Product Documentation

Konfigurieren des BIOS-Bootstrappings

Nov 16, 2015

Diese Funktion ist OEM-spezifisch und stellt Endbenutzern mit Provisioning Services vorkonfigurierte Systeme bereit, sodass Kunden eine Provisioning Services-fähige Umgebung mit minimalem Aufwand bereitstellen können. Diese Funktion stellt eine Alternative zur Standard-PXE-Startmethode dar.

Als Teil dieser Lösung bettet der OEM das Bootstrapping bei der Herstellung in das BIOS des Zielgeräts ein. Der OEM konfiguriert das Gerät auch mit Produktlizenzschlüsseln vor.

Damit das Feature BIOS-Bootstrapping automatisch funktioniert, muss das Zielnetzwerk Folgendes unterstützen:

  • Einen DHCP-Server, der die IP-, Subnetz- und Gatewayadressen des Zielgeräts bereitstellt. Darüber hinaus muss der DHCP-Dienst den Standard-DNS-Server für die Verwendung durch den Client bereitstellen.
  • Ein DNS-Server muss im Netzwerk aktiv sein.
  • Ein DNS-Eintrag muss definiert werden, der mit dem Namen auf die aktive IP-Adresse jedes Provisioningservers verweist. Mit diesem DNS-Eintrag sucht das Zielgerät einen aktiven Server.

Wenn das Zielgerät mit dem BIOS-Bootstrapping gestartet wird, werden die Konfigurationseinstellungen vom BIOS des Geräts abgerufen. Diese BIOS-Einstellungen können angeben, dass DHCP mit DNS zum Suchen der IP- und Serverinformationen (dynamisch) verwendet wird, oder bis zu vier IP-Adressen im BIOS (statisch) aufgelistet werden.

Wenn ein Zielgerät zum ersten Mal gestartet wird, liest es den Produktlizenzschlüssel und die Konfigurationsinformationen aus dem BIOS, sucht den Streamdienst und sendet eine Geräteregistrierungsmeldung an den Server. Außer den aus der Vorlage der Gerätesammlung übernommenen Informationen enthält diese Meldung die Informationen, die erforderlich sind, um das Gerät der Provisioning Services-Datenbank hinzuzufügen

Konfigurieren der Einstellungen des BIOS-Bootstrappings

Der OEM konfiguriert die Einstellungen des BIOS-Bootstrappings, sodass das Bootstrapping sofort einsatzfähig ist. Falls der Provisioning Services-Administrator die Einstellungen ändern muss, kann er die Funktion Configure BIOS Bootstrap in der Konsole verwenden. Die Konfigurationsänderungen werden automatisch beim nächsten Starten des Zielgeräts aktualisiert. Es werden jedoch nur diejenigen BIOS-Einstellungen aktualisiert, die sich von den neuen Einstellungen unterscheiden.

Hinweis: Im BIOS des Zielgeräts müssen ausreichend Informationen gespeichert sein, um den anfänglichen Kontakt mit dem Provisioningserver herzustellen.

Registerkarte "General"

  1. Klicken Sie im Konsolenfenster mit der rechten Maustaste auf einen Provisioningserver und wählen Sie die Menüoption "Configure Bootstrap". Das Dialogfeld "Configure Bootstrap" wird angezeigt.
  2. Aktivieren Sie auf der Registerkarte "General" das Kontrollkästchen Automatically update the BIOS on the target device with these settings, um die BIOS-Einstellungen des Zielgeräts bei einer Verbindung mit dem Server automatisch zu aktualisieren. Diese Einstellungen beim nächsten Start des Zielgeräts automatisch übernommen.

IP-Adresse des Zielgeräts

  1. Wählen Sie im Dialogfeld "Configure BIOS Bootstrap" die Registerkarte "Target Device IP".
  2. Wählen Sie aus der folgenden Methoden die Methode aus, mit der die IP-Adressen von Zielgeräten abgerufen werden:
    • Use DHCP to retrieve target device IP (Standardmethode).
    • Use static target device IP. Bei Auswahl dieser Methode muss ein primärer und sekundärer DNS sowie eine primäre und sekundäre Domäne angegeben werden.

Registerkarte "Server Lookup"

  1. Wählen Sie auf der Registerkarte "Server Lookup" die Methode aus, mit der das Zielgerät den Provisioningserver sucht, von dem es gestartet wird:
    • Use DNS to find server

      Wählen Sie diese Option, um den Server mit DNS zu finden. Der Hostname wird im Textfeld "Host name" angezeigt.

