Szenario 1: Einfache Einrichtung von geografisch nahen Benutzerspeichern und Failoverclustern

“Meine Benutzer sollen immer denselben geografisch nahen, dem Netzwerk angeschlossenen bevorzugten Benutzerspeicher für ihre Profile verwenden.” In diesem Fall gelten Optionen 1 und 2.

“Mein Netzwerkbenutzerspeicher soll in einem Failovercluster sein, um hohe Verfügbarkeit zu garantieren.” In diesem Fall gilt Option 2.

Dieses Szenario wird in folgender Abbildung dargestellt. Benutzer in Nordamerika (NA) möchten die Netzwerkbenutzerspeicher in New York anstatt in der in Brisbane verwenden. Ziel ist es, die Latenz zu reduzieren und den Verkehr über die Interkontinentalverbindung nach Australien oder Neuseeland (ANZ) zu minimieren.

Diagramm

Option 1 - DFS-Namespaces

Hintergrundliteratur

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DFS-Namespaces können einige der in dem Blog genannten Probleme lösen.

Richten Sie hierzu einen Namespace für den Netzwerkbenutzerspeicher ein. Nennen Sie ihn \\MeineFirma\Profile. Es ist der Namespace “root”. Richten Sie Namespaceserver in New York und Brisbane (und allen anderen Standorten) ein. Jeder Namespaceserver hat Ordner für den jeweiligen Active Directory-Standort, die wiederum Ziele auf einem Server in New York oder Brisbane haben.

Beispielsweise sind die folgenden Standorte in Active Directory konfiguriert (Teil der Benutzerdatensätze).

AD-Standortattribut (#l#) Geografischer Standort
Wagga Wagga ANS
Darwin ANS
Brisbane ANS
Auckland ANS
Seattle Nicht verfügbar
SAN Diego Nicht verfügbar
West Palm Beach Nicht verfügbar
Poughkeepsie, New York Nicht verfügbar

In der folgenden Abbildung sehen Sie eine Möglichkeit, dies mit DFS-Namespaces einzurichten.

Grafik

Nach dem Setup konfigurieren Sie die Einstellung “Pfad zum Benutzerspeicher” wie folgt:

\\MeineFirma\Profile\#l#

Die Profile von Benutzern an den acht Standorten werden auf nur zwei Server verteilt. Hierdurch wird die geografische Nähe gewährleistet, die von diesem Szenario gefordert wird.

Alternativen

Sie können Namespaceziele sortieren. Verwenden Sie die Sortierregeln folgendermaßen. Wenn DFS-Namespaces auflösen, welche Ziele verwendet werden, kann angegeben werden, dass nur Ziele am lokalen Standort gewählt werden. Dies funktioniert, solange Sie sicher sind, dass sich alle Desktops und Server für einen beliebigen Benutzer an demselben Standort befinden.

Diese Methode schlägt fehl, wenn ein Benutzer, der normalerweise in Poughkeepsie arbeitet, Wagga Wagga besucht. Das Laptopprofil kommt aus Brisbane, aber das von veröffentlichten Anwendungen verwendete Profil kommt immer noch aus New York.

Die empfohlene Methode mit AD-Attributen stellt sicher, dass für jede Sitzung, die ein Benutzer startet, dieselben DFS-Namespaces ausgewählt werden. Der Grund dafür ist, dass #l# von der AD-Konfiguration und nicht der Konfiguration des Computer stammt.

Option 2 - DFS-Namespaces mit Failoverclustering

Hintergrundliteratur

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Wenn Sie Failoverclustering hinzufügen, können Sie einfache Hochverfügbarkeit gewährleisten.

Das wichtigste hierbei ist, dass die Dateiserver zu Failoverclustern gemacht werden, sodass Ordnerziele auf einem Failovercluster statt auf einem einzelnen Server gehostet werden.

Wenn für den Namespaceserver hohe Verfügbarkeit erforderlich ist, müssen Sie einen eigenständigen Namespace auswählen. Domänenbasierte Namespaces unterstützen die Verwendung von Failoverclustern als Namespaceserver nicht. Ordnerziele können auf Failoverclustern gehostet werden, unabhängig vom Typ des Namespaceservers.

Wichtig: Der Status von Dateisperren wird u. U. nicht beibehalten, wenn ein Server in einem Failovercluster ausfällt. Die Profilverwaltung führt zu bestimmten Zeitpunkten während der Profilverarbeitung Dateisperren auf dem Netzwerkbenutzerspeicher durch. Es ist möglich, dass ein Failover an einem kritischen Punkt zu einer Profilbeschädigung führt.

Szenario 1: Einfache Einrichtung von geografisch nahen Benutzerspeichern und Failoverclustern