Upgrade einer Bereitstellung

Sie können bestimmte Bereitstellungen aktualisieren, ohne zunächst neue Maschinen oder Sites erstellen zu müssen. Ein solches Upgrade wird als direktes Upgrade bezeichnet. Sie können ein Upgrade folgender Versionen durchführen:

  • Von XenDesktop 5.6 (oder einer höheren Version) auf die neueste Version von 7.6 LTSR
  • Von XenApp 7.5 auf die neueste Version von 7.6 LTSR

Sie können mit dem aktuellen XenApp 7.6 LTSR-Installationsprogramm auch einen XenApp 6.5-Workerserver auf einen XenApp 7.6 LTSR-VDA für Windows-Serverbetriebssysteme aktualisieren. Dies ist eine zusätzliche Aktivität bei der Migration von XenApp 6.5. Siehe Upgrade eines XenApp 6.5-Workers auf einen neuen VDA für Windows-Serverbetriebssysteme.

Zum Starten eines Upgrades führen Sie das Installationsprogramm in der neuen Version aus, um zuvor installierte Kernkomponenten (Delivery Controller, Citrix Studio, Citrix Director, Citrix Lizenzserver) sowie Virtual Delivery Agents zu aktualisieren. Das Installationsprogramm ermittelt, welche Komponenten ein Upgrade erfordern und startet dann das Upgrade auf Ihren Befehl hin. Nach dem Upgrade der Komponenten verwenden Sie die neu aktualisierte Version von Studio zum Durchführen des Upgrades der Site-Datenbank und der Site.

Lesen Sie vor dem Upgrade alle Informationen in diesem Artikel.

Aktualisierungsreihenfolge

Die folgende Abbildung zeigt die Upgradereihenfolge. Einzelheiten finden Sie weiter unten unter Upgradeverfahren. Wenn beispielsweise mehrere Kernkomponenten auf einem Server installiert sind, werden durch die Ausführung des Installationsprogramms auf der Maschine alle Komponenten aktualisiert, für die es eine neue Version gibt. Sie sollten ein Upgrade des VDAs in einem Masterimage und dann ein Update des Images durchführen. Anschließend aktualisieren Sie den Maschinenkatalog, der das Masterimage verwendet und die Bereitstellungsgruppe, die den Katalog verwendet. Zudem wird das automatische und manuelle Upgrade der Sitedatenbanken und der Site behandelt.

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Aktualisierbare Produktkomponenten

Mit dem Produktinstallationsprogramm und Studio können Sie folgende Komponenten aktualisieren:

  • Citrix License Server, Studio und StoreFront
  • Delivery Controller 5.6 oder höher
  • VDA 5.6 oder höher
    • Im Gegensatz zu früheren VDA-Releases müssen Sie für das Upgrade der VDAs das Produktinstallationsprogramm verwenden, MSI-Dateien können nicht verwendet werden.
    • Wenn das Installationsprogramm auf der Maschine Receiver für Windows erkennt (Receiver.exe), erfolgt ein Upgrade auf die Receiver-Version auf dem Installationsmedium des Produkts.
  • Director 1.0 oder höher
  • Datenbank: Bei dieser Aktion in Studio erfolgen ein Upgrade des Schemas und eine Migration der Daten der Sitedatenbank (sowie der Konfigurationsprotokollierungsdatenbank und der Überwachungsdatenbank, sofern eine frühere 7.x-Version aktualisiert wird).

