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Konfigurieren der Startdatei für hohe Verfügbarkeit

Oct 17, 2016

Wenn ein Provisioningserver mit dem Konfigurationsassistenten konfiguriert wird, kann dieser Server als einer der Server ausgewählt werden, der zum Verbinden der Zielgeräte während des Startvorgangs verwendet wird. Um eine hohe Verfügbarkeit zu gewährleisten, müssen mindestens zwei Anmelde-Provisioningserver in der Startdatei aufgelistet sein (vier Server ist das Maximum).

Die Startdatei des Zielgeräts enthält die IP-Adressen von bis zu vier Anmelde-Provisioningservern sowie weitere Konfigurationsinformationen. In der Startdatei sind die Provisioningserver aufgelistet, die ein Zielgerät kontaktieren kann, um Zugriff auf die Provisioning Services-Farm zu erhalten. Der kontaktierte Server übergibt das Zielgerät möglicherweise einem anderen Provisioningserver, der die vDisk des Zielgeräts bereitstellen kann.

Hinweis: Ein freigegebenes Speichersystem stellt die Verfügbarkeit der Provisioningserver-vDisks sicher. Je nach Typ der freigegebenen Speichers verwenden die vDisks entweder die UNC- oder die herkömmliche DOS-Namenskonvention.

Hinzufügen von Provisioningservern zur Startdatei

Ein Administrator muss Provisioningserver der Startdatei hinzufügen, um dem Zielgerät die Informationen zum Kontaktieren des Streamdienstes bereitzustellen.

Bei der Erstkonfiguration eines Provisioningservers können Sie im Konfigurationsassistenten diesen Server für das Bereitstellen von TFTP-Diensten auswählen. Wenn sich alle Zielgeräte auf einem Netzwerksegment befinden, gibt es normalerweise einen TFTP-Server pro Farm. Wenn sich Zielgeräte auf mehreren Netzwerksegmenten befinden und jedes Segment als unabhängige Site konfiguriert ist, kann ein TFTP-Server pro Site (Netzwerksegment) verwendet werden.

Provisioningserver können auch in der Konsole im Dialogfeld "Configure Bootstrap" als Anmeldeserver konfiguriert werden.

Wählen Sie eine der Methoden, um Provisioningserver der Startdatei hinzuzufügen.

Hinzufügen von Anmeldeservern mit dem Konfigurationsassistenten

Hinzufügen und Konfigurieren des ersten Provisioningservers als TFTP- und Anmeldeserver mit dem Konfigurationsassistenten
  1. Führen Sie den Konfigurationsassistenten aus. Wählen Sie im Dialogfeld für die TFTP-Option und den Bootstrapspeicherort die Option Use the Provisioningserver TFTP Service aus.
  2. Geben Sie den Speicherort der Bootstrapdatei ein oder suchen Sie die Datei und klicken Sie anschließend auf Next. Der Standardspeicherort ist C:\Dokumente und Einstellungen\All Users\Application Data\Citrix\Provisioning Services\Tftpboot
    Hinweis: Falls eine vorherige Version von Provisioningserver auf diesem Server installiert ist, müssen Sie den Standardspeicherort von C:\Programme\Citrix\Provisioningserver\TFTPBoot bzw. C:\Dokumente und Einstellungen\All Users\Application Data\Citrix\Provisioningserver\TFTPboot in C:\Dokumente und Einstellungen\All Users\Application Data\Citrix\Provisioning Services\TFTPboot ändern. Wenn die Standardeinstellung nicht geändert wird, kann die Bootstrapdatei nicht in der Konsole konfiguriert werden und das Starten von Zielgeräten schlägt mit der Fehlermeldung "Missing TFTP" fehl.
  3. Klicken Sie in der Provisioningserver-Startliste auf die Schaltfläche Add, um zusätzliche Anmelde-Provisioningserver der Liste hinzuzufügen. Legen Sie mit den Schaltflächen Move up und Move down die Startreihenfolge der Provisioningserver fest.
    Hinweis: In einer Implementierung mit hoher Verfügbarkeit müssen mindestens zwei Provisioningserver als Startserver ausgewählt sein.
  4. Markieren Sie zum Festlegen der erweiterten Konfigurationseinstellungen die IP-Adresse des Provisioningservers, klicken Sie auf Advanced und konfigurieren Sie anschließend die Bootstrapdatei.
    Hinweis: Informationen zu Felddefinitionen finden Sie unter Provisioningserver-Eigenschaften.
  5. Klicken Sie auf OK und dann auf Next.
  6. Überprüfen Sie die Konfigurationseinstellungen und klicken Sie anschließend auf Finish, um diese zu bestätigen und die Netzwerkdienste auf diesem Server neu zu starten. Beim Speichern der Konfigurationseinstellungen werden diese im Fortschrittsdialogfeld angezeigt.
  7. Klicken Sie zum Beenden des Konfigurationsassistenten auf Done.

