Product Documentation

Anzeigeprobleme

Sep 22, 2014
Die folgenden Anzeigeprobleme kommen vor.

Falsches Anzeigen von Tastatureingaben bei der Verwendung der Tastatur

Wenn Sie keine englische Tastatur verwenden, stimmt die Bildschirmanzeige möglicherweise nicht mit der Tastatureingabe überein. In dieser Situation müssen Sie den verwendeten Tastaturtyp und das verwendete Tastaturlayout angeben. Weitere Informationen zur Angabe der Tastaturen finden Sie unter Steuern des Tastaturverhaltens.

Beim Verschieben von Seamlessfenstern wird der Bildschirm ständig neu aufgebaut

Einige Fenstermanager übertragen beim Verschieben von Fenstern ständig die neue Fensterposition, was zu einem wiederholten Neuaufbau des Bildschirms führen kann. Sie können dieses Problem beheben, indem Sie den Fenstermanager zu einem Modus wechseln, bei dem beim Verschieben von Fenstern nur die Konturen gezeichnet werden.

Ausführung im Seamlessmodus mit verschiedenen Fenstermanagern

Im Seamlessmodus werden Dekorationen des lokalen Fenstermanagers, wie Titelleisten und Ränder, entfernt und stattdessen vom Server übermittelte Dekorationen verwendet. Die Methoden zum Entfernen von Fensterdekorationen unterscheiden sich je nach Fenstermanager.

Receiver setzt den Hint _MOTIF_DECORATIONS zum Entfernen der Dekorationen. Außerdem wird die Klasse aller Seamlessfenster auf "Wfica_Seamless" gesetzt, damit ein Fenstermanager, der den Motif-Hint nicht erkennt, angewiesen werden kann, die Dekorationen über Ressourcendateieinträge zu entfernen.

Kompatibilität von Symbolen

Receiver erstellt Fenstersymbole, die mit den meisten Fenstermanagern verwendet werden können, aber nicht vollständig kompatibel mit den X Window-Kommunikationsrichtlinien für Clients (ICCCM, X Inter-Client Communication Convention Manual) sind.

Erreichen voller Kompatibilität von Symbolen

  1. Öffnen Sie die Konfigurationsdatei wfclient.ini.
  2. Bearbeiten Sie die folgende Zeile im Abschnitt [WFClient]: UseIconWindow=True
  3. Speichern und schließen Sie die Datei.

Der Cursor ist schlecht sichtbar

Der Cursor ist manchmal schlecht zu erkennen, wenn er dieselbe oder eine ähnliche Farbe wie der Hintergrund hat. Sie können dieses Problem lösen, indem Sie erzwingen, dass Bereiche des Cursors schwarz oder weiß sind.

Ändern der Farbe des Cursors

  1. Öffnen Sie die Konfigurationsdatei wfclient.ini.
  2. Fügen Sie dem Abschnitt [WFClient] eine der folgenden Zeilen hinzu:

    CursorStipple=ffff,ffff (der Cursor wird schwarz angezeigt)

    CursorStipple=0,0 (der Cursor wird weiß angezeigt)

  3. Speichern und schließen Sie die Datei.

Farbwechsel auf dem Bildschirm

Wenn Sie den Mauszeiger über ein Verbindungsfenster verschieben, können in dem Fenster, das gerade nicht den Fokus hat, Farbwechsel auftreten. Dies ist eine bekannte Einschränkung bei der Verwendung von X Window System mit PseudoColor-Anzeigen. Falls möglich sollten Sie die Farbtiefe für die betroffene Verbindung erhöhen.

Schnelle Farbwechsel bei TrueColor-Anzeigen

Benutzer haben bei der Herstellung einer Verbindung zu einem Server die Option, 256 Farben zu verwenden. Voraussetzung für diese Option ist, dass die Videohardware Paletten unterstützt, damit Anwendungen zum Erzeugen animierter Anwendungen schnell die Farbpalette wechseln können.

TrueColor-Anzeigen können die Funktion zum Erzeugen von Animationen durch schnelles Wechseln der Palette nicht emulieren. Software-Emulationen dieser Funktion gehen zu Lasten von Schnelligkeit und Datenverkehr im Netzwerk. Um diese Einschränkungen zu reduzieren, puffert Receiver schnelle Palettenwechsel und aktualisiert die eigentliche Palette nur in Abständen von einigen Sekunden.

Japanische Zeichen werden nicht richtig angezeigt

Receiver verwendet die EUC-JP- oder UTF-8-Zeichencodierung für japanische Zeichen, während der Server SJIS verwendet. Receiver kann diese Zeichensätze nicht übersetzen. Dies kann zu Problemen führen, wenn auf dem Server gespeicherte Dateien lokal angezeigt werden oder lokal gespeicherte Dateien auf dem Server angezeigt werden. Dies Problem betrifft auch japanische Zeichen in Parametern, die bei der erweiterten Parameterübergabe verwendet werden.

