vDisks

Citrix XenDesktop mit persönlicher vDisk ist eine hochleistungsfähige Desktopvirtualisierungslösung für Unternehmen, mit der VDI mit gepoolten statischen VMs für Mitarbeiter verfügbar ist, die persönliche Desktops benötigen.

Provisioning Services-Zielgeräte, die persönliche vDisks verwenden, werden mit dem Citrix XenDesktop-Setupassistenten erstellt. Der Assistent erstellt in einer Provisioning Services-Farm die Zielgeräte, fügt Zielgeräte der Sammlung einer vorhandenen Site hinzu und weist dann eine vorhandene vDisk, die im Standard Image-Modus ausgeführt wird, dem Gerät zu.

Der Assistent erstellt auch XenDesktop-VMs, die jedem Provisioning Services-Zielgerät zugeordnet werden. Ein Katalog ist in Citrix Desktop Studio vorhanden, mit dem Sie die Benutzerzuweisung zu Desktops erhalten können. Dieselben Benutzer werden in späteren Sitzungen demselben Desktop zugewiesen. Außerdem wird ein dedizierter Speicherdatenträger für jeden Benutzer erstellt (vor der Anmeldung), auf dem alle Personalisierungen des Desktops gespeichert werden (persönliche vDisk). Personalisierungen sind u. a. Änderungen am vDisk-Image oder Desktop, die nicht aus einem Imageupdate resultieren, z. B. Anwendungseinstellungen, Hinzufügen, Löschen, Änderungen oder Dokumente. Zielgeräten, die eine persönliche vDisk verwenden, kann auch eine andere persönliche vDisk zugewiesen werden, solange diese vDisk dieselbe Basis-vDisk-Herkunft hat. Weitere Informationen über die Verwendung von persönlichen vDisks mit XenDesktop finden Sie im Abschnitt zu persönlichen vDisks unter XenDesktop.

Die Inventur wird durchgeführt, wenn eine Provisioning Services-vDisk konfiguriert oder aktualisiert wird. Die Methode, die für die Konfiguration oder Aktualisierung eines als persönliches vDisk-Image verwendeten vDisk-Images ausgewählt wurde, legt eventuell fest, wann die vDisk-Inventur in der Bereitstellung durchgeführt wird. Im Anschluss finden Sie die zur Auswahl stehenden Methoden, die mit jeder Methode verbundenen übergeordneten Aufgaben und den Zeitpunkt, zu dem die Inventur bei jeder Methode durchgeführt wird.

Verwenden Sie die goldene VM nicht als Maschinenvorlage, nachdem Sie ein neues persönliches vDisk-Image hinzugefügt und konfiguriert haben. Dies würde zu einem unnötig großen Datenträger als Schreibcachedatenträger führen (von der Größe der ursprünglichen Festplatte).

Konfigurieren und Bereitstellen eines neuen persönlichen vDisk-Images

Konfigurationsmethoden sind u. a.:

  • Konfigurieren Sie in der folgenden Reihenfolge: Provisioning Services, zeichnen Sie dann ein Image auf, dann XenDesktop
  • Konfigurieren Sie in der folgenden Reihenfolge: Provisioning Services, dann XenDesktop, zeichnen Sie dann das Image auf
  • Konfigurieren Sie in der folgenden Reihenfolge: XenDesktop, dann Provisioning Services, zeichnen Sie dann ein Image auf
  • Konfigurieren Sie mit Maschinenerstellungsdiensten (MCS)

