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Auswählen des Schreibcachespeicherorts für Standard-vDisk-Images

Nov 16, 2015

Provisioning Services unterstützt mehrere Optionen für den Schreibcachespeicherort. Der Schreibcachespeicherort für eine vDisk wird auf der Registerkarte "General" ausgewählt, die im Dialogfeld "vDisk File Properties" verfügbar ist.

Überlegungen und Anforderungen

  • Für Caching auf der lokalen Festplatte muss das Festplattenlaufwerk für Windows-Geräte mit NTFS formatiert sein und mindestens 500 MB haben.
  • Für Caching im RAM des Zielgeräts und Standardimagemodus wird die Maximalgröße des RAM-Schreibcaches mit der Registrierungseinstellung WcMaxRamCacheMB in den BNIStack-Parametern festgelegt. Dies ist ein DWORD-Parameter. Wenn der Registrierungseintrag nicht existiert, wird als Standardwert 3584 MB verwendet.
  • Versionen von Provisioning Services vor 7.1 unterstützen nicht Microsoft System Center Configuration Manager.
  • Provisioning Services 7.x unterstützt Microsoft System Center Configuration Manager (ConfigMgr) Client nur wie folgt:
    ConfigMgr Client Cache auf Festplatte des Geräts Cache im RAM des Geräts mit Überlauf auf die Festplatte Cache im RAM des Geräts
    ConfigMgr 2007 - alle Nicht unterstützt Nicht unterstützt Nicht unterstützt
    ConfigMgr 2012 Unterstützt Unterstützt Nicht unterstützt
    ConfigMgr 2012 SP1 Unterstützt Unterstützt Nicht unterstützt
    ConfigMgr 2012 R2 Unterstützt Unterstützt Nicht unterstützt
    ConfigMgr Client Cache auf Server Permanenter Cache auf Server Permanenter Cache auf Festplatte des Geräts
    ConfigMgr 2007 - alle Nicht unterstützt Nicht unterstützt Nicht unterstützt
    ConfigMgr 2012 Nicht unterstützt Nicht unterstützt Nicht unterstützt
    ConfigMgr 2012 SP1 Nicht unterstützt Nicht unterstützt Nicht unterstützt
    ConfigMgr 2012 R2 Nicht unterstützt Nicht unterstützt Nicht unterstützt
Im Folgenden werden alle gültigen Schreibcacheoptionen aufgelistet:
  • Cache auf Festplatte des Geräts
  • Permanenter Cache auf Festplatte des Geräts (nur experimentelle Phase)
  • Cache im RAM des Geräts
  • Cache im RAM des Geräts mit Überlauf auf die Festplatte (nur verfügbar für Windows 7 und Server 2008 R2 (NT 6.1) und höher)
  • Cache auf Serverdatenträger
  • Permanenter Cache auf Server

Cache auf Festplatte des Geräts

Der Schreibcache kann als Datei im NTFS-Format auf der Festplatte des Zielgeräts vorhanden sein. Diese Schreibcacheoption schont den Provisioningserver, da er keine Schreibanforderungen verarbeiten muss und die begrenzte Einschränkung des RAMs wegfällt.

Für die Festplatte wird keine zusätzliche Software benötigt, um diese Funktion zu aktivieren.

Hinweis: Die Schreibcachedatei ist temporär, es sei denn, der vDisk-Modus ist auf den Privatimagemodus eingestellt.

Permanenter Cache auf Festplatte des Geräts (nur experimentelle Phase)

Entspricht Cache auf Festplatte des Geräts, außer dass der Cache permanent ist. Zurzeit ist diese Schreibcachemethode nur ein experimentelles Feature und wird nur für NT6.1 oder höher (Windows 7 und Windows 2008 R2 und höher) unterstützt. Für diese Methode ist auch ein anderes Bootstrap erforderlich. Klicken Sie zur Auswahl des richtigen Bootstraps in der Konsole mit der rechten Maustaste auf den Provisioningserver und wählen Sie dann Configure Bootstrap aus. Klicken Sie auf der Registerkarte "Allgemein" im Listenfeld auf die Option "Bootstrap file" und wählen Sie CTXBP.BIN aus. Die lokale Festplatte (Clientseite) muss unbedingt ausreichend freien Speicherplatz haben, um die ganze vDisk zu speichern.

Cache im RAM des Geräts

Der Schreibcache kann als temporäre Datei im RAM des Zielgeräts vorhanden sein. Dies ist die schnellste Datenträgerzugriffsmethode, da Arbeitsspeicherzugriffe immer schneller als Datenträgerzugriffe sind.

