Product Documentation

Druckverwaltung

Sep 18, 2015

In diesem Thema werden die Druckverwaltungsoptionen von VDI-in-a-Box beschrieben.

Umleiten von Druckern auf den virtuellen Desktop

Die einfachste Möglichkeit, Benutzern Zugriff auf Drucker zu gewähren, ist das Aktivieren der Druckerumleitung. Dadurch werden alle auf dem Benutzergerät verfügbaren Drucker mit dem virtuellen Desktop verbunden. Dies funktioniert für alle Arten von Druckern: lokale, Netzwerk- und WLAN-Drucker. Da diese Drucker bereits auf dem Benutzergerät konfiguriert sind, müssen auf den virtuellen Desktops keine Treiber installiert werden. Falls jedoch das Benutzergerät keine Verbindung zum gewünschten Drucker herstellen kann (z. B. Thin Clients), gibt es weitere Optionen, die in diesem Thema behandelt werden.
So aktivieren Sie das Umleiten von Druckern:
  1. Klicken Sie in der VDI Manager-Konsole auf die Registerkarte Templates.
  2. Klicken Sie auf den Namen der Vorlage, die Sie bearbeiten möchten.
  3. Wählen Sie unter Connect these devices to the VDI-in-a-Box desktop die Option Printers aus.
  4. Klicken Sie auf Next und auf der nächsten Seite auf OK.

Verwenden von Druckertreibern

In diesem Abschnitt werden die zwei Verwendungen von Druckertreibern mit VDI-in-a-Box beschrieben: Citrix Universal Print Server (UPS) und Druckertreiber von Drittanbietern. Abhängig von der Konfiguration der HDX-Druckrichtlinien können Sie eine Kombination aus nativen Treibern und Universal Print Server verwenden. Dies kann erforderlich sein, wenn der universelle Druckserver von den meisten Druckern verwendet wird, jedoch für einige spezielle Drucker native Druckertreiber benötigt werden.

HDX-Druckrichtlinien

Die HDX-Richtlinien für das Zuweisen von Standard- und Sitzungsdruckern sowie für das Zuweisen von Druckern anhand der Client-IP-Adresse werden zurzeit von VDI-in-a-Box nicht unterstützt. Andere Richtlinien, einschließlich der Citrix Universal Print Server-Richtlinien, werden von VDI-in-a-Box unterstützt.

Verwenden des Citrix Universal Print Server (UPS)

Verwenden Sie den Citrix Universal Print Server, um überflüssige Druckertreiberdaten zu vermeiden und die Bandbreitennutzung während der Ausführung von Druckaufträgen zu verbessern. Er sorgt dafür, dass für virtuelle VDI-in-a-Box-Desktops ein einzelner generischer Treiber, der universelle Druckertreiber, verwendet werden kann. Sie können das Universal Print Server-Paket von der VDI-in-a-Box-Downloadseite herunterladen. Weitere Informationen über das Universal Print Server-Paket, einschließlich detaillierter Installationsanweisungen, finden Sie in der Druckerdokumentation von XenDesktop 7.