Provisioning Services, zeichnen Sie dann das Image auf, dann XenDesktop

  1. Installieren und konfigurieren Sie das Betriebssystem in einer VM.
  2. Installieren Sie die Provisioning Services-Zielgerätsoftware auf der VM.
  3. Führen Sie den Provisioning Services-Imagingassistenten aus, um die vDisk zu konfigurieren.
  4. Führen Sie einen Neustart aus.
  5. Die zweite Stufe des Provisioning Services-Imagingassistenten wird ausgeführt, um das persönliche vDisk-Image aufzuzeichnen.
  6. Legen Sie in der Konsole fest, dass das Zielgerät von der vDisk startet.
  7. Konfigurieren Sie die VM für einen Start vom Netzwerk, führen Sie dann einen Neustart aus.
  8. Installieren Sie die XenDesktop-Software auf der VM und konfigurieren Sie die erweiterten Optionen für die persönliche vDisk.
  9. Führen Sie die Inventur manuell durch und fahren Sie die VM herunter.
  10. Setzen Sie die persönliche vDisk in der Konsole in den Standard Image-Modus. Das Image kann bereitgestellt werden.

Provisioning Services, dann XenDesktop, zeichnen Sie dann das Image auf

  1. Installieren und konfigurieren Sie das Betriebssystem in einer VM.
  2. Installieren Sie die Provisioning Services-Zielgerätsoftware auf der VM.
  3. Installieren Sie die XenDesktop-Software und konfigurieren Sie sie mit den aktivierten erweiterten Optionen für persönliche vDisks.
  4. Führen Sie einen Neustart aus.
  5. Melden Sie sich an der VM an.
  6. Führen Sie den Provisioning Services-Imagingassistenten auf der VM aus, um die vDisk zu konfigurieren. Die Inventur wird automatisch durchgeführt, nachdem die VM erfolgreich heruntergefahren und neu gestartet wurde.
  7. Die zweite Stufe des Imagingassistenten wird ausgeführt, um das persönliche vDisk-Image aufzuzeichnen.
  8. Fahren Sie die VM herunter.
  9. Setzen Sie das persönliche vDisk-Image in der Konsole in den Standard Image-Modus. Die persönliche vDisk kann bereitgestellt werden.
  10. Überprüfen Sie, ob die neue vDisk erfolgreich von der VM gestartet werden kann, die als Maschinenvorlage erstellt wurde (d. h. nicht die goldene VM), bevor Sie eine VM-Vorlage für das Provisioning mehrerer VMs in einer XenDesktop-Site verwenden. Stellen Sie auch sicher, dass der Schreibcachedatenträger erfolgreich erkannt wird:

    a. Legen Sie den Modus des vDisk-Images auf “Privat Image” fest.

    b. Starten Sie das neue vDisk-Image von der VM.

    c. Formatieren Sie die neue Schreibcachepartition manuell.

    d. Fahren Sie die VM herunter. Führen Sie während des Herunterfahrens ein Inventar der persönlichen vDisk aus, wenn Sie dazu aufgefordert werden.

    e. Verwenden Sie diese VM als Vorlage.

XenDesktop, dann Provisioning Services, zeichnen Sie dann das Image auf

  1. Installieren und konfigurieren Sie das Betriebssystem in einer VM.
  2. Installieren Sie die XenDesktop-Software auf der VM und konfigurieren Sie die aktivierten erweiterten Optionen für die persönliche vDisk.
  3. Führen Sie einen Neustart aus.
  4. Melden Sie sich an und fahren Sie die VM herunter. Die Inventur wird beim Herunterfahren automatisch durchgeführt.
  5. Melden Sie sich an und installieren Sie die Provisioning Services-Zielgerätsoftware.
  6. Führen Sie den Provisioning Services-Imagingassistenten auf der VM aus, um die vDisk zu konfigurieren.
  7. Führen Sie einen Neustart aus. Die Inventur wird automatisch durchgeführt, nachdem die VM erfolgreich heruntergefahren und neu gestartet wurde.
  8. Die zweite Stufe des Imagingassistenten wird ausgeführt, um das persönliche vDisk-Image aufzuzeichnen.
  9. Fahren Sie die VM herunter.
  10. Stellen Sie für die vDisk den Standardimagemodus ein. Die persönliche vDisk kann bereitgestellt werden.
  11. Überprüfen Sie, ob die neue vDisk erfolgreich von der VM gestartet werden kann, die als Maschinenvorlage erstellt wurde (d. h. nicht die goldene VM), bevor Sie eine VM-Vorlage für das Provisioning mehrerer VMs in einer XenDesktop-Site verwenden. Stellen Sie auch sicher, dass der Schreibcachedatenträger erfolgreich erkannt wird:

    a. Legen Sie den Modus des vDisk-Images auf “Privat Image” fest.

