Einstellungen der Richtlinie “USB-Geräte”

Der Abschnitt USB-Geräte enthält Richtlinieneinstellungen für die Verwaltung der Dateiumleitung bei USB-Geräten.

Regeln für die Client-USB-Geräteoptimierung

Regeln für die Client-USB-Geräteoptimierung können auf Geräte angewendet werden, um die Optimierung zu deaktivieren oder den Optimierungsmodus zu ändern.

Wenn ein Benutzer ein USB-Gerät anschließt, prüft der Host, ob das Gerät gemäß den USB-Richtlinieneinstellungen zulässig ist. Ist das Gerät zulässig, prüft der Host die Regeln für die Client-USB-Geräteoptimierung für das Gerät. Wenn keine Regel angegeben wird, wird das Gerät nicht optimiert. Aufnahmemodus (04) ist der empfohlene Modus für Signaturgeräte. Für andere Geräte, deren Leistung bei höheren Latenzen beeinträchtigt wird, können Administratoren “Interaktiver Modus (02)” aktivieren. Eine Beschreibung der Modi finden Sie unten.

Nützliche Info

  • Für die Verwendung von Wacom Signatur-Tablets empfiehlt Citrix, dass Sie den Bildschirmschoner deaktivieren. Anweisungen hierzu finden Sie am Ende dieses Abschnitts.
  • Unterstützung für die Optimierung von Wacom-Signatur-Tablets der STU-Reihe ist in der Installation von Richtlinien bei XenApp und XenDesktop vorkonfiguriert.
  • Signaturgeräte funktionieren lückenlos in XenApp und XenDesktop und erfordern zur Verwendung als Signaturgerät keine Treiber. Wacom bietet zusätzliche Software an, die zur weiteren Anpassung des Geräts installiert werden kann. Siehe https://www.wacom.com/.
  • Grafiktablets: Bestimmte Grafik-Eingabegeräte werden als HID-Gerät an einem PCI/ACPI-Bus präsentiert und nicht unterstützt. Diese Geräte müssen an einen USB-Hostcontroller auf dem Client angeschlossen werden, damit sie innerhalb der XenDesktop-Sitzung umgeleitet werden.

Richtlinienregeln haben das Format von durch Leerzeichen getrennten Tag=Wert-Ausdrücken. Die folgenden Tags werden unterstützt:

Tagname Beschreibung
Modus Der Optimierungsmodus wird für Eingabegeräte der Klasse 3 (class=03) unterstützt. Unterstützte Modi sind: keine Optimierung – Wert 01. Interaktiver Modus: Wert 02. Empfohlen für Geräte wie Stift-Tablets und 3D Pro-Mäuse. Erfassungsmodus: Wert 04. Vorzugsmodus für Signatur-Tablets und ähnliche Geräte.
VID Hersteller-ID aus dem Gerätedeskriptor als vierstellige Hexadezimalzahl.
PID Produkt-ID aus dem Gerätedeskriptor als vierstellige Hexadezimalzahl.
REV Revisions-ID aus dem Gerätedeskriptor als vierstellige Hexadezimalzahl.
Klasse Klasse vom Gerätedeskriptor oder einem Schnittstellendeskriptor
SubClass Unterklasse vom Gerätedeskriptor oder einem Schnittstellendeskriptor
Prot Protokoll vom Gerätedeskriptor oder einem Schnittstellendeskriptor

Beispiele

Mode=00000004 VID=067B PID=1230 class=03 (Eingabegerät im Erfassungsmodus)

Mode=00000002 VID=067B PID=1230 class=03 (Eingabegerät im interaktiven Modus, Standardeinstellung)

Mode=00000001 VID=067B PID=1230 class=03 (Eingabegerät ohne Optimierung)

Mode=00000100 VID=067B PID=1230 (Setupoptimierung deaktiviert, Standardeinstellung)

Mode=00000200 VID=067B PID=1230 (Setupoptimierung aktiviert)

Deaktivieren des Bildschirmschoners für Wacom Signatur-Tablets

Für die Verwendung von Wacom Signatur-Tablets sollten Sie den Bildschirmschoner wie folgt deaktivieren:

  1. Installieren Sie den Wacom-STU-Treiber, nachdem Sie das Gerät umgeleitet haben.
  2. Installieren Sie das Wacom-STU-Display-MSI, um Zugriff auf die Systemsteuerung des Signatur-Tablets zu erhalten.
  3. Navigieren Sie zu Control Panel > Wacom STU Display > STU430 oder STU530 und wählen Sie die Registerkarte für das jeweilige Modell aus.
  4. Klicken Sie auf Change und wählen Sie Yes, wenn das Dialogfeld bezüglich der UAC-Sicherheit angezeigt wird.
  5. Wählen Sie Disable slideshow und klicken Sie auf Apply.