Hinweis: Der universelle Druckserver wird unter Windows Server 2012 nicht unterstützt.
Im Anschluss finden Sie eine Zusammenfassung der Schritte, die für die Installation des universellen Druckservers für eine Verwendung mit VDI-in-a-Box erforderlich sind:
  1. Laden Sie das Universal Print Server-Paket von der VDI-in-a-Box-Downloadseite herunter.
  2. Entpacken Sie den Inhalt und speichern Sie ihn für den einfachen Zugriff auf einem Netzlaufwerk.
  3. Installieren Sie das Citrix HDX Group Policy Management-Paket auf einem Windows 2008 R2-Server.
  4. Installieren Sie die Komponenten des universellen Drucktreibers auf demselben Windows 2008 R2-Server. Dadurch wird die Rolle "Printing and Document Services" aktiviert.
  5. Konfigurieren Sie eine Citrix HDX Printing-Gruppenrichtlinie.
  6. Prüfen Sie, ob der Citrix Print Manager-Dienst auf den Desktops startet. Öffnen Sie dazu die Datei "services.msc" und prüfen Sie, ob der Dienst "Citrix Print Manager" gestartet wurde.
Falls der Dienst "Citrix Print Manager" auf den Desktops nicht gestartet wird, führen Sie die folgenden Schritte durch. Bei diesen Anweisungen wird die Windows-Aufgabenplanung verwendet, um den Dienst "Citrix Print Manager" auf den Desktops zu starten. Sie können jedoch stattdessen eine Gruppenrichtlinie und Anmeldeskripte verwenden.
  1. Wählen Sie die Option zum Bearbeiten des Image aus.
  2. Melden Sie sich bei dem Entwurfsimage als Administrator an.
  3. Erstellen Sie eine neue Batchdatei mit dem folgenden Befehl:
     net start cpsvc   
  4. Speichern Sie die Batchdatei z. B. auf C:\. Speichern Sie sie nicht im Profil des Administrators.
  5. Öffnen Sie die Windows-Aufgabenplanung.
  6. Erstellen Sie eine neue Aufgabe und benennen Sie sie, z. B. Citrix Print-Dienst. Geben Sie die folgenden Informationen ein:
    • Registerkarte General: Ändern Sie in den Sicherheitsoptionen den Benutzer bzw. die Gruppe, sodass alle Domänenbenutzer enthalten sind, und geben Sie an, dass der Dienst unabhängig davon ausgeführt werden soll, ob der Benutzer angemeldet oder nicht angemeldet ist. Wählen Sie im Dropdownmenü Configure for das entsprechende Betriebssystem aus.
    • Registerkarte Trigger: Klicken Sie auf New und wählen dann die Option zum Ausführen der Aufgabe beim Start des Systems.
    • Registerkarte Action: Wählen Sie die Option zum Starten eines Programms. Klicken Sie auf Durchsuchen und wählen Sie die im Schritt 3 erstellte Batchdatei aus.
  7. Speichern Sie die Aufgabe.
  8. Wechseln Sie wieder zur VDI Manager-Konsole und speichern und veröffentlichen Sie das Image. Überprüfen Sie dann, dass die Aufgabe wie geplant ausgeführt wird.
  9. Melden Sie sich nach dem Veröffentlichen des Image an einem veröffentlichten Desktop an, öffnen Sie "services.msc" vom Windows Startmenü aus und bestätigen Sie, dass der Dienst "Citrix Print Manager" gestartet wurde.

Verwenden von Drittanbieter-Druckertreibern

Verwenden Sie Druckertreiber von Drittanbietern nur in den folgenden Situationen:
  • Universeller Drucktreiber ist nicht verfügbar
  • Wenn Sie ein spezielles Druckergerät verwenden müssen, das mit dem universellen Druckertreiber nicht kompatibel ist
  • Wenn Sie VDI-in-a-Box im Arbeitsgruppenmodus bereitstellen und kein Active Directory in der Umgebung vorhanden ist
Wenn als einzige Option die Treiber des Drittanbieters auf den VDI-in-a-Box-Images installiert werden müssen, werden sie genauso wie auf einem physischen Computer installiert. Dies funktioniert mit lokalen, Netz- und WLAN-Druckern.

Um die Interaktion der Endbenutzer zu minimieren, können Sie die Druckertreiber auf dem VDI-in-a-Box-Image installieren. Wenn Sie einen Drucker-Server einsetzen, können Sie die Treiber auch vom Server aus bereitstellen. In einem Druckserver-Szenario ist es nicht immer notwendig, die Treiber auf dem Image zu installieren, da die Treiber während der Benutzersitzungen installiert werden, wenn ein Drucker angeschlossen wird. Dies kann zu einem höheren Bandbreitenverbrauch führen und Benutzer verfügen möglicherweise nicht über die Berechtigung zum Installieren von Software oder Treibern auf dem virtuellen Desktop.

Standortbasiertes Drucken

Sie können bestimmten Computern oder Benutzern in Active Directory Drucker zuweisen. Die hier beschriebenen Methoden setzen einen Windows-Server mit der Rolle "Print and Documents Services" in Kombination mit einem Druckertreiber (von einem Drittanbieter oder der universelle Citrix Druckertreiber) und HDX Group Policy Management voraus.

Mit dem standortbasierten Drucken, auch Drucken auf dem nächstgelegenen Drucker genannt, können Benutzer auf andere als den Standarddrucker zugreifen, normalerweise basierend auf dem Standort des Benutzergeräts oder möglicherweise der Active Directory-Mitgliedschaft.