      Hinweis: Beim Verwenden von DNS muss der DNS-Server den Namen anhand der IP-Adresse des Servers auflösen können.
    • Use specific servers

      Wählen Sie diese Option, um die Provisioningserver-Daten manuell einzugeben. Falls diese Informationen nicht zuvor eingegeben wurden, erscheinen keine Daten. Um schnell alle Server in der Datenbank aufzulisten, klicken Sie auf Read Servers from Database.

      Klicken Sie zum Ändern oder Eingeben neuer Informationen auf Edit und geben Sie anschließend die Informationen im Dialogfeld "Server Address" ein.

      Hinweis: Durch Klicken auf Reset to Default wird eine Bestätigungsmeldung angezeigt, die angibt, dass automatische BIOS-Updates auf den Zielgeräten deaktiviert werden und DNS zum Suchen des Servers verwendet wird.

Registerkarte "Options"

  1. Wählen Sie auf der Registerkarte "Options" aus den nachfolgenden Netzwerkoptionen aus:
    • Wählen Sie die Option Verbose Mode, wenn Sie den Startvorgang auf dem Zielgerät überwachen möchten (optional). Dadurch wird das Systemmessaging auf dem Zielgerät aktiviert.
    • Wählen Sie Interrupt Safe Mode, wenn das Zielgerät am Anfang des Startvorgangs hängen bleibt.
    • Wählen Sie die Option Advanced Memory Support, damit das Bootstrapping mit neueren Windows Betriebssystemversionen funktioniert (ist standardmäßig aktiviert). Deaktivieren Sie diese Einstellung nur auf älteren XP- oder 32-Bit-Windows Server-Versionen, die PAE nicht unterstützen, oder wenn das Zielgerät zu Beginn des Startvorgangs hängt bzw. unerwartetes Verhalten zeigt.
  2. Wählen Sie eine der folgenden Netzwerkwiederherstellungsmethoden aus:
    • Restore network connections

      Beim Aktivieren dieser Option versucht das Zielgerät ohne zeitliche Begrenzung die Verbindung zum Provisioningserver wiederherzustellen.

    • Reboot to Hard Drive

      Beim Aktivieren dieser Option führt das Zielgerät ein Hardware-Reset durch, um einen Neustart zu erzwingen, nachdem das erneute Herstellen der Kommunikation für eine definierte Anzahl an Sekunden fehlgeschlagen ist. Der Benutzer legt die Anzahl an Sekunden fest, die bis zu einem Neustart gewartet wird. Wenn die Netzwerkverbindung nicht hergestellt werden kann, kann das Zielgerät den Server nicht kontaktieren und das System wird neu von der lokalen Festplatte gestartet. Die Standardanzahl an Sekunden ist 50.

    Hinweis: Wenn die Partition mit den vDisks als FAT-Dateisystem formatiert ist, wird eine Warnmeldung ausgegeben, die besagt, dass dies zu einer suboptimalen Leistung führt. Es wird empfohlen, NTFS zum Formatieren der Partition mit den vDisks zu verwenden. Ändern Sie die Adresse im Feld "Port" nicht.
    Achtung: Alle Startdienste müssen auf derselben Netzwerkkarte (IP-Adresse) sein. Der Streamdienst kann allerdings auf einer anderen Netzwerkkarte sein. Der Streamdienst ermöglicht eine Bindung an mehrere IP-Adressen (Netzwerkkarten).
  3. Konfigurieren Sie Folgendes:

    Login Polling Timeout

    Geben Sie die Zeit in Millisekunden zwischen den Wiederholungen für das Abfragen nach Servern ein. An die Server wird nacheinander ein Anmeldungsanforderungspaket gesendet. Der erste Server, der antwortet, wird verwendet. Dieses Timeout definiert lediglich, wie oft es mit der anfänglichen Anmeldungsanforderung bei dem einzigen verfügbaren Server versucht wird. Dieses Timeout legt fest, wie schnell die Round-Robin-Routine von einem Server zum nächsten wechselt, wenn versucht wird, einen aktiven Server zu finden. Der gültige Bereich ist 1.000 bis 60.000 Millisekunden.

    Login General Timeout

    Geben Sie die Zeitüberschreitung in Millisekunden für alle anmeldungszugeordneten Pakete an. Ausgenommen ist die Zeitüberschreitung für das anfängliche Anmeldungspolling. Der gültige Bereich ist 1.000 bis 60.000 Millisekunden.

  4. Klicken Sie auf OK, um die Änderungen zu speichern.