Wenn die Einstellung für ein Signatur-Tabletmodell festgelegt ist, wird sie auf alle Modelle angewendet.

Client-USB-Geräteumleitung

Mit dieser Einstellung legen Sie fest, ob die Umleitung von USB-Geräten zu und von Benutzergeräten zulässig ist.

Standardmäßig werden USB-Geräte nicht umgeleitet.

Regeln für die Client-USB-Geräteumleitung

Mit dieser Einstellung legen Sie die Umleitungsregeln für USB-Geräte fest.

In der Standardeinstellung sind keine Regeln angegeben.

Schließt ein Benutzer ein USB-Gerät an, prüft das Hostgerät jede Richtlinienregel, bis eine Übereinstimmung vorliegt. Die erste Übereinstimmung für ein beliebiges Gerät ist entscheidend. Ist es eine Zulassen-Regel, wird das Gerät an den virtuellen Desktop weitergeleitet. Ist es eine Ablehnungsregel, kann das Gerät nur auf dem lokalen Desktop verwendet werden. Wenn keine Übereinstimmung gefunden wird, werden die Standardregeln verwendet.

Richtlinienregeln haben das Format “{Allow:`|`Deny:}” plus durch Leerzeichen getrennte Tag=Wert-Ausdrücke. Die folgenden Tags werden unterstützt:

Tagname Beschreibung
VID Hersteller-ID aus dem Gerätedeskriptor als vierstellige Hexadezimalzahl.
PID Produkt-ID aus dem Gerätedeskriptor als vierstellige Hexadezimalzahl.
REV Revisions-ID aus dem Gerätedeskriptor als vierstellige Hexadezimalzahl.
Klasse Klasse vom Gerätedeskriptor oder einem Schnittstellendeskriptor
SubClass Unterklasse vom Gerätedeskriptor oder einem Schnittstellendeskriptor
Prot Protokoll vom Gerätedeskriptor oder einem Schnittstellendeskriptor

Wenn Sie neue Richtlinienregeln erstellen, beachten Sie Folgendes:

  • Bei Regeln wird die Groß- und Kleinschreibung nicht berücksichtigt.
  • Regeln können optional von einen Kommentar gefolgt werden, der mit # eingeleitet wird.
  • Leere Zeilen und Kommentare werden ignoriert.
  • Tags müssen den Übereinstimmungsoperator = verwenden, z. B. VID=067_.
  • Jede Regel muss auf einer neuen Zeile beginnen oder Teil einer durch Semikolon getrennten Liste sein.
  • USB-Klassencodes finden Sie auf der Website von USB Implementers Forum, Inc.

Beispiel für administratordefinierte USB-Richtlinienregeln:

  • Allow: VID=067B PID=0007 # ANOther Industries, ANOther Flash Drive
  • Deny: Class=08 SubClass=05 # Massenspeichergeräte
  • Eine Regel, die alle USB-Geräte verweigert, erstellen Sie mit “DENY:” ohne weitere Tags.

Client-USB-Geräteumleitung für Plug & Play-Geräte

Mit dieser Einstellung legen Sie fest, ob Plug & Play-Geräte, wie Kameras oder POS-Geräte (Point of Sale) in einer Clientsitzung verwendet werden können.

In der Standardeinstellung ist die Umleitung von Plug & Play-Geräten zugelassen. Bei der Einstellung Zugelassen werden alle Plug & Play-Geräte für einen bestimmten Benutzer oder eine bestimmte Benutzergruppe umgeleitet. Bei der Einstellung Nicht zugelassen werden keine Geräte umgeleitet.