Aktualisieren Sie, falls erforderlich, anhand der Informationen in der Feature-/Produktdokumentation die folgenden Elemente:

  • Provisioning Services (für XenApp 7.x und XenDesktop 7.x empfiehlt Citrix, dass Sie die aktuelle, freigegebene Version verwenden; die unterstützte Mindestversion ist Provisioning Services 7.0).
    • Aktualisieren Sie den Provisioning Services-Server mit dem parallelen Serverupgrade und die Clients mit der vDisk-Versionsverwaltung.
    • Provisioning Services 7.x unterstützt nicht das Erstellen von neuen Desktops mit Versionen von XenDesktop 5. Obwohl vorhandene Desktops weiterhin funktionieren, können Sie daher mit Provisioning Services 7.x erst dann neue Desktops erstellen, wenn Sie für XenDesktop ein Upgrade durchgeführt haben. Wenn Sie eine heterogene Umgebung mit XenDesktop 5.6 und XenDesktop 7.x-Sites planen, führen Sie daher kein Upgrade von Provisioning Services auf Version 7 durch.
  • Microsoft System Center Virtual Machine Manager SCVMM: Das aktuelle Produkt unterstützt SCVMM 2012 und SCVMM 2012 SP1. XenDesktop 5.x unterstützt frühere Versionen. Verwenden Sie zur Minimierung von Ausfallzeiten die folgende Upgradereihenfolge:
    1. Wenn Sie Controller mit Versionen vor XenDesktop 5.6 FP1 haben, aktualisieren Sie diese auf XenDesktop 5.6 FP1 (siehe XenDesktop-Dokumentation für Version 5.6 FP1).
    2. Aktualisieren Sie die SCVMM-Server auf SCVMM 2012 (Anweisungen finden Sie in der Dokumentation von Microsoft).
    3. Aktualisieren Sie die XenDesktop-Komponenten auf die aktuelle Version.
    4. Falls gewünscht, können Sie ein Upgrade des SCVMM-Servers auf SCVMM 2012 SP1 durchführen.
  • StoreFront.

Einschränkungen

Die folgenden Einschränkungen gelten für Upgrades:

Selektive Installation von Komponenten

Wenn Sie Komponenten auf die neue Version aktualisieren, andere Komponenten (auf anderen Maschinen) jedoch nicht, wird von Studio eine Erinnerung ausgegeben. Angenommen ein Upgrade enthält neue Versionen für Controller und Studio. Sie aktualisieren den Controller, führen das Installationsprogramm jedoch nicht auf der Maschine aus, auf der Studio installiert ist. Sie können die Site dann in Studio erst wieder verwalten, wenn Sie ein Upgrade von Studio durchgeführt haben.

Ein Upgrade der VDAs ist nicht erforderlich, Citrix empfiehlt dies jedoch, damit Sie alle verfügbaren Features nutzen können. Wenn Sie nicht alle VDAs auf die aktuelle Version aktualisieren möchten, lesen Sie Unterstützung gemischter VDAs.

XenApp-Versionen vor 7.5

Sie können kein Upgrade einer XenApp-Version vor 7.5 durchführen. Sie können eine Migration von XenApp 6.x durchführen. Siehe Migrieren von XenApp 6.x.

Sie können zwar kein Upgrade einer XenApp 6.5-Farm durchführen, doch ist es möglich, die XenApp 6.5-Software unter Windows Server 2008 R2 durch einen aktuellen VDA für Serverbetriebssysteme zu ersetzen. Siehe Upgrade eines XenApp 6.5-Workers auf einen neuen VDA.

XenDesktop-Versionen vor 5.6

Sie können kein Upgrade einer XenDesktop-Version vor 5.6 durchführen.

XenDesktop Express Edition

Sie können kein Upgrade von XenDesktop Express Edition durchführen. Beschaffen und installieren Sie eine Lizenz für eine derzeit unterstützte Edition und führen Sie anschließend ein Upgrade durch.

Early Release- oder Technology Preview-Version

Sie können kein Upgrade von einem XenApp oder XenDesktop Early Release- oder Technology Preview-Version durchführen.

Windows XP/Vista

Wenn Sie VDAs unter Windows XP oder Windows Vista installiert haben, lesen Sie den Abschnitt VDAs auf Maschinen mit Windows XP oder Windows Vista.

Produktauswahl

Beim Upgrade einer älteren 7.x-Version legen Sie nicht das Produkt (XenApp oder XenDesktop) fest, das bei der ersten Installation festgelegt wurde.

