Einstellungen der Richtlinie “ICA”

Der Abschnitt “ICA” enthält Richtlinieneinstellungen für ICA-Listenerverbindungen und die Zwischenablagenzuordnung.

Adaptiver Transport

Diese Einstellung steuert den Datentransport über EDT als primäre Methode mit Fallback auf TCP.

Standardmäßig ist der adaptive Transport aktiviert (Bevorzugt) und EDT wird, sofern möglich, mit Fallback auf TCP verwendet. Wenn er deaktiviert wurde und Sie ihn aktivieren möchten, gehen Sie folgendermaßen vor.

  1. Aktivieren Sie in Studio die Richtlinieneinstellung “Adaptiver HDX-Transport”. Citrix empfiehlt außerdem, dieses Feature nicht als universelle Richtlinie für alle Objekte der Site zu aktivieren.
  2. Zum Aktivieren der Richtlinieneinstellung legen Sie den Wert auf Bevorzugt fest und klicken Sie dann auf OK.

Bevorzugt: Nach Möglichkeit wird adaptiver Transport über EDT verwendet, andernfalls erfolgt ein Fallback auf TCP.

Diagnosemodus: EDT wird erzwungen und das Fallback auf TCP wird deaktiviert. Citrix empfiehlt diese Einstellung nur für die Problembehandlung.

Aus: TCP wird erzwungen und EDT wird deaktiviert.

Weitere Informationen finden Sie unter Adaptiver Transport.

Timeout beim Warten auf Anwendungsstart

Über diese Einstellung wird das Timeout in Millisekunden festgelegt, das Sitzungen auf den Start der ersten Anwendung abwarten sollen. Erfolgt der Start der Anwendung nach diesem Zeitraum, wird die Sitzung beendet.

Wählen Sie die Standardzeit (10.000 Millisekunden) oder geben Sie eine Zahl in Millisekunden ein.

Clientzwischenablagenumleitung

Mit dieser Einstellung legen Sie fest, ob die Zwischenablage auf dem Clientgerät der Zwischenablage auf dem Server zugeordnet wird.

Standardmäßig ist die Umleitung der Zwischenablage zugelassen.

Wenn Sie verhindern möchten, dass Daten durch Kopieren und Einfügen über die Zwischenablage zwischen einer Sitzung und der lokalen Zwischenablage übertragen werden, wählen Sie Nicht zugelassen. Benutzer können weiterhin die Zwischenablage für das Kopieren von Daten zwischen Anwendungen einsetzen, die in Sitzungen ausgeführt werden.

Nachdem Sie diese Einstellung auf “Zugelassen” festgelegt haben, konfigurieren Sie die maximal zulässige Bandbreite, die die Zwischenablage bei einer Clientverbindung belegen darf. Verwenden Sie die Einstellung “Bandbreitenlimit für Zwischenablageumleitung” oder “Bandbreitenlimit für Zwischenablagenumleitung (Prozent)”.

Zum Schreiben in Clientzwischenablage zugelassene Formate

Wenn die Einstellung Schreiben in Clientzwischenablage einschränken aktiviert ist, können Hostzwischenablagedaten nicht für den Clientendpunkt freigegeben werden. Mit dieser Einstellung können bestimmte Datenformate für die Zwischenablage des Clientendpunkts freigegeben werden. Um diese Einstellung zu verwenden, aktivieren Sie sie und fügen Sie die zulässigen Formate hinzu.

Die folgenden Zwischenablageformate sind vom System definiert:

  • CF_TEXT
  • CF_BITMAP
  • CF_METAFILEPICT
  • CF_SYLK
  • CF_DIF
  • CF_TIFF
  • CF_OEMTEXT
  • CF_DIB
  • CF_PALETTE
  • CF_PENDATA
  • CF_RIFF
  • CF_WAVE
  • CF_UNICODETEXT
  • CF_ENHMETAFILE
  • CF_HDROP
  • CF_LOCALE
  • CF_DIBV5
  • CF_OWNERDISPLAY
  • CF_DSPTEXT
  • CF_DSPBITMAP
  • CF_DSPMETAFILEPICT
  • CF_DISPENHMETAFILE
  • CF_HTML

Die folgenden benutzerdefinierten Formate sind in XenApp und XenDesktop vordefiniert:

  • CFX_RICHTEXT
  • CFX_OfficeDrawingShape
  • CFX_BIFF8

Das HTML-Format ist standardmäßig deaktiviert. Aktivieren des Features

  • Stellen Sie sicher, dass Clientzwischenablagenumleitung zugelassen ist.
  • Stellen Sie sicher, dass “Schreiben in Clientzwischenablage einschränken” aktiviert ist.
  • Fügen Sie Zum Schreiben in Clientzwischenablage zugelassene Formate einen Eintrag für CF_HTML (sowie alle anderen Formate, die unterstützt werden sollen) hinzu.

