Verwalten der Datensätze in der Datenbank

Das ICLDB-Dienstprogramm (ICA Log database) ist ein Datenbankbefehlszeilenprogramm, mit dem Sie Sitzungsaufzeichnungsdatensätze in der Datenbank manipulieren. Dieses Dienstprogramm wird mit der Sitzungsaufzeichnung in Laufwerk:\Programme\Citrix\SessionRecording\Server\Bin auf dem Server mit der Serversoftware der Sitzungsaufzeichnung installiert.

Übersichtstabelle

In der folgenden Tabelle finden Sie die Befehle und Optionen für das ICLDB-Dienstprogramm. Geben Sie die Befehle im folgenden Format ein:

icldb [version | locate | dormant | import | archive | remove | removeall] Befehlsoptionen [/l] [/f] [/s] [/?]

Hinweis:

Ausführlichere Anweisungen finden Sie in der Hilfe des Hilfsprogramms. Zum Öffnen der Hilfe geben Sie an der Eingabeaufforderung Laufwerk:\%ProgramFiles%\Citrix\SessionRecording\Server\Bin den Befehl icldb /? ein. Hilfe für bestimmte Befehle rufen Sie mit dem Befehl icldb Befehl /? auf.

Befehl Beschreibung
archive Archiviert Sitzungsaufzeichnungsdateien, die älter als der angegebene Speicherzeitraum sind. Archivieren Sie Dateien mit diesem Befehl.
dormant Zählt oder zeigt die Sitzungsaufzeichnungsdateien an, die als inaktiv angesehen werden. Inaktive Dateien sind Sitzungsaufzeichnungen, die aufgrund von Datenverlust nicht abgeschlossen wurden. Verwenden Sie diesen Befehl, wenn Sie den Verdacht haben, dass Sie Daten verlieren. Sie können prüfen, ob die Sitzungsaufzeichnungsdateien für die ganze Datenbank oder nur Aufzeichnungen inaktiv werden, die in der angegebenen Anzahl von Tagen, Stunden oder Minuten aufgezeichnet wurden.
import Importiert Sitzungsaufzeichnungsdateien in die Datenbank für die Sitzungsaufzeichnung. Mit diesem Befehl erstellen Sie die Datenbank neu, wenn Sie Datensätze der Datenbank verlieren. Mit diesem Befehl führen Sie auch Datenbanken zusammen (wenn Sie zwei Datenbanken haben, können Sie die Dateien von einer der Datenbanken importieren).
locate Sucht und zeigt den vollständigen Pfad einer Sitzungsaufzeichnungsdatei an. Als Kriterium wird die Datei-ID verwendet. Mit diesem Befehl suchen Sie den Speicherort einer Sitzungsaufzeichnungsdatei. Außerdem können Sie mit einer bestimmten Datei prüfen, ob die Datenbank aktuell ist.
remove Entfernt die Verweise auf Sitzungsaufzeichnungsdateien aus der Datenbank. Mit diesem Befehl bereinigen Sie die Datenbank (verwenden Sie diesen Befehl mit Vorsicht). Geben Sie den Speicherzeitraum als Kriterium an. Sie können auch die zugeordnete physische Datei löschen.
removeall Entfernt alle Verweise auf Sitzungsaufzeichnungsdateien aus der Datenbank für die Sitzungsaufzeichnung und setzt diese auf den Originalzustand zurück. Die physische Datei wird nicht gelöscht. Sie können diese Dateien jedoch nicht im Sitzungsaufzeichnungsplayer suchen. Mit diesem Befehl bereinigen Sie die Datenbank (verwenden Sie diesen Befehl mit Vorsicht). Gelöschte Verweise können nur von einer Sicherungskopie wieder hergestellt werden.
version Zeigt die Schemaversion der Datenbank für die Sitzungsaufzeichnung an.
/l Protokolliert die Ergebnisse und Fehler im Windows-Ereignisprotokoll.
/f Erzwingt die Ausführung des Befehls ohne Aufforderungen.
/s Unterdrückt die Copyright-Nachricht.
/? Zeigt die Hilfe für die Befehle an.

Archivieren von Sitzungsaufzeichnungsdateien

Archivieren Sie Sitzungsaufzeichnungsdateien regelmäßig, damit an den Speicherorten für die Aufzeichnung immer ausreichend freier Platz zur Verfügung steht. Das Archivierungsintervall hängt von dem verfügbaren Speicherplatz und der Größe typischer Sitzungsaufzeichnungsdateien ab. Sitzungsaufzeichnungsdateien können ab zwei Tage nach dem Sitzungsstart archiviert werden. Diese Regel soll verhindern, dass Liveaufzeichnungen vor Abschluss archiviert werden.