Heterogene Umgebungen/Sites

Wenn Sie Sites einer früheren Version neben Sites der aktuellen Version beibehalten müssen, lesen Sie den Abschnitt Hinweise zu heterogenen Umgebungen.

Vorbereitung

Führen Sie vor Beginn des Upgrades folgenden Schritte aus:

Auswahl der zu verwendenden Schnittstelle

Verwenden Sie die grafische Benutzeroberfläche des Installationsprogramms Benutzeroberfläche oder die Befehlszeile für das Upgrade der Kernkomponenten und VDAs. Sie können Daten aus einer früheren Version nicht importieren oder migrieren.

Überprüfen der Siteintegrität

Stellen Sie vor dem Upgrade sicher, dass die Site stabil und funktionsfähig ist. Bestehen bei einer Site Probleme, werden diese durch ein Upgrade nicht behoben. Stattdessen kann das Upgrade zusätzliche Probleme verursachen, die sich nur schwer beheben lassen. Zum Testen der Site wählen Sie im Studio-Navigationsbereich Site. Klicken Sie im mittleren Bereich unter “Sitekonfiguration” auf Site testen.

Sichern der Site-, Überwachungs- und der Konfigurationsprotokollierungsdatenbank

Folgen Sie den Anweisungen unter CTX135207. Wenn nach dem Upgrade Probleme entdeckt werden, können Sie das Backup wiederherstellen.

Optional können Sie Vorlagen sichern und evtl. Hypervisors aktualisieren.

Erledigen Sie sämtliche anderen, zur Gewährleistung der Betriebskontinuität erforderlichen Vorbereitungsaufgaben.

Stellen Sie in einer Umgebung mit hoher Verfügbarkeit sicher, dass die Site-, Überwachungs- und Konfigurationsprotokollierungsdatenbank auf dem primären Datenbankserver ausgeführt werden, bevor Sie das Upgrade zu starten.

Überprüfen des Stands der Citrix Lizenzierung

Stellen Sie vor dem Upgrade des Citrix Lizenzservers sicher, dass Ihr Subscription Advantage-Datum für die neue Produktversion gültig ist. Wenn Sie ein Upgrade einer früheren 7.x-Produktversion durchführen, muss das Datum mindestens 2016.0420 sein.

Schließen von Anwendungen und Konsolen

Bevor Sie ein Upgrade durchführen, schließen Sie alle Programme, die Dateisperren verursachen können, einschließlich Verwaltungskonsolen und PowerShell-Sitzungen. (Das Neustarten der Maschine stellt sicher, dass alle Dateisperren aufgehoben werden und keine Windows-Updates ausstehen.)

Wichtig: Vor dem Upgrade sollten Sie Überwachungsdienste von Drittanbietern beenden und deaktivieren.

Sicherstellen, dass die erforderlichen Berechtigungen vorliegen

Auf den Maschinen, auf denen Sie die Produktkomponenten aktualisieren, müssen Sie sowohl Domänenbenutzer als auch lokaler Administrator sein.

Sitedatenbank und Site können automatisch oder manuell aktualisiert werden. Für ein automatisches Datenbankupgrade müssen die Berechtigungen des Studio-Benutzers die Berechtigung zum Aktualisieren des SQL Server-Datenbankschemas umfassen (z. B. Datenbankrolle “db_securityadmin” oder “db_owner”). Hat der Studio-Benutzer diese Berechtigungen nicht, werden bei einem manuellen Datenbankupgrade Skripts generiert. Der Studio-Benutzer führt einige dieser Skripts über Studio aus, andere werden vom Datenbankadministrator mit einem Tool wie SQL Server Management Studio ausgeführt.

StoreFront

Enthält Ihre Bereitstellung Webinterface, empfiehlt Citrix die Verwendung von StoreFront.

Hinweise zu heterogenen Umgebungen

Wenn Ihre Umgebung Sites/Farmen mit mehreren Produktversionen enthält (heterogene Umgebung), empfiehlt Citrix die Verwendung von StoreFront zum Aggregieren von Anwendungen und Desktops aus den unterschiedlichen Produktversionen (Beispiel: Sie haben eine XenDesktop 7.1-Site und eine XenDesktop 7.5-Site). Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation zu StoreFront.

