Selbstbereitstellung

Self-Provisioning stellt einen alternativen Mechanismus zur Erfassung von Desktop-Anwendungen für den Import in AppDNA und zum Packen von Anwendungen für App-V oder XenApp bereit. Die Erfassung und Verpackung erfolgt auf einer separaten Maschine von AppDNA. Dies wird als Self-Provisioning-Clientcomputer bezeichnet und kann ein beliebiger Maschinentyp (virtuell, physisch oder VDI) sein.

Mit der Self-Provisioning kann der Erfassungsprozess von einem Anwendungsexperten gesteuert werden, der keinen Zugriff auf AppDNA selbst hat. Der AppDNA-Administrator erstellt und veröffentlicht Steuerinformationen, die es dem Anwendungsexperten ermöglichen, die Installation zu einem geeigneten Zeitpunkt unabhängig von AppDNA durchzuführen.

Self-Provisioning kann mit allen Arten von Installationspaketen für Desktopanwendungen (MSI und Nicht-MSI) und App-V (.sft und .appv) verwendet werden.

Der Self-Provisioning-Client verwendet einen ähnlichen AnsatzCapture installierenund wird von gesteuertAusführungsprofile. Die Ausführungsprofile, die für die Self-Provisioning verfügbar sind, spiegeln die für die Install Capture verfügbaren Profile wider. Standardmäßig wird das Snapshot-Ausführungsprofil verwendet. Dies erstellt einen Snapshot der Self-Provisioning-Maschine, installiert die Anwendung und erstellt dann einen weiteren Snapshot des Computers. Der Unterschied zwischen dem Zustand der Maschine in den Vor- und Nachher-Snapshots stellt die Änderungen dar, die durch die Installation der Anwendung vorgenommen wurden. Der Self-Provisioning-Client verwendet diese Informationen, um eine MSI-Datei für den Import in AppDNA zu generieren.

Die Self-Provisioning unterscheidet sich von der Install Capture dadurch, dass der Computer nicht wieder in den ursprünglichen Zustand zurückgesetzt wird. Daher empfiehlt Citrix, dass jede Erfassung auf einem sauberen Computer ausgeführt wird. Der Administrator muss entscheiden, wie er damit umgehen soll, sei es durch die Einrichtung einer dedizierten physischen Maschine oder durch die Verwendung einer Virtualisierungstechnologie wie VDI, die das Zurücksetzen des Zustands der Maschine erleichtert.

Self-Provisioning kann in zwei Modi verwendet werden:

  • Verbunden. In diesem Modus können die Clients AppDNA und Self-Provisioning auf eine Netzwerkdateifreigabe zugreifen.
  • Getrennt. In diesem Modus befinden sich der Self-Provisioning-Client und der AppDNA-Client in verschiedenen Netzwerken und haben nicht beide Zugriff auf dieselbe Netzwerkdateifreigabe. In diesem Modus umschließt AppDNA die Client-Anweisungsdateien und das Ausführungsprofil in ein Paket, das der Administrator beispielsweise per FTP an den Endbenutzer übergibt. Der Endbenutzer übergibt die Ausgabe des Self-Provisioning-Clients beispielsweise per FTP an den Administrator.

Das folgende Diagramm bietet einen Überblick über den Prozess der Self-Provisioning.

Übersicht über die Self-Provisioning

Hinweis: Eine Client-Anweisungsdatei ist eine Steuerdatei, die vom Self-Provisioning-Client zum Ausführen der Capture- oder Packing-Task verwendet wird. Client-Anweisungsdateien sind keine für Benutzer lesbaren Anweisungen, die für Endbenutzer bestimmt sind.

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