Weitere benutzerdefinierte Formate können hinzugefügt werden. Der Name des benutzerdefinierten Formats muss mit den Formaten übereinstimmen, die mit dem System registriert werden. Bei Formatnamen muss die Groß- und Kleinschreibung beachtet werden.

Diese Einstellung hat keine Gültigkeit, wenn die Clientzwischenablageumleitung oder “Schreiben in Clientzwischenablage einschränken” auf “Nicht zugelassen” festgelegt ist.

Hinweis

Durch das Aktivieren der Unterstützung für das HTML-Zwischenablagenkopieren (CF_HTML) werden alle Skripts von der Quelle des kopierten Inhalts an das Ziel kopiert. Vergewissern Sie sich vor dem Kopieren, dass eine Vertrauensstellung zur Quelle besteht. Wenn Sie Inhalte mit Skripts kopieren, werden diese nur aktiviert, wenn Sie die Zieldatei als HTML-Datei speichern und ausführen.

Desktopstarts

Mit dieser Einstellung legen Sie fest, ob Benutzer ohne Administratorrechte in der Gruppe der Benutzer mit direktem Zugriff eines VDAs über eine ICA-Verbindung eine Verbindung zu einer Sitzung auf dem VDA herstellen können.

Standardmäßig können Benutzer ohne Administratorrechte keine Verbindung zu diesen Sitzungen herstellen.

Die Einstellung hat keine Auswirkungen auf Benutzer ohne Administratorrechte, die in der Gruppe der Benutzer mit direktem Zugriff eines VDAs sind und eine RDP-Verbindung verwenden. Diese Benutzer können eine Verbindung zum VDA herstellen, unabhängig davon, ob diese Einstellung aktiviert ist. Diese Einstellung hat keine Auswirkungen auf Benutzer ohne Administratorrechte, die nicht in der Gruppe der Benutzer mit direktem Zugriff eines VDAs sind. Diese Benutzer können keine Verbindung zum VDA herstellen, unabhängig davon, ob diese Einstellung aktiviert ist.

ICA-Listener - Verbindungstimeout

Hinweis

Diese Einstellung gilt nur für Virtual Delivery Agents 5.0, 5.5 und 5.6 Feature Pack 1.

Mit dieser Einstellung geben Sie die maximale Wartezeit an, bis eine Verbindung mit dem ICA-Protokoll abgeschlossen wird.

Standardmäßig ist die maximale Wartezeit 120000 Millisekunden oder zwei Minuten.

ICA-Listenerportnummer

Mit dieser Einstellung konfigurieren Sie die TCP/IP-Portnummer, die vom ICA-Protokoll auf dem Server verwendet wird.

Die Standardeinstellung der Portnummer ist 1494.

Gültige Portnummern müssen zwischen 0 und 65535 liegen. Sie dürfen keinen Konflikt mit anderen gängigen Portnummern verursachen. Wenn Sie die Portnummer ändern, muss der Server neu gestartet werden, damit der neue Wert wirksam werden kann. Wenn Sie die Portnummer auf dem Server ändern, müssen Sie sie auch in jeder Citrix Workspace-App-Instanz und jedem Plug-In ändern, die bzw. das eine Verbindung zu diesem Server herstellt.

Startverzögerung der Abmeldeprüfung

Über diese Einstellung wird die Dauer der Verzögerung bis zum Starten der Abmeldeprüfung festgelegt. Verwenden Sie diese Richtlinie zum Vorgeben der Zeitdauer (in Sekunden), die bis zum Trennen von Clientsitzungen abgewartet wird.

Durch diese Einstellung wird auch die Zeitdauer der Benutzerabmeldung vom Server erhöht.

Rendezvousprotokoll

Mit dieser Einstellung wird die Erstellung einer HDX-Sitzung zwischen Client und Server über einen Rendezvous-Endpunkt ermöglicht. Der Endpunkt ist eine Komponente von Citrix Gateway. Ist die Option aktiviert, wird der HDX-Datenverkehr nicht mehr über den Citrix Cloud Connector geleitet. Stattdessen stellt der VDA eine ausgehende Verbindung direkt mit der Citrix Gateway Service-Cloud her (wodurch die Cloud Connector-Skalierbarkeit verbessert wird). Erfordert der VDA für den Zugriff auf das Internet einen Proxyserver, ist eine ordnungsgemäße Proxykonfiguration erforderlich.

