Server

Mit den folgenden Aufgaben konfigurieren Sie Provisioningserver in der Farm.

Wichtig:

Nachdem Sie die Eigenschaften eines Provisioning Servers geändert haben, starten Sie den Streamdienst neu, um diese Änderungen zu implementieren. Gehen Sie beim Neustarten von Diensten vorsichtig vor. Falls Zielgeräte mit dem Provisioningserver verbunden sind, können Änderungen verhindern, dass das Gerät neu verbunden werden kann. Die Angabe im Feld “IP Address” auf der Registerkarte “Network” muss die tatsächliche statische IP-Adresse des Provisioningservers widerspiegeln.

Provisioningserver-Eigenschaften

Im Dialogfeld “Provisioning Server Properties” ändern Sie die Konfigurationseinstellungen der Provisioningserver. Zeigen Sie die Eigenschaften eines vorhandenen Provisioningservers mit einer der folgenden Methoden an:

  • Markieren Sie einen Provisioning Server und wählen Sie im Menü “Action” Properties aus.
  • Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen Provisioningserver und wählen Sie “Properties”.
  • Wenn der Detailbereich angezeigt wird, markieren Sie einen Provisioningserver und wählen Sie das Menüelement Properties aus der Liste der Aktionen aus.

Das Dialogfeld “Server Properties” enthält die folgenden Registerkarten:

  • Allgemein
  • Netzwerk
  • Stores
  • Optionen
  • Protokollierung

Tipp:

Provisioning Services zeigt eine Meldung an, wenn eine im Dialogfeld “Provisioning Server Properties” vorgenommene Änderung den Neustart des Servers erfordert.

Registerkarte “General”

Feld Beschreibung
Name und Beschreibung Zeigt den Namen und eine kurze Beschreibung des Provisioningservers an. Die Maximallänge für den Servernamen beträgt 15 Zeichen. Geben Sie nicht den FQDN als Servernamen ein.
Power Rating Jedem Server wird ein Leistungswert zugewiesen, mit dem der Server mit der geringsten Last ermittelt wird. Die zu verwendende Skala wird vom Administrator definiert. Ein Administrator kann beispielsweise festlegen, dass alle Server auf einer Skala von 1 bis 10 oder von 100 bis 1000 bewertet werden. Bei einer Skala von 1 bis 10 gilt ein Server mit einer Bewertung von 2 als doppelt so leistungsfähig wie ein Server mit einer Bewertung von 1. Ihm werden deshalb doppelt so viele Zielgeräte zugewiesen. Ebenso gilt bei einer Skala von 100 bis 1000 ein Server mit einer Bewertung von 200 als doppelt so leistungsfähig wie ein Server mit einer Bewertung von 100. Ihm werden deshalb doppelt so viele Zielgeräte zugewiesen. Die Verwendung der Standardeinstellung von 1.0 für alle Server ergibt eine gleichmäßige serverübergreifende Auslastung. In diesem Fall zieht der Lastausgleichsalgorithmus die individuelle Serverleistung nicht in Betracht. Bewertungen können zwischen 0.1 und 1000.0 sein. Der Standardwert ist 1.0.
Log events to the server’s event log Wählen Sie diese Option, wenn die Ereignisse dieses Provisioningservers im Windows-Ereignisprotokoll aufgezeichnet werden sollen.

Registerkarte Server

Die folgenden Optionen sind im Fenster Advanced Server Properties verfügbar.