Bereitstellen von Windows-Server-Druckern

Active Directory und Gruppenrichtlinien ermöglichen es Ihnen, ohne Lösungen von Drittanbietern das standortbasierte Drucken zu konfigurieren. Für die Bereitstellung von Druckern mit diesen Methoden bestehen zwei grundlegende Anforderungen: (1) Windows Server-Domänencontroller, (2) Windows-Server mit der Rolle "Druck- und Dokumentdienste". Diese Rollen können (müssen aber nicht) auf dem gleichen Server gespeichert sein.

Im ersten Schritt müssen Sie entscheiden, ob Sie den Citrix Universal Print Server (UPS) oder die Treiber eines Drittanbieters verwenden möchten. Die in diesem Abschnitt beschriebenen Schritte gelten für das Verwenden des universellen Druckservers oder von Drittanbieter-Treibern.

Im nächsten Schritt müssen Sie entscheiden, wie die Drucker zugewiesen werden sollen:
  • Bei kleineren VDI-in-a-Box-Bereitstellungen kann es sinnvoll sein, die Gruppenrichtlinien basierend auf der Organisationseinheit (OU) zu filtern. Beispiel: Ein Kunde hat drei unterschiedliche Benutzergruppen und benötigt daher drei Images mit jeweils anderen installierten Anwendungen. Sie könnten eine Organisationseinheit (OU) namens "VDI-Desktops" und drei untergeordnete Organisationseinheiten namens "Buchhaltung", "Vertrieb" und "Technik" erstellen. Sie ordnen dann die drei Images den jeweiligen Organisationseinheiten innerhalb von Active Directory zu und weisen jeder Organisationseinheit Gruppenrichtlinien für das Drucken zu.
  • Bei den meisten VDI-in-a-Box-Bereitstellungen ist es einfacher, Gruppenrichtlinien für das Drucken basierend auf der Gruppenmitgliedschaft zuzuweisen. In vielen Fällen gibt es nur wenige Images, die alle derselben Organisationseinheit zugeordnet sind. Sie können ein Gruppenrichtlinienobjekt für jeden Satz von Druckern erstellen, der von bestimmten Benutzergruppen verwendet werden soll. Dies ist ein guter Ansatz, wenn basierend auf der Gruppenmitgliedschaft Netzwerkdrucker bereits nach Standort bereitgestellt wurden. Ein Beispiel wäre, wenn Drucker nach Abteilung bereitgestellt werden, weil die Benutzer nahe beieinander sitzen. In diesem Fall erstellen Sie ein Gruppenrichtlinienobjekt mit einem zugewiesenen Drucker und filtern es dann nach Gruppenmitgliedschaft. Damit erhält jedes Mitglied der Gruppe von seinem virtuellen Desktop aus Zugriff auf die Drucker.
  • Sie können Drucker auch nach Client-IP-Adresse zuweisen. Sie sollten dies jedoch nur dann tun, wenn Sie statische IP-Adressen verwenden, segmentierte DHCP-Bereiche (bzw. statische/reservierte IP-Adressen) für bestimmte Standorte oder Abteilungen verwenden oder in kioskähnlichen Situationen.
Im nachfolgenden Beispiel wird eine VDI-in-a-Box-Bereitstellung beschrieben, bei der Windows Server 2008R2 als Domänencontroller und Druckerserver verwendet wird. Der Citrix Universal Print Server wurde installiert und konfiguriert, um überflüssige Druckertreiberdateien zu vermeiden, und der Administrator stellt den virtuellen Desktops Netzwerkdrucker basierend auf der Active Directory-Gruppenmitgliedschaft bereit. Jede Abteilung verfügt bereits über eigene Netzwerkdrucker, die mit der Rolle "Printer and Documents Services" auf dem Windows-Server konfiguriert wurden.
  1. Erstellen Sie eine Organisationseinheit (OU) namens "VDI-Desktops". DN ist OU=VDI-Desktops,DC=company,DC=com.
  2. Installieren Sie die Komponenten von Citrix Universal Print Server auf dem Windows-Server. Dazu gehört die Komponente HDX-Gruppenrichtlinienverwaltung.
  3. Installieren und konfigurieren Sie VDI-in-a-Box mit einem Image:
    1. Installieren Sie die Citrix UPClient-Komponente.
    2. Bereiten Sie das Image vor und ordnen Sie es der Organisationseinheit "VDI-Desktops" zu.
  4. Erstellen Sie Vorlagen namens "Buchhaltungs-Desktop", "Marketing-Desktop" und "Innenvertrieb-Desktop" für die drei Abteilungen, die VDI-in-a-Box-Desktops verwenden werden. Stellen Sie sicher, dass die Option "Printer Redirection" deaktiviert ist.
  5. Öffnen Sie den Gruppenrichtlinienverwaltungs-Editor auf dem Domänencontroller.
  6. Erstellen Sie ein neues Gruppenrichtlinienobjekt, das der Organisationseinheit VDI-Desktops zugewiesen ist, und konfigurieren Sie die Citrix Richtlinie für die Verwendung des Citrix Universal Print Server (UPS).
  7. Erstellen Sie für jede Abteilung in der Organisationseinheit des VDI-Desktops ein neues Gruppenrichtlinienobjekt und verwenden Sie dabei eine Namenskonvention, die leicht zu verstehen ist, wie z. B. "Buchhaltung - Citrix Drucker".
  8. Wählen Sie die Druck-Gruppenrichtlinienobjekte jeder einzelnen Abteilung aus und passen Sie das "Security Filtering" an, sodass nur die entsprechenden Gruppen jeweils enthalten sind. Beispiel: Entfernen Sie "Authenticated Users" und fügen Sie die Buchhaltungssicherheitsgruppe zum Gruppenrichtlinienobjekt "Buchhaltung - Citrix Drucker" hinzu. Wiederholen Sie den Schritt für alle Abteilungen.
  9. Öffnen Sie das Druckverwaltungstool auf dem Windows-Server.
  10. Klicken Sie auf Druckerserver > Servername > Drucker.
  11. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Drucker, der von der Buchhaltungsabteilung verwendet wird, und wählen Sie Mit Gruppenrichtlinie bereitstellen.
  12. Um den Namen des Gruppenrichtlinienobjekts anzugeben, klicken Sie auf Durchsuchen und wählen Sie das Gruppenrichtlinienobjekt "Buchhaltung - Citrix Drucker" aus, das sich in der Organisationseinheit des VDI-Desktops befindet.
  13. Wählen Sie diese Option aus, um diesen Drucker auf Computern bereitzustellen, für die dieses Gruppenrichtlinienobjekt gilt, und klicken Sie auf Hinzufügen.
  14. Klicken Sie auf OK und wiederholen Sie für jede Abteilung die Schritte 11 bis 13.
  15. Starten Sie die Desktops für jede VDI-in-a-Box-Vorlage.
  16. Melden Sie sich bei jedem der Abteilungs-Desktops an, um zu prüfen, ob die Drucker installiert wurden und einsatzbereit sind, indem Sie eine Testseite drucken.

