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Lokaler App-Zugriff

Sep 29, 2015

Durch lokalen App-Zugriff werden die lokal installierten Windows-Anwendungen von Benutzern problemlos in eine gehostete Desktopumgebung integriert, ohne dass ein Wechsel zwischen Computern nötig ist. Lokaler App-Zugriff ermöglicht Folgendes:

  • Direkter Zugriff von virtuellen Desktops auf Anwendungen, die lokal auf einem Laptop, PC oder einem anderen Gerät installiert sind

    Bereitstellung einer flexiblen Anwendungsbereitstellungslösung Wenn Benutzer lokale Anwendungen haben, die Sie nicht virtualisieren können oder die IT nicht verwaltet, verhalten sich diese Anwendungen weiterhin so, als ob sie auf einem virtuellen Desktop installiert wären.

  • Eliminieren Sie Doppelhoplatenz bei separat vom virtuellen Desktop gehosteten Anwendungen, indem Sie die Verknüpfung mit der veröffentlichten Anwendung auf das Windows-Gerät des Benutzers platzieren.
  • Unter anderem können die folgenden Anwendungen verwendet werden:
    • Videokonferenzsoftware, z. B. GoToMeeting.
    • Spezial- oder Nischenanwendungen, die noch nicht virtualisiert sind.
    • Anwendungen und Peripheriegeräte, die andernfalls riesige Datenmengen von einem Benutzergerät zum Server und zurück zum Benutzergerät senden würden, wie DVD-Brenner und TV-Tuner.

Führen Sie die folgenden Schritte zum Einrichten von lokaler App-Zugriff aus.

Anforderungen für lokalen App-Zugriff

Der lokale App-Zugriff wird für Desktopbetriebssystemmaschinen, Serverbetriebssystemmaschinen und Remote-PC-Zugriff-Desktops unterstützt.

Zum Aktivieren des lokalen App-Zugriffs muss die Hostingumgebung folgende Komponenten enthalten:
  • XenDesktop 7.x und XenApp 7.5
  • StoreFront
  • Betriebssysteme für gehostete Desktops:
    • Windows Server 2012 R2
    • Windows Server 2012
    • Windows Server 2008 R2
    • Windows 7 (32 Bit und 64 Bit)
    • Windows 8 (32 Bit und 64 Bit)
    • Windows 8.1 (32 Bit und 64 Bit)
  • Betriebssysteme für Clients:
    • Windows XP SP3 (32 Bit)
    • Windows 7 (32 Bit und 64 Bit)
    • Windows 8 (32 Bit und 64 Bit)
    • Windows 8.1 (32 Bit und 64 Bit)
  • Webbrowser (nur die hier aufgeführten werden unterstützt):
    • Internet Explorer 8, 9 und 10
    • Mozilla Firefox 3.5 bis 21.0
    • Google Chrome 10
  • Citrix Receiver 4.0