Diese Richtlinie ist standardmäßig aktiviert und gilt nur für HDX-Sitzungen, die über Citrix Cloud erstellt wurden.

Schreiben in Clientzwischenablage einschränken

Wenn diese Einstellung zugelassen ist, können Hostzwischenablagedaten nicht für den Clientendpunkt freigegeben werden. Durch Aktivieren der Einstellung Zum Schreiben in Clientzwischenablage zugelassene Formate können Sie bestimmte Formate zulassen.

Die Standardeinstellung ist “Nicht zugelassen”.

Schreiben in Sitzungszwischenablage einschränken

Wenn diese Einstellung zugelassen ist, können Clientzwischenablagedaten nicht für die Benutzersitzung freigegeben werden. Durch Aktivieren der Einstellung “Zum Schreiben in Sitzungszwischenablage zugelassene Formate” können Sie bestimmte Formate zulassen.

Die Standardeinstellung ist “Nicht zugelassen”.

Zum Schreiben in Sitzungszwischenablage zugelassene Formate

Wenn die Einstellung Schreiben in Sitzungszwischenablage einschränken aktiviert ist, können Clientzwischenablagedaten nicht für Sitzungsanwendungen freigegeben werden. Mit dieser Einstellung können jedoch bestimmte Datenformate für die Sitzungszwischenablage freigegeben werden.

Die folgenden Zwischenablageformate sind vom System definiert:

  • CF_TEXT
  • CF_BITMAP
  • CF_METAFILEPICT
  • CF_SYLK
  • CF_DIF
  • CF_TIFF
  • CF_OEMTEXT
  • CF_DIB
  • CF_PALETTE
  • CF_PENDATA
  • CF_RIFF
  • CF_WAVE
  • CF_UNICODETEXT
  • CF_ENHMETAFILE
  • CF_HDROP
  • CF_LOCALE
  • CF_DIBV5
  • CF_OWNERDISPLAY
  • CF_DSPTEXT
  • CF_DSPBITMAP
  • CF_DSPMETAFILEPICT
  • CF_DISPENHMETAFILE
  • CF_HTML

Die folgenden benutzerdefinierten Formate sind in XenApp und XenDesktop vordefiniert:

  • CFX_RICHTEXT
  • CFX_OfficeDrawingShape
  • CFX_BIFF8

Das HTML-Format ist standardmäßig deaktiviert. Aktivieren des Features

  • Stellen Sie sicher, dass Clientzwischenablagenumleitung zugelassen ist.
  • Stellen Sie sicher, dass “Schreiben in Sitzungszwischenablage einschränken” aktiviert ist.
  • Fügen Sie Zum Schreiben in Sitzungszwischenablage zugelassene Formate einen Eintrag für CF_HTML (sowie alle anderen Formate, die unterstützt werden sollen) hinzu.

Weitere benutzerdefinierte Formate können hinzugefügt werden. Der Name des benutzerdefinierten Formats muss mit den Formaten übereinstimmen, die mit dem System registriert werden. Bei Formatnamen muss die Groß- und Kleinschreibung beachtet werden.

Diese Einstellung hat keine Gültigkeit, wenn die Clientzwischenablageumleitung oder “Schreiben in Sitzungszwischenablage einschränken” auf “Nicht zugelassen” festgelegt ist.

Hinweis

Durch das Aktivieren der Unterstützung für das HTML-Zwischenablagenkopieren (CF_HTML) werden alle Skripts von der Quelle des kopierten Inhalts an das Ziel kopiert. Vergewissern Sie sich vor dem Kopieren, dass eine Vertrauensstellung zur Quelle besteht. Wenn Sie Inhalte mit Skripts kopieren, werden diese nur aktiviert, wenn Sie die Zieldatei als HTML-Datei speichern und ausführen.

Starten nicht-veröffentlichter Programme bei Clientverbindung

Mit dieser Einstellung geben Sie an, ob Startanwendungen über RDP auf dem Server gestartet werden.

Standardmäßig ist das Starten von Startanwendungen über RDP auf dem Server nicht zulässig.

Einstellungen der Richtlinie “Tabletmodus-Umschaltung”

Die Tabletmodus-Umschaltung optimiert das Aussehen und Verhalten von Store-Apps, Win32-Apps und der Windows-Shell auf dem VDA. Dazu wird der virtuelle Desktop automatisch in den Tabletmodus umgeschaltet, wenn Verbindungen von kleinformatigen Geräten (Smartphones und Tablets o. Ä.) oder anderen Geräten mit Touchscreen hergestellt werden.

Wenn diese Richtlinie deaktiviert ist, verbleibt der VDA unabhängig vom Clienttyp in dem vom Benutzer festgelegten Modus.