Test? Produktion?

Ziel einer Pilotbereitstellung ist, eine Lösung schnell und zuverlässig demonstrieren zu können. Ein wichtiges Ziel könnte sein, die Anzahl der Komponenten im Pilotprojekt zu reduzieren. Die Profilverwaltung hat zwei Komponenten: den Benutzerspeicher und die Benutzer, deren Profile verarbeitet werden.

Richtlinie: Pfad zum Benutzerspeicher

Das Einrichten eines Benutzerspeichers für Citrix-Benutzerprofile funktioniert genauso wie das Einrichten eines Profilspeichers für Windows-Roamingprofile.

Für Testbereitstellungen sind diese Überlegungen oft nicht relevant. Der Standardwert für die Richtlinie Pfad zum Benutzerspeicher ist der Windows-Ordner im Basisverzeichnis des Benutzers. Dies funktioniert gut für Tests mit einer Plattform mit ein und demselben Betriebssystem (und somit nur einer Profilversion). Weitere Informationen zu Profilversionen finden Sie unter Übersicht über Profile. Diese Option setzt voraus, dass in den Basisverzeichnissen der Benutzer genügend Speicher verfügbar ist und dass keine Dateiserverkontingente in Kraft sind. Citrix empfiehlt, mit Profilen keine Dateiserverkontingenten zu verwenden. Eine Begründung hierfür finden Sie unter Gemeinsames Verwenden von Citrix-Benutzerprofilen auf mehreren Dateiservern.

In Produktionsumgebungen müssen Sie Anforderungen für Sicherheit, Lastausgleich, hohe Verfügbarkeit und Wiederherstellung im Notfall sorgfältig gegeneinander abwägen. Erstellen und konfigurieren Sie den Benutzerspeicher anhand dieser Empfehlungen in diesen Abschnitten:

Richtlinien: Verarbeitete Gruppen/Ausgeschlossene Gruppen

Die Komplexität von Produktionsumgebungen bedeutet, dass Sie die Einführung der Profilverwaltung gestaffelt durchführen müssen, statt sie für alle Benutzer gleichzeitig bereitzustellen. Sie müssen Benutzern u. U. mitteilen, dass sie, je nachdem mit welcher Ressource sie eine Verbindung herstellen, unterschiedliche Profile erhalten, während die Profilverwaltung eingeführt wird.

Aus Leistungsgründen wird die Profilverwaltung mit einer Endbenutzer-Lizenzvereinbarung und nicht mit integrierter Lizenzüberprüfung lizenziert. Um die Lizenzzuweisung zu verwalten, können Sie Benutzer einer Active Directory (AD)-Benutzergruppe zuweisen oder eine geeignete AD-Gruppe verwenden, die bereits vorhanden ist.

In Testumgebungen ist die Verwendung der Profilverwaltung üblicherweise auf eine kleine Gruppe ausgewählter Benutzer, möglicherweise aus mehreren Abteilungen, beschränkt, sodass keine einzelne AD-Gruppe, die alle Benutzer enthält, verwendet werden kann. Lassen Sie in diesem Fall die Richtlinien für Verarbeitete Gruppen und Ausgeschlossene Gruppen unkonfiguriert. Die Profilverwaltung führt keine Überprüfung der Gruppenmitgliedschaft durch und alle Benutzer werden verarbeitet.

Weitere Informationen über diese Richtlinien finden Sie unter Definieren, von welchen Gruppen die Profile verarbeitet werden.

Wichtig: Sie müssen auf alle Fälle sicherstellen, dass die Anzahl der von der Profilverwaltung verwalteten Benutzer nicht die in der entsprechenden Endbenutzer-Lizenzvereinbarung festgelegten Limits übersteigt.