Einschränkungen

  • Lokaler App-Zugriff ist nur für virtuelle Desktops im Vollbildmodus unter Einbeziehung aller Monitore gedacht:
    • Die Benutzererfahrung könnte beeinträchtigt werden, wenn lokaler App-Zugriff auf einem virtuellen Desktop verwendet wird, der im Fenstermodus ausgeführt wird oder der nicht auf allen Monitoren ausgeführt wird.
    • Bei der Verwendung mehrerer Monitore ist der maximierte Monitor der Standarddesktop für alle Anwendungen, die in der Sitzung gestartet werden, selbst wenn die nachfolgenden Anwendungen normalerweise auf dem anderen Monitor starten würden.
    • Das Feature ist für die Verwendung mit einem VDA konzipiert; es ist keine Integration mit mehreren gleichzeitigen VDAs möglich.
  • Einige Anwendungen zeigen unerwartetes Verhalten, das folgende Auswirkungen auf Benutzer haben könnte:
    • Benutzer können die Laufwerkbuchstaben verwechseln, z. B. das lokale C:-Laufwerk mit dem virtuellen C:-Desktoplaufwerk.
    • Auf virtuellen Desktops verfügbare Drucker sind nicht für die lokalen Anwendungen verfügbar.
    • Anwendungen, die erweiterte Berechtigungen erfordern, können nicht als clientgehostete Anwendungen gestartet werden.
    • Keine spezielle Behandlung von Anwendungen mit einer Instanz (z. B. Windows Media Player).
    • Lokale Anwendungen werden mit dem Windows-Design des lokalen Computers angezeigt.
    • Vollbildanwendungen werden nicht unterstützt. Dies schließt Anwendungen ein, die im Vollbildmodus geöffnet werden, z. B. PowerPoint-Bildschirmpräsentationen oder Fotoanzeigen, die den gesamten Desktop ausfüllen.
    • Lokaler App-Zugriff kopiert die Eigenschaften der lokalen Anwendung wie die vorhandenen Verknüpfungen auf dem Clientdesktop und im Startmenü des VDA. Allerdings werden keine anderen Eigenschaften, wie Tastenkombinationen und schreibgeschützte Attribute, kopiert.
    • Anwendungen, die die Reihenfolge der überlappenden Fenster anpassen, können unvorhersehbare Ergebnisse verursachen. Beispielsweise könnten einige Fenster ausgeblendet werden.
    • Verknüpfungen, einschließlich Arbeitsplatz, Papierkorb, Systemsteuerung, Netzlaufwerkverknüpfungen und Ordnerverknüpfungen werden nicht unterstützt.
    • Die folgenden Dateitypen und Dateien werden nicht unterstützt: benutzerdefinierte Dateitypen, Dateien ohne zugeordnete Programme, ZIP-Dateien und ausgeblendete Dateien.
    • Taskleistengruppierung wird nicht für gemischte 32-Bit und 64-Bit clientgehostete Anwendungen und VDA-Anwendungen unterstützt, z. B. die Gruppierung von 32-Bit-Versionen lokaler Anwendungen mit 64-Bit-VDA-Anwendungen und umgekehrt.
    • Anwendungen können nicht über COM gestartet werden. Beispiel: Wenn Sie auf ein eingebettetes Office-Dokument in einer Office-Anwendung klicken, wird der Prozessstart nicht erkannt und die Integration der lokalen Anwendung schlägt fehl.
  • Die URL-Umleitung unterstützt nur explizite URLs, d. h. solche, die in der Adressleiste des Browsers angezeigt werden oder mit der browserinternen Suchfunktion gefunden wurden (je nach Browser).
  • Die URL-Umleitung funktioniert nur mit Desktopsitzungen und nicht mit Anwendungssitzungen.
  • Benutzer haben keine Berechtigung, im lokalen Desktopordner in einer VDA-Sitzung neue Dateien zu erstellen.

Bereitstellen von Zugriff auf lokale Anwendungen

Für den Zugriff auf lokale Anwendungen müssen Sie das Feature für den lokalen App-Zugriff aktivieren, die nicht standardmäßig für die Host- und Clientumgebung aktiviert ist.

Bereitstellen von Zugriff auf alle lokalen Anwendungen

Aktivieren Sie dieses Feature, indem Sie den Anweisungen unter Aktivieren von lokalem App-Zugriff mit Richtlinieneinstellungen und Aktivieren von lokalem App-Zugriff in Receiver folgen.

Nachdem Sie diese Schritte ausgeführt haben, ist das Feature für den lokalen App-Zugriff aktiviert und die Verknüpfungen des Benutzers werden auf dem Desktop des VDA angezeigt.

Bereitstellen von Zugriff auf veröffentlichte Anwendungen

Verwenden Sie dieses Verfahren, wenn Sie Zugriff nur auf veröffentlichte Anwendungen bereitstellen möchten.

