Designentscheidung: Evaluierung der Methoden zur Anwendungsbereitstellung

Übersicht

Die Bewertung, welche Methode die beste Anwendungsbereitstellungsmethode ist, ist eine Aktivität, die so alt ist wie Citrix und hat mit der Entwicklung immer mehr Technologien zur Anwendungsbereitstellung komplexer geworden. Obwohl es sich um eine häufig gestellte Frage handelt, ist die Antwort nicht immer einfach. Umstände wie unterschiedliche Benutzeranforderungen, verschiedene Anwendungstypen und neue oder sich ändernde Bereitstellungstechnologien können die Bewertung stark beeinflussen.

Dieser Artikel soll eine Richtlinie sein, die Ihnen hilft, die beste Methode zur Anwendungsbereitstellung für den jeweiligen Anwendungsfall basierend auf seinen Anforderungen zu ermitteln. Da sich das Ökosystem der Anwendungen heute dramatisch verändert hat, wird erwartet, dass es sich in den kommenden Jahren durch die Integration von SaaS-basierten Anwendungen noch weiter entwickeln wird. Daher müssen bei einem Evaluierungsprozess verschiedene Aspekte berücksichtigt werden, um die beste Liefermethode zu ermitteln. Um diesen komplexen Prozess zu vereinfachen, wurden Entscheidungsbaumdiagramme erstellt, die Sie durch die verschiedenen Szenarien führen. Die Diagramme sind in folgende Segmente unterteilt:

  1. Modern vs. Traditionelle
  2. Endpunkt vs. Citrix Virtual Apps and Desktops
  3. Gehostete Shared vs. VDI-Desktop
  4. Gehosteter freigegebener Desktop vs. Gehostete gemeinsame Anwendung

Die vier Segmente stellen verschiedene Ebenen der Anwendungsbereitstellungsmethoden dar, und einige der Ergebnisse eines Segments führen zu einem nachfolgenden Flussdiagramm. Die folgende Übersicht zeigt, wie die Stufen zueinander in Beziehung stehen:

Explizite Entscheidungsfaktoren

Die erste und zweite Ebene sind für Lösungsarchitekten und Anwendungsunternehmer am relevantesten, da ihr Ergebnis eher ein Technologie-Stack als eine Bereitstellungsmethode ist. Die dritten und vierten Stufen sind technisch gesteuert und beziehen sich auf die Bereitstellungsmethoden für Citrix Virtual Apps and Desktops. Daher richten sie sich an Ingenieure und Administratoren.

Unterschiedliche Anforderungen, Bedürfnisse und Umstände führen zu unterschiedlichen Ergebnissen und daher gibt es keine “Einheitsgröße” -Methode. Es gibt auch kein Richtig oder Falsch im Bewertungsprozess, da jede Umgebung ihre eigenen einzigartigen Eigenschaften hat. Unternehmen mit einer großen Benutzerbasis und einem komplexen Change-Management-Prozess, der über viele Niederlassungen verteilt ist, kommen zu anderen Ergebnissen als kleine Unternehmen mit einem Rechenzentrum und einem einfachen Change-Management-Prozess.

Während Sie das Flussdiagramm für jede Anwendung ausführen können, dienen die Diagramme in erster Linie dazu, Ihnen eine allgemeine Anleitung zu einer Bereitstellungsstrategie zu geben und können auch verwendet werden, um die aktuelle Installationsbasis in Frage zu stellen. Die Diagramme enthalten außerdem Erläuterungen zu fast jeder Entscheidung und ihren Implikationen und geben Empfehlungen für den jeweiligen Anwendungsfall.

Bitte beachten Sie: Aufgrund der einzigartigen Eigenschaften Ihrer Umgebung müssen alle Setups und Kombinationen vor einer Implementierung gründlich getestet werden, um unvorhergesehene Ergebnisse zu vermeiden.

Weitere Ressourcen zu den verschiedenen Übermittlungsmethoden finden Sie in den Citrix Docs.

Modern vs. Traditioneller Überblick

Modern: In diesem Artikel betrachten wir webbasierte Anwendungen, die als Software as a Service (SaaS) bereitgestellt werden, als modern. Diese Anwendungen werden normalerweise in einer Cloud-Computing-Umgebung gehostet. Webanwendungen, die sich in einem on-premises Rechenzentrum befinden, können ebenfalls als modern angesehen werden, sofern die Codeausführung auf dem Webserver erfolgt und keine Clientkomponenten benötigt werden (außer einem Webbrowser).

