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Konfigurieren der Startdatei für hohe Verfügbarkeit

Wenn ein Provisioning-Server mit dem Konfigurationsassistenten konfiguriert wird, kann dieser Server als einer der Server ausgewählt werden, der zum Verbinden der Zielgeräte während des Startvorgangs verwendet wird. Um eine hohe Verfügbarkeit zu gewährleisten, müssen mindestens zwei Provisioning-Anmeldeserver in der Startdatei aufgelistet sein (vier Server ist das Maximum).

Die Startdatei des Zielgeräts enthält die IP-Adressen von bis zu vier Anmelde-Provisioning-Servern sowie weitere Konfigurationsinformationen. In der Startdatei sind die Provisioning-Server aufgelistet, die ein Zielgerät kontaktieren kann, um Zugriff auf die Citrix Provisioning-Farm zu erhalten. Der kontaktierte Server übergibt das Zielgerät möglicherweise einem anderen Provisioning-Server, der die vDisk des Zielgeräts bereitstellen kann.

Hinweis:

Ein freigegebenes Speichersystem stellt die Verfügbarkeit der Provisioning-Server-vDisks sicher. Je nach Typ der freigegebenen Speichers verwenden die vDisks entweder die UNC- oder die herkömmliche DOS-Namenskonvention.

Hinzufügen von Provisioning-Servern zur Startdatei

Sie müssen Provisioning-Server der Startdatei hinzufügen, um dem Zielgerät die Informationen zum Kontaktieren des Streamdienstes bereitzustellen.

Bei der Erstkonfiguration eines Provisioning-Servers können Sie im Konfigurationsassistenten diesen Server für das Bereitstellen von TFTP-Diensten auswählen. Wenn sich alle Zielgeräte auf einem Netzwerksegment befinden, gibt es normalerweise einen TFTP-Server pro Farm. Wenn sich Zielgeräte auf mehreren Netzwerksegmenten befinden und jedes Segment als unabhängige Site konfiguriert ist, kann ein TFTP-Server pro Site (Netzwerksegment) verwendet werden.

Provisioning-Server können auch in der Konsole im Dialogfeld “Configure Bootstrap” als Anmeldeserver konfiguriert werden.

Wählen Sie eine der Methoden, um Provisioning-Server der Startdatei hinzuzufügen.

Hinzufügen von Anmeldeservern mit dem Konfigurationsassistenten

Hinzufügen und Konfigurieren des ersten Provisioning-Servers als TFTP- und Anmeldeserver mit dem Konfigurationsassistenten

  1. Führen Sie den Konfigurationsassistenten aus. Wählen Sie im Dialogfeld für die TFTP-Option und den Bootstrapspeicherort die Option Use the Provisioning-Server TFTP Service aus.
  2. Geben Sie den Speicherort der Bootstrapdatei ein oder suchen Sie die Datei und klicken Sie anschließend auf Next. Der Standardspeicherort ist C:\Dokumente und Einstellungen\All Users\Application Data\Citrix\Provisioning Services\Tftpboot.

    Hinweis:

    Falls eine vorherige Version von Provisioning-Server auf diesem Server installiert ist, müssen Sie den Standardspeicherort von C:\Programme\Citrix\Provisioning-Server\TFTPBoot bzw. C:\Dokumente und Einstellungen\All Users\Application Data\Citrix\Provisioning-Server\TFTPboot in C:\Dokumente und Einstellungen\All Users\Application Data\Citrix\Provisioning Services\TFTPboot ändern. Wenn die Standardeinstellung nicht geändert wird, kann die Bootstrapdatei nicht in der Konsole konfiguriert werden und das Starten von Zielgeräten schlägt mit der Fehlermeldung “Missing TFTP” fehl.

  3. Klicken Sie in der Provisioning-Server-Startliste auf die Schaltfläche Add, um zusätzliche Provisioning-Anmeldeserver der Liste hinzuzufügen. Legen Sie mit den Schaltflächen Move up und Move down die Startreihenfolge der Provisioning-Server fest.

    Hinweis:

    In einer Implementierung mit hoher Verfügbarkeit müssen mindestens zwei Provisioning-Server als Startserver ausgewählt sein.

