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Problembehandlung bei StoreFront

Jul 07, 2016

Bei der Installation oder Deinstallation von StoreFront werden vom StoreFront-Installationsprogramm die folgenden Protokolldateien unter C:\Windows\Temp\ erstellt. Die Dateinamen lassen die Komponenten erkennen, die sie erstellt haben, und enthalten einen Zeitstempel.

  • Citrix-DeliveryServicesRoleManager-*.log: wird bei der interaktiven Installation von StoreFront erstellt.
  • Citrix-DeliveryServicesSetupConsole-*.log: wird bei der Installation von StoreFront ohne Benutzereingriffe und bei Deinstallation mit oder ohne Benutzereingriffe erstellt.
  • CitrixMsi-CitrixStoreFront-x64-*.log: wird bei der Installation und Deinstallation von StoreFront mit oder ohne Benutzereingriffe erstellt.

StoreFront unterstützt die Windows-Ereignisprotokollierung für den Authentifizierungsdienst, Stores und Receiver für Web-Sites. Alle generierten Ereignisse werden in das StoreFront-Anwendungsprotokoll geschrieben, das über die Ereignisanzeige unter Anwendungs- und Dienstprotokolle > Citrix Delivery Services oder Windows-Protokolle > Anwendung angezeigt werden kann. Sie können die Anzahl der doppelten Protokolleinträge für ein einzelnes Ereignis steuern, indem Sie die Konfigurationsdateien für den Authentifizierungsdienst, die Stores und Receiver für Web-Sites bearbeiten.

Die Citrix StoreFront-Managementkonsole speichert automatisch Ablaufverfolgungsinformationen. Standardmäßig ist die Ablaufverfolgung für andere Vorgänge deaktiviert und muss manuell aktiviert werden. Von Windows PowerShell-Befehlen erstellte Protokolle werden im Verzeichnis \Admin\logs\ der StoreFront-Installation, die normalerweise in C:\Programme\Citrix\Receiver StoreFront\ ist, gespeichert. Die Protokolldateinamen enthalten Befehlsaktionen und Themen sowie einen Zeitstempel, anhand derer zwischen den Befehlssequenzen unterschieden werden kann.

Wichtig: Verwenden Sie in einer Multiserverbereitstellung jeweils nur einen Server, um Änderungen an der Konfiguration der Servergruppe vorzunehmen. Stellen Sie sicher, dass die Citrix StoreFront-Verwaltungskonsole nicht auf den anderen Servern der Bereitstellung ausgeführt wird. Wenn Sie die Änderungen vorgenommen haben, übertragen Sie die Konfigurationsänderungen auf die Servergruppe, sodass die anderen Server der Bereitstellung aktualisiert werden.

Konfigurieren der Protokolldrosselung

  1. Öffnen Sie die Datei web.config für den Authentifizierungsdienst, Store oder die Receiver für Web-Site mit einem Text-Editor. Die Dateien sind normalerweise im Verzeichnis C:\inetpub\wwwroot\Citrix\Authentication\, C:\inetpub\wwwroot\Citrix\storename\ oder C:\inetpub\wwwroot\Citrix\storenameWeb\, wobei storename für den Namen steht, der beim Erstellen des Stores angegeben wurde.
  2. Suchen Sie das folgende Element in der Datei.
       

    Standardmäßig wird in der Konfiguration von StoreFront die Anzahl der doppelten Protokolleinträge auf 10 pro Minute beschränkt.

  3. Ändern Sie den Wert des Attributs duplicateInterval, um den Zeitraum, in dem doppelte Protokolleinträge überwacht werden, in Stunden, Minuten und Sekunden festzulegen. Legen Sie mit dem Attribut duplicateLimit fest, wie viele doppelte Einträge im angegebenen Zeitraum protokolliert werden müssen, um die Protokolldrosselung auszulösen.

Wenn die Protokolldrosselung ausgelöst wird, wird eine Warnmeldung aufgezeichnet, um anzugeben, dass weitere identische Protokolleinträge unterdrückt werden. Nach Ablauf des Zeitraums wird die normale Protokollierung fortgesetzt und es wird eine Informationsmeldung aufgezeichnet, die angibt, dass doppelte Protokolleinträge nicht mehr unterdrückt werden.

Aktivieren der Ablaufverfolgung

Achtung: Die StoreFront- und PowerShell-Konsolen können nicht gleichzeitig geöffnet sein. Schließen Sie immer zuerst die StoreFront-Verwaltungskonsole, bevor Sie die PowerShell-Konsole zum Verwalten der StoreFront-Konfiguration öffnen. Schließen Sie ebenso immer alle Instanzen von PowerShell, bevor Sie die StoreFront-Konsole öffnen.
  1. Starten Sie Windows PowerShell von einem Konto mit lokalen Administratorrechten und geben Sie an der Eingabeaufforderung die folgenden Befehle ein. Starten Sie den Server neu, damit die Ablaufverfolgung aktiviert wird.
    Add-PSSnapin Citrix.DeliveryServices.Framework.Commands  Set-DSTraceLevel -All -TraceLevel Verbose

    Folgende Werte sind für -TraceLevel zulässig (angeordnet nach zunehmender Detailtiefe bei der Ablaufverfolgung): Off, Error, Warning, Info, Verbose.
    StoreFront zeichnet automatisch Fehlermeldungen für die Ablaufverfolgung auf. Aufgrund der großen Datenmenge, die möglicherweise erstellt wird, kann die Ablaufverfolgung erhebliche Auswirkungen auf die StoreFront-Leistung haben. Es empfiehlt sich daher, Info und Verbose nur zu verwenden, wenn es ausdrücklich für die Problembehandlung erforderlich ist.

    Optionale Argumente für das Cmdlet Set-DSTraceLevel cmdlet:
    -FileCount: Gibt die Anzahl de Ablaufverfolgungsdateien an (Standard = 3)
    -FileSizeKb: Gibt die maximale Größe jeder Ablaufverfolgungsdatei an (Standard = 1000)
    -ConfigFile : Eine Alternative zu "-All"; ermöglicht, nur eine bestimmte Konfigurationsdatei zu aktualisieren statt alle.  Wird als Wert für "-ConfigFile" beispielsweise "c:\inetpub\wwwroot\Citrix\\web.config" angegeben, wird die Ablaufverfolgung für den Store namens "" festgelegt.

  2. Um die Ablaufverfolgung zu deaktivieren, geben Sie folgende Befehle ein und starten den Server neu.
    Add-PSSnapin Citrix.DeliveryServices.Framework.Commands  Set-DSTraceLevel -All -TraceLevel Off

Ist die Ablaufverfolgung aktiviert, werden die Ablaufverfolgungsinformationen in das Verzeichnis \Admin\Trace\ der StoreFront-Installation unter C:\Programme\Citrix\Receiver StoreFront\ geschrieben.