Komponenten

Dieser Artikel bietet eine Übersicht über die Komponenten von Citrix Provisioning.

Lizenzserver

Sie können den Lizenzserver in der freigegebenen Infrastruktur installieren oder einen vorhandenen Citrix Lizenzserver auswählen. Sie wählen den Lizenzserver beim ersten Ausführen des Konfigurationsassistenten. Alle Citrix Provisioning-Server in der Farm müssen mit dem Lizenzserver kommunizieren.

Citrix Provisioning-Datenbank

In der Datenbank werden alle Systemkonfigurationseinstellungen der Farm gespeichert. In einer Farm gibt es nur eine Datenbank und alle Provisioning-Server in dieser Farm müssen mit ihr kommunizieren können. Verwenden Sie eine vorhandene SQL Server-Datenbank oder installieren Sie die kostenlose Anwendung SQL Server Express.

Hinweis:

Sie wählen den Datenbankserver bei der Ausführung des Konfigurationsassistenten auf einem Citrix Provisioning-Server aus.

Citrix Provisioning-Konsole

Die Citrix Provisioning-Konsole ist ein Dienstprogramm zum Verwalten der Citrix Provisioning-Implementierung. Nach dem Anmelden an der Konsole wählen Sie die Farm aus, mit der Sie eine Verbindung herstellen möchten. Ihre Administratorrolle legt fest, welche Elemente in der Konsole angezeigt und von Ihnen in der Farm verwaltet werden können.

Netzwerkdienste

Die Netzwerkdienste umfassen den DHCP-Dienst, den PXE-Dienst (Preboot Execution Environment) und den TFTP-Dienst. Diese Dienstoptionen können während des Startvorgangs zum Abrufen von IP-Adressen verwendet werden. Sie können diese Optionen auch zum Ermitteln und Herunterladen des Startprogramms vom Provisioning-Server auf das Zielgerät verwenden. Darüber hinaus sind alternative Startoptionen verfügbar.

Tipp:

Sie können die Netzwerkdienste im Rahmen der Produktinstallation installieren und anschließend mit dem Konfigurationsassistenten einrichten.

Farmen

Die Farm ist die höchste Ebene in der Citrix Provisioning-Infrastruktur. Die Farm wird erstellt, wenn Sie den Konfigurationsassistenten auf dem ersten Citrix Provisioning-Server ausführen, den Sie einer Farm hinzufügen.

Die Microsoft SQL-Datenbank der Farm wird von allen Sites in der Farm gemeinsam genutzt.

Die Konsole muss nicht direkt der Farm zugewiesen werden, da die Remoteverwaltung auf allen Konsolen unterstützt wird, die eine Verbindung zum Netzwerk dieser Farm herstellen können.

Stores

Eine Farm hat einen oder mehrere Stores. Der Store ist der logische Name des physischen oder virtuellen Speicherorts der vDisk. Der Storename ist der allgemeine Name, der von allen Provisioning-Servern in der Farm verwendet wird.

Sites

In einer Farm gibt es eine oder mehrere Sites. Die erste Site wird mit dem Konfigurationsassistenten erstellt und auf dem ersten Provisioning-Server in der Farm ausgeführt.

Sites werden in der Konsole wie folgt dargestellt:

Sitedarstellung in der Konsole

Citrix Provisioning-Server

Citrix Provisioning-Server sind Server, auf denen Streamdienste installiert sind. Der Streamdienst überträgt bei Bedarf Software von vDisks an Zielgeräte. Bei einigen Implementierungen werden die vDisks direkt auf dem Provisioning-Server gespeichert. Bei einigen Implementierungen werden die vDisks direkt auf dem Provisioning-Server gespeichert.

Provisioning-Server tauschen auch Konfigurationsinformationen mit der Citrix Provisioning-Datenbank aus. Darüber hinaus rufen die Provisioning-Server Konfigurationsinformationen aus der Provisioning Services-Datenbank ab und übertragen Informationen in die Datenbank.

vDisks

vDisks sind Datenträgerimages und werden auf dem Provisioning-Server oder auf einem freigegebenen Speichergerät gespeichert. vDisks setzen sich aus der VHDX-Basisimagedatei, den zugehörigen Eigenschaftendateien (.pvp) und ggf. mehreren differenzierenden VHDX-Datenträgern (.avhdx) zusammen, auf die verwiesen wird.

vDisks sind Zielgeräten zugewiesen. Die Zielgeräte starten von dem zugeordneten vDisk-Image und streamen Software von diesem Image.

vDisk-Pools

Alle vDisks, die einer Site zur Verfügung stehen, werden als vDisk-Pool bezeichnet. Pro Site gibt es nur einen vDisk-Pool.

