Product Documentation

AppDisks

Aug 17, 2016

Übersicht

Die Verwaltung von Anwendungen und der Images, auf denen sie installiert sind, ist nicht unbedingt einfach. Das Citrix Feature AppDisks ist hier eine gute Lösung. AppDisks trennen Anwendungen und Anwendungsgruppen vom Betriebssystem, sodass Sie beides separat verwalten können. 

Sie können verschiedene AppDisks mit den Anwendungen für einzelne Benutzergruppen erstellen und dann auf einem Masterimage Ihrer Wahl zusammenstellen. Durch eine solche Gruppierung und Verwaltung von Anwendungen haben Sie mehr Kontrolle über diese und benötigen weniger Masterimages. Dank der so vereinfachten IT-Verwaltung können Sie schneller auf die Anforderungen der Benutzer reagieren. Anwendungen in AppDisks werden über Bereitstellungsgruppen bereitgestellt.

Wenn Ihre Bereitstellung auch Citrix AppDNA enthält, kann es zusammen mit dem AppDisks-Feature verwendet werden. Mit AppDNA können in XenApp und XenDesktop Anwendungen automatisch auf AppDisk-Basis analysiert werden. Mit AppDNA können Sie die Vorzüge des AppDisks-Features optimal nutzen. Die Kompatibilität ohne AppDNA wurde weder getestet noch dokumentiert.

AppDisks unterscheiden sich von anderen Technologien zur Anwendungsbereitstellung in zweierlei Hinsicht: Isolation und Änderungsmanagement. 

  • Microsoft App-V ermöglicht die Koexistenz nicht kompatibler Anwendungen, indem es diese isoliert. Von AppDisks werden keine Anwendungen isoliert. Stattdessen trennt es die Anwendungen mit den zugehörigen Dateien und Registrierungsschlüsseln vom Betriebssystem. Für Betriebssystem und Benutzer verhalten sich AppDisks so, als wären sie direkt auf einem Masterimage installiert. 
  • Änderungsmanagement (Masterimageupdate und Testen der Kompatibilität von Updates mit installierten Anwendungen) kann erhebliche Kosten verursachen. AppDNA-Berichte helfen bei der Identifizierung von Problemen und enthalten Lösungsvorschläge. Mit AppDNA können Sie beispielsweise Anwendungen mit gemeinsamen Abhängigkeiten (.NET o. Ä.) finden und auf einem einzelnen gemeinsamen Basisimage installieren. AppDNA ermöglicht auch die Identifizierung von Anwendungen, die beim Betriebssystemstart früh geladen werden, damit Sie sicherstellen können, dass diese ordnungsgemäß funktionieren.

Gut zu wissen:

  • Für die Benutzer bleiben die Trennung von Anwendungen vom Betriebssystem und andere Aspekte des AppDisks-Features verborgen. Die Anwendungen verhalten sich so, als wären sie auf dem Image installiert.  AppDisks mit komplexen Anwendungen können beim Desktopstart eine geringe Verzögerung verursachen.
  • Sie können AppDisks mit gehosteten, freigegebenen Desktops verwenden.  
  • AppDisks können theoretisch auf Anwendungsbasis masterimage- und betriebssystemübergreifend verwendet werden, dies ist jedoch nicht bei allen Anwendungen möglich. Bei Anwendungen mit einem Skript zur Installation auf einem Desktopbetriebssystem, welches deren Funktion auf einem Serverbetriebssystem nicht zulässt, empfiehlt Citrix die separate Verpackung der Anwendungen für jedes der beiden Betriebssysteme.
  • In vielen Fällen funktionieren AppDisks auf unterschiedlichen Betriebssystemen. Sie können beispielsweise eine auf einer Windows 7-VM erstellte AppDisk einer Bereitstellungsgruppe mit Windows 2008 R2-Maschinen hinzufügen, sofern beide Betriebssysteme die gleiche Bitanzahl haben (32 oder 64) und die Anwendung unterstützen. Citrix rät allerdings davon ab, eine auf einer neueren Betriebssystemversion (z. B. Windows 10) erstellte AppDisk Bereitstellungsgruppen mit Maschinen hinzuzufügen, auf denen eine ältere Betriebssystemversion (z. B. Windows 7) ausgeführt wird, da es dadurch zu Betriebsstörungen kommen kann.
  • Wenn Sie bestimmte Anwendungen auf einer AppDisk nur einer Teilgruppe von Benutzern in einer Bereitstellungsgruppe zugänglich machen möchten, empfiehlt Citrix die Verwendung der Gruppenrichtlinie, um diese Anwendungen vor den anderen Benutzern zu verbergen. Die ausführbare Datei der Anwendung steht weiterhin zur Verfügung, kann für die anderen Benutzer jedoch nicht ausgeführt werden.