Feld Beschreibung
Threads per port Anzahl der Threads im Threadpool, die UDP-Pakete bedienen, die auf einem angegebenen UDP-Port empfangen werden. Werte zwischen vier und acht sind angemessene Einstellungen. Eine größere Anzahl an Threads ermöglicht das gleichzeitige Verarbeiten mehrerer Zielgerätanfragen, dabei werden jedoch mehr Systemressourcen verbraucht.
Buffers per thread Anzahl der Paketpuffer, die für jeden Thread in einem Threadpool reserviert werden. Die Anzahl der Puffer pro Thread sollte groß genug sein, sodass ein einzelner Thread eine E/A-Transaktion von einem Zielgerät lesen kann. Daher sollte im Idealfall die Anzahl der Puffer pro Thread auf (IOBurstSize/MaximumTransmissionUnit) + 1) festgelegt werden. Bei einem zu hohen Wert wird mehr Arbeitsspeicher verbraucht; die Leistungsfähigkeit wird jedoch nicht beeinträchtigt. Bei einem zu niedrigen Wert wird weniger RAM verbraucht, aber die Leistungsfähigkeit leidet darunter.
Server cache timeout Jeder Server schreibt regelmäßig Statusinformationen in die Provisioning Services-Datenbank. Bei jedem Schreibvorgang werden diese Statusinformationen mit einem Zeitstempel versehen. Ein Server wird von anderen Servern in der Farm als “aktiv” betrachtet, wenn die Statusinformationen in der Datenbank neuer als der Timeoutwert (in Sekunden) für den Servercache sind. Jeder Server in der Farm versucht, seine Statusinformationen alle (Timeout des Servercache/2) Sekunden zu schreiben, d. h. doppelt so schnell wie die Timeoutrate. Bei einem kleineren Timeoutwert für den Servercache erkennen Server Offlineserver noch schneller, allerdings auf Kosten zusätzlicher Datenbankverarbeitungen. Ein höherer Timeoutwert für den Servercache verringert die Datenbanklast. Dabei dauert es jedoch länger, verloren gegangene Server zu erkennen.
Local and concurrent I/O limits Steuert die Anzahl der gleichzeitig ausstehenden E/A-Transaktionen, die an ein angegebenes Speichergerät gesendet werden können. Ein Speichergerät ist entweder der Laufwerksbuchstabe eines lokalen Laufwerks (z. B. C: oder D:) oder der Basisteil eines UNC-Pfads, z. B. \Servername. Da der PVS-Dienst ein Multithread-Dienst ist, kann er Hunderte von gleichzeitigen E/A-Anforderungen an ein angegebenes Speichergerät senden. Diese werden in der Regel vom Gerät in die Warteschlange gesetzt und, falls zeitlich möglich, verarbeitet. Einige Speichergeräte, vor allem Windows-Netzwerkfreigaben, können eine große Anzahl von gleichzeitigen Anforderungen nicht gut bewältigen. Sie können unter bestimmten Umständen Verbindungen unterbrechen oder unrealistisch lange Zeit zum Verarbeiten von Transaktionen beanspruchen. Durch Drosseln der gleichzeitigen E/A-Transaktionen im PVS-Dienst kann eine bessere Leistung dieser Gerätetypen erzielt werden. Ein lokales Gerät beginnt mit einem Laufwerksbuchstaben. Ein Remotegerät beginnt mit einem UNC-Servernamen. So können separate Limits für Netzwerkfreigaben und für lokale Laufwerke einfach erreicht werden. Wenn ein langsamer Computer die Netzwerkfreigabe bereitstellt oder langsame Laufwerke hat, ist möglicherweise ein Wert zwischen 1 und 3 für das Remotelimit erforderlich, um für diese Freigabe die beste Leistung zu erzielen. Wenn Sie schnelle lokale Laufwerke einsetzen, können Sie einen höheren Wert für das lokale Limit angeben. Die optimale Einstellung für eine angegebene Hardwareumgebung kann nur über empirische Tests ermittelt werden. Wird einer der Werte auf 0 gesetzt, ist die Funktion deaktiviert und der PVS-Dienst wird ohne Limits ausgeführt. Dies kann für sehr schnelle Laufwerke wünschenswert sein. Wenn eine Netzwerkfreigabe überlastet ist, finden weitaus mehr Neuverbindungsversuche und Gerätewiederholungsversuche während Boot Storms statt. Dies ist auf Schreib-/Lese- und Dateiöffnungsvorgänge zurückzuführen, die länger als 60 Sekunden dauern. Durch das Drosseln der gleichzeitigen E/A-Transaktionen auf der Freigabe werden diese Arten von Problemen erheblich reduziert.