  1. Öffnen Sie den Registrierungs-Editor auf der Maschine, auf der Studio ausgeführt wird, und navigieren Sie zu folgendem Pfad: HKLM\Software\Wow6432Node\Citrix\DesktopStudio.
  2. Fügen Sie den folgenden Registrierungseintrag vom Typ REG_DWORD hinzu: ClientHostedAppsEnabled und fügen Sie den Wert1 hinzu, um den lokalen App-Zugriff zu aktivieren. (Durch die Verwendung von0 wird der lokale App-Zugriff deaktiviert).
  3. Starten Sie die Maschine neu und starten Sie dann Studio neu, damit die Änderungen angewendet werden.
  4. Veröffentlichen Sie die Anwendungen vom lokalen App-Zugriff wie unter Veröffentlichen lokaler Anwendungen in Studio erläutert.
  5. Aktivieren Sie lokalen App-Zugriff in Receiver wie unter Aktivieren von lokalem App-Zugriff in Receiver erläutert.
  6. Legen Sie für die Richtlinie "Lokalen App-Zugriff zulassen" die EinstellungAktiviert fest. Anweisungen hierzu finden Sie unter Aktivieren von lokalem App-Zugriff mit Richtlinieneinstellungen.

Veröffentlichen lokaler Anwendungen in Studio

  1. Wählen Sie in Studio im linken Bereich den Knoten "Bereitstellungsgruppen" aus und wählen Sie dann im Hauptbereich die Registerkarte "Anwendungen" aus. Klicken Sie im Aktionsbereich auf Clientgehostete Anwendung erstellen. Der Assistent zum Erstellen einer clientgehosteten Anwendung wird angezeigt.
  2. Wählen Sie auf der Seite Bereitstellungsgruppen die Bereitstellungsgruppen für den Zugriff auf die lokale Anwendung aus.
    Hinweis: Der lokale App-Zugriff ist nur für Desktop-Bereitstellungsgruppen verfügbar. Er ist nicht für Anwendungsbereitstellungsgruppen verfügbar.
  3. Geben Sie auf der Seite "Speicherort" den vollständigen Pfad der ausführbaren Datei der Anwendung ein, wie auf der lokalen Maschine im Feld "Ausführbare Programmdatei".
    Hinweis: Stellen Sie sicher, dass der Pfad richtig ist. Ansonsten ist die Anwendung nicht für Benutzer sichtbar.
  4. Fügen Sie auf der Seite Benutzer die Benutzer hinzu, denen Sie Zugriff auf die lokale, zu veröffentlichende Anwendung geben möchten.
    Hinweis: Sie können entweder einzelne Benutzer oder eine Gruppe aus Active Directory auswählen.
  5. Legen Sie auf der Seite Verknüpfung fest, ob die Verknüpfung mit der lokalen Anwendung auf dem virtuellen Desktop im Startmenü, auf dem Desktop oder in beiden angezeigt wird.
  6. Geben Sie auf der Seite Inhaltsumleitung die Dateitypzuordnung (FTA) der Anwendung ein. Standardmäßig werden alle Dateitypen der Anwendung zugeordnet, wenn Sie Dateitypen zur Laufzeit vom Computer des Benutzers abrufen auswählen. Ansonsten können Sie die Dateitypen explizit angeben, indem Sie Datentypen explizit festlegen auswählen und dann bestimmte Erweiterungen hinzufügen.

    Zum Beispiel ordnet sich Microsoft Word standardmäßig alle mit Word verknüpften Erweiterungen (.doc, .docx, .rtf usw.) zu. Bei Wahl von "Dateitypen zur Laufzeit vom Computer des Benutzers abrufen" werden alle Erweiterungen ausgewählt. Wenn Sie jedoch die Dateitypen, die der Anwendung zugeordnet werden, einschränken möchten (z. B. nur .doc), wählen Sie "Datentypen explizit festlegen".

  7. Übernehmen Sie auf der Seite Name die Standardwerte.
  8. Überprüfen Sie auf der Seite Zusammenfassung die von Ihnen angegebenen Informationen und klicken Sie auf Fertig stellen.

Aktivieren von lokalem App-Zugriff in Receiver

Folgen Sie den Anweisungen unter Aktivieren von lokalem App-Zugriff auf Clientmaschinen mit Receiver, um die Konfiguration für den lokalen App-Zugriff abzuschließen.

