Product Documentation

Konfigurieren der Bootstrapdatei über die Konsole

Nov 16, 2015
Damit der Provisioningserver ein Zielgerät starten kann, wird eine Startdatei vom MBA- oder PXE-kompatiblen Start-ROM der Provisioning Services heruntergeladen, wenn das Gerät eingeschaltet wird. Diese Datei muss so konfiguriert sein, dass sie die erforderlichen Informationen für die Kommunikation mit den Provisioningservern enthält. Im Dialogfeld "Configure Bootstrap" werden die IP-Adressen für bis zu vier Provisioningserver in der Startdatei festgelegt.
Hinweis: Weitere Informationen über alternative Startmethoden finden Sie unter Verwenden des Startgerätverwaltungsdienstprogramms.

Die Feldbeschreibungen des Dialogfelds "Configure Bootstrap" lauten:

Registerkarte "General" des Dialogfelds "Configure Bootstrap"

Feld Beschreibung
Bootstrap File Die aktuelle ausgewählte Startdatei wird angezeigt. Wenn Sie eine andere Startdatei konfigurieren möchten, klicken Sie auf Add oder Read Servers from Database.
IP Settings Die IP-Adresse, die Subnetzmaske, das Gateway und der Port für bis zu vier Provisioningserver, die Anmeldungen verarbeiten.
Add Klicken Sie auf Add, um der Datei einen neuen Provisioningserver hinzuzufügen. Sie können bis zu vier Provisioningserver angeben.
Edit Markieren Sie einen vorhandenen Provisioningserver in der Liste und klicken Sie anschließend auf Edit, um die IP-Einstellungen dieses Servers zu bearbeiten.
Remove Wählen Sie einen vorhandenen Provisioningserver aus der Liste aus und klicken Sie anschließend auf Remove, um diesen Server aus der Liste der verfügbaren Provisioningserver zu entfernen.
Move Up und Move Down Wählen Sie einen vorhandenen Provisioningserver aus und klicken Sie auf die entsprechende Schaltfläche, um ihn in der Liste der Provisioningserver nach oben bzw. nach unten zu verschieben. Die Reihenfolge, in der die Provisioningserver in der Liste erscheinen, bestimmt die Reihenfolge, in der auf die Provisioningserver zugegriffen wird, falls ein Server ausfällt.
Read Servers from Database Klicken Sie zum Auffüllen der Startdatei mit den Streamdienst-IP-Einstellungen, die bereits in der Datenbank konfiguriert sind, auf Read Servers from Database. Die Liste wird gelöscht und anschließend mit den ersten vier in der Datenbank gefundenen Servern aufgefüllt.

Zielgerät-IP des Dialogfelds "Configure Bootstrap"

Use DHCP to retrieve target device IP Wählen Sie diese Option, um die IP-Adresse des Zielgeräts abzurufen (Standardmethode).
Use static target device IP Die Auswahl dieser Methode setzt voraus, dass ein primärer und sekundärer DNS sowie eine primäre und sekundäre Domäne identifiziert wurden.

Server-Lookup des Dialogfelds "Configure Bootstrap"

Verwenden von DNS

Wählen Sie diese Option, um DNS zum Suchen des Servers zu verwenden. Der Hostname wird im Textfeld "Host name" angezeigt. Wenn diese Option und die Option "Use DHCP to retrieve Device IP" ausgewählt sind (unter "Device IP Configuration"), muss der DHCP-Server Option 6 (DNS Server) bereitstellen.

Hinweis: Geben Sie bei der Verwendung der hohen Verfügbarkeit bis zu vier Provisioningserver für den gleichen Hostnamen auf dem DNS-Server an.

Use Static IP

Verwenden Sie die statische IP-Adresse des Provisioningservers, von dem aus gestartet wird. Wenn Sie diese Option auswählen, klicken Sie auf Add, um die folgenden Provisioningserverinformationen einzugeben, und klicken Sie anschließend auf OK, um das Dialogfeld zu schließen:

IP-Adresse
Subnetzmaske
Gateway
Port (der Standardport ist 6910)

Hinweis: Wenn Sie die hohe Verfügbarkeit verwenden, geben Sie bis zu vier Provisioningserver ein. Wenn Sie die hohe Verfügbarkeit nicht verwenden, geben Sie nur einen Server ein. Legen Sie mit den Schaltflächen "Move up" und "Move down" die Startreihenfolge der Provisioningserver fest. Der erste aufgeführte Provisioningserver ist der Server, von dem aus das Zielgerät zu starten versucht.