Übersicht über die Bereitstellung

Die folgende Liste bietet eine Übersicht über die Schritte zum Bereitstellen von AppDisks. Einzelheiten finden Sie weiter unten in diesem Artikel.

  1. Installieren Sie über die Hypervisor-Verwaltungskonsole einen Virtual Delivery Agent (VDA) auf einer VM.
  2. Erstellen Sie über die Hypervisor-Verwaltungskonsole und Studio eine AppDisk. 
  3. Installieren Sie über die Hypervisor-Verwaltungskonsole Anwendungen auf der AppDisk.  
  4. Versiegeln Sie die AppDisk über die Hypervisor-Verwaltungskonsole oder über Studio. Durch das Versiegeln können XenApp und XenDesktop die AppDisk-Anwendungen und die zugehörigen Dateien in einer Anwendungsbibliothek (AppLibrary) eintragen.
  5. Erstellen oder bearbeiten Sie in Studio eine Bereitstellungsgruppe und wählen Sie die AppDisks dafür aus. Dieser Schritt wird als Zuweisung von AppDisks bezeichnet, die verwendete Aktion in Studio heißt dagegen AppDisks verwalten. Wenn die VMs in der Bereitstellungsgruppe starten, verteilen XenApp und XenDesktop in Zusammenarbeit mit der AppLibrary, Maschinenerstellungsdienste (MCS) oder Provisioning Services (PVS) und dem Delivery Controller die ausgewählten AppDisks. 

Anforderungen

Für die Verwendung von AppDisks gelten neben den unter Systemanforderungen aufgeführten Anforderungen einige zusätzlich.

AppDisks werden nur in Bereitstellungen unterstützt, in denen die Version der Delivery Controller und von Studio mindestens der im XenApp- und XenDesktop 7.8-Download entspricht, einschließlich der automatisch installierten Voraussetzungen (.NET 4.5.2 usw.).

AppDisks können auf denselben Windows-Betriebssystemversionen erstellt werden, die auch für VDAs unterstützt werden. Auf den Maschinen in Bereitstellungsgruppen, für die AppDisks verwendet werden sollen, muss mindestens Version 7.8 des VDAs installiert sein. 

Citrix empfiehlt, dass Sie alle Maschinen mit der neuesten VDA-Version installieren oder aktualisieren und dann das Upgrade von Maschinenkatalogen und Bereitstellungsgruppen nach Bedarf durchführen. Wenn Sie beim Erstellen einer Bereitstellungsgruppe Maschinen mit verschiedenen VDA-Versionen auswählen, ist die resultierende Bereitstellungsgruppe kompatibel mit der ältesten VDA-Version. Dies wird als "Funktionsebene" bezeichnet. Weitere Informationen zur Funktionsebene finden Sie im Artikel Erstellen von Bereitstellungsgruppen.

Zum Bereitstellen von VMs, die zum Erstellen von AppDisks verwendet werden sollen, können Sie Folgendes verwenden:

  • Die mit Controllerversion 7.8 (Minimum) gelieferte MCS-Version oder die PVS-Version auf der Downloadseite von XenApp und XenDesktop 
  • Unterstützte XenServer-Releases (s. Artikel zu den Systemanforderungen) oder VMware ab Version 5.1 (AppDisks können nicht mit anderen, für XenApp und XenDesktop unterstützten Hypervisors oder Clouddiensten verwendet werden.)