Cache im RAM des Geräts mit Überlauf auf die Festplatte

Diese Schreibcachemethode verwendet das differenzierende VHDX-Format und ist nur für Windows 7 sowie Server 2008 R2 (NT 6.1) und höhere Versionen verfügbar:

  • Wenn der RAM Null beträgt, wird der Schreibcache des Zielgeräts nur auf den lokalen Datenträger geschrieben.
  • Wenn der RAM nicht Null beträgt, wird der Schreibcache des Zielgeräts zuerst auf den RAM geschrieben. Wenn der RAM voll ist, wird der am seltensten verwendete Datenblock auf den lokalen differenzierenden Datenträger geschrieben, damit neuere Daten auf den RAM geschrieben werden können. Die angegebene RAM-Menge ist nicht-ausgelagerter Kernelspeicher, der vom Zielgerät verbraucht wird.

Im Vergleich zum Cachemodus "Cache auf Festplatte des Geräts" hat das VHDX-Blockformat eine höhere Dateiexpansionsrate. Der freie Speicherplatz auf dem lokalen Datenträger könnte die Streaming-Arbeitslast übernehmen. Um die Zuverlässigkeit von Zielgeräten bei hohen Arbeitslasten zu gewährleisten, empfiehlt Citrix, dass der freie Speicherplatz auf dem lokalen Datenträger größer ist als die Kapazitätsgröße der vDisk.

Wenn auf dem lokalen Datenträger kein Speicherplatz mehr vorhanden ist, wird die vDisk-IO auf dem Zielgerät angehalten und das Gerät wartet, bis auf der lokalen Festplatte mehr Speicherplatz verfügbar ist. Dieser Zustand wirkt sich negativ auf die Kontinuität der Arbeitslast aus. Daher empfiehlt Citrix, ausreichend freien Speicherplatz auf dem lokalen Datenträger zuzuteilen.

Die angegebene RAM-Menge ändert die Anforderungen an den freien Speicherplatz auf dem lokalen Datenträger nicht. Je mehr RAM zugeordnet wird, desto mehr vDisk-IOs werden vorübergehend im RAM-Cache gespeichert, bevor alle Daten wieder in die VHDX-Datei geschrieben werden. Durch den RAM wird die anfängliche VHDX-Expansionsrate reduziert.

Cache auf Server

Der Schreibcache kann als temporäre Datei auf einem Provisioningserver vorhanden sein. In dieser Konfiguration werden alle Schreibvorgänge vom Provisioningserver gehandhabt. Dies kann die Datenträger-E/A-Zugriffe und den Netzwerkdatenverkehr erhöhen.

Für ein höheres Sicherheitsniveau kann der Provisioningserver Schreibcachedateien verschlüsseln. Da die Schreibcachedatei zwischen Neustarts nicht auf der Festplatte vorhanden ist, werden die Daten für den Fall verschlüsselt, dass die Festplatte entwendet wird.

Permanenter Cache auf Server

Diese Cacheoption ermöglicht das Speichern von Änderungen zwischen Neustarts. Mit dieser Option kann ein Zielgerät nach einem Neustart Änderungen aus vorherigen Sitzungen abrufen, die sich vom schreibgeschützten vDisk-Image unterscheiden. Wenn eine vDisk auf Cache on server persistent eingestellt ist, wird für jedes Zielgerät, das auf die vDisk zugreift, automatisch eine gerätespezifische, beschreibbare Datenträgerdatei erstellt. Alle Änderungen am vDisk-Image werden in diese Datei geschrieben, die nach dem Herunterfahren nicht automatisch gelöscht wird.

Über den Dateinamen kann das Zielgerät eindeutig identifiziert werden, da die MAC-Adresse des Zielgeräts und der Datenträgerbezeichner Teil des Dateinamens sind. Ein Zielgerät kann mehreren vDisks zugewiesen werden und deshalb können ihm mehrere Cachedateien zugeordnet sein.

Stellen Sie zum Wiederherstellen einer vDisk, die "Cache Persistent on Server" verwendet, sicher, dass alle vDisk-Dateien und zugeordneten Benutzercachedateien gesichert werden, bevor Änderungen an der vDisk vorgenommen werden.

Zu den Vorteilen dieser Cacheoption gehören:
  • Speichert zielgerätspezifische Änderungen, die am vDisk-Image vorgenommen werden.
  • Hat die gleichen Vorteile wie der Standardimagemodus.
Zu den Nachteilen dieser Cacheoption gehören:
  • Die Cachedatei ist verfügbar, solange die Datei gültig ist. Bei Änderungen an der vDisk wird die Cachedatei als ungültig markiert. Wenn die vDisk z. B. auf den Privatimagemodus eingestellt ist, werden alle zugeordneten Cachedateien als ungültig markiert.
    Hinweis: Cachedateien, die als ungültig markiert sind, werden nicht gelöscht. Diese Dateien sollten regelmäßig manuell gelöscht werden.
Zu den Änderungen, die eine Datei ungültig machen, gehören:
  • Das Setzen der vDisk in den Wartungsmodus
  • Die vDisk wird in den Privatimagemodus gesetzt
  • Zuordnen des Laufwerks in der Konsole
  • Ändern des Speicherorts der Schreibcachedateien
  • Verwendung von automatischen Updates