Konfigurieren von Grafiken

Dieser Artikel enthält eine Anleitung zur Grafikkonfiguration und -optimierung für den Linux VDA.

Weitere Informationen finden Sie unter Systemanforderungen und Installationsübersicht.

Konfiguration

Thinwire ist die bei Linux VDAs verwendete Technologie für das Anzeigeremoting. Durch sie können auf einer Maschine erzeugte Grafiken auf eine andere Maschine für die Anzeige übertragen werden (normalerweise über ein Netzwerk).

Die Richtlinie Videocodec für Komprimierung verwenden bestimmt den Standardgrafikmodus und bietet folgende Optionen für verschiedene Anwendungsfälle:

  • Verwenden, wenn bevorzugt. Dies ist die Standardeinstellung. Eine zusätzliche Konfiguration ist nicht erforderlich. Wenn Sie diese Einstellung beibehalten, dann wird Thinwire für alle Citrix Verbindungen ausgewählt und für Skalierbarkeit, Bandbreite und bessere Bildqualität bei typischen Desktoparbeitslasten optimiert.
  • Für den gesamten Bildschirm. Thinwire wird mit Vollbild-H.264 oder -H.265 zur Optimierung der Benutzererfahrung und Bandbreite, insbesondere bei intensiver 3D-Grafiknutzung, verwendet.
  • Für aktive Änderungsbereiche. Die Technologie für adaptive Anzeige von Thinwire identifiziert Bewegtbilder (Video, 3D In Motion) und verwendet H.264 nur in dem Bildschirmbereich, in dem das Bild sich bewegt.

Einige weitere Richtlinieneinstellungen, einschließlich der nachfolgend aufgeführten Einstellungen der Richtlinie “Visuelle Anzeige”, können zur Optimierung der Anzeigeremoting-Leistung verwendet werden:

Standardmäßig ist die Einstellung Zu verlustfrei verbessern für die Richtlinieneinstellung Bildqualität jetzt auf H.264 anstelle von JPEG für Bewegtbilder festgelegt. Weitere Informationen finden Sie unter Neue Features.

Ab Version 7.18 unterstützt der Linux VDA die Hardwarebeschleunigung von Remotegrafiken und -videos per H.265-Videocodec. Sie können dieses Feature für Citrix Receiver für Windows 4.10 und höher verwenden. Um das Feature zu nutzen, müssen Sie es auf dem Linux VDA und auf dem Citrix Receiver aktivieren.

Aktivieren der H.265-Hardwarecodierung auf dem VDA:

  1. Aktivieren Sie die Richtlinie Hardwarecodierung für Videocodec verwenden.
  2. Aktivieren der Richtlinie Optimierung für 3D-Grafikworkload
  3. Stellen Sie sicher, dass für die Richtlinie Videocodec zur Komprimierung verwenden die Standardeinstellung oder Für den gesamten Bildschirm verwendet wird.
  4. Stellen Sie sicher, dass die Richtlinie Bildqualität NICHT auf Zu verlustfrei verbessern oder Immer verlustfrei festgelegt ist.

Informationen zum Aktivieren der H.265-Hardwarecodierung in Citrix Receiver für Windows finden Sie unter H.265-Videocodierung.

Eine vollständige Liste der von Linux VDA Thinwire unterstützten Richtlinien finden Sie unter Liste der unterstützten Richtlinien.

Informationen zur Konfiguration der Multi-Monitor-Unterstützung für den Linux VDA finden Sie unter CTX220128.

Problembehandlung

Ermitteln des verwendeten Codierungsmodus

Führen Sie folgenden Befehl aus, um den verwendeten Codierungsmodus zu ermitteln (0 = TW+; 1 = Vollbild H.264; 2 = Vollbild H.265):

sudo /opt/Citrix/VDA/bin/ctxreg dump | grep H264

Das Ergebnis sieht in etwa wie folgt aus:

create -k "HKLM\Software\Citrix\Ica\Session\1\Graphics" -t "REG_DWORD" -v "H264" -d "0x00000001" --force

Ermitteln, ob die Hardwarecodierung für 3D Pro verwendet wird

Führen Sie folgenden Befehl aus (0 = nicht verwendet; 1 = verwendet):

sudo /opt/Citrix/VDA/bin/ctxreg dump | grep HardwareEncoding

Das Ergebnis sieht in etwa wie folgt aus:

create -k "HKLM\Software\Citrix\Ica\Session\1\Graphics" -t "REG_DWORD" -v "HardwareEncoding" -d "0x00000001" --force

Alternativ können Sie den Befehl nvidia-smi verwenden. Bei verwendeter Hardwarecodierung sieht die Ausgabe in etwa wie folgt aus:

Tue Apr 12 10:42:03 2016
+------------------------------------------------------+
| NVIDIA-SMI 361.28     Driver Version: 361.28         |
|-------------------------------+----------------------+----------------------+
| GPU  Name        Persistence-M| Bus-Id        Disp.A | Volatile Uncorr. ECC |
| Fan  Temp  Perf  Pwr:Usage/Cap|         Memory-Usage | GPU-Util  Compute M. |
|===============================+======================+======================|
|   0  GRID K1             Off  | 0000:00:05.0     Off |                  N/A |
| N/A   42C    P0    14W /  31W |    207MiB /  4095MiB |      8%      Default |
+-------------------------------+----------------------+----------------------+

+-----------------------------------------------------------------------------+
| Processes:                                                       GPU Memory |
|  GPU       PID  Type  Process name                               Usage      |
|=============================================================================|
|    0      2164  C+G   /usr/local/bin/ctxgfx                          106MiB |
|    0      2187    G   Xorg                                            85MiB |
+-----------------------------------------------------------------------------+

Prüfung auf fehlerfreie Installation des NVIDIA GRID-Grafiktreibers

Um die korrekte Installation des NVIDIA GRID-Grafiktreibers zu überprüfen, führen Sie nvidia-smi aus. Das Ergebnis sieht in etwa wie folgt aus:

+------------------------------------------------------+
| NVIDIA-SMI 352.70     Driver Version: 352.70         |
|-------------------------------+----------------------+----------------------+
| GPU  Name        Persistence-M| Bus-Id        Disp.A | Volatile Uncorr. ECC |
| Fan  Temp  Perf  Pwr:Usage/Cap|         Memory-Usage | GPU-Util  Compute M. |
|===============================+======================+======================|
|   0  Tesla M60           Off  | 0000:00:05.0     Off |                  Off |
| N/A   20C    P0    37W / 150W |     19MiB /  8191MiB |      0%      Default |
+-------------------------------+----------------------+----------------------+

+-----------------------------------------------------------------------------+
| Processes:                                                       GPU Memory |
|  GPU       PID  Type  Process name                               Usage      |
|=============================================================================|
|  No running processes found                                                 |
+-----------------------------------------------------------------------------+

Legen Sie die richtige Konfiguration für die Karte fest:

etc/X11/ctx-nvidia.sh

HDX 3D Pro - Probleme bei der Darstellungsaktualisierung bei mehreren Monitoren

Wenn beim Verwenden mehrerer Monitore Probleme bei der Darstellungsaktualisierung auf den sekundären Monitoren auftreten, prüfen Sie, ob die NVIDIA GRID-Lizenz verfügbar ist.

Überprüfen der Xorg-Fehlerprotokolle

Die Xorg-Protokolldatei heißt Xorg.{DISPLAY}.log (oder ähnlich) und ist im Ordner /var/log/.

Bekannte Probleme und Einschränkungen

Für vGPU wird auf der lokalen XenServer-Konsole der ICA-Desktopsitzungsbildschirm angezeigt

Workaround: Deaktivieren Sie die lokale VGA-Konsole der VM, indem Sie den folgenden Befehl ausführen:

xe vm-param-set uuid=<vm-uuid> platform:vgpu_extra_args="disable_vnc=1"

NVIDIA K2-Grafikkarten unterstützen nicht die YUV444-Hardwarecodierung im Passthroughmodus

Bei aktivierter Richtlinieneinstellung Zu verlustfrei verbessern wird ein schwarzer oder grauer Bildschirm angezeigt, wenn Benutzer eine App- oder Desktop-Sitzung mit einer NVIDIA K2-Grafikkarte starten. Dieses Problem tritt auf, da NVIDIA K2-Grafikkarten die YUV444-Hardwarecodierung im Passthroughmodus nicht unterstützen. Weitere Informationen finden Sie unter Video Encode and Decode GPU Support Matrix.

Gnome 3-Desktoppopups bei Anmeldung langsam

Dies ist eine Einschränkung im Gnome 3-Desktopsitzungsstart.

Einige OpenGL/WebGL-Anwendungen werden nach einer Änderung der Größe des Receiver-Fensters nicht einwandfrei gerendert

Bei Änderung der Größe des Citrix Receiver-Fensters wird die Bildschirmauflösung geändert. Damit ändern sich einige interne Zustände des proprietären NVIDIA-Treibers, wodurch Anwendungen möglicherweise entsprechend reagieren müssen. Das WebGL-Bibliothekselement lightgl.js kann beispielsweise die Fehlermeldung “Rendering to this texture is not supported (incomplete frame buffer)” auslösen.

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