Das Erstellen von AppDisks wird nicht für Maschinen in MCS-Maschinenkatalogen unterstützt, die temporäre Daten zwischenspeichern.

Remote-PC-Zugriff-Kataloge unterstützen keine AppDisks.

Auf der zum Erstellen einer AppDisk verwendeten VM muss der Windows-Volumeschattenkopie-Dienst aktiviert sein. Der Dienst ist standardmäßig aktiviert.

Mit AppDisks verwendete Bereitstellungsgruppen dürfen Maschinen aus gepoolten zufälligen Maschinenkatalogen mit Serverbetriebssystem- oder Desktopbetriebssystemmaschinen enthalten. Sie können AppDisks nicht mit Maschinen aus anderen Katalogtypen, z. B. solchen mit gepoolten statischen oder dedizierten (zugewiesenen) Maschinen, verwenden.

Auf Maschinen, auf denen Studio installiert ist, muss zusätzlich zu anderen ggf. installierten .NET-Versionen .NET Framework 3.5 installiert sein.

AppDisks können Auswirkungen auf den Speicher haben. Weitere Informationen finden Sie unter Überlegungen zu Speicher und Leistung.

Wenn Sie AppDNA verwenden:

  • Lesen Sie die AppDNA-Dokumentation und die AppDisk FAQ.
  • Die AppDNA-Software muss auf einem anderen Server als solchen mit Controller installiert werden. Verwenden Sie die mit diesem Release von XenApp und XenDesktop gelieferte AppDNA-Version. Weitere Anforderungen für AppDNA sind in der zugehörigen Dokumentation aufgeführt.
  • Stellen Sie sicher, dass auf dem AppDNA-Server eine Firewallausnahme für den Standardport 8199 festgelegt ist.
  • Deaktivieren Sie eine bestehende AppDNA-Verbindung beim Erstellen einer AppDisk nicht.
  • Beim Erstellen der XenApp- bzw. XenDesktop-Site können Sie die Kompatibilitätsanalyse mit AppDNA auf der Seite Weitere Features des Assistenten aktivieren. Sie können diese später über Konfiguration > AppDNA im Navigationsbereich von Studio aktivieren oder deaktivieren.

Überlegungen zu Speicher und Leistung

Das Trennen von Anwendungen und Betriebssystem durch Verwendung zweier Datenträger und Speichern dieser Datenträger in verschiedenen Bereichen hat Auswirkungen auf die Speicherstrategie. Die folgende Abbildung zeigt die Speicherarchitektur von MCS und PVS. "WC" steht für den Schreibcache und "Thin" für Thin-Datenträger, die zur Speicherung der Unterschiede zwischen den AppDisks und den virtuellen Betriebssystemdatenträgern einer VM verwendet werden.

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MCS-Umgebungen

Sie die Größe der AppDisks und Betriebssystem-vDisks gemäß den im Unternehmen geltenden Größenrichtlinien wählen. Werden AppDisks von mehreren Bereitstellungsgruppen verwendet, kann die allgemeine Speicherkapazität reduziert werden.

Da Betriebssystem-vDisks und AppDisks im gleichen Speicherbereich sind, planen Sie den Speicherbedarf sorgfältig, um negative Auswirkungen auf die Kapazität durch die Bereitstellung von AppDisks zu vermeiden. AppDisks erzeugen Mehraufwand. Stellen Sie sicher, dass der Speicher diesen und die Anwendungen abdeckt.

Es gibt keinen Nettoeffekt auf IOPS, da Betriebssystem-vDisks und AppDisks im gleichen Speicherbereich sind. Bei Verwendung von MCS müssen keine Überlegungen in puncto Schreibcache angestellt werden.

PVS-Umgebungen

Sie müssen eine Steigerung von Kapazität und IOPS berücksichtigen, da Anwendungen vom AppDisk-Speicher in den an den Hypervisor angeschlossenen Speicher umsiedeln. 