Registerkarte Network

Feld Beschreibung
Maximum transmission unit Anzahl der Bytes, die in ein einzelnes UDP-Paket passen. Für Standard-Ethernet ist der Standardwert richtig. Wenn Sie über ein WAN arbeiten, ist möglicherweise ein kleinerer Wert erforderlich, um eine IP-Fragmentierung zu verhindern. Zurzeit unterstützt Provisioning Services weder die IP-Fragmentierung noch die Zusammensetzung der Fragmente. Wenn Sie zudem ein Gerät oder eine Softwareschicht verwenden, das bzw. die jedem Paket Bytes hinzufügt (z. B. aus Sicherheitsgründen), ist möglicherweise ein kleinerer Wert erforderlich. Sofern die ganze Infrastruktur Jumbopakete unterstützt (Provisioning Services-Netzwerkkarte, Zielgerät-Netzwerkkarte und alle dazwischenliegenden Switches und/oder Router), können Sie die MTU auf einen Wert festlegen, der 50 Bytes geringer als die Maximalgröße Ihres Jumbopakets ist, um einen weit höheren Netzwerkdurchsatz zu erzielen.
I/O burst size Die Anzahl der Bytes, die in einem einzelnen Lese-/Schreibvorgang übertragen wird, bevor eine Bestätigung (ACK) vom Server bzw. Gerät gesendet wird. Je größer der IO-Burst, umso schneller der Datendurchsatz auf ein einzelnes Gerät, jedoch auf Kosten höherer Belastung des Servers und der Netzwerkinfrastruktur. Zudem erhöhen größere IO-Bursts die Wahrscheinlichkeit von verloren gegangenen Paketen und kostspieligen Wiederholungsversuchen. Kleinere IO-Bursts reduzieren den Netzwerkdatendurchsatz für einzelne Clients und die Serverlast. Kleinere IO-Bursts reduzieren außerdem die Wahrscheinlichkeit von Wiederholungen. IO-Burst-Größe/MTU-Größe muss <= 32 sein, d. h. ein IO-Burst kann nur 32 Pakete enthalten, bevor ein ACK benötigt wird.
Socket communications Aktiviert nicht blockierende E/A für die Netzwerkkommunikation.

Registerkarte Pacing

Feld Beschreibung
Boot pause records Die Dauer, die das Gerät pausiert, wenn das Limit für die Höchstanzahl der Gerätestarts erreicht ist. Das Gerät zeigt eine Meldung an und wartet die unter “Boot pause seconds” angegebene Anzahl an Sekunden ab, bevor es den Startvorgang fortsetzt. Das Gerät fragt in Abständen der unter “Boot pause seconds” angegebenen Anzahl an Sekunden den Server so lange ab, bis der Server das Starten des Geräts zulässt.
Maximum boot time Die Dauer, für die ein Gerät im Startzustand angesehen wird. Wenn ein Gerät gestartet wird, wird es so lange als startend betrachtet, bis die unter “Maximum boot time” angegebene Dauer für das Gerät abgelaufen ist. Danach wird es nicht mehr als startend betrachtet (sofern es das Boot-Pacing betrifft), auch dann nicht, wenn der Startvorgang des Geräts noch nicht abgeschlossen ist. Die Dauer, für die ein Gerät als startend betrachtet wird, kann als ein Zeitlimit pro Gerät für den Startstatus für das Boot-Pacing angesehen werden.
Maximum devices booting Die Höchstzahl der Geräte, die vom Server für das gleichzeitige Starten zugelassen wird, bevor neue Startgeräte pausiert werden. Die Anzahl der Startgeräte muss unter diesem Limit liegen, damit der Server das Starten weiterer Geräte zulässt.
vDisk creation pacing Dauer der Pacingverzögerung, die beim Erstellen einer vDisk auf diesem Provisioningserver verwendet wird. Höhere Werte führen zu einer Verlängerung der Erstellungszeit für vDisks, sie reduzieren allerdings den Mehraufwand des Provisioningservers, dafür zu sorgen, dass aktive Zielgeräte weiterhin effizient laufen.