    b. Starten Sie das neue vDisk-Image von der VM.

    c. Formatieren Sie die neue Schreibcachepartition manuell.

    d. Fahren Sie die VM herunter. Führen Sie während des Herunterfahrens ein Inventar der persönlichen vDisk aus, wenn Sie dazu aufgefordert werden.

    e. Verwenden Sie diese VM als Vorlage.

Konfigurieren von MCS

  1. Installieren und konfigurieren Sie das Betriebssystem in einer MCS-VM.
  2. Installieren Sie die XenDesktop-Software und konfigurieren Sie sie mit den erweiterten Optionen für persönliche vDisks.
  3. Starten Sie die VM neu.
  4. Melden Sie sich an der VM an und führen Sie die VM herunter. Die Inventur wird beim Herunterfahren automatisch durchgeführt.
  5. Das persönliche vDisk-Image kann bereitgestellt werden.

Aktualisieren eines vorhandenen persönlichen vDisk-Images

Zu den Updatemethoden vorhandener persönlicher vDisks gehören:

  • Provisioning Services
  • MCS

Updates für Provisioning Services und MCS müssen auf VMs durchgeführt werden, die keine persönliche vDisk haben.

Provisioning Services

  1. Erstellen Sie eine neue Version des vDisk-Images.
  2. Starten Sie die VM vom vDisk-Image im Wartungsmodus.
  3. Installieren Sie die Updates auf der neuen vDisk-Version.
  4. Fahren Sie die VM herunter. Die Inventur wird beim Herunterfahren der VM automatisch ausgeführt.
  5. Stufen Sie die neue Version entweder auf Test oder Produktion höher. Andere VMs können nach dem nächsten Neustart auf die aktualisierte vDisk-Version zugreifen.

MCS

  1. Starten Sie die goldene VM.
  2. Installieren Sie Updates auf der VM.
  3. Fahren Sie die VM herunter. Die Inventur wird beim Herunterfahren der VM automatisch ausgeführt.

Weitere Informationen zum Erstellen eines Provisioning Services-Zielgeräts, das eine persönliche vDisk verwendet, finden Sie unter Bereitstellen von virtuellen Desktops auf VMs mit dem XenDesktop-Setupassistenten. Weitere Informationen zur Anzeige der Eigenschaften eines Provisioning Services-Zielgeräts, das für eine persönliche vDisk konfiguriert ist, finden Sie unter Konfigurieren von Zielgeräten mit persönlichen vDisks.

Erstellen eines Maschinenkatalogs mit lokalen PVS-Servern

Mit dem Cloud-DDC können Sie einen Maschinenkatalog erstellen und dann Maschinen mit PVS bereitstellen und auf eine PVS-Sammlung verweisen. Die Maschinen in dieser Sammlung müssen alle mit Active Directory-Konten verknüpft sein. Das PVS PowerShell-Snap-In des Cloud-DDC ruft zuerst die Gerätedatensätze aus der PVS-Datenbank ab und sucht dann die Domänen-SIDs in diesen Gerätedatensätzen. Falls der Gerätedatensatz keine Domänen-SID enthält, versucht das Snap-In, eine direkte Kommunikation mit AD herzustellen. Dies schlägt fehl, da die Domäne in der Cloud nicht existiert.

Anzeige der vDisk-Eigenschaften mit der Konsole

In der Konsole können Sie im Dialogfeld “vDisk Properties” die vDisk-Konfigurationseinstellungen ändern. Zeigen Sie die Eigenschaften einer vorhandenen vDisk mit einer der folgenden Methoden an:

  • Markieren Sie eine vDisk in der Konsole und klicken Sie dann im Menü “Action” auf Properties.
  • Klicken Sie in der Konsole mit der rechten Maustaste auf die vDisk und wählen Sie Properties.
  • Doppelklicken Sie in der Konsole im Detailbereich auf die vDisk.