In PVS-Umgebungen verwenden Betriebssystem-vDisks und AppDisks verschiedene Speicherbereiche. Die Speicherkapazität von Betriebssystem-vDisks ist geringer, dafür ist der an den Hypervisor angeschlossene Speicher größer. Sie müssen die Größe Ihrer PVS-Umgebung entsprechend wählen.

AppDisks im am Hypervisor angeschlossenen Speicher erzeugen mehr IOPS, die Betriebssystem-vDisks hingegeben weniger.

Schreibcache: PVS verwendet eine dynamische VHDX-Datei auf einem NTFS-formatierten Laufwerk. Beim Schreiben von Blöcken in den Schreibcache wird die VHDX-Datei dynamisch erweitert. Werden AppDisks einer virtuellen Maschine angefügt, dann werden sie mit den Betriebssystem-vDisks zusammengeführt, um eine einheitliche Ansicht des Dateisystems zu ermöglichen. Beim Zusammenführen werden in der Regel zusätzliche Daten in den Schreibcache geschrieben und die Schreibcachedatei entsprechend größer. Berücksichtigen Sie dies bei der Kapazitätsplanung.

MCS- und PVS-Umgebungen: Verringern Sie die Größe der Betriebssystem-vDisks, um einen Nutzen aus der Verwendung von AppDisks zu ziehen. Wenn Sie dies nicht tun, planen Sie die Verwendung von mehr Speicher ein.

Schalten viele Benutzer in einer Site ihren Computern gleichzeitig ein (beispielsweise zum Beginn des Arbeitstags), kann die Belastung des Hypervisors durch die zahlreichen Startanforderungen sich auf die Leistung auswirken. In PVS-Umgebungen sind die Anwendungen nicht auf der Betriebssystem-vDisk, sodass weniger Anforderungen beim PVS-Server eingehen. Aufgrund der geringeren Last auf den einzelnen Zielgeräten kann der PVS-Server an mehr Ziele streamen. Eine höhere Ziel-Server-Dichte kann allerdings die Leistung bei einem Boot Storm beeinträchtigen.

Erstellen von AppDisks

Es gibt zwei Methoden zu Erstellen von AppDisks, Installieren von Anwendungen darauf und Versiegeln der AppDisks. Bei beiden Methoden wird sowohl die Hypervisor-Verwaltungskonsole als auch Studio verwendet. Die Methoden unterscheiden sich darin, wo Sie die meisten der Schritte ausführen.

Bei beiden Methoden gilt Folgendes:

  • Setzen Sie für die AppDisk-Erstellung selbst 30 Minuten an.
  • Wenn Sie AppDNA verwenden, befolgen Sie die Anweisungen unter "Anforderungen" weiter oben. Deaktivieren Sie eine bestehende AppDNA-Verbindung beim Erstellen einer AppDisk nicht.
  • Beim Hinzufügen von Anwendungen zu einer AppDisk stellen Sie sicher, dass Sie die Anwendungen für alle Benutzer installieren. Führen Sie für alle Anwendungen, die die Key Management Server-Aktivierung verwenden, eine Rearm-Operation durch. Weitere Informationen finden Sie in der Anwendungsdokumentation.
  • Bei der AppDisk-Erstellung an benutzerspezifischen Orten erstellte Dateien, Ordner und Registrierungseinträge werden nicht beibehalten. Bei einigen Anwendungen wird ein Ersteinsatz-Assistent zum Erstellen von Benutzerdaten während der Installation ausgeführt. Verwenden Sie eine Profilverwaltungslösung, um diese Daten zu speichern und die Anzeige des Assistenten bei jedem AppDisk-Start zu verhindern.
  • Bei Verwendung von AppDNA erfolgt direkt nach der Erstellung eine automatische Analyse. Während der Analyse wird als AppDisk-Status in Studio "Analysieren" angezeigt.