Registerkarte "Options" des Dialogfelds "Configure Bootstrap"

Verbose Mode Wählen Sie die Option "Verbose Mode", wenn Sie den Startvorgang auf dem Zielgerät überwachen (optional) oder Systemmeldungen anzeigen möchten.
Interrupt Safe Mode Wählen Sie "Interrupt Safe Mode", wenn das Zielgerät in einer frühen Phase des Startprozesses fehlschlägt.
Advanced Memory Support Diese Einstellung sorgt dafür, dass das Bootstrapping mit neueren Windows Betriebssystemversionen funktioniert (ist standardmäßig aktiviert). Deaktivieren Sie diese Einstellung nur auf älteren XP- oder 32-Bit-Windows Server-Versionen, die PAE nicht unterstützen, oder wenn das Zielgerät zu Beginn des Startvorgangs hängt bzw. unerwartetes Verhalten zeigt.
Network Recovery Method

Restore Network Connections: Beim Aktivieren dieser Option versucht das Zielgerät ohne zeitliche Begrenzung die Verbindung zum Provisioningserver wiederherzustellen.

Reboot to Hard Drive: (Das Zielgerät muss eine Festplatte haben.) Beim Aktivieren dieser Option führt das Zielgerät ein Hardware-Reset durch, um einen Neustart zu erzwingen, nachdem das Wiederherstellen der Kommunikation fehlgeschlagen ist. Der Benutzer legt die Anzahl an Sekunden fest, die bis zu einem Neustart gewartet wird. Falls die Netzwerkverbindung nicht hergestellt werden kann, schlägt PXE fehl und das System wird von der lokalen Festplatte neu gestartet. Die Standardanzahl der Sekunden ist 50, um kompatibel mit Konfigurationen mit hoher Verfügbarkeit zu sein.

Login Polling Timeout

Geben Sie die Zeit in Millisekunden zwischen den Wiederholungen beim Abfragen nach Provisioningservern ein. An die Provisioningserver wird der Reihe nach ein Anmeldungsanforderungspaket gesendet. Der erste Provisioningserver, der antwortet, wird verwendet. Bei Systemen ohne hohe Verfügbarkeit definiert dieser Timeout lediglich, wie oft die anfängliche Anmeldungsanforderung bei dem einzigen verfügbaren Provisioningserver versucht wird.

Diese Zeitüberschreitung legt fest, wie schnell die Round-Robin-Routine von einem Provisioningserver zum nächsten wechselt, wenn versucht wird, einen aktiven Provisioningserver zu finden. Der gültige Bereich ist 1.000 bis 60.000 Millisekunden.

Login General Timeout

Geben Sie die Zeitüberschreitung in Millisekunden für alle anmeldungszugeordneten Pakete an. Ausgenommen ist die Zeitüberschreitung für das anfängliche Anmeldungspolling. Diese Zeitüberschreitung ist in der Regel länger als die Polling-Zeitüberschreitung, weil der Provisioningserver Zeit benötigt, um alle verbundenen Server zu kontaktieren, von denen einige möglicherweise ausgefallen sind und erneute Versuche erforderlich sind bzw. Zeitüberschreitungen beim Verbindungsaufbau vom Provisioningserver zu den anderen Provisioningservern auftreten, bis festgestellt werden kann, ob sie tatsächlich online sind oder nicht. Der gültige Bereich ist 1.000 bis 60.000 Millisekunden.

Konfigurieren der Bootstrapdatei

  1. Wählen Sie im Ordner "Servers" in der Baumstruktur der Konsole einen Provisioningserver aus und wählen Sie dann Configure bootstrap aus dem Bereich "Actions" oder dem Kontextmenü. Das Dialogfeld "Configure Bootstrap" wird angezeigt.

    Wählen Sie die Startdatei aus, die in das Verzeichnis kopiert wurde, das Sie während der Einrichtung des Provisioningservers ausgewählt haben. Da der Server die Liste der in den Provisioning Services-Programmdaten gefundenen Bootstrappingdateien zurückgibt, muss er aktiv sein, damit das Menüelement "Configure Bootstrap" angezeigt wird.

    Wichtig:

    Falls eine frühere Version der Provisioning Services auf diesem Server installiert wurde, müssen Sie den Standardspeicherort wie folgt ändern:

    C:\Programme\Citrix\Provisioning Services

    in

    C:\Dokumente und Einstellungen\Alle Benutzer\Anwendungsdaten\Citrix\Provisioning Services\Tftpboot

    Wenn die Standardeinstellung nicht geändert wird, kann die Bootstrapdatei nicht in der Konsole konfiguriert werden und das Starten von Zielgeräten schlägt mit der Fehlermeldung "Missing TFTP" fehl.