  • Verwenden Sie in einer heterogenen Umgebung weiterhin Studio und Director für das jeweilige Release. Die verschiedenen Versionen müssen jedoch auf separaten Maschinen installiert sein.
  • Wenn Sie XenDesktop 5.6 und XenDesktop 7.x-Sites parallel ausführen und für beide Provisioning Services verwenden möchten, stellen Sie entweder eine neue Version von Provisioning Services für die Verwendung mit der 7.x-Site bereit oder aktualisieren Sie die aktuelle Version von Provisioning Services. In diesem Fall können Sie jedoch keine neuen Arbeitslasten in der XenDesktop 5.6-Site mehr bereitstellen.

Citrix empfiehlt, in einer Site jeweils alle Komponenten zu aktualisieren. Sie können zwar von einigen Komponenten die früheren Versionen verwenden, jedoch sind u. U: nicht alle Features einer aktuellen Version verfügbar. Beispiel: Sie können zwar aktuelle VDAs in Bereitstellungen mit älteren Controllerversionen verwenden, jedoch sind die neuen Features des aktuellen Releases möglicherweise nicht verfügbar. Bei der Registrierung des VDAs können beim Verwenden nicht aktueller Versionen ebenfalls Probleme auftreten.

  • Sites mit Controllern der Version 5.x und VDAs der Version 7.x sollten in diesem Zustand nur vorübergehend verbleiben. Im Idealfall sollten Sie das Upgrade aller Komponenten so schnell wie möglich durchführen.
  • Führen Sie ein Upgrade einer eigenständigen Studio-Version erst dann durch, wenn Sie zur Verwendung der neuen Version bereit sind.

VDAs auf Maschinen mit Windows XP oder Windows Vista

Sie können kein Upgrade von VDAs auf Maschinen mit Windows XP oder Windows Vista auf eine 7.x-Version durchführen. Sie müssen VDA 5.6 FP1 mit bestimmten Hotfixes verwenden. Anweisungen hierfür finden Sie unter CTX140941. Obwohl ältere VDAs in einer 7.x-Site funktionieren, können zahlreiche Features nicht verwendet werden. Beispiele:

  • Features in Studio, die eine neuere VDA-Version erfordern
  • Konfiguration von App-V-Anwendungen über Studio
  • Konfiguration von Receiver StoreFront-Adressen über Studio
  • Automatische Unterstützung der Microsoft Windows-KMS-Lizenzierung bei Verwendung von Maschinenerstellungsdiensten Siehe CTX128580.
  • Informationen in Director:
    • Anmeldezeiten und Anmeldeende-Ereignisse, die sich auf die Anmeldungsdauer auswirken, in den Ansichten “Dashboard”, “Trends” und “Benutzerdetails”
    • Eine Aufschlüsselung der Anmeldedauer für HDX-Verbindungs- und Authentifizierungszeiten sowie Zeitdauerangaben für Profil- und GPO-Ladevorgänge, Anmeldeskript und die Herstellung interaktiver Sitzungen
    • Einige Kategorien der Fehlerraten für Maschinen und Verbindungen
    • Aktivitätsmanager in der Ansicht “Helpdesk” und “Benutzerdetails”

Citrix empfiehlt ein Reimaging der Windows XP- und Windows Vista-Maschinen unter einer unterstützten Betriebssystemversion und die anschließende Installation der aktuellen VDA-Version.

VDAs auf Maschinen mit Windows 8.x oder Windows 7

Für ein Upgrade von VDAs auf Maschinen mit Windows 8.x oder Windows 7 auf Windows 10 empfiehlt Citrix ein Reimaging der Windows 7- und Windows 8.x-Maschinen. Anschließend installieren Sie den unterstützten VDA für Windows 10. Nehmen Sie dabei das eigenständige VDA-Installationspaket, das im Lieferumfang von XenApp und XenDesktop 7.6 FP3 enthalten ist. Ist ein Reimaging nicht möglich, deinstallieren Sie den VDA vor dem Upgrade des Betriebssystems, da er ansonsten einen nicht unterstützten Zustand annimmt.