Traditionell: Traditionell bedeutet, dass eine Anwendung direkt auf dem Endpunkt des Benutzers und/oder der Arbeitslast von/oder Citrix Virtual Apps and Desktops installiert wird. Dieser Typ wird auch als klassische Anwendung bezeichnet. Es wäre nicht korrekt, sie als Legacy-Anwendungen zu bezeichnen, da die meisten Anwendungen heute noch installiert werden müssen und nicht als SaaS-Anwendungen verfügbar sind.

Aus technischer Sicht werden SaaS-Anwendungen bevorzugt. Der Code wird auf einem Webserver ausgeführt, der in einer Cloud-Umgebung gehostet wird, was in der Regel zu einer geringeren Ressourcenauslastung auf der Client-/Front-End-Seite führt. Darüber hinaus ist die Skalierbarkeit und Wartung des Backend-Systems nicht mehr Ihr Anliegen, da dies vom Anwendungsanbieter übernommen wird. In diesem Modell wird die Anwendung auch in einem “immergrünen” Zustand ohne größere Auswirkungen auf Ihre Umgebung gehalten. Auf dem Client/Frontend wird nur ein Browser benötigt, um auf die Anwendung zuzugreifen. Daher sind auch hier wenig bis gar keine Wartungsarbeiten im Zusammenhang mit der Anwendung erforderlich. Mit diesem Setup können Sie auch jedes Gerät Ihrer Wahl verwenden, da keine Abhängigkeit vom Betriebssystem besteht. Citrix Workspace ist die ideale Plattform, um SaaS-Anwendungen auf sichere Weise bereitzustellen und zu verwalten. Funktionen und Lösungen wie Secure Private Access, Sicherheitsanalysen, Single-Sign-On für SaaS-Anwendungen und die Integration von Mikroapps durch Workspace Intelligence bieten eine einheitliche und daher beste Benutzererfahrung mit höchster Sicherheit möglich.

Es gibt jedoch Gründe, warum SaaS-Anwendungen nicht verwendet werden können. Wenn beispielsweise technische, rechtliche und/oder Sicherheitsanforderungen nicht erfüllt werden können, muss ein traditioneller Ansatz in Betracht gezogen werden. In einem solchen Szenario ist es am besten, die genauen Gründe zu ermitteln, warum die Verwendung von SaaS nicht möglich ist. Nach der Identifizierung wird empfohlen, zu klären, ob eine Teilintegration oder ein Übergang in Stufen möglich ist, um von den Vorteilen der SaaS-Technologien zu profitieren.

Modern vs Traditionell

Endpunkt vs. Übersicht über Citrix Virtual Apps and Desktops

Endpunkt: Installation auf dem physischen Clientgerät.

Citrix Virtual Apps and Desktops: Anwendungsvirtualisierung über Citrix Virtual Apps and Desktops, wobei die Anwendungen auf einem Hosted Shared Server oder VDI-Desktop installiert werden. Die genaue Bereitstellungsmethode für Citrix Virtual Apps and Desktops wird in den nachfolgenden Segmenten festgelegt.

Geräte-Vielfalt

Die ständig wachsende Zahl von Digital Natives, die sich der Belegschaft anschließen, zwingt Unternehmen, ihr Endpunktportfolio auch um Nicht-Windows-Geräte zu erweitern. Außerdem ermöglichen SaaS-Anwendungen Benutzern den Zugriff auf Anwendungen unabhängig von der Art des verwendeten Geräts und Betriebssystems. Die Nachfrage nach Geräten, die nicht auf Windows basieren, hat in den letzten Jahren drastisch zugenommen. Um einen Bring-Your-Own-Device (BYOD) - oder Chose-Your-Own-Device (CYOD) -Ansatz zu ermöglichen, können Citrix Virtual Apps and Desktops verwendet werden, um Windows-basierte Anwendungen auch für Nicht-Windows-Geräte bereitzustellen.

Sicherheit

Das Verschieben von Anwendungen auf Citrix Virtual Apps and Desktops verringert den Platzbedarf des Clients und ermöglicht eine Zero-Trust-Architektur. Virtualisierungs- und Netzwerktechnologien von Citrix bieten robuste Methoden zur Segmentierung von Benutzern, Anwendungen und Daten und bieten gleichzeitig eine nahtlose Benutzererfahrung. Auf diese Weise kann der Netzwerkverkehr optimiert werden. Die Netzwerkkommunikation von Endpunkt zu Server wird auf ein Minimum reduziert, was wiederum die Gefährdung Ihres Servernetzwerks verringert. Der Anwendungsdatenverkehr zwischen dem Front-End und dem Back-End befindet sich ausschließlich innerhalb der Grenzen Ihres Servernetzwerks.