vDisk-Updateverwaltung

Mit dem vDisk-Updateverwaltungsfeature konfigurieren Sie die Automatisierung von vDisk-Updates mit virtuellen Maschinen. Automatische vDisk-Updates können einem Plan gemäß ausgeführt oder direkt von der Konsole aufgerufen werden. Das Feature unterstützt Updates, die von ESD-Servern (Electronic Software Delivery) erkannt und bereitgestellt wurden, sowie Windows-Updates und andere gepushte Updates.

vDisk-Modi

vDisk-Images werden im Privatimagemodus oder Standardimagemodus konfiguriert. Berücksichtigen Sie Folgendes bei der Verwendung von vDisk-Images:

  • Im Privatimagemodus wird ein vDisk-Image als einzelnes Gerät mit Lese-/Schreibzugriff verwendet.
  • Im Standardimagemodus wird ein vDisk-Image von mehreren Geräten verwendet, ist jedoch schreibgeschützt, wenn Sie mehrere Cacheoptionen verwenden.

vDisk-Kette

Alle Updates am vDisk-Basisimage können auf versionierten differenzierenden Datenträgern erfasst werden, wobei das ursprüngliche Basisdatenträgerimage nicht geändert wird.

Jedes Mal, wenn eine vDisk aktualisiert wird, kann eine neue Version des differenzierenden VHDX-Datenträgers erstellt werden. Dem Dateinamen werden ansteigende Ziffern angefügt:

vDisk-Image VHDX-Dateiname
Basisimage win7dev.avhdx
Version 1 win7dev.1.avhdx
Version 2 win7dev.2.avhdx
Version N win7dev.N.avhdx

Starten von vDisks

Die folgende Abbildung zeigt, wie die vDisk auf einer Serverfreigabe gefunden und von dort gestartet wird.

Starten von vDisks

Der vorhergehende Abbildung illustriert die folgende Schrittfolge:

  1. Das Zielgerät beginnt den Startvorgang, indem es die Verbindung mit einem Provisioning-Server herstellt und eine Lizenz abruft.
  2. Der Provisioning-Server sucht im vDisk-Pool die vDisk-Informationen, u. a. die Server, die dem Zielgerät die vDisk bereitstellen können. Der Server überprüft auch die Pfadinformationen, die zum Aufrufen der vDisk verwendet werden. In diesem Beispiel gibt es nur einen Provisioning-Server in der Site, der dem Zielgerät die vDisk bereitstellen kann. Der physische Speicherort der vDisk ist der Finance Server (freigegebener Speicherort auf Farmebene).
  3. Der Provisioning-Server sucht die vDisk auf dem Finance Server und streamt die vDisk bei Bedarf zum Zielgerät.

vDisk-Beispiele

Die folgenden Beispiele verdeutlichen, wie vDisk-Images in Citrix Provisioning verwendet werden.

Erstes Beispiel

Die physische vDisk für Windows 10 wird lokal auf einem Citrix Provisioning-Server in der Site gespeichert. Der logische Name dieses physischen Speicherorts ist der Store.

Storename (logischer Name): bostonwin10

Physischer Pfad zur vDisk: C:\vDisks\

Zweites Beispiel

Die physische vDisk für Windows 10 wird auf einer Netzwerkfreigabe (FinancevDisks) auf Farmebene gespeichert.

Storename (logischer Name): FinancevDisks

Physischer Pfad zur vDisk für alle Provisioning-Server in der Farm: \\financeserver\financevdisks\

Gerätesammlungen

Gerätesammlungen sind logische Gruppen mit Zielgeräten. Zielgeräte sind Geräte, z. B. Desktopcomputer oder Server, die von einer vDisk im Netzwerk gestartet werden und Software von dieser vDisk abrufen. Eine Gerätesammlung kann einen physischen Standort, einen Subnetzbereich oder eine logische Anordnung von Zielgeräten darstellen. Das Erstellen von Gerätesammlungen erleichtert die Geräteverwaltung, da die Aktionen auf Sammlungsebene anstatt auf Zielgerätebene durchgeführt werden.

Ansichten

Mit Ansichten verwalten Sie schnell eine Gruppe von Zielgeräten. Ansichten werden üblicherweise entsprechend der Unternehmensanforderungen erstellt. Beispielsweise kann eine Ansicht einen physischen Standort darstellen, z. B. ein Gebäude oder einen Benutzertyp. Ein Zielgerät kann zu einer beliebigen Anzahl Ansichten gehören, obwohl es nur Mitglied einer Gerätesammlung sein kann.

Ansichten werden in der Konsole wie folgt dargestellt:

Darstellung von Ansichten in der Konsole

Farmansichten können jedes Zielgerät enthalten, das in der Farm vorhanden ist. Siteansichten enthalten nur Zielgeräte, die innerhalb einer Site sind.