    Abbildung des Detailbereichs der Konsole

Registerkarte “General”

Nachfolgend werden die Optionen der Registerkarte “General” beschrieben.

  • Site: Name der Site, in der diese vDisk Mitglied ihres vDisk-Pools ist. Diese Eigenschaft kann in diesem Dialogfeld nicht geändert werden.
  • Store: Name des Stores, in dem sich die vDisk befindet. Diese Eigenschaft kann in diesem Dialogfeld nicht geändert werden.
  • Filename: Dateiname, den die vDisk bei der Erstellung erhielt. Diese Eigenschaft kann in diesem Dialogfeld nicht geändert werden.
  • Size: Dateigröße der vDisk.
  • Access mode: Optionen für den Zugriffsmodus.
  • Select the vDisk access mode:
    • Standard Image (Lesezugriff mehrerer Geräte mit Schreibcacheoptionen)
    • Private Image zur Verwendung mit einem einzelnen Zielgerät, das Lese- und Schreibzugriff hat.
    • Local Hard Disk Drive (Lese/Schreibzugriff)
  • Select the cache type: nur Standardimage: Wählen Sie den Schreibcachetyp aus:
    • Cache on the device hard drive (NTFS file format)
    • Cache on device hard drive persisted (nur experimentelle Phase)
    • Cache in device RAM
    • Cache on device RAM with overflow on hard disk
    • Cache on server
    • Cache on server persisted
  • Select the cache size (MBs): Wenn Sie “Standard Image” und “Cache in device RAM” auswählen, wählen Sie die Cachegröße in Megabytes aus. Der Standardwert ist 4096. Für 32-Bit-Systeme wird die maximale Größe des RAM-Schreibcaches durch die Registrierungseinstellung “WcMaxRamCacheMB” in den BNIStack-Parametern bestimmt. Dies ist ein DWORD-Parameter. Der Standardwert ist 3584 MB.
  • BIOS menu text: In diesem Feld können Sie einen Menütext eingeben, der beim Start des Geräts auf dem Zielgerät angezeigt wird. Der Benutzer kann dann auswählen, von welcher vDisk gestartet wird.

    Wichtig:

    Wenn vDisks mit demselben Namen aus verschiedenen Stores demselben Zielgerät zugewiesen sind, werden sie im Menü als doppelte Namen angezeigt, es sei denn, es wird ein anderer Menütext oder eine andere Beschreibung angegeben.

  • Enable Active Directory machine account password management: aktiviert die Active Directory-Kennwortverwaltungsfeatures. Wenn die Zielgeräte zu einer Domäne gehören und eine vDisk gemeinsam verwenden, beachten Sie auch den Abschnitt “Active Directory” auf der Registerkarte “Options” des Dialogfelds “Provisioning Server Properties”.
  • Enable printer management: aktiviert die Druckerverwaltungsoption, wenn Sie kein anderes Druckersystem verwenden, das gültige Drucker auf jedem Zielgerät installiert. Um Druckerdetails für ein einzelnes Zielgerät anzuzeigen, wechseln Sie zur Registerkarte “vDisk” des Dialogfelds “Target Device Properties” und klicken Sie auf die Schaltfläche “Printers”.
  • Enable streaming of this vDisk: aktiviert das Streaming der vDisk zu Zielgeräten.

Registerkarte “Identification”

Nachfolgend werden die Optionen der Registerkarte “Identification” beschrieben.