Unterstützung gemischter VDAs

Für ein Upgrade des Produkts auf eine neuere Version empfiehlt Citrix, dass Sie alle Kernkomponenten und VDAs aktualisieren, damit Sie alle neuen und verbesserten Features der Edition verwenden können.

In einigen Umgebungen ist ein Upgrade aller VDAs auf die aktuelle Version möglicherweise nicht möglich. In diesem Fall können Sie beim Erstellen eines Maschinenkatalogs die auf den Maschinen installierte VDA-Version angeben. Standardmäßig gibt diese Einstellung die aktuelle, empfohlene VDA-Version an. Ändern Sie diese Einstellung nur dann, wenn der Maschinenkatalog Maschinen mit älteren VDA-Versionen enthält. Die Verwendung mehrerer VDA-Versionen in einem Maschinenkatalog wird nicht empfohlen.

Wenn ein Maschinenkatalog mit der standardmäßig empfohlenen VDA-Versionseinstellung erstellt wird und auf Maschinen in dem Katalog eine frühere VDA-Version installiert ist, können sich diese Maschinen nicht beim Controller registrieren und funktionieren nicht.

Beispiel: Sie erstellen einen Maschinenkatalog mit der VDA-Standardeinstellung: “7.6 (für die neuesten Features empfohlen)”. Sie fügen diesem Katalog drei Maschinen hinzu, zwei mit VDA 7.6 und eine mit VDA 7.1. Die Maschine mit VDA 7.1 kann sich in diesem Fall nicht beim Controller registrieren. Wenn Sie kein Upgrade dieses VDAs durchführen können, können Sie einen separaten Maschinenkatalog mit einer VDA-Einstellung von Version 7.0 oder höher erstellen und diesem die Maschine hinzufügen. Die Maschine kann dann zwar die neuen Features der Version 7.6 nicht nutzen, sie kann sich jedoch beim Controller registrieren.

Upgradeverfahren

Zum Ausführen der grafischen Oberfläche des Installationsprogramms melden Sie sich bei der Maschine an und legen Sie anschließend das Installationsmedium ein oder stellen Sie das ISO-Laufwerk für das neue Release bereit. Doppelklicken Sie auf AutoSelect. Anweisungen zur Verwendung der Befehlszeilenschnittstelle finden Sie unter Installieren über die Befehlszeile.

Schritt 1. Wenn mehrere Kernkomponenten (z. B. Controller, Studio und Lizenzserver) auf dem gleichen Server installiert sind und für mehrere dieser Komponenten eine neue Version verfügbar ist, werden alle beim Ausführen des Installationsprogramms auf dem Server aktualisiert.

Wenn Kernkomponenten auf anderen Maschinen als dem Controller installiert sind, führen Sie das Installationsprogramm auf diesen Maschinen aus. Empfohlene Reihenfolge: Lizenzserver, StoreFront, Director.

Schritt 2. Wenn Sie Provisioning Services verwenden, aktualisieren Sie die PVS-Server und -Zielgeräte. Anweisungen hierzu finden Sie in der Dokumentation zu Provisioning Services.

Schritt 3. Führen Sie das Produktinstallationsprogramm auf Maschinen mit VDAs aus. (Bei Verwendung von Masterimages und Maschinenerstellungsdienste s. Schritt 12.)

Wenn Sie ein Upgrade für VDAs von einer früheren 7.x-Version auf physischen Maschinen (einschließlich Remote-PC-Zugriff-Maschinen) durchführen, verwenden Sie die Befehlszeilenschnittstelle mit der Option /exclude “Personal vDisk”,”Machine Identity Service”. Zum Beispiel:

C:\x64\XenDesktop Setup\XenDesktopVdaSetup.exe /exclude “Personal vDisk”,”Machine Identity Service”

Schritt 4. Führen Sie das Produktinstallationsprogramm auf der Hälfte der Controller aus. (Damit werden auch alle anderen Kernkomponenten auf diesen Servern aktualisiert.) Wenn Ihre Site beispielsweise vier Controller enthält, führen Sie das Installationsprogramm auf zwei Controllern aus.