    Wenn Sie die Konsole auf einem separaten Computer installiert haben, wählen Sie den Pfad des Remote Provisioningservers (auf dem Startdienste installiert sind) aus.

  2. Der Konfigurationsassistent schreibt die IP-Adressliste in die Datenbank des Servers. Bei Auswahl von Read Servers from the Database wird die erste Server-IP-Adresse und der erste Serverport abgerufen und die Liste mit ihnen aufgefüllt. Sie sollten diesen Schritt nur ausführen, wenn die Liste leer ist oder Sie die gesamte Liste mit neuen Werten auffüllen wollen. Diese Werte werden im Abschnitt Streaming network cards auf der Seite "Network Communications" des Konfigurationsassistenten festgelegt. Die Provisioning Services verwenden die erste ausgewählte Netzwerkkarte.
  3. Wählen Sie eine der folgenden Optionen:
    • Wählen Sie die Option Verbose Mode, wenn Sie den Startvorgang auf dem Zielgerät überwachen möchten (optional). Dadurch wird das Systemmessaging auf dem Zielgerät aktiviert.
    • Wählen Sie Interrupt Safe Mode, wenn das Zielgerät am Anfang des Startvorgangs hängen bleibt.
    • Wählen Sie die Option Advanced Memory Support, damit das Bootstrapping mit neueren Windows Betriebssystemversionen funktioniert (ist standardmäßig aktiviert). Deaktivieren Sie diese Einstellung nur auf älteren XP- oder 32-Bit-Windows Server-Versionen, die PAE nicht unterstützen, oder wenn das Zielgerät zu Beginn des Startvorgangs hängt bzw. unerwartetes Verhalten zeigt.
  4. Wählen Sie eine der folgenden Netzwerkwiederherstellungsmethoden aus:
    • Restore Network Connections: Beim Aktivieren dieser Option versucht das Zielgerät ohne zeitliche Begrenzung die Verbindung zum Provisioningserver wiederherzustellen.
    • Reboot to Hard Drive: Beim Aktivieren dieser Option führt das Zielgerät einen Hardware-Reset durch, um einen Neustart zu erzwingen, nachdem das erneute Herstellen der Kommunikation für eine definierte Anzahl an Sekunden fehlgeschlagen ist. Der Benutzer legt die Anzahl an Sekunden fest, die bis zu einem Neustart gewartet wird. Davon ausgehend, dass die Netzwerkverbindung nicht hergestellt werden kann, schlägt PXE fehl und das System wird neu von der lokalen Festplatte gestartet. Die Standardanzahl an Sekunden ist 50. Klicken Sie auf die Schaltfläche "Browse", um den Ordner zu suchen und auszuwählen, der in Schritt 1 erstellt wurde, oder geben Sie einen vollständigen Pfad oder UNC-Namen ein.
    Hinweis: Wenn die Partition mit den vDisks als FAT-Dateisystem formatiert ist, wird eine Warnmeldung ausgegeben, die besagt, dass dies zu einer suboptimalen Leistung führt. Es wird empfohlen, NTFS zum Formatieren der Partition mit den vDisks zu verwenden. Ändern Sie die Adresse im Feld "Port" nicht.
    Achtung: Alle Startdienste (PXE, TFTP) müssen auf derselben Netzwerkkarte (IP-Adresse) sein. Der Streamdienst kann allerdings auf einer anderen Netzwerkkarte sein. Der Streamdienst ermöglicht eine Bindung an mehrere IP-Adressen (Netzwerkkarten).
  5. Konfigurieren Sie Folgendes:

    Login Polling Timeout

    Geben Sie die Zeit in Millisekunden zwischen den Wiederholungen für das Abfragen nach Servern ein. An die Server wird nacheinander ein Anmeldungsanforderungspaket gesendet. Der erste Server, der antwortet, wird verwendet. Dieses Timeout definiert lediglich, wie oft es mit der anfänglichen Anmeldungsanforderung bei dem einzigen verfügbaren Server versucht wird. Dieses Timeout legt fest, wie schnell die Round-Robin-Routine von einem Server zum nächsten wechselt, wenn versucht wird, einen aktiven Server zu finden. Der gültige Bereich ist 1.000 bis 60.000 Millisekunden.

    Login General Timeout

    Geben Sie die Zeitüberschreitung in Millisekunden für alle anmeldungszugeordneten Pakete an. Ausgenommen ist die Zeitüberschreitung für das anfängliche Anmeldungspolling. Der gültige Bereich ist 1.000 bis 60.000 Millisekunden.

  6. Klicken Sie auf OK, um die Änderungen zu speichern.