Auftragnehmer

Normalerweise besitzen Schütze bereits Geräte. Anstatt Unternehmensgeräte zu verteilen, können Citrix Virtual Apps and Desktops zusammen mit Citrix Gateway verwendet werden, um einen sicheren Zugriff auf Anwendungen, Desktops und andere Ressourcen zu ermöglichen. Dieser Ansatz senkt die Endpunktkosten und den Wartungsaufwand.

Zeit bis zur Markteinführung

Die Installation von Anwendungen auf zahlreichen Endpunkten kann eine mühsame, zeitraubende und fehleranfällige Aufgabe sein, da die Installation auf jedem Gerät ausgeführt werden muss. Dieser Umstand gilt insbesondere für große Unternehmen mit Tausenden von Geräten auf der ganzen Welt. In solchen Anwendungsfällen kann es Wochen oder sogar Monate dauern, bis eine Anwendungsfreigabe an jedes Gerät verteilt wurde. Wenn Probleme auftreten, kann ein Rollback ein noch komplexeres und zeitaufwändigeres Unterfangen sein.

Mit Citrix Virtual Apps and Desktops können Sie das Anwendungsmanagement zentralisieren. Anwendungsversionen sind unabhängig vom Clientgerät, da das Update auf gehosteten Shared-Servern oder VDI-Desktops in einem Unternehmens-Rechenzentrum durchgeführt wird. Darüber hinaus wird dringend empfohlen, Citrix Provisioning Services oder Machine Creation Services zu verwenden, um von den marktführenden Image-Management-Funktionen von Citrix zu profitieren. Beide Image-Management-Lösungen ermöglichen eine konsistente Installationsbasislinie über alle virtuellen Maschinen hinweg und bieten die schnellsten Rollout- und Rollback-Methoden. Releases können mit einem einfachen Neustart der virtuellen Maschine Rollout oder Rollback ausgeführt werden, wodurch die Markteinführungszeit neuer Anwendungsbereitstellungen auf ein Minimum reduziert wird.

Mobile Belegschaft

Mobile Benutzer sind häufig unterwegs und müssen auch offline auf Anwendungen zugreifen. offline sind das Bearbeiten von Dokumenten oder das Schreiben von E-Mails die am häufigsten ausgeführten Aufgaben. In einem solchen Szenario muss die Anwendung auf dem Endpunkt installiert werden. Die meisten heutigen Geschäftsanwendungen erfordern jedoch eine Back-End-Konnektivität, um zu funktionieren. Was wiederum bedeutet, dass der mobile Benutzer online sein muss, um die Anwendung nutzen zu können. Das Citrix HDX-Protokoll ermöglicht Außendienstmitarbeitern den Zugriff auf Anwendungen mit hervorragender Benutzererfahrung, selbst bei Verbindungen mit geringer Bandbreite oder hoher Latenz.

Endpunkt vs CVAD

Gehostete Shared vs. Überblick über VDI-Desktop

Hosted Shared (Multiuser): Hosted Shared Systems sind VDAs, die auf einem Windows-Serverbetriebssystem basieren, auf dem die Rolle “Host für Remotedesktopsitzungen” (früher Terminalserver) installiert ist. Dieser Typ wird als Mehrsitzungs-OS-/Serverbetriebssystem-VDAs bezeichnet und von mehreren Benutzern gleichzeitig gemeinsam genutzt.

VDI-Desktop (Einzelbenutzer): In diesem Artikel bezieht sich VDI auf Betriebssystem-/Desktopbetriebssystem-VDAs für Einzelsitzungen. Dieser Bereitstellungstyp basiert auf einem Client-Betriebssystem und wird jeweils ausschließlich von einem einzelnen Benutzer verwendet.

Im Allgemeinen sind gehostete Shared Desktops in der Regel kostengünstiger, da mehrere Benutzer auf einem einzigen Computer gehostet werden. Dennoch gibt es Anwendungsfälle, in denen ein VDI-Desktop bevorzugt wird, z. B. um ressourcenintensive Anwendungen (CPU, Arbeitsspeicher, Datenträger) zu unterstützen. Außerdem benötigen Benutzer, die zum Arbeiten Administratorrechte benötigen, aus Sicherheitsgründen einen VDI und müssen die Möglichkeit haben, den Desktop entsprechend ihren Bedürfnissen zu installieren und zu ändern (ohne andere zu beeinträchtigen). Es gibt auch Kunden, die VDI nutzen, da die operativen und prozessualen Synergien mit anderen Lösungen den zusätzlichen Kostenaufwand überwiegen.