  • Dadurch dass die Hälfte der Controller aktiv bleibt, können Benutzer auf die Site zugreifen. Die VDAs können sich bei den anderen Controllern registrieren. Zeitweise wird die Site möglicherweise mit reduzierter Kapazität ausgeführt, da weniger Controller verfügbar sind. Durch das Upgrade wird nur für das Einrichten neuer Clientverbindungen während der letzten Datenbankaktualisierungsschritte eine kurze Unterbrechung verursacht. Die aktualisierten Controller können Anforderungen erst verarbeiten, wenn die gesamte Site aktualisiert wurde.
  • Wenn die Site nur einen Controller hat, ist sie während des Upgrades nicht funktionsfähig.

Schritt 5. Ist Studio auf einer Maschine installiert, die Sie noch nicht aktualisiert haben, führen Sie das Installationsprogramm auf der Maschine aus, auf der Studio installiert ist.

Schritt 6. Führen Sie über die neu aktualisierte Studio-Version ein Upgrade der Sitedatenbank aus. Einzelheiten finden Sie weiter unten unter Upgrade der Sitedatenbanken und der Site.

Schritt 7. Wählen Sie in der neu aktualisierten Studio-Version im Navigationsbereich Citrix Studio Sitename aus. Wählen Sie die Registerkarte Häufige Aufgaben. Wählen Sie Upgrade der übrigen Delivery Controller durchführen.

Schritt 8: Nachdem Sie das Upgrade abgeschlossen und bestätigt haben, schließen Sie Studio und öffnen es neu.

Schritt 9. Wählen Sie auf der Seite “Häufige Aufgaben” im Abschnitt “Sitekonfiguration” die Option Registrierung durchführen. Durch das Registrieren der Controller werden diese für die Site verfügbar.

Schritt 10. Nach Auswahl von Fertig stellen im Anschluss an das Upgrade können Sie sich optional für die Teilnahme am Citrix Telemetrieprogramm registrieren, durch das Informationen zu Ihrer Bereitstellung gesammelt werden. Diese Informationen werden Verbesserung von Qualität, Zuverlässigkeit und Leistung des Produkts verwendet.

Schritt 11. Nach dem Upgrade von Komponenten, Datenbank und Site testen Sie die neu aktualisierte Site. Wählen Sie in Studio im Navigationsbereich Citrix Studio Sitename. Wählen Sie die Registerkarte Häufige Aufgaben und dann Site testen. Diese Tests werden automatisch nach dem Upgrade der Datenbank ausgeführt, Sie können sie jedoch jederzeit wiederholen.

Schritt 12. Wenn Sie Maschinenerstellungsdienste einsetzen und den aktualisierten VDA verwenden möchten, führen Sie nach dem Upgrade und Testen der Bereitstellung ein Upgrade der Masterimages durch (falls noch nicht erfolgt). Aktualisieren Sie die Masterimages, die diese VDAs verwenden. Führen Sie anschließend ein Upgrade der Maschinenkataloge durch, die die Masterimages verwenden und der Bereitstellungsgruppen, die die Kataloge verwenden.

Hinweis:

Die Schritte 7 bis 9 sind während eines Upgrades optional, es sei denn, Sie werden zu einem Dbschema-Upgrades aufgefordert.

Upgrade der Datenbank und der Site

Nach dem Upgrade der Kernkomponenten und VDAs verwenden Sie die neu aktualisierte Studio-Version für ein automatisches oder manuelles Upgrade von Datenbank und Site.

