Product Documentation

Vorbereiten eines Masterzielgeräts für das Imaging

Nov 16, 2015

Als Masterzielgerät wird ein Zielgerät bezeichnet, auf Basis dessen ein Festplattenimage erstellt und auf einer vDisk gespeichert wird. Provisioning Services streamt anschließend den Inhalt der auf Basis des Masterzielgeräts erstellten vDisk zu anderen Zielgeräten.

Vorbereiten der Festplatte des Masterzielgeräts

Das Masterzielgerät unterscheidet sich üblicherweise von den späteren Zielgeräten, da es anfänglich eine Festplatte enthält. Dies ist die Festplatte, deren Image auf die vDisk übertragen wird. Falls dies erforderlich ist, kann die Festplatte nach dem Imaging aus dem Masterzielgerät entfernt werden.

Um eine einzelne vDisk zu unterstützen, die von mehreren Zielgeräten gemeinsam genutzt wird, müssen diese Geräte bestimmte Ähnlichkeiten aufweisen, damit das Betriebssystem über alle erforderlichen Treiber verfügt. Die folgenden drei wichtigen Komponenten müssen dabei berücksichtigt werden:
  • Hauptplatine
  • Netzwerkkarte (muss PXE unterstützen)
  • Grafikkarte

Mit dem Common Image-Dienstprogramm von Provisioning Services unterstützt eine einzelne vDisk gleichzeitig verschiedene Hauptplatinen, Netzwerkkarten, Grafikkarten und andere Hardware.

Wenn diese Zielgeräte eine vDisk gemeinsam verwenden, fungiert das Masterzielgerät als Vorlage für alle weiteren datenträgerlosen Zielgeräte, wenn diese dem Netzwerk hinzugefügt werden. Es ist wichtig, die Festplatte des Masterzielgeräts richtig vorzubereiten und die gesamte Software in der richtigen Reihenfolge zu installieren:

Hinweis: Folgen Sie den nachstehenden Anweisungen, nachdem Sie den Provisioningserver installiert und konfiguriert und die Zielgeräte erstellt haben.
Die Software muss auf dem Masterzielgerät in der folgenden Reihenfolge installiert werden:
  1. Windows-Betriebssystem
  2. Gerätetreiber
  3. Service Packs und Updates
  4. Zielgerätsoftware

Anwendungen können vor oder nach der Installation der Zielgerätsoftware installiert werden. Wenn die Zielgeräte Mitglied einer Domäne sind und eine vDisk gemeinsam verwenden, müssen zusätzliche Konfigurationsschritte durchgeführt werden (weitere Informationen finden Sie unter Verwalten von Domänencomputerkonten, bevor Sie mit der Installation fortfahren).

Hinweis: Dual-Boot-vDisk-Images werden nicht unterstützt.

Konfigurieren des BIOS eines Masterzielgeräts

In den folgenden Schritten wird beschrieben, wie Sie das BIOS eines Zielgeräts und die vom Netzwerkadapter bereitgestellte BIOS-Erweiterung konfigurieren, um vom Netzwerk starten zu können. Auf unterschiedlichen Geräten gibt es unterschiedliche BIOS-Benutzeroberflächen. Falls erforderlich, finden Sie in der Ihrem System beiliegenden Dokumentation weitere Informationen zur Konfiguration dieser Optionen.
  1. Falls das BIOS des Zielgeräts noch nicht konfiguriert wurde, starten Sie das Zielgerät neu und öffnen Sie das BIOS-Setup des Systems. (Drücken Sie zum Öffnen des BIOS-Setup während des Startvorgangs die Taste F1, F2, F10 oder Entf. Die Taste unterscheidet sich je nach Hersteller.)
  2. Stellen Sie für den Netzwerkadapter On with PXE ein.
    Hinweis: Je nach Systemhersteller kann diese Einstellung anders lauten.
  3. Konfigurieren Sie das Zielgerät so, dass es von LAN oder Network first startet. Wählen Sie optional das Universal Network Driver Interface und die Option UNDI first, wenn Sie eine Netzwerkkarte mit MBA-Unterstützung (Managed Boot Agent) verwenden.
    Hinweis: Auf einigen älteren Systemen enthält das BIOS-Setupprogramm eine Option zum Aktivieren/Deaktivieren eines Schreibschutzes für den Bootsektor des Datenträgers. Falls diese Option vorhanden ist, deaktivieren Sie sie, bevor Sie fortfahren.
  4. Speichern Sie die Änderungen und beenden Sie das BIOS-Setupprogramm.
  5. Starten Sie das Zielgerät von der Festplatte über das Netzwerk, um dem Zielgerät die vDisk zuzuweisen.

