Überlegungen zur Skalierbarkeit

Zum Installieren und Ausführen der Sitzungsaufzeichnung sind nur wenige Ressourcen erforderlich, die nicht schon für XenApp gebraucht werden. Wenn Sie jedoch viele Sitzungen mit der Sitzungsaufzeichnung aufzeichnen möchten oder die Sitzungen, die Sie aufzeichnen möchten, große Sitzungsdateien erstellen (z. B. Anwendungen mit hohem Grafikanteil), sollten Sie die Leistung des Systems berücksichtigen, wenn Sie die Bereitstellung der Sitzungsaufzeichnung planen.

Weitere Informationen finden zum Konstruieren eines flexibel skalierbaren Sitzungsaufzeichnungssystems finden Sie im Citrix-Artikel CTX200869.

Empfehlungen zur Hardware

Berücksichtigen Sie, wie viele Daten an jeden Sitzungsaufzeichnungsserver gesendet werden und wie schnell die Server diese Daten verarbeiten und speichern können. Die Rate, mit der das System die eingehenden Daten speichern kann, muss größer als die Dateneingaberate sein.

Sie können die Dateneingaberate schätzen, wenn Sie die Anzahl der aufgezeichneten Sitzungen mit der durchschnittlichen Größe jeder Sitzungsaufzeichnung multiplizieren und durch die Länge der Sitzungsaufzeichnungen dividieren. Beispiel: An einem 8-stündigen Arbeitstag zeichnen Sie 5000 Microsoft Outlook-Sitzungen auf, deren Größe 20 MB ist. Die Dateneingaberate beträgt dann ungefähr 3,5 MBit/s. (5000 Sitzungen multipliziert mit 20 MB und dividiert durch 3600 Sekunden pro Stunde.)

Sie können die Leistung steigern, wenn Sie die Leistung eines Sitzungsaufzeichnungsservers optimieren oder mehrere Sitzungsaufzeichnungsserver auf verschiedenen Maschinen installieren.

Datenträger- und Datenspeicherhardware

Die Datenträger- und Datenspeicherhardware ist der wichtigste Faktor bei der Planung der Bereitstellung der Sitzungsaufzeichnung. Die Schreibleistung der Datenspeicherlösung ist besonders wichtig. Je schneller Daten zum Datenträger geschrieben werden, je höher ist die Leistung des Gesamtsystems.

Zu den für die Sitzungsaufzeichnung geeigneten Datenspeicherlösungen gehören lokale Datenträger, die als RAID-Arrays von einem lokalen Datenträgercontroller oder von einem verbundenen SAN gesteuert werden.

Hinweis: Die Sitzungsaufzeichnung sollte nicht mit NAS (Network-Attached Storage) verwendet werden, da Leistungs- und Sicherheitsprobleme auftreten, die mit dem Schreiben von Aufzeichnungsdaten in Netzlaufwerke verbunden sind.

Bei der Installation auf einem lokalen Datenträger steigert ein Datenträgercontroller mit integriertem Cachespeicher die Leistung. Ein Datenträgercontroller mit Cachespeicher muss eine Notstromversorgung durch Batterie haben, um die Datenintegrität bei einem Stromausfall sicherzustellen.

Netzwerkkapazität

Ein Netzwerk mit 100 MBit/s ist für die Verbindung eines Sitzungsaufzeichnungsservers geeignet. Eine Gigabit-Ethernet-Verbindung kann die Leistung verbessern, führt jedoch nicht zu einer zehn Mal besseren Leistung als eine Verbindung mit 100 MBit/s.

Stellen Sie sicher, dass Netzwerkswitches, die von der Sitzungsaufzeichnung verwendet werden, nicht mit Anwendungen von Drittherstellern gemeinsam verwendet werden, die ggf. um die verfügbare Netzwerkbandbreite konkurrieren. Netzwerkswitches sollten nur vom Sitzungsaufzeichnungsserver verwendet werden.