Benutzer möchten eine Sitzung erstellen, die bildschirmübergreifend angezeigt wird

Sitzungen im Vollbildmodus gehen standardmäßig über alle Monitore. Es gibt außerdem für Befehlszeilen eine Steuerungsoption für die Anzeige auf mehreren Monitoren: -span. Hiermit können Vollbildschirmsitzungen über mehrere Monitore gestreckt werden.

Wichtig: Dies hat keinen Einfluss auf Sitzungen mit Seamless- oder normalen Fenstern (einschließlich Sitzungen mit maximierten Fenstern).

Die Option hat das folgende Format:

-span [h][o][a|mon1[,mon2[,mon3,mon4]]]

Wenn h angegeben wird, wird eine Liste von Monitoren auf stdout ausgegeben. Wenn dies der einzige Optionswert ist, wird wfica anschließend beendet.

Wenn o angegeben wird, enthält das Sitzungsfenster das Weiterleitungsattribut "override-redirect".

Achtung: Von der Verwendung dieses Optionswerts wird abgeraten. Er ist als letzter Ausweg für problematische Fenstermanager vorgesehen. Das Sitzungsfenster ist im Fenstermanager nicht sichtbar, hat kein Symbol und kann nicht neu angeordnet werden. Es kann nur durch Beenden der Sitzung entfernt werden.

Wenn a angegeben wird, wird von Receiver versucht, eine Sitzung zu erstellen, die alle Monitore abdeckt.

Dabei wird angenommen, dass der Rest des Werts der Option "-span" eine Liste der Monitornummern ist. Ein einzelner Wert gibt einen bestimmten Monitor an, zwei Werte geben Monitore oben links und unten rechts in dem erforderlichen Bereich an und vier Werte geben Monitore an den oberen, unteren, linken und rechten Seiten des Bereichs an.

Wenn o nicht angegeben wurde, verwendet wfica die Meldung _NET_WM_FULLSCREEN_MONITORS, um ein entsprechendes Fensterlayout vom Fenstermanager anzufordern, wenn dies unterstützt wird. Sonst werden Größe- und Positionstipps verwendet, um das gewünschte Layout anzufordern.

Mit dem folgenden Befehl können Sie die Fenstermanager-Unterstützung testen:

xprop -root | grep _NET_WM_FULLSCREEN_MONITORS

Wenn es keine Ausgabe gibt, werden keine Fenstermanager unterstützt. Wenn keine Unterstützung vorhanden ist, benötigen Sie ein Fenster mit override-redirect. Sie können ein solches Fenster mit -span o einrichten.

Erstellen einer Sitzung, die sich über mehrere Monitore erstreckt, an der Befehlszeile

  1. Geben Sie an der Eingabeaufforderung Folgendes ein: /opt/Citrix/ICAClient/wfica -span h Es wird eine Liste mit Nummern der zurzeit an das Benutzergerät angeschlossenen Monitore auf stdout ausgegeben und wfica wird beendet.
  2. Notieren Sie diese Monitornummern.
  3. Geben Sie an der Eingabeaufforderung Folgendes ein: /opt/Citrix/ICAClient/wfica -span [w[,x[,y,z]]] wobei w, x, y und z Monitornummern sind, die Sie in Schritt 1 oben erhalten haben. Der einzelne Wert w gibt einen bestimmten Monitor an, zwei Werte w und x geben Monitore oben links und unten rechts in dem erforderlichen Bereich an und vier Werte w, x, y und z geben Monitore an den oberen, unteren, linken und rechten Seiten des Bereichs an.
    Wichtig: Sie müssen die Variable WFICA_OPTS definieren, bevor Sie Self-Service starten oder über einen Browser eine Verbindung zum Webinterface herstellen. Bearbeiten Sie hierzu Ihre Profildatei, die üblicherweise unter $HOME/.bash_profile oder $HOME/.profile ist. Fügen Sie hier eine Zeile hinzu, um die Variable WFICA_OPTS zu definieren. Beispiel:
     export WFICA_OPTS="-span a" 
    Beachten Sie, dass sich diese Änderung auf XenApp- und XenDesktop-Sitzungen auswirkt.

Der Vollbildmodus einer Sitzung kann nicht mit der Escape-Taste beendet werden, um lokale Anwendungen oder eine andere Sitzung zu verwenden

Dies tritt auf, da die clientseitige Systembenutzeroberfläche verborgen ist und das Feature "Tastaturtransparenz" den üblichen Tastaturbefehl, z. B. Alt+Tab, deaktiviert und den Befehl stattdessen an den Server sendet.

Deaktivieren Sie zur Problembehebung das Feature "Tastaturtransparenz" vorübergehend mit Strg-F2, bis der Fokus wieder zum Sitzungsfenster zurückgeht. Als alternativen Workaround können Sie TransparentKeyPassthrough in $ICAROOT/config/module.ini auf No einstellen. Das Feature "Tastaturtransparenz" wird hiermit deaktiviert; Sie müssen jedoch u. U. die ICA-Datei durch Hinzufügen dieser Einstellung in der Datei All_regions.ini überschreiben.