen Daten zweimal im MAPI-Format gesendet werden, erhält die zweite Übertragung volle Komprimierung.