Aktivieren von lokalem App-Zugriff mit Richtlinieneinstellungen

Verwenden Sie die Richtlinie "Lokaler App-Zugriff" für Bereitstellungsgruppen, indem Sie die Richtlinie aufAktivierteinstellen. Mit dieser Einstellung überlässt der VDA dem Client die Entscheidung darüber, ob Verknüpfungen für vom Administrator veröffentlichte Anwendungen und Verknüpfungen für den lokalen App-Zugriff in der Sitzung aktiviert sind.

Bei Einstellung aufDeaktiviertsind sowohl vom Administrator veröffentlichte Anwendungen als auch Verknüpfungen für den lokalen App-Zugriff für den VDA deaktiviert.

Diese Richtlinie gilt für den gesamten Computer als auch für die URL-Umleitungsrichtlinie. Weitere Informationen finden Sie unter Einstellungen der Richtlinie "Lokaler App-Zugriff".

Konfigurieren der URL-Umleitung

Anstelle der Windows-Registrierung können Sie zum Einrichten der URL-Umleitung Richtlinieneinstellungen verwenden, indem Sie die Richtlinien für die URL-Umleitungspositivliste und die URL-Umleitungssperrliste in Studio konfigurieren. Ausführliche Anweisungen zum Konfigurieren der URL-Umleitung finden Sie unter Verwenden von URL-Umleitung zum Starten von lokalen Anwendungen.

Weitere Informationen über diese Richtlinie finden Sie unter Einstellungen der Richtlinie "Lokaler App-Zugriff".

Konfigurieren von Abmelden und Trennen für den lokalen App-Zugriff

Sie können das Verhalten lokaler Anwendungen konfigurieren, wenn sich der Benutzer abmeldet oder die Verbindung zum virtuellen Desktop trennt.

  1. Öffnen Sie auf dem gehosteten Desktop den Registrierungs-Editor und navigieren Sie zu folgendem Pfad: HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Citrix\Client Hosted Apps\Policies\Session State.
  2. Fügen Sie den Registrierungseintrag Terminate vom Typ REG_DWORD hinzu und stellen Sie den Wert folgendermaßen ein:
    • 1 : Lokale Anwendungen werden weiterhin ausgeführt, wenn sich ein Benutzer abmeldet oder die Verbindung zum virtuellen Desktop trennt.
    • 3 : Lokale Anwendungen werden geschlossen, wenn sich ein Benutzer abmeldet oder die Verbindung zum virtuellen Desktop trennt.
    Hinweis: Wenn der Wert auf 1 eingestellt ist, werden die lokalen Anwendungen bei erneuter Verbindung mit dem virtuellen Desktop aus der getrennten Sitzung wieder integriert, wenn sie noch in der lokalen Umgebung verfügbar sind

Funktionsinteraktion mit Versionen von Microsoft Windows

Lokaler App-Zugriff und Microsoft Windows

Lokaler App-Zugriff verhält sich bei Microsoft Windows 8 und Windows Server 2012 anders als bei Windows 7 und Windows Server 2008 R2. Bei der Interaktion zwischen lokaler App-Zugriff und Windows tritt u. a. das folgende Verhalten auf.

