Einstellungen der Überwachungsrichtlinie

Der Abschnitt “Überwachung” enthält Richtlinieneinstellungen für die Prozess-, Ressourcen- und Anwendungsfehlerüberwachung.

Der Bereich dieser Richtlinien kann basierend auf Site, Bereitstellungsgruppe, Bereitstellungsgruppentyp, Organisationseinheit und Tags definiert werden.

Richtlinien für die Prozess- und Ressourcenüberwachung

Jeder Datenpunkt für CPU, Arbeitsspeicher und Prozesse wird auf dem VDA gesammelt und in der Überwachungsdatenbank gespeichert. Das Senden der Datenpunkte vom VDA verbraucht Netzwerkbandbreite und deren Speicherung verbraucht beträchtlichen Platz in der Überwachungsdatenbank. Wenn Sie Ressourcen- und/oder Prozessdaten für einen bestimmten Bereich (z. B. eine Bereitstellungsgruppe oder Organisationseinheit) nicht überwachen möchten, empfiehlt es sich, die Richtlinie zu deaktivieren.

Prozessüberwachung aktivieren

Aktivieren Sie diese Einstellung, um die auf Maschinen mit VDAs ausgeführten Prozesse zu überwachen. Statistikwerte wie CPU- und Speicherauslastung werden an den Überwachungsdienst gesendet. Die Statistik wird für Echtzeitbenachrichtigungen und die Erstellung von Verlaufsberichten in Director verwendet.

Standardmäßig ist diese Einstellung deaktiviert.

Ressourcenüberwachung aktivieren

Aktivieren Sie diese Einstellung, um kritische Leistungsindikatoren auf Maschinen mit VDAs zu überwachen. Statistikwerte wie CPU- und Speichernutzung, IOPS und Latenz werden an den Überwachungsdienst gesendet. Die Statistik wird für Echtzeitbenachrichtigungen und die Erstellung von Verlaufsberichten in Director verwendet.

Standardmäßig ist diese Einstellung aktiviert.

Skalierbarkeit

CPU- und Speicherdaten werden alle 5 Minuten von den VDAs an die Datenbank gesendet, Prozessdaten (sofern deren Überwachung aktiviert ist) alle 10 Minuten. Daten zu IOPS und Datenträgerlatenz werden in Zeitintervallen von 1 Stunde an die Datenbank gesendet.

CPU- und Speicherdaten

Die Sammlung der CPU- und Speicherdaten ist standardmäßig aktiviert. Die Daten werden für folgende Zeiträume aufbewahrt (Platinum-Lizenz):

Datengranularität Zeitraum in Tagen
5-minütige Daten 1 Tag
10-minütige Daten 7 Tage
Stündliche Daten 30 Tage
Tägliche Daten 90 Tage

Daten zu IOPS und Datenträgerlatenz

Daten zu IOPS und Datenträgerlatenz sind standardmäßig aktiviert. Die Daten werden für folgende Zeiträume aufbewahrt (Platinum-Lizenz):

Datengranularität Zeitraum in Tagen
Stündliche Daten 3 Tage
Tägliche Daten 90 Tage

Mit den oben angegebenen Einstellungen für die Datenaufbewahrung werden zum Speichern der CPU-, Speicher, IOPS und Latenzdaten für einen VDA über einen Zeitraum von einem Jahr ca. 260 KB Speicherplatz benötigt.

Anzahl Maschinen Erforderlicher Speicher (ca.)
1 276 KB
1.000 270 MB
40.000 10,6 GB

Prozessdaten

Die Sammlung der Prozessdaten ist standardmäßig deaktiviert. Es wird empfohlen, die Sammlung von Prozessdaten nur für Teilgruppen von Maschinen nach Bedarf zu aktivieren. Die Daten werden standardmäßig für folgende Zeiträume aufbewahrt:

Datengranularität Zeitraum in Tagen
10-minute Data 1 Tag
Stündliche Daten 7 Tage

Wenn die Sammlung der Prozessdaten mit den Standardeinstellungen für die Aufbewahrung aktiviert ist, belegen die Prozessdaten über einen Zeitraum von einem Jahr pro VDA ca. 1,5 MB und pro Terminaldienste-VDA (TS-VDA) ca. 3 MB.

Anzahl Maschinen Erforderlicher Speicher pro VDA (ca.) Erforderlicher Speicher pro TS-VDA (ca.)
1 1,5 MB 3 MB
1.000 1,5 GB 3 GB

Hinweis

Die oben angegebenen Zahlen umfassen nicht den Indexspeicher. Sämtliche Werte sind Näherungswerte und können je nach Bereitstellung variieren.

Optionale Konfigurationen

Sie können die Standardeinstellungen für die Datenaufbewahrung nach Bedarf ändern. Dadurch wird jedoch zusätzlicher Speicher belegt. Durch Aktivieren der unten aufgeführten Einstellungen erhalten Sie genauere Prozessauslastungsdaten. Sie können folgende Konfigurationen aktivieren:

EnableMinuteLevelGranularityProcessUtilization

EnableDayLevelGranularityProcessUtilization

Diese Konfigurationen können über das PowerShell-Cmdlet für die Überwachung aktiviert werden: Set-MonitorConfiguration

Richtlinien für die Überwachung auf Anwendungsfehler

Auf der Registerkarte Anwendungsausfälle werden standardmäßig nur Anwendungsfehler auf Serverbetriebssystem-VDAs angezeigt. Die Einstellungen für die Überwachung auf Anwendungsfehler können mit den folgenden Überwachungsrichtlinien geändert werden:

Überwachung von Anwendungsausfällen aktivieren

Verwenden Sie diese Einstellung zum Konfigurieren der Überwachung auf Anwendungsfehler oder Ausfälle (Abstürze und unbehandelten Ausnahmen) oder auf beides. Deaktivieren Sie die Überwachung auf Anwendungsfehler durch Festlegen des Werts auf None. In der Standardeinstellung erfolgt die ausschließliche Überwachung auf Anwendungsfehler.

Überwachung von Ausfällen auf Desktop-OS-VDAs

Standardmäßig werden nur Anwendungen auf Serverbetriebssystem-VDAs überwacht. Um Anwendungen auf Desktopbetriebssystem-VDAs zu überwachen, legen Sie die Richtlinie auf Zugelassen fest. Die Standardeinstellung ist Nicht zugelassen.

Von der Fehlerüberwachung ausgeschlossene Anwendungen

Geben Sie eine Liste der Anwendungen an, die nicht auf Fehler überwacht werden sollen. In der Standardeinstellung ist die Liste leer.

Tipps für die Speicherplanung

Gruppenrichtlinie: Wenn Sie die Ressourcendaten und/oder die Prozessdaten nicht überwachen möchten, können Sie die Überwachung für eine oder beide Datenarten mit der Gruppenrichtlinie deaktivieren. Weitere Informationen finden Sie unter Erstellen von Richtlinien im Abschnitt zur Gruppenrichtlinie.

Datenbereinigung: Die Standardeinstellungen für die Datenaufbewahrung können geändert werden, um die Daten früher zu bereinigen und Speicherplatz freizugeben. Weitere Informationen zu den Bereinigungseinstellungen finden Sie unter Zugriff auf Daten mit der API im Abschnitt zu Datengranularität und -aufbewahrung.

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