Konfigurieren von Zielgeräten mit persönlichen vDisks

Citrix XenDesktop mit persönlicher vDisk ist eine hochleistungsfähige Desktopvirtualisierungslösung für Unternehmen, mit der VDI mit gepoolten statischen VMs für Mitarbeiter verfügbar ist, die persönliche Desktops benötigen.

Zielgeräte, die persönliche vDisks verwenden, werden mittels Citrix XenDesktop-Setupassistent erstellt. In einer Provisioning Services-Farm erstellt der Assistent Zielgeräte mit persönlichen vDisks und fügt sie einer vorhandenen Sammlung der Site hinzu. Anschließend weist er diesem Gerät eine vorhandene vDisk im Freigabemodus zu.

Der Assistent erstellt auch VMs, die jedem Gerät zugeordnet werden. Ein Katalog in Citrix Desktop Studio ermöglicht die Beibehaltung der Benutzerzuweisung zu Desktops (statische Zuweisung). Derselbe Desktop wird in späteren Sitzungen denselben Benutzern zugewiesen. Außerdem erstellt der Assistent für jeden Benutzer einen dedizierten Speicherdatenträger (vor der Anmeldung), auf dem alle Personalisierungen des Desktops gespeichert werden. Personalisierungen sind alle Änderungen am vDisk-Image oder Desktop, die nicht aus einem Imageupdate resultieren. Sie umfassen Anwendungseinstellungen, Hinzufügen, Löschen, Änderungen und Dokumente.

Zielgeräte, die persönliche vDisks verwenden, können nur die Eigenschaften eines anderen Zielgeräts erben, das eine persönliche vDisk verwendet.

Verwenden Sie das Dialogfeld Device with Personal vDisk Properties in der Provisioning Services Console zum Konfigurieren, Anzeigen oder Ändern der Eigenschaften von Zielgeräten mit persönlicher vDisk.

Registerkarte “General”

Für schreibgeschützte Felder muss das Gerät gelöscht und mit dem XenDesktop-Setupassistenten neu erstellt werden.

  • Name

Der Name des Zielgeräts oder der Name der Person, die das Zielgerät verwendet. Der Name kann bis zu 15 Bytes lang sein. Allerdings darf der Name des Zielgeräts nicht mit dem Namen des Computers übereinstimmen, für den ein Image erstellt wird. Dieses Feld ist schreibgeschützt.

Wenn das Zielgerät Domänenmitglied ist, verwenden Sie denselben Namen wie in der Windows-Domäne. Dies gilt nicht, wenn der Name identisch ist mit dem Namen der Maschine, von der Sie ein Image erstellen. Wenn das Zielgerät von der vDisk startet, wird der hier angezeigte Name zum Computernamen des Zielgeräts.

  • Beschreibung

Gibt eine Beschreibung an, die diesem Zielgerät zugeordnet wird.

  • MAC

Die MAC-Adresse der Netzwerkkarte, die im Zielgerät installiert ist. Dieses Feld ist schreibgeschützt.

  • Port

Zeigt den UDP-Portwert an.

In den meisten Fällen müssen Sie diesen Wert nicht ändern. Wenn allerdings bei Zielgerätsoftware Konflikte mit anderer IP/UDP-Software auftreten (d. h., sie verwenden denselben Port), müssen Sie diesen Wert ändern.

  • vDisk

Name der vDisk, die dieses Gerät verwendet. Dieses Feld ist schreibgeschützt.

  • Änderung

Wird verwendet, um die vDisk-Zuordnung für das Gerät zu ändern. Im Dialogfeld Assign vDisk werden die Storeinformationen für die aktuell zugewiesene vDisk angezeigt. Die ausgewählte vDisk muss vom gleichen vDisk-Basisimage wie das vorherige Image stammen.

  • Personal vDisk Drive

Laufwerksbuchstabe, von dem der Zugriff auf die persönliche vDisk erfolgt. Standard ist P: (der zulässige Bereich liegt zwischen E: bis U: und W: bis Z:). Dieses Feld ist schreibgeschützt.

Registerkarte “Personality”

  • Name und Zeichenfolge

Es gibt keinen festen Grenzwert für die Anzahl der Namen, die Sie hinzufügen können. Allerdings beträgt die Maximallänge des Namens 250 Zeichen und die Maximallänge des Werts 1000 Zeichen.

Sie können im Feld Name einen beliebigen Namen eingeben, verwenden Sie aber keinen bereits vorhandenen Feldnamen in demselben Zielgerät. Bei Feldnamen wird nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden. Das heißt, das System interpretiert “FELDNAME” und “Feldname” als identischen Namen. Vor oder nach dem Feldnamen eingegebene Leerzeichen werden automatisch entfernt.

Ein Charaktername kann nicht mit einem $-Zeichen beginnen. Dieses Symbol wird für reservierte Werte, z. B. für $DiskName und $WriteCacheType, verwendet.

Registerkarte “Status”

  • Target Device Status

Die folgenden Statusinformationen zum Zielgerät werden angezeigt:

  • Status: Status dieses Geräts (“active” oder “inactive”).
  • IP Address: Gibt die IP-Adresse oder “unknown” an.
  • Server: Der Provisioning-Server, der mit diesem Gerät kommuniziert.
  • Retries: Die Anzahl der zulässigen Wiederholungen beim Verbinden mit diesem Gerät.
  • vDisk: Gibt den Namen der vDisk oder “unknown” an.
  • vDisk version: Version dieser vDisk, auf die aktuell zugegriffen wird.
  • vDisk full name: Der vollständige Dateiname für die Version, auf die zurzeit zugegriffen wird.
  • vDisk access: Gibt an, dass die Version in Produktion ist (sie kann nicht in Wartung oder Test sein).
  • Lizenzinformationen. Je nach Gerätehersteller werden Produktlizenzierungsinformationen angezeigt (einschließlich: n/a, Desktop License, Datacenter License, XenApp License oder XenDesktop License).