  • Description: Beschreibung der vDisk.
  • Date: nur zur Information. Anfänglich auf eine Zeichenfolge gesetzt, die das Erstellungsdatum der Imagedatei darstellt.
  • Author: nur zur Information. Legen Sie die für Ihre Installation zutreffenden Angaben fest.
  • Title: nur zur Information. Legen Sie die für Ihre Installation zutreffenden Angaben fest.
  • Company: nur zur Information. Legen Sie die für Ihre Installation zutreffenden Angaben fest.
  • Internal name: nur zur Information. Legen Sie die für Ihre Installation zutreffenden Angaben fest.
  • Original file: nur zur Information. Legen Sie die für Ihre Installation zutreffenden Angaben fest.
  • Hardware target: nur zur Information. Legen Sie die für Ihre Installation zutreffenden Angaben fest.

Registerkarte “Microsoft Volume Licensing” für die vDisk-Datei

Folgende Menüoption wird auf der Registerkarte “Microsoft Volume Licensing” angezeigt:

Hinweis:

Der vDisk-Lizenzmodus muss festgelegt werden, bevor Zielgeräte aktiviert werden können.

  • Microsoft volume licensing: Wählen Sie bei Verwendung von Microsoft KMS- oder MAK-Volumenlizenzen für Zielgeräte, die das vDisk-Image verwenden, die entsprechende Lizenzierungsoption unter den nachfolgend aufgelisteten Optionen aus. Wählen Sie ansonsten “None” aus.
    • None
    • Key Management Service (KMS)
    • Multiple Activation Key (MAK)

    Hinweis:

    Damit die MAK-Lizenzierung funktioniert, muss das Volume Activation Management Tool (VAMT) auf allen Anmeldeservern in der Farm installiert sein. Dieses Tool erhalten Sie von Microsoft.

Registerkarte “Auto Update”

Nachfolgend werden die Optionen der Registerkarte “Auto Update” beschrieben.

Hinweis:

Die folgende Methode zum Aktualisieren von vDisks kann nur auf Basisdatenträgern ohne zugewiesene VHDX-Versionen verwendet werden.

  • Enable automatic updates for this vDisk: aktiviert den Prozess “Automatic Disk Update” auf der vDisk-Datei.
  • Class: Geben Sie eine Klasse ein, die der vDisk-Datei zugeordnet wird. Dieses Feld wird mit Automatic Disk Update und der Managed Disk-Funktion verwendet, um die neue vDisk-Datei den entsprechenden Zielgeräten zuzuordnen. Es können bis zu 40 Zeichen eingegeben werden.
  • Type: Geben Sie einen Typ ein, der der vDisk-Datei zugeordnet wird. Dieses Feld wird in Automatic Disk Update verwendet, um die neue vDisk-Datei der alten Datei zuzuordnen. Es können bis zu 40 Zeichen eingegeben werden.
  • Major #, Minor #, Build #: Wenn die neue vDisk-Version höher als die alte Imageversion ist, wird das vDisk-Image durch Images der entsprechenden Klasse und des Typs ersetzt. Die Rangfolge ist: “Major”, “Minor” und “Build”.

    Hinweis:

    Wenn beim Update mehrere vDisks mit der gleichen Versionsnummer vorliegen, da die Versionsnummer nicht erhöht wurde, verwendet Provisioning Services die erste aktualisierte vDisk in der Liste.

  • Serial #: anfänglich auf eine willkürliche GUID eingestellt. Der Benutzer kann die Seriennummer bei Bedarf einstellen. Mit der Seriennummer wird sichergestellt, dass eine differenzierende Datei auf die richtige vDisk-Imagedatei angewendet wird.

Konfigurieren des vDisk-Zugriffsmodus

Wählen Sie in der Konsole einen der folgenden vDisk-Zugriffsmodi aus:

  • Standard Image: Wählen Sie diesen Modus aus, wenn eine vDisk von mehreren Zielgeräten gemeinsam verwendet wird (die Schreibcacheoptionen sind aktiviert).
  • Private Image: Wählen Sie diesen Modus aus, wenn eine vDisk nur von einem einzigen Zielgerät verwendet wird (Lese-/Schreibzugriff ist aktiviert).