Überlegungen zu PVS

AppDisks auf Maschinen aus Maschinenkatalogen, die von Provisioning Services erstellt wurden, erfordern zusätzliche Konfigurationsschritte. Führen Sie in der Provisioning Services Console die folgenden Schritte aus:

  1. Erstellen Sie eine neue Version der mit der Gerätesammlung verknüpften vDisk, die die VM enthält. 
  2. Setzen Sie die VM in den Wartungsmodus.
  3. Wählen Sie bei der AppDisk-Erstellung bei jedem VM-Neustart auf dem Startbildschirm die Wartungsversion.
  4. Nach dem Versiegeln der AppDisk versetzen Sie die VM wieder in die Produktion und löschen Sie die vDisk-Version, die Sie erstellt haben.

Erstellen einer AppDisk unter hauptsächlicher Verwendung von Studio

Dieser Vorgang umfasst drei Aufgaben: Erstellen der AppDisk, Erstellen von Anwendungen auf der AppDisk und Versiegeln der AppDisk.

Erstellen einer AppDisk

  1. Wählen Sie im Studio-Navigationsbereich AppDisks und im Aktionsbereich AppDisk erstellen
  2. Überprüfen Sie die Informationen auf der Seite Einführung des Assistenten und klicken Sie auf Weiter.
  3. Klicken Sie auf der Seite AppDisk erstellen auf das Optionsfeld Neue AppDisk erstellen. Wählen Sie eine vordefinierte Datenträgergröße für die AppDisk (klein, mittel, groß) oder geben Sie die Größe in GB ein (Mindestgröße = 3 GB). Die Datenträgergröße muss für die Anwendungen ausreichen, die Sie hinzufügen möchten. Klicken Sie auf Next
  4. Wählen Sie auf der Seite Vorbereitungsmaschine einen zufälligen gepoolten Katalog zur Verwendung als Masterimage, auf dem die AppDisk erstellt werden soll. Hinweis: Es werden alle Maschinenkataloge der Site nach Typ angezeigt, ausgewählt werden können nur solche, die mindestens eine verfügbare Maschine enthalten. Wenn Sie einen Katalog wählen, der keine zufälligen gepoolten virtuellen Maschinen enthält, schlägt die AppDisk-Erstellung fehl. Nach Auswahl der VM aus einem zufälligen gepoolten Katalog klicken Sie auf Weiter
  5. Geben Sie auf der Seite Zusammenfassung einen Namen und eine Beschreibung für die AppDisk ein. Überprüfen Sie die auf den vorherigen Seiten des Assistenten angegebenen Informationen. Klicken Sie auf Fertig stellen.

Nicht vergessen: Wenn Sie PVS verwenden, folgen Sie den Anweisungen unter "Überlegungen zu PVS".

Nach Schließen des Assistenten wird in Studio für die neue AppDisk "Erstellen" angezeigt. Wenn die AppDisk erstellt ist, wird "Bereit zur Installation von Anwendungen" angezeigt. 

Installieren von Anwendungen auf der AppDisk

Installieren Sie über die Hypervisor-Verwaltungskonsole Anwendungen auf der AppDisk. (Tipp: Wenn Sie den Namen der VM vergessen haben, wählen Sie im Studio-Navigationsbereich AppDisks und dann im Aktionsbereich Anwendungen installieren, um den Namen anzuzeigen.) Informationen zur Installation von Anwendungen finden Sie in der Dokumentation zum Hypervisor. Nicht vergessen: Zum Installieren von Anwendungen auf der AppDisk verwenden Sie die Hypervisor-Verwaltungskonsole. Verwenden Sie nicht die Aufgabe "Anwendungen installieren" im Aktionsbereich von Studio.

Versiegeln der AppDisk

  1. Wählen Sie im Studio-Navigationsbereich AppDisks.
  2. Wählen Sie die erstellte AppDisk und dann im Aktionsbereich AppDisk versiegeln.

Nachdem Sie eine AppDisk erstellt, Anwendungen darauf installiert und die AppDisk versiegelt haben, weisen Sie sie einer Bereitstellungsgruppe zu.