Sitzungsaufzeichnungen können auf zweierlei Weise archiviert werden. Der Datenbankdatensatz einer Sitzungsaufzeichnung kann auf den Status “Archiviert” aktualisiert werden, während die Sitzungsaufzeichnungsdatei an ihrem Speicherort verbleibt. Durch diese Methode werden die Suchergebnisse im Player verringert. Die zweite Methode besteht darin, den Datenbankdatensatz der Sitzungsaufzeichnung auf “Archiviert” zu aktualisieren und die Sitzungsaufzeichnungsdatei zur Sicherung auf ein alternatives Speichermedium zu verschieben. Bei Verwendung des ICLDB-Hilfsprogramms werden Sitzungsaufzeichnungsdateien in das angegebene Verzeichnis verschoben, in dem die ursprüngliche Ordnerstruktur “Jahr/Monat/Tag” nicht besteht.

Ein Datensatz in der Sitzungsaufzeichnungsdatenbank enthält zwei mit der Archivierung verbundene Felder: die Archivierungszeit (Datum und Uhrzeit der Archivierung) und die Archivierungsnotiz, d. h. ein optionaler Text, den der Administrator bei der Archivierung eingeben kann. Die beiden Felder weisen darauf hin, dass und wann eine Sitzungsaufzeichnung archiviert wurde.

Im Sitzungsaufzeichnungsplayer werden archivierte Sitzungsaufzeichnungen mit dem Status “Archiviert” und dem Datum und der Uhrzeit der Archivierung angezeigt. Archivierte Sitzungsaufzeichnungen können weiterhin abgespielt werden, sofern die Dateien nicht verschoben wurden. Wurde eine Sitzungsaufzeichnungsdatei bei der Archivierung verschoben, wird gemeldet, dass die Datei nicht gefunden wurde. Die Sitzungsaufzeichnungsdatei muss wiederhergestellt werden, damit sie abgespielt werden kann. Zum Wiederherzustellen einer Sitzungsaufzeichnung benötigt der Administrator die im Dialogfeld “Eigenschaften” des Sitzungsaufzeichnungsplayers zu der Sitzung angezeigte Datei-ID und Uhrzeit der Archivierung. Das Verfahren zur Wiederherstellung archivierter Dateien wird unter Wiederherstellen von Sitzungsaufzeichnungsdateien weiter unten erläutert.

Der Befehl archive des Hilfsprogramms ICLDB kann mit folgenden Parametern verwendet werden:

  • /RETENTION:<Tage>: Dauer der Aufbewahrung von Sitzungsaufzeichnungen in Tagen. Aufnahmen, die älter als die angegebene Anzahl von Tagen sind, werden in der Sitzungsaufzeichnungsdatenbank als archiviert markiert. Die Aufbewahrungsdauer muss mindestens zwei Tage betragen.

  • /LISTFILES: vollständigen Pfad und Dateiname der Sitzungsaufzeichnungsdateien bei der Archivierung. Dieser Parameter ist optional.

  • /MOVETO:<Verzeichnis>: Verzeichnis, in das archivierte Sitzungsaufzeichnungsdateien verschoben werden. Das Verzeichnis muss vorhanden sein. Dieser Parameter ist optional. Wird kein Verzeichnis angegeben, verbleiben die Dateien an ihrem ursprünglichen Speicherort.

  • /NOTE:<Notiz>: Textnotiz, die dem Datenbankdatensatz für jede archivierte Sitzungsaufzeichnung hinzugefügt wird. Die Notiz muss in doppelte Anführungszeichen gesetzt werden. Dieser Parameter ist optional.

  • /L: protokolliert Ergebnisse und Fehler in Verbindung mit den archivierten Sitzungsaufzeichnungsdateien im Windows-Ereignisprotokoll. Dieser Parameter ist optional.

  • /F: erzwingt die Ausführung des Archivierungsbefehls ohne Aufforderungen. Dieser Parameter ist optional.

Archivieren von Sitzungsaufzeichnungen in der Sitzungsaufzeichnungsdatenbank unter physischem Verschieben der Sitzungsaufzeichnungsdateien

  1. Melden Sie sich als lokaler Administrator bei dem Server an, auf dem der Sitzungsaufzeichnungsserver installiert ist.

  2. Rufen Sie eine Eingabeaufforderung auf.

  3. Wechseln Sie vom aktuellen Arbeitsverzeichnis in das Bin-Verzeichnis des Sitzungsaufzeichnungsserver-Installationspfads (<Installationspfad>/Server/Bin).