Windows-Anmelde-Skripts

Sie können eigene Anmelde-Skripts erstellen, um Netzwerkdrucker basierend auf dem Clientstandort zu verbinden. VDI-in-a-Box speichert die IP-Adresse des Clientgeräts in der Registrierung, sodass Sie ein Skript zum Zuweisen eines Netzwerkdruckers basierend auf dem Registrierungsschlüssel verwenden können. Dieser Ansatz funktioniert für die meisten Netzwerkdrucker-Serverbereitstellungen und mit dem Citrix Universal Print Server (UPS).

Der Registrierungsschlüssel der Client-IP-Adresse lautet:

HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Kaviza\dtagent\endPointAddress

Der Inhalt des Datenfelds "endPointAddress" kann kopiert und in einem Skript verwendet werden. Beispiel: Bei einer Schule mit Informatik- und Biologie-Laboren dürfen die Schüler ihre eigenen Laptops benutzen. Jedes Labor hat seinen eigenen DHCP-Bereich, sodass Sie ein Skript erstellen können, bei dem den VDI-in-a-Box-Desktops nur dann der Informatik-Netzwerkdrucker zugewiesen werden, wenn die Schüler eine Verbindung zum Informatiknetzwerk herstellen. Das gleiche gilt für das Biologielabor, selbst wenn ein Schüler die Verbindung zum Informatiklabor trennt und sich mit dem VDI-in-a-Box-Desktop vom Biologielabor wieder verbindet.