  • Verhalten von Verknüpfungen in Windows 8 und Windows Server 2012
    • Windows Store-Apps, die auf dem Client installiert sind, werden nicht als Teil der Verknüpfungen von lokalem App-Zugriff aufgelistet.
    • Bild- und Videodateien werden normalerweise standardmäßig mit Windows Store-Apps geöffnet. Lokaler App-Zugriff listet die Windows Store-Apps jedoch auf und öffnet Verknüpfungen mit Desktopanwendungen.
  • Local Programs
    • In Windows 7 ist der Ordner im Startmenü verfügbar.
    • In Windows 8 ist der Ordner Local Programs nur verfügbar, wenn der Benutzer Alle Apps als Kategorie auf der Startseite auswählt. Nicht alle Unterordner werden in Local Programs angezeigt.
  • Windows 8-Grafikfunktionen für Anwendungen
    • Desktopanwendungen sind auf den Desktopbereich beschränkt und werden von der Startseite bzw. Anwendungen im Windows 8-Stil vollständig abgedeckt.
    • Mit lokalem App-Zugriff verwendete Anwendungen verhalten sich jedoch bei der Verwendung von mehreren Monitoren nicht wie Desktopanwendungen. Bei der Verwendung mehrerer Monitore werden die Startseite und der Desktop auf unterschiedlichen Monitoren angezeigt.
  • Windows 8 und lokaler App-Zugriff mit URL-Umleitung
    • Windows 8: Da bei Windows 8 Internet Explorer keine Add-Ons aktiviert sind, müssen Sie den Desktop-Internet Explorer zum Aktivieren von URL-Umleitung verwenden.
    • Windows Server 2012: In Windows Server 2012 werden Add-Ons von Internet Explorer aufgrund der verstärkten Sicherheitskonfiguration standardmäßig deaktiviert. So implementieren Sie URL-Umleitung:
      1. Deaktivieren Sie die verstärkte Sicherheitskonfiguration für Internet Explorer.
      2. Setzen Sie die Internet Explorer-Optionen zurück und starten Sie das Programm neu, um sicherzustellen, dass Add-Ons für Standardbenutzer aktiviert sind.

Taskleiste und Verknüpfungen

Mehrere Instanzen einer lokal ausgeführten Anwendung verhalten sich entsprechend den Taskleisteneinstellungen für den virtuellen Desktop. Allerdings gibt es bei einigen Verknüpfungen folgende Einschränkungen:
  • Verknüpfungen zu lokal ausgeführten Anwendungen werden nicht mit ausgeführten Instanzen dieser Anwendungen gruppiert. Sie werden auch nicht mit ausgeführten Instanzen von gehosteten Anwendungen oder mit an gehosteten Anwendungen angehefteten Verknüpfungen gruppiert.
  • Benutzer können Fenster von lokal ausgeführten Anwendungen nur von der Taskleiste aus schließen. Zwar können Benutzer die Fenster von lokalen Anwendungen in der Desktop-Taskleiste und im Startmenü anheften, jedoch starten die Anwendungen bei Verwendung dieser Verknüpfungen möglicherweise nicht konsistent.

Aktivieren von lokalem App-Zugriff auf Clientmaschinen mit Receiver

Zum Verwenden von lokaler App-Zugriff mit Citrix Receiver müssen folgende Voraussetzungen gegeben sein:

  • Installieren Sie Receiver auf dem lokalen Clientcomputer.
  • Führen Sie die folgenden Schritte aus, um die Konfiguration des lokalen App-Zugriffs abzuschließen:
    • Aktivieren von lokalem App-Zugriff während der Installation
    • Aktivieren der Vorlage für den lokalen App-Zugriff mit dem Gruppenrichtlinien-Editor
  • Legen Sie die Richtlinieneinstellung für Lokalen App-Zugriff zulassen auf Aktiviert fest, wie unter Aktivieren von lokalem App-Zugriff in Studio erläutert.

Aktivieren von lokalem App-Zugriff während der Installation

  1. Navigieren Sie in der Windows-Eingabeaufforderung zu dem Verzeichnis, in dem Sie Citrix Receiver nach dem Download von der Citrix.com-Downloadseite gespeichert haben.
  2. Führen Sie den Citrix Receiver-Befehl aus, um Citrix Receiver zu installieren, wobei das Kennzeichen Allow_CLIENTHOSTEDAPPSURL wie in den folgenden Beispielen eingestellt sein muss:

    CitrixReceiver.exe /ALLOW_CLIENTHOSTEDAPPSURL=1

    CitrixReceiverWeb.exe /ALLOW_CLIENTHOSTEDAPPSURL=1

    Hierdurch wird der lokale App-Zugriff zusammen mit URL-Umleitung aktiviert und die Add-Ons für URL-Umleitung werden registriert.

