Citrix VDI – bewährte Methoden für XenApp und XenDesktop 7.15 LTSR

Citrix VDI Handbook and Best Practices (PDF-Download)

In traditionellen Geschäftsumgebungen haben Mitarbeiter aus vielen Gründen Produktivitätseinbußen, z. B. aufgrund von Ausfallzeiten wegen der Aktualisierung von PCs sowie der Installation von Patches und Updates oder einfach wenn sie nicht im Büro sind. Durch Anwendungs- und Desktopvirtualisierung werden Apps und Desktops im Datencenter zentralisiert statt sie auf lokalen Geräten bereitzustellen. Auf diese Weise kann IT Benutzern Apps und Desktops nach Bedarf auf jedem Gerät und überall bereitstellen.

Hier beispielsweise die Erfahrung eines Benutzers einer Umgebung mit Desktopvirtualisierung:

Praxiserfahrung

“Als Distanzmitarbeiter meines [Unternehmens] hatte ich Probleme mit dem Zugang zum Unternehmens-Intranet, weil das nur per VPN zulässig war. Außerdem habe ich Daten auf meinem lokalen Gerät gespeichert, weil der Zugriff über meine Breitbandverbindung zu langsam war. Ein paar Kollegen machten das genauso und haben Daten aufgrund eines Virus verloren. Das ist mir zum Glück nicht passiert.

Je nach Laune (und Wetter) war der Wechsel von Geräten und Standorten problematisch, da ich meine Anwendungen und Daten auf viele verschiedene Endpunkte kopieren lassen musste. Klar ist das nicht sicher, aber das war mir egal, weil ich mehr an Flexibilität interessiert war.

Seit der Umstellung auf einen virtuellen Desktop kann ich jedes Gerät verwenden. Außerdem kann ich von jedem Ort aus arbeiten. Und das Beste: Ich muss meine Daten und Anwendungen nicht mehr auf alle persönlichen Geräte kopieren.”

Leider schaffen es nicht alle Organisationen, dieses Konzept erfolgreich umzusetzen. Es stellt sich die Frage, warum eine Organisation erfolgreich ist, während eine andere Organisation Probleme hat.

Beim Vergleich der Faktoren für Erfolg und Misserfolg zwischen Desktopvirtualisierungsprojekten und anderen technologischen Projekten lassen sich nur geringe Unterschiede feststellen:

Fehlende Gründe: Ohne einen soliden Geschäftsgrund ist die Desktopvirtualisierung einfach nur eine neue Methode zum Bereitstellen von Desktops. Ein Geschäftsgrund gibt dem Projektteam ein Ziel.

Fehlende Methodik: Viele Leute, die versuchen, eine Desktopvirtualisierungslösung bereitzustellen, haben dabei Probleme, weil sie direkt loslegen, ohne die erforderlichen Voraussetzungen zu verstehen oder zu implementieren. Eine strukturierte Methodik stellt einen Pfad für das Projekt dar.

Fehlende Erfahrung: Vielen, die ein Desktopvirtualisierungsprojekt umsetzen, fehlt die Erfahrung, was zu mangelndem Vertrauen in das Design führt. Architekten beginnen zu zweifeln und das Projekt kommt zum Stillstand.

Wir hoffen, Ihnen anhand der Informationen in diesem Handbuch zeigen zu können, wie Sie Probleme bei der Desktopvirtualisierung auf eine Weise lösen, die technisch solide, aber auch praktikabel und wirksam für Organisationen ist, die Fristen einhalten und sonstige organisatorische Herausforderungen erfüllen müssen.

Citrix hat die in diesem Handbuch beschriebenen Methoden, Erfahrungen und Best Practices bei tausenden Desktopvirtualisierungsprojekten erfolgreich eingesetzt.

Methode

Das Citrix VDI-Handbuch folgt der Citrix Consulting-Methode. Diese bewährte Methode wurde bereits bei Tausenden von Projekten zur Desktopvirtualisierung mit Erfolg eingesetzt. Für jede Phase gibt es einen Leitfaden zu wichtigen Erwägungen und Tools sowie Erfolgstipps. Die Citrix Consulting-Methode besteht aus fünf Phasen:

Abbildung der Methode

  1. Define: Erstellung des Geschäftsszenarios für die Desktopvirtualisierung mit einer Projekt-Roadmap, Priorisierung von Aktivitäten und Schätzung der Anforderungen in puncto Speicher und Hardware.

  2. Assess: Bewertung wichtiger Geschäftsanforderungen zur entsprechenden Priorisierung des Arbeitsaufwands. Außerdem erfolgt die Prüfung der bestehenden Umgebung auf potenzielle Probleme und die Erarbeitung von Anwendungsfällen für das Projekt. Anhand dieser Informationen wird die Richtung der Bereitstellung, des Upgrades oder der Erweiterung der Citrix Umgebung festgelegt.

  3. Design: Entwicklung der zur Erfüllung der in der Assess-Phase ermittelten Geschäftsanforderungen und Erfolgskriterien erforderlichen Architektur. In die Entwicklung fließen Kriterien wie Skalierbarkeit, Redundanz und Hochverfügbarkeit ein.

  4. Deploy: In der Bereitstellungsphase wird die Infrastruktur nach dem in der Design-Phase erstellten Plan installiert und konfiguriert. Alle Infrastrukturkomponenten müssen gründlichen Komponenten- und Regressionstests unterzogen werden, bevor die Benutzer Zugriff auf die Umgebung erhalten.

  5. Monitor: Definition der Architektur- und Betriebsprozesse, die zur Pflege der Produktionsumgebung erforderlich sind.

Die Citrix Consulting-Method folgt einem iterativen Assess > Design> Deploy-Prozess für jeden größeren Projektteil. Dadurch werden zum Abschluss jeder Initiative spürbare Verbesserungen erzielt. Beispielsweise können Benutzergruppen mit hoher Priorität die Assess-, Design- und Deploy-Phasen vor anderen Benutzergruppen durchlaufen.

Hinweis

Das VDI Handbook enthält Informationen zu den Assess-, Design- und Monitor-Phasen der Citrix Consulting-Methode.

Citrix VDI – bewährte Methoden für XenApp und XenDesktop 7.15 LTSR