Verarbeitungskapazität des Computers

Der Computer, auf dem ein Sitzungsaufzeichnungsserver installiert ist, muss die folgenden Spezifikationen erfüllen:

  • Eine Dual-CPU oder Dual-Core-CPU (empfohlen)
  • 4 GB RAM (empfohlen)

Bei höheren Spezifikationen wird die Leistung nicht wesentlich gesteigert.

Bereitstellen mehrerer Sitzungsaufzeichnungsserver

Wenn ein einzelner Sitzungsaufzeichnungsserver die Leistungsanforderungen nicht erfüllt, können Sie weitere Sitzungsaufzeichnungsserver auf anderen Computern installieren. Bei diesem Typ der Bereitstellung hat jeder Sitzungsaufzeichnungsserver eine dedizierte Datenspeicherung, Datenbank und dedizierte Netzwerkswitches. Verweisen Sie die Instanzen des Sitzungsaufzeichnungsagents in der Bereitstellung auf verschiedene Sitzungsaufzeichnungsserver, um die Last aufzuteilen.

Datenbankskalierbarkeit

Die Datenbank für die Sitzungsaufzeichnung erfordert Microsoft SQL Server 2016, Microsoft SQL Server 2014, Microsoft SQL Server 2012 oder Microsoft SQL Server 2008 R2. Die an die Datenbank gesendete Datenmenge ist sehr gering, da nur die Metadaten über die aufgezeichneten Sitzungen in der Datenbank gespeichert werden. Die Sitzungsaufzeichnungsdateien werden auf einem separaten Datenträger gespeichert. Normalerweise benötigt jede aufgezeichnete Sitzung nur 1 KB in der Datenbank, es sei denn, Sie fügen durchsuchbare Ereignisse mit der Sitzungsaufzeichnungs-Ereignis-API in die Sitzung ein.

Bei den Express-Editionen von Microsoft SQL Server 2016, Microsoft SQL Server 2014, Microsoft SQL Server 2012, und Microsoft SQL Server 2008 R2 ist die Größe der Datenbank auf 10 GB beschränkt. Bei 1 KB pro aufgezeichneter Sitzung kann die Datenbank ungefähr 4 Millionen Sitzungen katalogisieren. Andere Editionen von Microsoft SQL Server haben keine Beschränkungen hinsichtlich Datenbankgröße und werden nur durch den verfügbaren Speicherplatz auf dem Datenträger beschränkt. Wenn die Zahl der Sitzungen in der Datenbank ansteigt, wird die Leistung der Datenbank und die Geschwindigkeit der Suchen nur geringfügig beeinträchtigt.

Wenn Sie keine Anpassungen über die Sitzungsaufzeichnungs-Ereignis-API machen, generiert jede aufgezeichnete Sitzung vier Datenbanktransaktionen: Zwei beim Start der Aufzeichnung, eine bei der Benutzeranmeldung bei der aufgezeichneten Sitzung und eine am Ende der Aufzeichnung. Beim Anpassen der Sitzungen mit der Sitzungsaufzeichnungs-Ereignis-API erstellt jedes durchsuchbare Ereignis, das aufgezeichnet wurde, eine Transaktion. Da selbst bei der einfachsten Datenbankbereitstellung mehrere Hundert Transaktionen pro Sekunde gehandhabt werden können, wird die Verarbeitungslast für die Datenbank nie überstrapaziert. Die Auswirkung ist so gering, dass die Datenbank für die Sitzungsaufzeichnung normalerweise auf demselben SQL-Server wie andere Datenbanken ausgeführt werden kann, u. a. der XenApp- oder XenDesktop-Datenbank des Datenspeichers.

Wenn Sie in der Bereitstellung der Sitzungsaufzeichnung viele Millionen aufgezeichneter Sitzungen in der Datenbank katalogisieren müssen, halten Sie die Microsoft-Richtlinien zur Skalierbarkeit von SQL Server ein.