Hinzufügen von Anmeldeservern mit der Konsole

Hinzufügen und Konfigurieren zusätzlicher Provisioningserver als Anmeldeserver
  1. Klicken Sie in der Konsole mit der rechten Maustaste auf einen Provisioningserver, der als Anmeldeserver verwendet werden soll, und wählen Sie anschließend die Menüoption Configure Bootstrap. Das Dialogfeld "Configure Bootstrap" wird angezeigt.
    Hinweis: Durch Klicken auf "Read DB" werden bereits vorhandene Anmeldeserver in die Tabelle übernommen. Beim Starten des Streamdienstes wird in der Datenbank ein Datensatz mit eigener IP-Adresse erstellt. Es gibt nur einen Streamdienstdatensatz pro Datenbank. Wenn der Dienst an mehrere IP-Adressen gebunden ist, enthält die Datenbank mehrere Datensätze. Die Funktion "Read DB" wählt von jedem Provisioningserver nur eine IP-Adresse aus. Mit dieser Funktion kann auch die Startdatei mit den Streamdienst-IP-Einstellungen aufgefüllt werden, die bereits in der Datenbank konfiguriert sind.
  2. Klicken Sie auf Add, um einen neuen Anmelde-Provisioningserver der Bootstrapdatei hinzuzufügen. Das Dialogfeld "Streaming Server" wird angezeigt.
  3. Geben Sie die IP-Adresse und die Portnummer dieses Provisioningservers in die entsprechenden Textfelder ein.
  4. Verwenden Sie entweder Subnetzmasken- und Gatewayeinstellungen mit DHCP/BOOTP oder geben Sie die zu verwendenden Einstellungen ein und klicken Sie anschließend auf OK. Die Provisioningserver-Informationen werden in der Liste der verfügbaren Anmeldeserver angezeigt.
  5. Konfigurieren der erweiterten Bootstrapeinstellungen auf der Registerkarte „Options“
    • Wählen Sie Verbose Mode, wenn Sie den Startvorgang auf dem Zielgerät überwachen möchten (optional). Dadurch wird das Systemmessaging auf dem Zielgerät aktiviert.
    • Wählen Sie Interrupt Safe Mode, wenn das Zielgerät am Anfang des Startvorgangs hängen bleibt.
    • Wählen Sie das Kontrollkästchen Advanced Memory Support, es sei denn, Sie verwenden ältere Versionen ohne aktivierte PAE.
  6. Wählen Sie eine der folgenden Netzwerkwiederherstellungsmethoden aus:
    • Restore Network Connections: Beim Aktivieren dieser Option versucht das Zielgerät zeitlich unbegrenzt die Verbindung zum Provisioningserver wiederherzustellen.
      Hinweis: Wenn die Option "Restore Network Connections" ausgewählt ist, wird das Feld "Seconds" deaktiviert, weil es nicht anwendbar ist.
    • Reboot to Hard Drive: Beim Aktivieren dieser Option führt das Zielgerät einen Hardware-Reset durch, um einen Neustart zu erzwingen, nachdem das erneute Herstellen der Kommunikation für eine definierte Anzahl an Sekunden fehlgeschlagen ist. Der Benutzer legt die Anzahl an Sekunden fest, die bis zu einem Neustart gewartet wird. Davon ausgehend, dass die Netzwerkverbindung nicht hergestellt werden kann, schlägt PXE fehl und das System wird neu von der lokalen Festplatte gestartet. Die Standardanzahl an Sekunden ist 50.
  7. Blättern Sie unter "Timeouts" zum "Login Polling Timeout" (in Millisekunden) zwischen neuen Versuchen beim Abfragen der Provisioningserver.
  8. Blättern Sie unter "Timeouts" zum "Login General Timeout" (in Millisekunden), das für alle mit der Anmeldung in Verbindung stehenden Pakete mit Ausnahme des anfänglichen "Login Polling Timeout" gilt.
  9. Klicken Sie auf OK, um die Änderungen zu speichern.