  4. Führen Sie den Befehl ICLDB ARCHIVE /RETENTION:<Tage> /LISTFILES /MOVETO:<Verzeichnis> /NOTE:<Notiz> /L aus. Tage entspricht der Aufbewahrungsdauer für Sitzungsaufzeichnungsdateien, Verzeichnis ist das Verzeichnis, in das archivierte Sitzungsaufzeichnungsdateien verschoben werden, und Notiz ist eine Textnotiz, die dem Datenbankdatensatz jeder archivierten Sitzungsaufzeichnungsdatei hinzugefügt wird. Geben Sie Y ein, um die Archivierung zu bestätigen.

Ausschließliches Archivieren von Sitzungsaufzeichnungen in der Sitzungsaufzeichnungsdatenbank

  1. Melden Sie sich als lokaler Administrator bei dem Server an, auf dem der Sitzungsaufzeichnungsserver installiert ist.

  2. Rufen Sie eine Eingabeaufforderung auf.

  3. Wechseln Sie vom aktuellen Arbeitsverzeichnis in das Bin-Verzeichnis des Sitzungsaufzeichnungsserver-Installationspfads (<Installationspfad>/Server/Bin).

  4. Führen Sie den Befehl ICLDB ARCHIVE /RETENTION:<Tage> /LISTFILES /NOTE:<Notiz> /L aus. Tage entspricht der Aufbewahrungsdauer für Sitzungsaufzeichnungen und Notiz ist eine Textnotiz, die dem Datenbankdatensatz jeder archivierten Sitzungsaufzeichnung hinzugefügt wird. Geben Sie Y ein, um die Archivierung zu bestätigen.

Wiederherstellen von Sitzungsaufzeichnungsdateien

Sitzungsaufzeichnungsdateien müssen wiederhergestellt werden, wenn Sie eine Sitzungsaufzeichnung aufrufen möchten, die in der Sitzungsaufzeichnungsdatenbank unter Verschieben der Datei aus dem Speicherort der Aufzeichnung archiviert wurde. Archivierte Sitzungsaufzeichnungen, die nicht aus dem Speicherort der Aufzeichnung verschoben wurden, stehen im Sitzungsaufzeichnungsplayer weiterhin zur Verfügung.

Es gibt zwei Wiederherstellungsmethoden für Sitzungsaufzeichnungsdateien, die verschoben wurden. Kopieren der Sitzungsaufzeichnungsdatei in das Wiederherstellungsverzeichnis für archivierte Dateien, oder Reimportieren der Datei mithilfe von ICLDB in die Sitzungsaufzeichnungsdatenbank. Citrix empfiehlt das Kopieren. Entfernen Sie in das Wiederherstellungsverzeichnis kopierte archivierte Dateien, wenn Sie sie nicht mehr benötigen.

Der Sitzungsaufzeichnungsbroker verwendet das Wiederherstellungsverzeichnis für archivierte Dateien, wenn eine Sitzungsaufzeichnungsdatei nicht am ursprünglichen Speicherort gefunden wird. Dies passiert, wenn der Sitzungsaufzeichnungsplayer eine Sitzungsaufzeichnungsdatei zur Wiedergabe anfordert. Der Sitzungsaufzeichnungsbroker sucht die Datei zunächst am ursprünglichen Speicherort. Wird sie dort nicht gefunden, überprüft der Sitzungsaufzeichnungsbroker das Wiederherstellungsverzeichnis. Befindet sich die Datei im Wiederherstellungsverzeichnis, sendet der Sitzungsaufzeichnungsbroker sie zur Wiedergabe an den Sitzungsaufzeichnungsplayer. Andernfalls sendet er eine Fehlermeldung an den Sitzungsaufzeichnungsplayer, dass die Datei nicht gefunden wurde.

Beim Importieren einer archivierten Sitzungsaufzeichnungsdatei mit ICLDB wird die Sitzungsaufzeichnungsdatenbank durch die in der Datei enthaltenen Sitzungsaufzeichnungsinformationen einschließlich des neuen Speicherpfads aktualisiert. Beim Importieren mit ICLDB werden Sitzungsaufzeichnungsdateien nicht an den ursprünglichen Speicherort ihrer Aufzeichnung zurückverschoben.