  • Für ein automatisches Datenbankupgrade müssen die Berechtigungen des Studio-Benutzers die Berechtigung zum Aktualisieren des SQL Server-Datenbankschemas umfassen (z. B. Datenbankrolle “db_securityadmin” oder “db_owner”).
  • Hat der Studio-Benutzer diese Berechtigungen nicht, werden bei einem manuellen Datenbankupgrade Skripts generiert. Der Studio-Benutzer führt einige der Skripts über Studio aus. Der Datenbankadministrator führt weitere Skripts mit einem Tool wie SQL Server Management Studio aus. Bei der manuellen Ausführung von SQL-Skripts ist das SQLCMD-Hilfsprogramm oder SQL Management Studio im SQLCMD-Modus zu verwenden. Andernfalls können Fehler aufgrund von Ungenauigkeiten auftreten.

Wichtig: Citrix empfiehlt dringend, die Datenbanken vor dem Upgrade zu sichern (siehe CTX135207).

Während des Datenbankupgrades sind die Produktdienste deaktiviert. Während dieser Zeit können Controller keine neuen Verbindungen für die Site verhandeln. Planen Sie daher sorgfältig.

Nach dem Upgrade der Datenbank und der Aktivierung der Produktdienste testet Studio Umgebung und Konfiguration und generiert einen HTML-Bericht. Wenn Probleme identifiziert werden, können Sie die Datenbank aus dem Backup wiederherstellen. Wenn die Probleme beseitigt sind, können Sie die Datenbank erneut aktualisieren.

Automatisches Upgrade der Datenbanken und Site

Starten Sie die aktualisierte Studio-Version. Sobald Sie das automatische Upgrade der Site gestartet und bestätigt haben, dass Sie bereit sind, beginnt das Upgrade von Datenbank und Site.

Manuelles Upgrade der Datenbanken und Site

Bei diesem Vorgang werden Skripts generiert und ausgeführt.

Schritt 1. Starten Sie die neu erstellte Studio-Version. Nachdem Sie das manuelle Upgrade der Site ausgewählt haben, müssen Sie bestätigen, dass Sie die Datenbanken gesichert haben. Der Assistent erstellt dann Skripts und eine Checkliste der Upgradeschritte und zeigt diese an.

Schritt 2. Führen Sie die folgenden Skripts in der angegebenen Reihenfolge aus:

  • DisableServices.ps1: PowerShell-Skript, das vom Studio-Benutzer auf einem Controller ausgeführt werden muss und die Produktdienste deaktiviert
  • UpgradeSiteDatabase.sql: SQL-Skript, das vom Datenbankadministrator auf dem Server mit der Sitedatenbank ausgeführt werden muss
  • UpgradeMonitorDatabase.sql: SQL-Skript, das vom Datenbankadministrator auf dem Server mit der Überwachungsdatenbank ausgeführt werden muss
  • UpgradeLoggingDatabase.sql: SQL-Skript, das vom Datenbankadministrator auf dem Server mit der Konfigurationsprotokollierungsdatenbank ausgeführt werden muss Führen Sie dieses Skript nur aus, wenn diese Datenbank geändert wird (z. B. nach dem Anwenden eines Hotfixes).
  • EnableServices.ps1: PowerShell-Skript, das vom Studio-Benutzer auf einem Controller ausgeführt werden muss und die Produktdienste aktiviert

Schritt 3. Nach Abschluss der angezeigten Checklistenaufgaben klicken Sie auf Upgrade fertig stellen.

Upgrade von Datenbankschemas

Wenn Sie ein Upgrade auf ein neues CU durchführen, werden einige Datenbankschemas aktualisiert. Die aktualisierten Datenbankschemas sind in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt:

Datenbankschema-Update

Begriffsdefinitionen:

  • Site = Sitedatenspeicher; das Datenbankschema wird im Sitedatenspeicher aktualisiert.
  • Monitor = Überwachungsdatenspeicher; das Datenbankschema wird im Überwachungsdatenspeicher aktualisiert
  • Config = Konfigurationstabelle; die Desktop Studio-Version, die Lizenzserverversion oder beide werden in der Konfigurationstabelle aktualisiert.