Aktivieren der Vorlage für den lokalen App-Zugriff mit dem Gruppenrichtlinien-Editor

  1. Öffnen Sie im Startmenü den Editor für lokale Gruppenrichtlinien, indem Sie den Befehl gpedit.msc im Feld "Ausführen" eingeben oder "Gruppenrichtlinie bearbeiten" suchen.
  2. Fügen Sie die Vorlage icaclient.adm, die sich im Receiver-Konfigurationsordner befindet (normalerweise unter C:\Programme (x86)\Citrix\Online Plugin\Configuration), dem Editor für lokale Gruppenrichtlinien hinzu, indem Sie Computerkonfiguration auswählen.
  3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Administrative Vorlagen und wählen Sie Vorlagen hinzufügen/entfernen > Hinzufügen.
  4. Wenn Sie die Vorlage icaclient.adm hinzugefügt haben, erweitern Sie Administrative Vorlagen > Klassische administrative Vorlage (ADM) > Citrix Komponenten > Citrix Receiver > Benutzererfahrung.
    Hinweis: Die Vorlage icaclient.adm ist auch in der Benutzerkonfiguration verfügbar, wenn Sie zur Computerkonfiguration hinzugefügt wurde.
  5. Wählen Sie Einstellungen für lokaler App-Zugriff.
  6. Wählen Sie Aktiviert und wählen Sie anschließend URL-Umleitung zulassen, um das Feature für die URL-Umleitung zu aktivieren. Registrieren Sie für die URL-Umleitung Browser-Add-Ons separat über die Befehlszeile.

Aktivieren von lokalem App-Zugriff in Studio

Wenn Sie die Einstellung für den lokalen App-Zugriff aktivieren, überlässt der VDA dem Client die Entscheidung darüber, ob Verknüpfungen für vom Administrator veröffentlichte Anwendungen oder Verknüpfungen für den lokalen App-Zugriff in der Sitzung aktiviert sind. Diese Richtlinie (wie auch die Richtlinie für die URL-Umleitung) gilt für den gesamten Computer. Weitere Informationen finden Sie unter Einstellungen der Richtlinie "Lokaler App-Zugriff".

  1. Wählen Sie in Studio Richtlinie > Richtlinie bearbeiten.
  2. Wählen Sie Lokalen App-Zugriff zulassen > Auswählen.
  3. Wählen Sie Zugelassen > OK.
  4. Klicken Sie auf Weiter und dann auf Fertig gestellt.

Verwenden von URL-Umleitung zum Starten von lokalen Anwendungen

In XenApp und XenDesktop verwenden gehostete Desktopsitzungen die URL-Umleitung zum Starten von lokalen Anwendungen. Durch URL-Umleitung wird die Anwendung unter mehr als einer URL-Adresse bereitgestellt. Durch Klicken auf eingebettete Links in einem Browser in einer Desktopsitzung wird ein lokaler Browser gestartet (basierend auf der URL-Sperrliste Ihres Browsers). Wenn Sie auf eine URL klicken, die nicht auf der Sperrliste steht, wird die URL erneut in der Sitzung geöffnet.

Zusätzlich zu URL-Umleitung können Sie auch FTA-Umleitung (File Type Association) verwenden. FTA startet lokale Anwendungen, wenn Dateien in einer Sitzung geöffnet werden sollen. Wenn die lokale Anwendung gestartet wird, muss sie Zugriff auf die Datei haben, um sie zu öffnen. Daher können Sie mit lokalen Anwendungen nur Dateien öffnen, die sich auf Netzwerkfreigaben oder auf Clientlaufwerken (mit CDM) befinden.

Wenn beispielsweise der PDF-Reader eine lokale Anwendung ist und die Datei \\client\C:\users\\desktop\hugefile.pdf geöffnet werden soll, wird zum Öffnen der Datei der lokale PDF-Reader verwendet. Da die lokale Anwendung direkt auf die Datei zugreifen kann, erfolgt keine Netzwerkübertragung über ICA zum Öffnen der Datei.