Hinweis: Bei importierten Sitzungsaufzeichnungsdateien werden die Uhrzeit der Archivierung und die Archivierungsnotiz gelöscht. Bei der nächsten Ausführung des ICLDB-Befehls “archive” können solche importierten Dateien daher erneut archiviert werden.

Der ICLDB-Befehl “import” eignet sich zum Importieren großer Zahlen archivierter Sitzungsaufzeichnungsdateien, zum Reparieren bzw. Aktualisieren falscher oder fehlender Sitzungsaufzeichnungsdaten in der Sitzungsaufzeichnungsdatenbank und zum Verschieben von Sitzungsaufzeichnungsdateien an einen anderen Speicherort auf dem Sitzungsaufzeichnungsserver. Der ICLDB-Befehl import kann auch verwendet werden, um die Sitzungsaufzeichnungsdatenbank nach dem Ausführen des Befehls removeall wieder aufzufüllen.

Der ICLDB-Befehl import kann mit folgenden Parametern verwendet werden:

  • /LISTFILES: vollständigen Pfad und Dateiname der Sitzungsaufzeichnungsdateien beim Import. Dieser Parameter ist optional.

  • /RECURSIVE: durchsucht alle Unterverzeichnisse nach Sitzungsaufzeichnungsdateien. Dieser Parameter ist optional.

  • /L: protokolliert Ergebnisse und Fehler in Verbindung mit den importierten Sitzungsaufzeichnungsdateien im Windows-Ereignisprotokoll. Dieser Parameter ist optional.

  • /F: erzwingt die Ausführung des Importbefehls ohne Aufforderungen. Dieser Parameter ist optional.

Wiederherstellen von Sitzungsaufzeichnungsdateien unter Verwendung des Wiederherstellungsverzeichnisses für archivierte Dateien

  1. Melden Sie sich als lokaler Administrator bei dem Server an, auf dem der Sitzungsaufzeichnungsserver installiert ist.

  2. Sehen Sie im Sitzungsaufzeichnungsplayer unter “Eigenschaften” die Datei-ID und die Archivierungszeit der gewünschten Sitzungsaufzeichnungsdatei nach.

  3. Suchen Sie die Sitzungsaufzeichnungsdatei anhand der Datei-ID in der Sicherung. Jede Sitzungsaufzeichnung hat einen Dateinamen im Format i_<DateiID>.icl (“DateiID” steht für die Datei-ID).

  4. Kopieren Sie die Sitzungsaufzeichnungsdatei aus Ihrer Sicherung in das Wiederherstellungsverzeichnis für archivierte Dateien. Suchen des Wiederherstellungsverzeichnisses für archivierte Dateien

    1. Klicken Sie im Menü Start auf Start > Programme > Citrix > Sitzungsaufzeichnungsserver - Eigenschaften.

    2. Klicken Sie unter “Sitzungsaufzeichnungsserver - Eigenschaften” auf die Registerkarte Speicher. Das aktuelle Wiederherstellungsverzeichnis wird im Feld Wählen Sie das Wiederherstellungsverzeichnis für archivierte Dateien aus angezeigt.

Wiederherstellen von Sitzungsaufzeichnungsdateien mit dem ICLDB-Befehl “import”

  1. Melden Sie sich als lokaler Administrator bei dem Server an, auf dem der Sitzungsaufzeichnungsserver installiert ist.

  2. Rufen Sie eine Eingabeaufforderung auf.

  3. Wechseln Sie vom aktuellen Arbeitsverzeichnis in das Bin-Verzeichnis des Sitzungsaufzeichnungsserver-Installationspfads (<Installationspfad>/Server/Bin).

  4. Führen Sie einen der folgenden Schritte aus:

    • Führen Sie den Befehl ICLDB IMPORT /LISTFILES /RECURSIVE /L <Verzeichnis> aus. <Verzeichnis> steht für ein oder mehrere Verzeichnisse mit Sitzungsaufzeichnungsdateien (Angabe von mehreren Verzeichnissen durch Leerzeichen getrennt). Geben Sie Y ein, um den Import zu bestätigen.

    • Führen Sie ICLDB IMPORT /LISTFILES /L <Datei> aus. Datei ist der Name einer oder mehrerer Sitzungsaufzeichnungsdateien (Angabe mehrerer Dateien durch Leerzeichen getrennt). Platzhalterzeichen können beim Angeben Sitzungsaufzeichnungsdateien verwendet werden. Geben Sie Y ein, um den Import zu bestätigen.

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