Gehostet Shared vs VDI

Gehosteter freigegebener Desktop vs. Übersicht über gehostete gemeinsame

Hosted Shared Desktop: Bei dieser Methode handelt es sich um einen Desktop, der für mehrere Benutzer auf einem einzigen Multisession-Betriebssystem veröffentlicht

Gehostete gemeinsame Anwendung (mehrfach verwendbar): Mit dem Host Shared Application-Modell (Mehrfachnutzung) werden mehrere Anwendungen auf demselben Server installiert und von einigen Benutzern gemeinsam genutzt. Es basiert ebenfalls auf einem Multi-Session-Betriebssystem und wird manchmal als silierter Ansatz bezeichnet. In diesem Modell werden Anwendungen virtuell bereitgestellt und nahtlos in High Definition auf Benutzergeräten angezeigt.

Hosted Shared Application (Single Use): Der einzige Unterschied zwischen Mehrfach- und Einzelnutzung besteht darin, dass bei der einmaligen Verwendung von Host Shared Application nur eine einzige Geschäftsanwendung installiert ist. Diese Anwendung kann weiterhin von mehreren Benutzern gleichzeitig verwendet werden. Wichtig: Diese Art von Lösung kann so weit wie möglich vermieden werden, da sie aus Sicht der Ressourcen (Kosten) und Wartung (Anstrengungen) ineffizient ist.

Der Ansatz in diesem Segment unterscheidet sich geringfügig von den anderen. Es gibt viele verschiedene Kombinationen, wie diese drei Liefermethoden verwendet werden können. Aus diesem Grund haben wir versucht, die optimale Liefermethode auf der Grundlage der Herausforderungen zu finden, denen sich unsere Kunden und Partner am meisten gegenübersehen. Es ist wichtig, eng mit den entsprechenden Geschäftsanwendungseigentümern zusammenzuarbeiten, um die Eigenschaften der Anwendung im Detail zu verstehen und somit besser beurteilen zu können, welche Bereitstellungsmodelle verwendet werden können.

Aus betrieblicher Sicht kann die Platzierung möglichst vieler Anwendungen auf einem einzigen Image oft zu einer Reduzierung des Wartungsaufwands führen. Weniger Images bedeuten weniger Arbeit. Dies setzt jedoch voraus, dass es keine technischen Konflikte zwischen diesen Anwendungen gibt. Manchmal müssen bei Änderungen an einer Anwendung auch alle anderen Anwendungen auf dem Image getestet werden. Daher ist es wichtig, detailliert über den Änderungs- und Release-Management-Prozess jeder Anwendung nachzudenken, um organisatorische Konflikte zu vermeiden. Das Hosten der Anwendung auf einer Dateifreigabe (wenn überhaupt möglich) oder über App-V (Shared Content Store) kann den Freigabeprozess noch weiter vereinfachen, da Änderungen angewendet werden können, ohne einen Imaging-Prozess zu durchlaufen. Beide Optionen können nicht für alle Anwendungsfälle verwendet werden und erfordern eine zusätzliche und entsprechend dimensionierte Infrastruktur. Unabhängig davon sollten diese Methoden zumindest in Betracht gezogen werden, da sie dazu beitragen können, die Anzahl der Imageänderungen zu reduzieren.

Andere Faktoren wie Sicherheitsanforderungen und Leistungsauslastung können sich ebenfalls auf den Entscheidungsprozess auswirken. Insbesondere Anwendungen mit unvorhersehbarer Ressourcenauslastung und regelmäßigen CPU-Bursts wirken sich negativ auf andere Anwendungen und deren Benutzer aus. Solche Engpässe müssen um jeden Preis vermieden werden, da dann alle Benutzer auf diesem System unter einer schlechten Benutzererfahrung leiden. Workspace Environment Management kann dazu beitragen, solche Performance-Engpässe zu beseitigen. Anwendungen, bei denen Engpässe nicht einmal von Workspace Environment Management bewältigt werden können, können auf dedizierten Servern platziert werden (Hosted Shared Application single use). Diese Art der Einrichtung stellt sicher, dass die erforderlichen Ressourcen verfügbar sind und negative Auswirkungen auf andere Anwendungen vermieden werden.

Gehosteter gemeinsam genutzter Desktop und gehostete

Zusammenfassung

In diesem Artikel haben wir die häufigsten Entscheidungsfaktoren bei der Auswahl einer Anwendungsbereitstellungsmethode berücksichtigt. Dieser Leitfaden kann Ihnen helfen, die optimale Methode für Ihre eigene Umgebung zu finden.

Quellen

Das Ziel dieses Artikels ist es, Sie bei der Planung Ihrer eigenen Implementierung zu unterstützen. Um Ihnen diese Aufgabe zu erleichtern, möchten wir Ihnen Quelldiagramme zur Verfügung stellen, die Sie an Ihre eigenen Bedürfnisse anpassen können: Quelldiagramme.

Designentscheidung: Evaluierung der Methoden zur Anwendungsbereitstellung