  4. Zum Festlegen erweiterter Konfigurationseinstellungen markieren Sie die IP-Adresse des Provisioning-Servers, klicken “Advanced” und konfigurieren die Bootstrap-Datei. Informationen zu Felddefinitionen finden Sie unter Provisioning-Server-Eigenschaften.
  5. Klicken Sie auf “OK” und dann auf “Next”.
  6. Überprüfen Sie die Konfigurationseinstellungen und klicken Sie anschließend auf Finish, um diese zu bestätigen und die Netzwerkdienste auf diesem Server neu zu starten. Beim Speichern der Konfigurationseinstellungen werden diese im Fortschrittsdialogfeld angezeigt.
  7. Klicken Sie zum Beenden des Konfigurationsassistenten auf Done.

Hinzufügen von Anmeldeservern mit der Konsole

Hinzufügen und Konfigurieren zusätzlicher Provisioning-Server als Anmeldeserver

  1. Klicken Sie in der Konsole mit der rechten Maustaste auf einen Provisioning-Server, der als Anmeldeserver verwendet werden soll, und wählen Sie anschließend die Menüoption Configure Bootstrap. Das Dialogfeld “Configure Bootstrap” wird angezeigt.

    Hinweis:

    Durch Klicken auf Read DB werden bereits vorhandene Anmeldeserver in die Tabelle übernommen. Beim Starten des Streamdienstes wird in der Datenbank ein Datensatz mit eigener IP-Adresse erstellt. Es gibt nur einen Streamdienstdatensatz pro Datenbank. Wenn der Dienst an mehrere IP-Adressen gebunden ist, enthält die Datenbank mehrere Datensätze. Die Funktion “Read DB” wählt von jedem Provisioning-Server nur eine IP-Adresse aus. Mit dieser Funktion kann auch die Startdatei mit den Streamdienst-IP-Einstellungen aufgefüllt werden, die bereits in der Datenbank konfiguriert sind.

  2. Klicken Sie auf Add, um einen neuen Provisioning-Anmeldeserver der Bootstrapdatei hinzuzufügen. Das Dialogfeld “Streaming Server” wird angezeigt.
  3. Geben Sie die IP-Adresse und die Portnummer dieses Provisioning-Servers in die entsprechenden Textfelder ein.
  4. Verwenden Sie entweder Subnetzmasken- und Gatewayeinstellungen mit DHCP/BOOTP oder geben Sie die zu verwendenden Einstellungen ein und klicken Sie anschließend auf OK. Die Provisioning-Serverinformationen werden in der Liste der verfügbaren Anmeldeserver angezeigt.
  5. Konfigurieren der erweiterten Bootstrapeinstellungen auf der Registerkarte „Options“
    • Wählen Sie Verbose Mode, wenn Sie den Startvorgang auf dem Zielgerät überwachen möchten (optional). Dadurch wird das Systemmessaging auf dem Zielgerät aktiviert.
    • Wählen Sie Interrupt Safe Mode, wenn das Zielgerät am Anfang des Startvorgangs hängen bleibt.
    • Wählen Sie das Kontrollkästchen Advanced Memory Support, es sei denn, Sie verwenden ältere Versionen ohne aktivierte PAE.
  6. Wählen Sie eine der folgenden Netzwerkwiederherstellungsmethoden aus:
    • Restore Network Connections - Beim Aktivieren dieser Option versucht das Zielgerät zeitlich unbegrenzt die Verbindung zum Provisioning-Server wiederherzustellen.

      Hinweis:

      Da das Feld Seconds keine Gültigkeit hat, wird es inaktiv, wenn die Option “Restore Network Connections” ausgewählt wird.

    • Reboot to Hard Drive: Beim Aktivieren dieser Option führt das Zielgerät einen Hardware-Reset durch, um einen Neustart zu erzwingen, nachdem das erneute Herstellen der Kommunikation für eine definierte Anzahl an Sekunden fehlgeschlagen ist. Legt die Anzahl der Sekunden fest, die bis zu einem Neustart gewartet wird. Davon ausgehend, dass die Netzwerkverbindung nicht hergestellt werden kann, schlägt PXE fehl und das System wird neu von der lokalen Festplatte gestartet. Die Standardanzahl an Sekunden ist 50.
  7. Blättern Sie unter “Timeouts” zum “Login Polling Timeout” (in Millisekunden) zwischen neuen Versuchen beim Abfragen der Provisioning-Server.
  8. Blättern Sie unter “Timeouts” zum “Login General Timeout” (in Millisekunden), das für alle mit der Anmeldung in Verbindung stehenden Pakete mit Ausnahme des anfänglichen “Login Polling Timeout” gilt.
  9. Klicken Sie auf OK, um die Änderungen zu speichern.