Erstellen einer AppDisk auf dem Hypervisor und importieren der AppDisk in Studio

Bei diesem Verfahren erstellen Sie die AppDisk über die Hypervisor-Verwaltungskonsole und importieren sie anschließend in Studio.

Erstellen einer AppDisk, Installieren von Anwendungen und Versiegeln der AppDisk auf dem Hypervisor

  1. Erstellen Sie über die Hypervisor-Verwaltungskonsole eine VM und installieren Sie einen VDA.
  2. Fahren Sie die Maschine herunter und erstellen Sie einen Snapshot von ihr.
  3. Erstellen Sie mit dem Snapshot eine neue Maschine und fügen Sie dieser einen neuen Datenträger hinzu. Der Datenträger (der später zur AppDisk wird) muss groß genug für alle Anwendungen sein, die Sie darauf installieren möchten.
  4. Starten Sie die Maschine und wählen Sie Start > AppDisk vorbereiten. Ist diese Startmenüverknüpfung auf dem Hypervisor nicht verfügbar, öffnen Sie in C:\Programme\Citrix\personal vDisk\bin eine Eingabeaufforderung und geben Sie CtxPvD.Exe -s LayerCreationBegin ein. Die Maschine wird neu gestartet und der Datenträger wird vorbereitet. Ein zweiter Neustart erfolgt, wenn einige Minuten später die Vorbereitung abgeschlossen ist.
  5. Installieren Sie die Anwendungen, die Sie den Benutzern zur Verfügung stellen möchten.
  6. Doppelklicken Sie auf die Verknüpfung AppDisk verpacken auf dem Desktop der Maschine. Die Maschine wird wieder neu gestartet und die Versiegelung beginnt. Wenn das Dialogfeld "In Bearbeitung" geschlossen wird, fahren Sie die VM herunter.

Importieren der auf dem Hypervisor erstellten AppDisk mit Studio

  1. Wählen Sie im Studio-Navigationsbereich AppDisks und im Aktionsbereich AppDisk erstellen
  2. Überprüfen Sie die Informationen auf der Seite Einführung und klicken Sie auf Weiter.
  3. Klicken Sie auf der Seite AppDisk erstellen auf das Optionsfeld Vorhandene AppDisk importieren. Wählen Sie die Ressource (Netzwerk und Speicher), in der die auf dem Hypervisor erstellte AppDisk residiert. Klicken Sie auf Next.
  4. Navigieren Sie auf der Seite Vorbereitungsmaschine zu der Maschine, wählen Sie den Datenträger und klicken Sie dann auf Weiter
  5. Geben Sie auf der Seite Zusammenfassung einen Namen und eine Beschreibung für die AppDisk ein.  Überprüfen Sie die auf den vorherigen Seiten des Assistenten angegebenen Informationen.  Klicken Sie auf Finish. Die AppDisk wird von Studio importiert.

Wenn Sie die AppDisk in Studio importiert haben, weisen Sie sie einer Bereitstellungsgruppe hinzu.

Zuweisen einer AppDisk zu einer Bereitstellungsgruppe

Sie können einer Bereitstellungsgruppe beim Erstellen oder später eine oder mehrere AppDisks zuweisen. Dabei verwenden Sie im Prinzip die gleichen AppDisk-Informationen. 

Wenn Sie AppDisks einer Bereitstellungsgruppe bei deren Erstellung zuweisen, befolgen Sie die nachfolgenden Anweisungen auf der Seite AppDisks des Assistenten. (Informationen zu anderen Seiten des Assistenten finden Sie im Artikel Erstellen von Bereitstellungsgruppen.)

Hinzufügen (oder Entfernen) von AppDisks zu einer vorhandenen Bereitstellungsgruppe

  1. Wählen Sie im Studio-Navigationsbereich Bereitstellungsgruppen aus. 
  2. Wählen Sie eine Bereitstellungsgruppe und wählen Sie dann im Aktionsbereich AppDisks verwalten. Informationen zur Seite AppDisks finden Sie weiter unten.  
  3. Wenn Sie die AppDisk-Konfiguration einer Bereitstellungsgruppe ändern, ist ein Neustart der Maschinen in der Gruppe erforderlich. Befolgen Sie auf der Seite Rolloutstrategie den Anweisungen unter Erstellen eines Neustartzeitplans.