Hinweis: Diese Features funktionieren nur in Desktopsitzungen und nicht in Anwendungssitzungen. Für Anwendungssitzungen können Sie nur Host-zu-Client-Inhaltsumleitung verwenden, wobei es sich um eine Art von Server FTA handelt. Diese FTA leitet bestimmte Protokolle an den Client um, z. B. HTTP, HTTPS, RTSP oder MMS. Wenn Sie beispielsweise nur eingebettete Links mit HTTP öffnen, werden die Links direkt in der Clientanwendung geöffnet. Für diese Art der Umleitung wird keine URL-Sperrliste oder URL-Positivliste unterstützt.

URL-Umleitung und lokaler App-Zugriff

Wenn "Lokaler App-Zugriff" für virtuelle Desktops aktiviert wurde, werden die URLs, die den Benutzern als Links von lokal ausgeführten Anwendungen, von benutzergehosteten Anwendungen oder als Verknüpfungen auf dem Desktop angezeigt werden, umgeleitet. Dabei wird eine der folgenden Methoden verwendet:
  • Umleitung vom Computer des Benutzers zum gehosteten Desktop
  • Umleitung vom XenApp- bzw. XenDesktop-Server auf den Computer des Benutzers
  • Wiedergabe in der Umgebung, in der sie gestartet werden (keine Umleitung)

Bei der URL-Umleitung erfolgt eine URL-Abstimmung basierend auf einer vordefinierten Liste. Die URL wird am Endpunkt oder dem VDA-Browser selektiv gestartet. Verwenden Sie URL-Umleitung für Endbenutzer, die einen virtuellen Desktop als primären Arbeitsplatz nutzen.

Zur Angabe des Pfads für die Inhaltsumleitung von bestimmten Websites konfigurieren Sie die URL-Positivliste und die URL-Sperrliste auf dem Delivery Agent. Diese Listen bestehen aus mehrteiligen Registrierungsschlüsseln, die die Richtlinie für die URL-Umleitung identifizieren, wie unter Einstellungen der Richtlinie "Lokaler App-Zugriff" beschrieben.

Obwohl alle URLs auf VDA wiedergegeben werden können, gelten einige Ausnahmen:

  • Regions-/Gebietsschemainformationen: Websites, die Gebietsschemainformationen benötigen, wie msn.com oder news.google.com (je nach Region wird eine bestimmte Seite geöffnet). Wenn VDA beispielsweise von einem Datenzentrum in Großbritannien bereitgestellt wird und der Client eine Verbindung aus Indien herstellt, würde der Benutzer erwarten, dass die Website in.msn.com erscheint, es wird jedoch uk.msn.com angezeigt.
  • Multimediainhalt: Websites mit Rich-Media-Inhalt, die auf dem Clientgerät wiedergegeben werden, ermöglichen eine gewohnte Benutzererfahrung und das Einsparen von Bandbreite während die Funktionalität auch in Netzwerken mit hoher Latenz gewährleistet ist. Die Flash-Umleitung wird durch die Umleitung von Sites mit anderen Medientypen wie Silverlight ergänzt. Somit ist die Umgebung sehr sicher. Die vom Administrator genehmigten URLs werden auf dem Client ausgeführt, während die restlichen URLs an VDA weitergeleitet werden.

Aktivieren der URL-Umleitung bei der Installation von Receiver

Standardmäßig ist die URL-Umleitung auf Benutzergeräten deaktiviert, wenn Sie Receiver installieren. Sie können sie während der Installation über die Befehlszeile aktivieren. Gehen Sie wie folgt vor:

  • Stellen Sie sicher, dass Sie Administratorrechte haben.
  • Installieren Sie als Administrator Receiver für Alle Benutzer auf einem Computer.
    Hinweis: Wenn Sie als Administrator eine Installation ausführen, ist der Installationspfad C:\Programe\Citrix\ICA Client. Überprüfen Sie den Installationspfad, damit sichergestellt ist, dass alle Benutzer Zugriff auf Receiver haben.
  • Für Bereitstellungen mit dem Receiver Standardpaket geben Sie Folgendes ein:
    CitrixReceiver.exe ALLOW_CLIENTHOSTEDAPPSURL=1

Hiermit werden die erforderlichen Browser-Add-Ons installiert und registriert sowie die für die Aktivierung des lokalen App-Zugriffs erforderlichen Client-Lockdown-Einstellungen einschließlich der URL-Umleitung aktiviert.