Konfigurieren des BIOS eines Netzwerkadapters

Diese Schritte sind nur für ältere Systeme erforderlich.
  1. Starten Sie das Masterzielgerät neu.
  2. Konfigurieren Sie die BIOS-Erweiterung des Netzwerkadapters über das Setupprogramm.

    Während des Systemstarts zeigt die BIOS-Erweiterung des Netzwerkadapters eine Initialisierungsmeldung ähnlich der folgenden an: Initializing Intel ® Boot Agent Version 3.0.03 PXE 2.0 Build 078 (WfM 2.0) RPL v2.43

    Öffnen Sie die BIOS-Erweiterung des Netzwerkadapters. (Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation des Netzwerkadapters.) Die Tastenkombination zum Öffnen der BIOS-Erweiterung des Netzwerkadapters unterscheidet sich je nach Hersteller. Drücken Sie zum Öffnen des Setupbildschirms des Intel Boot Agent Strg+S.

    Ein Bildschirm ähnlich dem folgenden wird angezeigt:


    Setupmenü
  3. Ändern Sie die Startreihenfolge in Network first, then local drives.
  4. Speichern Sie die Änderungen und beenden Sie das Setupprogramm. Drücken Sie im Intel Boot Agent die Taste F4, um die Änderungen zu speichern.
Alternativ kann ein Gerät mit dem Startgerätverwaltungsdienstprogramm so konfiguriert werden, dass den Zielgeräten die IP-Adresse und die Startinformationen (Startdatei) bereitgestellt werden.

Installieren der Software des Masterzielgeräts

Hinweis: Sie sollten vor der Installation die Zielgerätsoftware die Versionshinweise lesen. Deaktivieren Sie alle BIOS-basierten Virenschutzfunktionen, bevor Sie die Produktsoftware auf einem Masterzielgerät installieren. Schalten Sie die Antivirensoftware wieder ein, bevor Sie den Imagingassistenten ausführen, damit die Antivirensoftware auf dem vDisk-Image enthalten ist.

Die Zielgerätsoftware der Provisioning Services muss auf einem Masterzielgerät installiert werden, bevor ein vDisk-Image erstellt wird. Installieren und konfigurieren Sie den in Windows Server 2012 eingeführten Microsoft NIC-Teamingtreiber oder die OEM-NIC-Teamingsoftware, bevor Sie die Zielgerätsoftware installieren.

Die Zielgerätsoftware der Provisioning Services umfasst Folgendes:
  • Virtuelle Disk für Provisioning Services: Das virtuelle Medium, auf dem die Datenträgerkomponenten des Betriebssystems und der Anwendungen gespeichert werden.
  • Provisioning Services-Netzwerkstack: Der proprietäre Filtertreiber, der über den Netzwerkkartentreiber geladen wird und die Kommunikation zwischen den Zielgeräten und dem Provisioningserver ermöglicht.
  • Virtueller Adapter für Provisioning Services SCSI-Miniport: Der Treiber, der die vDisk dem Betriebssystem auf dem Zielgerät bereitstellt.
  • Provisioning Services-Imagingassistent: Erstellt die vDisk-Datei und das Image des Masterzielgeräts.
  • Dienstprogramm für vDisk-Statusleiste: Bietet allgemeine Informationen zum vDisk-Status und Statistiken. Dieses Dienstprogramm enthält ein Hilfesystem.
  • Zielgerätoptimierungsdienstprogramm: Zum Ändern der Zielgeräteinstellungen, um eine Leistungssteigerung zu erreichen.