Seite "AppDisks"

Die Seite AppDisks (im Assistenten zum Erstellen einer Bereitstellungsgruppe bzw. in der AppDisk-Verwaltung) enthält eine Liste der bereits für die Bereitstellungsgruppe bereitgestellten AppDisks und deren Priorität. (Beim Erstellen der Bereitstellungsgruppe ist die Liste leer.) Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt AppDisk-Priorität.

  1. Klicken Sie auf Add. Im Dialogfeld "AppDisks auswählen" werden in der linken Spalte alle AppDisks angezeigt. AppDisks, die der Bereitstellungsgruppe bereits zugewiesen wurden, haben ein aktiviertes Kontrollkästchen und können nicht ausgewählt werden. 
  2. Wählen Sie mindestens ein Kontrollkästchen einer verfügbaren AppDisk in der linken Spalte aus. In der rechten Spalte werden die Anwendungen auf der jeweiligen AppDisk angezeigt. Auf der Registerkarte Anwendungen oberhalb der rechten Spalte werden die Anwendungen in Startmenüformat angezeigt, auf der Registerkarte Installierte Pakete ähnelt die Anzeige der Liste "Programme und Features".
  3. Nachdem Sie mindestens eine AppDisk gewählt haben, klicken Sie auf OK.
  4. Klicken Sie auf der Seite "AppDisks" auf Weiter.

AppDisk-Priorität in einer Bereitstellungsgruppe

Wenn einer Bereitstellungsgruppe mehrere AppDisks zugewiesen sind, werden diese auf der Seite AppDisks (in den Anzeigen zum Erstellen und Bearbeiten von Bereitstellungsgruppen und zum Verwalten von AppDisks) nach Priorität in absteigender Reihenfolge angezeigt. Einträge am Anfang der Liste haben höhere Priorität. Die Priorität gibt an, in welcher Reihenfolge die AppDisks verarbeitet werden. 

Sie können die AppDisk-Priorität mit den Pfeilschaltflächen neben der Liste ändern. Ist AppDNA in die AppDisk-Bereitstellung integriert, analysiert es die Anwendungen automatisch und weist die Priorität zu, wenn die AppDisks der Bereitstellungsgruppe zugewiesen werden. Wenn Sie später AppDisks hinzufügen oder aus der Gruppe entfernen,können Sie mit der Option zum automatischen Sortieren eine erneute AppDNA-Analyse der aktuellen AppDisk-Liste zur Bestimmung der Priorität starten. Analyse und Priorisieren (falls erforderlich) können mehrere Minuten dauern.

Verwalten von AppDisks

Nach dem Erstellen von AppDisks und dem Zuweisen zu Bereitstellungsgruppen können Sie die AppDisk-Eigenschaften über den Knoten "AppDisks" im Navigationsbereich von Studio ändern. Änderungen an den Anwendungen auf einer AppDisk müssen über die Hypervisor-Verwaltungskonsole vorgenommen werden.

Wichtig: Sie können den Windows Update-Dienst zum Aktualisieren von Anwendungen (Office-Suite o. Ä.) einer AppDisk verwenden. Verwenden Sie Windows Update jedoch nicht zum Anwenden von Betriebssystemupdates auf AppDisks. Wenden Sie Betriebssystemupdates auf Masterimages und nicht auf AppDisks an, sonst werden die AppDisks nicht richtig initialisiert.

  • Wenden Sie nur Patches und andere Updates auf Anwendungen einer AppDisk an, die wirklich für die Anwendungen benötigt werden. Wenden Sie keine für andere Anwendungen vorgesehenen Updates an.
  • Bei der Installation von Windows-Updates deaktivieren Sie zunächst alle Einträge und wählen Sie dann nur die Einträge aus, die für die Anwendungen auf der AppDisk erforderlich sind, die Sie aktualisieren.