Automatische Erkennung und automatische Konfiguration

Im Prozess, der Autodiscovery genannt wird, erkennen Citrix SD-WAN WANOP-Einheiten die Anwesenheit des anderen automatisch. Die Appliances hängen TCP-Header-Optionen an die ersten Pakete in jeder Verbindung an: das SYN-Paket (vom Client an den Server gesendet, um die Verbindung zu öffnen) und das SYN-ACK-Paket (vom Server an den Client gesendet, um anzuzeigen, dass die Verbindung akzeptiert wurde). Durch das Taggen der SYN-Pakete und das Abhören von getaggten SYN- und SYN-ACK-Paketen können die Appliances die Anwesenheit des anderen in Echtzeit erkennen.

Der Hauptvorteil der automatischen Erkennung besteht darin, dass Sie nicht jedes Mal neu konfigurieren müssen, wenn Sie Ihrem Netzwerk eine neue Appliances hinzufügen. Sie finden sich automatisch. Darüber hinaus ermöglicht der gleiche Prozess die automatische Konfiguration. Die beiden Appliances verwenden die TCP-Header-Optionen, um Betriebsparameter auszutauschen, einschließlich der Bandbreitengrenzen (sowohl in der Sende- als auch Empfangsanweisung), des grundlegenden Beschleunigungsmodus (hardboost oder softboost) und der akzeptablen Komprimierungsmodi (disk, memory oder none). Alle Informationen, die jede Appliance über ihren Partner benötigt, werden mit jeder Verbindung ausgetauscht, so dass Variationen pro Verbindung möglich sind (z. B. Variationen pro Service-Klasse in den zulässigen Komprimierungstypen).

Abbildung 1. Funktionsweise der Autodiscovery

lokalisierte Grafik

Der AutoDiscovery-Prozess funktioniert wie folgt:

  1. Der Client öffnet wie gewohnt eine TCP-Verbindung zum Server, indem er ihm ein TCP SYN-Paket sendet.

  2. Die erste Appliance leitet das SYN-Paket durch, nachdem sie eine Reihe von anwendungsspezifischen TCP-Header-Optionen hinzugefügt und deren Fenstergröße angepasst hat.

  3. Die zweite Appliance liest die TCP-Optionen, entfernt sie aus dem Paket und leitet sie an den Server weiter.

  4. Der Server akzeptiert die Verbindung, indem er wie gewohnt mit einem TCP SYN-ACK-Paket reagiert.

  5. Die zweite Appliance merkt sich, dass diese Verbindung ein Kandidat für die Beschleunigung ist und fügt ihre eigenen Beschleunigungsoptionen an den SYN-ACK-Header an.

  6. Die erste Appliance liest die von der zweiten Appliance hinzugefügten Optionen, entfernt sie aus dem Paketheader und leitet das Paket an den Client weiter. Die Verbindung wird nun beschleunigt. Die beiden Appliances haben die notwendigen Parameter über die Optionswerte ausgetauscht und speichern sie für die Dauer der Verbindung im Speicher.

Die Verbindung wird beschleunigt und die Beschleunigung ist für Client, Server, Router und Firewalls transparent.

Automatische Erkennung und automatische Konfiguration