Die Zielgerätsoftware von Provisioning Services ist für 32-Bit- und 64-Bit-Windows-Betriebssysteme erhältlich.

Hinweis: Wenn Sie Provisioning Services-Zielgerätsoftware auf NT6.x-Systemen in einer Umgebung mit mehreren Netzwerkkarten installieren, können alle verfügbaren Netzwerkkarten verwendet werden. "bindcfg.exe" wird in diesem Fall nicht benötigt und nicht mehr mit der Zielgerätsoftware installiert (Windows Vista, Windows 2008, Windows 7, Windows 2008 R2, Windows 8 und Windows Server 2012). Erkennt Provisioning Services jedoch ein NT5.x-System (Windows XP oder Windows 2003), wird "bindcfg.exe" weiterhin mit der Zielgerät-Produktsoftware installiert und während des Installationsprozesses auf dem Zielgerät angezeigt. Wenn die inaktive Netzwerkkarte auf einem NT5.x-Windows XP- oder -Windows 2003-System nicht an Provisioning Services gebunden werden kann, starten Sie "bindcfg.exe" manuell aus dem Installationsverzeichnis von Provisioning Services (Standardpfad: C:\Programme\Citrix\Provisioning Services).

Installieren der Zielgerätsoftware der Provisioning Services auf einem Windows-Gerät

  1. Starten Sie das Masterzielgerät von der lokalen Festplatte.
  2. Stellen Sie sicher, dass alle Anwendungen auf dem Gerät geschlossen sind.
  3. Doppelklicken Sie auf den entsprechenden Installer. Das Fenster zur Produktinstallation wird angezeigt.
  4. Klicken Sie auf der Willkommenseite auf Next, gehen Sie zum Ende der Lizenzvereinbarung und stimmen Sie den Bedingungen zu.
  5. Klicken Sie auf Next, um fortzufahren. Das Dialogfeld "Customer Information" wird angezeigt.
  6. Geben Sie den Benutzer- und Organisationsnamen in die entsprechenden Textfelder ein.
  7. Wählen Sie entsprechende Benutzerinstallationsoption aus. Welche Option Sie auswählen, hängt davon ab, ob diese Anwendung von allen Benutzern auf diesem Computer gemeinsam genutzt wird oder ob nur der Benutzer, der diesem Computer zugewiesen ist, Zugriff hat.
  8. Klicken Sie auf Next. Das Dialogfeld "Destination Folder" wird angezeigt.
  9. Klicken Sie auf Next, um das Zielgerät im Standardordner zu installieren (C:\Programme\Citrix\Provisioning Services). Klicken Sie optional auf Change, geben Sie dann den Ordnernamen ein oder navigieren Sie zu dem entsprechenden Ordner, klicken Sie anschließend auf Next und dann auf Install. Im Dialogfeld werden Statusinformationen zur Installation angezeigt.
    Hinweis: Der Installationsvorgang kann einige Minuten dauern. Während des Installationsvorgangs können Sie auf Cancel klicken, um die Installation abzubrechen und Änderungen am System rückgängig zu machen. Schließen Sie Meldungen zum Windows-Logo, falls diese angezeigt werden.
  10. Im Dialogfeld wird die Meldung "Installation Wizard Completed" angezeigt, wenn die Komponenten und Optionen erfolgreich installiert wurden. Schließen Sie das Assistentenfenster Falls .NET 3.0 SP1 oder höher installiert und die automatische Windows-Bereitstellung aktiviert ist, wird der Imagingassistent standardmäßig automatisch gestartet (weitere Informationen finden Sie unter Imagingassistent).
    Hinweis: Wenn vor dem Abschluss des Imaging eine Windows-Meldung zum Neustarten angezeigt wird, können Sie diese Meldung bis zum erfolgreichen Abschluss des Imaging ignorieren.
  11. Starten Sie das Gerät neu, nachdem Sie die Produktsoftware erfolgreich installiert und das vDisk-Image erstellt haben.