Product Documentation

Übersicht über die Leistung

Mar 10, 2017

Das Citrix SCOM Management Pack für XenApp und XenDesktop besteht prinzipiell aus drei Teilen:

  • Einem Teil, der auf dem SCOM-Verwaltungsserver installiert wird (obligatorisch)
  • Citrix SCOM Management Pack Agent für XenApp und XenDesktop (obligatorisch)
  • Citrix SCOM Management Pack Machine Agent für XenApp und XenDesktop (optional)

Serverseitiger Teil

Dieser Teil besteht aus Management Packs mit Ermittlungen, Monitoren, Regeln, Tasks und Berichten. Im Hinblick auf Rechenleistung und Speicher erhöht dieser Teil die grundlegenden Ressourcenanforderungen des SCOM-Verwaltungsservers nicht erheblich. Er hat keine hohen Speicheranforderungen an die SCOM-Data Warehouse-Datenbank für die Berichterstellung. Aus diesen Gründen müssen für den serverseitigen Teil bei Überwachung großer Citrix XenApp- und XenDesktop-Umgebungen keine besonderen Überlegungen angestellt werden.

Citrix SCOM Management Pack Agent für XenApp und XenDesktop

Der Leistungs- und Ressourcenverbrauch des SCOM Management Pack Agents hängt in erster Linie von der Größe der XenApp- und XenDesktop-Umgebung ab, insbesondere von der Anzahl der Ressourcen in jeder Site. Ein weiterer Faktor ist die Last auf den Delivery Controller-Instanzen. Die Anzahl der Sites in der XenApp- und XenDesktop-Umgebung hat dagegen keine Auswirkungen.

Für eine zentrale Hochskalierung des Citrix SCOM Management Pack Agents muss die Hardware des Delivery Controllers, auf dem er gehostet wird, umkonfiguriert werden. Eine horizontale Skalierung des Agents ist nicht möglich.

Citrix SCOM Management Pack Machine Agent für XenApp und XenDesktop

Der Machine Agent des Produkts kann ohne Veränderung der XenApp- und XenDesktop-Bereitstellung zentral hochskaliert werden, da keine XenApp- und XenDesktop-Komponenten auf seinem Proxyknoten installiert sind. Der Machine Agent kann auch horizontal skaliert werden. Hierfür installieren Sie mehrere Instanzen auf mehreren Proxyknoten und konfigurieren diese so, dass jede Machine Agent-Instanz nur einen Teilsatz der Delivery Controller-Instanzen überwacht.

Spezifikation der Konfiguration

Alle Zahlenangaben in diesem Dokument gelten für Umgebungen, auf die Folgendes zutrifft:

  • Sie werden mit der angegebenen Version des Citrix SCOM Management Packs für XenApp und XenDesktop überwacht.
  • Sie entsprechen den dokumentierten Konfigurationspezifikationen für XenApp, XenDesktop und SCOM.
  • Es wird die Management Pack-Standardkonfiguration in puncto aktivierte Regeln und Monitore verwendet. (Dies gilt für Management Packs, die im Citrix SCOM Management Pack für XenApp und XenDesktop enthalten sind, und für solche, die zum SCOM-Paket gehören.)
  • Es wird die Standardkonfiguration des SCOM-Verwaltungsservers und von SCOM-Agents ohne jegliche Modifizierung verwendet.
Eine andere Hardwarespezifikation oder andere Umgebungsbedingungen können für Abweichungen der in der Praxis gemessenen Werte von den hier beschriebenen Werten sorgen.
 

Geprüfte Version des Citrix SCOM Management Packs für XenApp und XenDesktop

Die Prüfung des SCOM Management Packs wurde an der in der folgenden Tabelle aufgeführten Produktversion durchgeführt.

ProduktVersion
Citrix SCOM Management Pack für XenApp und XenDesktop3.11


Spezifikation der Konfiguration von Citrix XenApp und XenDesktop

Bei dieser Konfiguration wird der Sitedatenbankserver auf einem anderen Computer als der Delivery Controller bereitgestellt. 

Computer: Delivery Controller
ElementWert
Server4 virtuelle CPUs; CPU-Taktfrequenz von 2,67 GHz
Speicher24 GB RAM
SoftwareversionCitrix XenApp und XenDesktop 7.12

 

Computer: Sitedatenbankserver
ElementWert
Server4 virtuelle CPUs; CPU-Taktfrequenz von 2,67 GHz
Speicher24 GB RAM
Softwareversion Microsoft SQL Server 2014 R2

Damit das Produkt in einer Umgebung der hier beschriebenen Größe funktioniert, wird empfohlen, den SCOM-Agent auf allen Controllern zu konfigurieren. Bei Umgebungen mit ca. 15.000 VDAs und mindestens ca. 25.000 Sitzungen (Desktop- und Serverbetriebssystemmaschinen) führen Sie die unter Konfiguration für große XenApp- und XenDesktop-Umgebungen empfohlene Konfiguration durch.