Registerkarte “Logging”

  • Logging level

Wählen Sie die Protokollierungsstufe **aus oder wählen Sie **Off, um die Protokollierung zu deaktivieren:

-  Off: Die Protokollierung ist für diesen Provisioning-Server deaktiviert.
-  Fatal: Protokolliert Systemfehler, die nicht behoben werden konnten.
-  Error: Protokolliert Vorgänge, bei denen ein Fehler aufgetreten ist.
-  Warning: Protokolliert Vorgänge, die trotz aufgetretener Probleme erfolgreich abgeschlossen werden konnten.
-  Info: Standardprotokollierungsstufe. Protokolliert Informationen zum Arbeitsablauf, d. h., wie im Allgemeinen die Vorgänge durchgeführt werden.
-  Debug: Protokolliert zu einem bestimmten Vorgang detaillierte Informationen. Dies ist die höchste Protokollierungsstufe. Wenn Sie die Protokollierungsstufe DEBUG festlegen, enthält die Protokolldatei auch die Informationen der anderen Protokollierungsstufen.
-  Trace: Protokolliert alle gültigen Vorgänge.

Testmodus für Personal vDisks

Verwenden Sie das persönliche vDisk-Testgerät zum Testen von vDisk-Updates für Geräte, die Personal vDisks in einer Testumgebung verwenden. Sie können dann in der PvD-Produktionsumgebung die Kompatibilität mit Ihrer tatsächlichen Umgebung testen.

Überlegungen

  • Bei Personal vDisk-Geräten kann es sich um Test- oder Produktionsgeräte handeln.
  • Provisioning Services zeigt eine entsprechende Fehlermeldung an, wenn Sie versuchen, ein Privatimage oder eine Wartungsversion mit einem Personal vDisk-Gerät zu starten. Nur Geräte ohne einen Personal vDisks-Datenträger können ein Privatimage oder eine Wartungsversion starten.
  • Sie haben folgende Möglichkeiten, um die vDisk-Zuweisung auf der Provisioning Services Console zu ändern:
  • Informative Warnungen werden angezeigt, wenn Sie die vDisk-Zuweisung für Personal vDisk-Geräte ändern.
  • Um den Gerätetyp der persönlichen vDisk zu ändern, benötigen Sie zusätzliche Berechtigungen für den SOAP-/Streamdienstebenutzer.
    • Lokaler Administrator auf dem Serversystem für Provisioning Services
    • XenDesktop-Volladministrator.
    • Vollständige Berechtigungen auf die XenDesktop-Datenbank (eine XenDesktop-Anforderung).
  • Zum Zusammenführen startet Provisioning Services die Geräte automatisch neu und Personal vDisk führt bei Bedarf die Inventarisierung aus.
  • Citrix empfiehlt, dass Sie eine kleine Gruppe von Personal vDisk-Geräten für den Testmodus in einem eigenen Katalog vorsehen. Lassen Sie diese Desktopgruppe auch im Wartungsmodus, wenn sie nicht verwendet wird. Sonst übernimmt die XenDesktop-Energieverwaltung die Steuerung und schaltet Geräte ein- und aus. Dies kann die Zusammenführung eventuell stören.
  • Standardmäßig zeigt Studio die Personal vDisk-Stufe nicht an. Fügen Sie diese Spalte hinzu.
  • Für die Personal vDisk-Testumgebung ist es erforderlich, dass zwei Kataloge verfügbar sind – der eine für Personal vDisk-Testgeräte und der andere für Personal vDisk-Produktionsgeräte. Wenn Sie dieses Feature in einer Umgebung mit Personal vDisk-Test- und Produktionsgeräten im selben Katalog einsetzen möchten, ändern Sie es in ein Testgerät. Durch Umwandeln eines Personal vDisk-Produktionsgeräts in ein Testgerät werden alle Geräte in diesem Katalog neu gestartet. Ändern Sie die Personal vDisk-Produktionsgeräte in Testgeräte, bevor Sie eine Testversion einer vDisk erstellen.

Zuweisen oder Neuzuweisen einer vDisk zu einem Zielgerät, das eine persönliche vDisk verwendet

Sie können einem Zielgerät, das eine persönliche vDisk verwendet, eine andere vDisk zuweisen, wenn die vDisk dieselbe Basis-vDisk-Herkunft (.vhdx) hat. Beispiel: Zum Aktualisieren einer vorhandenen vDisk erstellen Sie eine Kopie der dem Zielgerät momentan zugewiesenen vDisk, aktualisieren Sie dann die neue vDisk und weisen Sie die aktualisierte vDisk dem Gerät zu.

Zuweisen einer vDisk oder Ändern einer Zuweisung

  1. Klicken Sie im Dialogfeld “Device with Personal vDisk Properties” auf der Registerkarte “General” auf Change. Standardmäßig wird das Dialogfeld “Assign vDisk” mit dem aktuellen vDisks-Store angezeigt, das eine Auflistung aller in diesem Store verfügbaren vDisks enthält, mit Ausnahme der momentan zugewiesenen vDisk.
  2. Im Abschnitt zum Filtern stehen Ihnen die folgenden Optionen zur Verfügung:
    1. Ändern des Stores zum Auswählen von vDisks
    2. Filtern der in der Liste angezeigten vDisks basierend auf den Servern, die sie bereitstellen können
  3. Wählen Sie die vDisk, die diesem Zielgerät zugewiesen werden soll.