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Testen der Profilverwaltung mit einem lokalen Gruppenrichtlinienobjekt

Mar 07, 2017

Bevor Sie die Profilverwaltung in einer Produktionsumgebung bereitstellen, empfiehlt Citrix, eine Testumgebung zu verwenden. Sie können dieses Setup zwar mit der mitgelieferten INI-Datei auf einer lokalen Maschine erstellen, eine einfachere und voll unterstützte Methode zum Übertragen von Einstellungen zum Domänen-Gruppenrichtlinienobjekt basiert jedoch auf einer lokalen Installation und Konfiguration der ADM-Datei auf einem Gerät. Testen Sie das Anmelde- und Abmeldeverhalten und passen Sie das lokale Gruppenrichtlinienobjekt an, bis Sie mit dem Ergebnis zufrieden sind. Sie können diese Tests bedenkenlos ausführen, wenn das Gerät Mitglied einer Produktions-Organisationseinheit ist, da lokale Richtlinien aufgerufen werden, wenn keine Organisationseinheits- und Domänenrichtlinien vorhanden bzw. konfiguriert sind. Stellen Sie bei der Verwendung lokaler Richtlinien sicher, dass keine Profilverwaltungs-Gruppenrichtlinienobjekte an anderen Stellen verwendet werden (z. B. in der Domäne oder den Standorten).

Zusätzlich können lokale Gruppenrichtlinienobjekte als langfristige Lösung eingesetzt werden, wenn Administratoren keinen Zugriff auf oder Berechtigungen für die Domänen-Gruppenrichtlinienobjekte zum Konfigurieren der Profilverwaltungs-ADM-Datei haben. Dies führt jedoch zu Komplikationen in der Umgebung, z. B. muss sichergestellt werden, dass die Profilverwaltungs-ADM-Datei auf jedem Gerät installiert und korrekt konfiguriert ist, und es ist nicht mehr möglich, dass Domänenbenutzer Einstellungen beibehalten, wenn Sie auf mehrere Geräte zugreifen.

Wichtig: Aus diesen Gründen rät Citrix von einer langfristigen Verwendung von Richtlinienobjekten als Unternehmenslösung ab.

Wenn Sie Tests auf Windows 2008-Domänencontrollern durchführen, sollten Sie in Betracht ziehen, Ihre Konfiguration mit einem Windows Management Instrumentation (WMI)-Filter vorübergehend auf nur einen Computer in der Organisationseinheit zu reduzieren.

Testen der Benutzererfahrung

Das Hauptziel beim Implementieren einer Profillösung ist es, die Unterschiede zu minimieren, die einem Benutzer beim Zugriff auf Ressourcen von unterschiedlichen Geräten auffallen. Vor der Verwendung der Profilverwaltung ändert sich der Inhalt von Registrierung und Dateien der Benutzer je nach tatsächlichem Gerät, Profilkonfiguration und Betriebssystem. Aus diesem Grund sollte die Profilverwaltung konfiguriert werden, um die Unterschiede zwischen Systeminstallationen auf den Computern, zwischen denen die Benutzer wechseln, zu behandeln.

Sie sollten den Benutzerzugriff auf Ressourcen daher in Situationen überprüfen, die Ihrer Produktionsumgebung ähneln. Hierzu zählen u. a. Folgende:
  • Clientgerät mit lokal installierten Anwendungen
  • Virtueller Desktop, der mit Citrix XenDesktop erstellt wurde und gestreamte oder lokal installierte Anwendungen enthält
  • Citrix XenApp-Anwendung, entweder veröffentlicht oder von einem XenApp-Server gestreamt
  • Terminaldienste-Client

Testen der Betriebssystemvariationen

Benutzer können von unterschiedlichen Betriebssystemen auf Anwendungen zugreifen und die Unterschiede zwischen ihnen können zu widersprüchlichen Einstellungen in einem Benutzerprofil führen. Sie sollten die Unterschiede zwischen Version 1- und Version 2-Profilen kennen und wie sie sich auf Ihre Bereitstellung auswirken, da diese Unterschiede der Schlüssel zu jeder Profillösung sind. Weitere Informationen zu Version 1- und Version 2-Profilen finden Sie unter Übersicht über Profile.