Spezifikation der Konfiguration von Microsoft System Center Operations Manager

Bei dieser Konfiguration wird der Server für die SCOM-Datenbank und das Data Warehouse auf einem anderen Computer bereitgestellt, als der SCOM-Verwaltungsserver.

Computer: SCOM-Verwaltungsserver
ElementWert
Server8 virtuelle CPUs; CPU-Taktfrequenz von 2,67 GHz
Speicher16 GB RAM
SoftwareversionMicrosoft System Center Operations Manager 2012 R2

 

Computer: Server für die SCOM-Datenbank und das Data Warehouse
ElementWert
Server8 virtuelle CPUs; CPU-Taktfrequenz von 2,67 GHz
Speicher24 GB RAM
SoftwareversionMicrosoft SQL Server 2014 R2

 

Computer: SCOM-Berichterstellungsdatenbank
ElementWert
Server4 virtuelle CPUs; CPU-Taktfrequenz von 2,67 GHz
Speicher8 GB RAM
SoftwareversionMicrosoft SQL Server 2014 R2

Überwachungskapazität

Die folgende Tabelle enthält keine extremen Grenzwerte, sondern die maximalen Werte, bei denen das Citrix SCOM Management Pack für XenApp und XenDesktop die Prüfung bestanden hat.

Maximale Zahl überwachter Objekte pro Site

ObjektWert
Bereitstellungsgruppen100
Serverbetriebssystemmaschinen600
Serverbetriebssystemmaschinen in einer Bereitstellungsgruppe200
Desktopbetriebssystemmaschinen20.000
Anwendungen1500
Gleichzeitige Sitzungen33.400

Durchschnittlicher Ressourcenverbrauch

Der Ressourcenverbrauch wurde in einer XenApp- und XenDesktop-Site mit vier Delivery Controller-Instanzen gemessen. Die Leistungsmessung erfolgte auf dem Delivery Controller, auf dem der Citrix SCOM Management Pack Agent für XenApp und XenDesktop die meisten Daten verarbeitete. Die Messung erfolgte über einen Zeitraum von 2,5 Tagen. Die Messung erfolgte mithilfe der Windows-Leistungsüberwachung.

Wichtig: In XenApp- und XenDesktop-Bereitstellungen mit mehreren Delivery Controller-Instanzen erfolgt der Großteil der Datenverarbeitung durch eine Instanz des SCOM Management Pack Agents auf einem Delivery Controller. Der Ressourcenverbrauch wird nur für den primären Controller angegeben, da der Verbrauch der anderen Controller in der Site minimal ist.

Durchschnittlicher Verbrauch auf einem Delivery Controller für 20.600 VDIs

ObjektWert
MPXAXDAgent-CPU-Auslastung14,79 %
HealthService-CPU-Auslastung0,36 %
MPXAXDAgent-Speicherauslastung3.771 MB
HealthService-Speicherauslastung157 MB

1Die CPU-Auslastung wurde auf der Basis des Leistungsindikators % Prozessorzeit und der Zahl der Prozessorkerne bzw. virtuellen CPUs berechnet.

Die Zahl der veröffentlichten Anwendungen hat nur geringfügige Auswirkungen auf die CPU-Auslastung des MPXAXDAgent-Diensts.

Die folgende Abbildung zeigt die Änderung der CPU-Auslastung durch die Dienste MPXAXDAgent und HealthService nach deren erstmaligem Start. Die Werte entstammen dem ersten Teil des Messzeitraums (erste vier Stunden), während dessen der hohe Eingang erster Daten die Rechenressourcen stark in Anspruch nahm. Nach den ersten drei Stunden verringerte sich die anfängliche hohe Last erheblich.

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Die folgende Abbildung zeigt typische CPU-Auslastungsschwankungen durch die Dienste MPXAXDAgent und HealthService während des Großteils des Messzeitraums nach Abnahme der anfänglichen hohen Last. Die Messung erfolgte in Schritt 2 der Prüfung (VS2, Speichernutzung siehe Abbildung).

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Wie oben gezeigt traten alle fünf Minuten CPU-Auslastungsspitzen durch MPXAXDAgent auf, bei HealthService waren die Spitzen doppelt so selten. 

Weitere Tests mit verschiedenen Prüfgruppen (nicht abgebildet) bestätigten, dass eine Zunahme von VDI-Sitzungen (Server- und Desktop-OS-Sitzungen) keine großen Auswirkungen auf die CPU-Auslastung durch den SCOM Management Pack Agent hat. Eine solche Zunahme wirkt sich auch nicht auf die CPU-Auslastung durch den SCOM-Agent (Operations Manager-Agent, Microsoft Monitoring Agent) aus.

Die folgende Abbildung zeigt die Speicherauslastung durch MPXAXDAgent und HealthService im Zeitverlauf bei Messung in zwei verschiedenen Prüfgruppen (VS1, VS2).

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Wie die Abbildung oben zeigt, müssen auf dem Delivery Controller ca. 3,6 GB physischer Speicher für die Dienste MPXAXDAgent und HealthService zur Verfügung stehen.