Standardimagemodus

Im Standardimagemodus können mehrere Zielgeräte gleichzeitig von einem vDisk-Image streamen. Dies verringert den vDisk-Verwaltungsaufwand und den benötigten Speicher.

Eine vDisk im Standardimagemodus ist schreibgeschützt. Jedes Zielgerät erstellt dann einen Schreibcache, in dem alle Schreibvorgänge gespeichert werden, die das Betriebssystem vornehmen muss. Es gibt mehrere Optionen für den Schreibcache. Da die vDisk schreibgeschützt ist, wird jedes Zielgerät von einer “sauberen” vDisk gestartet. Wenn eine VM mit einem Virus oder Spyware verseucht wird, muss das Zielgerät nur das Image neu starten.

Wenn eine vDisk im Standardimagemodus aktualisiert wird, werden die Änderungen gegen das vDisk-Basisimage in einer differenzierenden Datenträgerdatei (.avhdx) erfasst; dies ergibt eine neue Basisimage-Version. Jede neue Version bleibt direkt mit dem Basisimage verknüpft. Mit der Versionsverwaltung können die im differenzierenden Datenträger erfassten Updates bereitgestellt werden (Wartung, Test, Produktion), bevor diese Änderungen den Produktionsgeräten zur Verfügung gestellt werden. Wenn Probleme bei einer Version auftreten, kann diese Version einfach rückgängig gemacht werden. Weitere Informationen zur Versionsverwaltung finden Sie unter Aktualisieren von vDisks.

Jedes Zielgerät verwendet zwar dieselbe vDisk, aber Provisioning Services passt das gestreamte Image für jedes Zielgerät an und stellt die Informationen bereit, mit denen das Gerät eindeutig im Netzwerk identifiziert werden kann. Sie können zudem zusätzliche Charaktereinstellungen für jedes Gerät angeben: Sie können anwendungsspezifische Werte in der Datenbank speichern und den eindeutigen Wert des Zielgeräts abrufen, wenn es geladen wird. Weitere Informationen finden Sie unter Verwalten von Zielgeräten.

Privatimagemodus

Eine vDisk im Privatimagemodus modelliert genau, wie ein Computer eine normale Festplatte verwendet. Das heißt, nur ein Zielgerät kann gleichzeitig eine vDisk im Privatimagemodus verwenden.

Die folgende Abbildung zeigt vDisks im Privatimagemodus (Lesen/Schreiben), die einem Produktionsgerät zugewiesen sind, und eine vDisk im Standardimagemodus (nur Leserechte), die einer Sammlung von Produktionsgeräten zugewiesen ist und gemeinsam verwendet wird. Für vDisks im Standardimagemodus gehören zu den Cacheoptionen u. a. auf Serverdatenträger zwischenspeichern, auf der Festplatte eines Geräts zwischenspeichern oder im Arbeitsspeicher des Geräts zwischenspeichern.

Abbildung von vDisks im Privatimagemodus (Lesen/Schreiben)

Konfigurieren des vDisk-Modus und der zutreffenden Schreibcachespeicherorte

Hinweis:

Nur die Schreibcachespeicherorte, die für den Standardzugriffsmodus unterstützt werden, sind aktiviert.

  1. Klicken Sie in der Konsole mit der rechten Maustaste auf die vDisk, für die Sie den vDisk-Zugriffsmodus konfigurieren möchten, und wählen Sie anschließend vDisk Properties. Das Dialogfeld “vDisk Properties” wird angezeigt.
  2. Klicken Sie auf die Registerkarte “General” und wählen Sie anschließend aus der Dropdownliste Access Mode den Imagemodus (Standard oder Privat) aus, der für diese vDisk gilt.
  3. Wenn Sie “Standard” auswählen, wählen Sie in der Dropdownliste “Cache-Destination” den entsprechenden Schreibcachespeicherort aus.
  4. Klicken Sie auf OK, um das Dialogfeld “vDisk Properties” zu schließen.