Registrieren von Browser-Add-Ons auf Geräten mit Receiver

Die URL-Umleitung verwendet Add-Ons für folgende Browser: Internet Explorer, Mozilla Firefox, Google Chrome und Firefox. Dieses Feature wird mit Receiver 4.0 installiert. Darüber hinaus können Sie Add-Ons auch über die folgenden Befehle registrieren:
  • Internet Explorer
    \redirector.exe /regIE
  • Firefox
    \redirector.exe /regFF
  • Chrome
    \redirector.exe /regChrome
  • Alle Browser
    \redirector.exe /regAll

Beispiel: Zum Registrieren von Add-Ons für Internet Explorer auf Receiver geben Sie Folgendes ein:

C:\Programme\Citrix\ICA Client\redirector.exe/regIE
Aufheben der Registrierung von Add-Ons
  • Internet Explorer
    \redirector.exe /unregIE
  • Firefox
    \redirector.exe /unregFF
  • Chrome
    \redirector.exe /unregChrome
  • Alle Browser
    \redirector.exe /unregAll

Registrieren von Browser-Add-Ons auf gehosteten Desktops

Registrieren Sie Add-Ons auf gehosteten Desktops mit den folgenden Befehlen.
  • Internet Explorer
    \VDARedirector.exe /regIE
  • Firefox
    \VDARedirector.exe /regFF
  • Chrome
    \VDARedirector.exe /regChrome
  • Alle Browser
    \VDARedirector.exe /regAll

Beispiele

Registrieren Sie Add-Ons für Internet Explorer auf VDA für Desktopbetriebssysteme (Windows 7 oder Windows 8):

C:\Programme\Citrix\ICAService\VDARedirector.exe /regIE

Registrieren Sie Add-Ons für Internet Explorer auf einem VDA für Serverbetriebssysteme (Windows Server 2008 R2 oder Windows Server 2012):

 C:\Programme (x86)\Citrix\System32\VDARedirector.exe/regIE
Aufheben der Registrierung von Add-Ons auf gehosteten Desktops
  • Internet Explorer
    \VDARedirector.exe /unregIE
  • Firefox
    \VDARedirector.exe /unregFF
  • Chrome
    \VDARedirector.exe /unregChrome
  • Alle Browser
    \VDARedirector.exe /unregAll

URL-Abfang in Browsern

Beschreibung Konfiguration

Standardmäßig wird die eingegebene URL von Internet Explorer umgeleitet. Wenn die URL nicht in der Sperrliste enthalten ist sondern vom Browser oder der Website an eine andere URL-Adresse umgeleitet wird, wird die endgültige URL nicht umgeleitet, selbst wenn sie auf der Sperrliste steht.

Zum richtigen Funktionieren der URL-Umleitung müssen Sie bei entsprechender Aufforderung durch den Browser das Add-On aktivieren. Wenn die mit Internetoptionen verbundenen Add-Ons bzw. die die angeforderten Add-Ons deaktiviert sind, funktioniert die URL-Umleitung nicht richtig.

Firefox Add-Ons leiten URLs immer um.

Wenn ein Add-On von einem Benutzer oder von einem Installationsprogramm installiert wurde, bietet Firefox auf einer neuen Registerkarte die Möglichkeit, die Add-On-Installation zuzulassen oder zu stoppen. Sie müssen das Add-On zulassen, damit das Feature funktioniert.

Add-Ons von Google Chrome leiten die endgültige URL stets um, wenn es sich um geleitete und nicht eingegebene URLs handelt.

Die Erweiterungen wurden extern installiert. Wenn Sie die Erweiterung deaktivieren, funktioniert die URL-Umleitung in Google Chrome nicht. Wenn die URL-Umleitung im Inkognito-Modus erforderlich ist, lassen Sie durch Auswählen dieser Option zu, dass die Erweiterung im Inkognito-Modus ausgeführt wird.