Registerkarte Device

Feld Beschreibung
License timeout Dauer seit der letzten Kontaktaufnahme mit einem Zielgerät, das eine Lizenz beanspruchte, bevor diese für die Verwendung durch ein anderes Zielgerät freigegeben wird. Falls ein Zielgerät abnormal beendet wird (z. B. aufgrund eines Stromausfalls), bleibt die Lizenz für die angegebene Dauer gültig.

Registerkarte Network

Feld Beschreibung
IP-Adresse Die IP-Adressen, die der Streamdienst für die Kommunikation zwischen einem Zielgerät und diesem Provisioningserver verwendet. Geben Sie beim Hinzufügen eines neuen Provisioningservers die gültige IP-Adresse für den neuen Server ein. Die folgenden Felder enthalten Informationen zum Anzeigen von IP-Adressinformationen: Add fügt eine IP-Adresse für den ausgewählten Provisioningserver hinzu, Edit öffnet das Dialogfeld “IP Address” zum Ändern der IP-Adresse des ausgewählten Provisioningservers, Remove entfernt die ausgewählte IP-Adresse aus der Liste der verfügbaren IP-Adressen für den ausgewählten Provisioningserver.
Ports Geben Sie die erste und die letzte UDP-Portnummer ein, um einen Portbereich anzugeben, der vom Streamdienst für die Kommunikation mit den Zielgeräten verwendet wird. Hinweis: Es sind mindestens fünf Ports in einem Bereich erforderlich. Die erste Portnummer ist standardmäßig 6910 und die letzte Portnummer ist 6930.

Registerkarte “Stores”

Feld Beschreibung
Stores Listet alle Stores auf (logische Namen, die die physischen Pfade zu den vDisks darstellen, die dem Provisioningserver zur Verfügung stehen). Dieses Feld enthält die folgenden Optionen: Add öffnet das Dialogfeld “Store Properties”, damit ein neuer Store und die Eigenschaften dieses Stores in die Liste der Stores aufgenommen werden können. Der Standardpfad wird überschrieben, Edit öffnet das Dialogfeld “Store Properties”, sodass die Eigenschaften des Stores geändert werden können. Wählen Sie einen vorhandenen Store aus und klicken Sie auf “Edit”, um die Eigenschaften des Stores zu ändern. Remove entfernt den ausgewählten Store aus der Liste der Stores, die für diesen Provisioningserver zur Verfügung stehen.
Storeeigenschaften Enthält die folgenden Felder: Store – Name des Stores. Der Name des Stores wird angegeben, wenn ein vorhandener Store bearbeitet wird. Wenn es sich um einen neuen Store handelt, wählen Sie den Store aus der Dropdownliste aus. Path used to access the store – der Storepfad wird nur benötigt, wenn Sie den in den Storeeigenschaften konfigurierten Standardpfad außer Kraft setzen müssen. Wenn der Standardpfad in den Storeeigenschaften für diesen Server gültig ist, machen Sie keine Eingabe für den Pfad für den Store in den Storeeigenschaften des Servers. Hinweis: Wenn Sie einen Überschreibungsstorepfad in den Servereigenschaften einstellen, müssen Sie den Pfad vor dem Erstellen einer neuen vDisk-Version einstellen. Da diese Pfadangaben in den VHDX-Kopfzeilendaten gespeichert und von dort referenziert werden, kann das Ändern des Pfads nach der Versionserstellung zu unerwarteten Ergebnissen führen. Write cache paths: Klicken Sie auf die Schaltflächen Add oder Edit, um das Dialogfeld “Write cache path” zu öffnen, und geben Sie den entsprechenden Schreibcachepfad für diesen Store ein. Wählen Sie einen vorhandenen Pfad aus der Liste aus und klicken Sie anschließend auf Remove, um die Pfadzuordnung zu diesem Store zu entfernen. Ändern Sie mit den Schaltflächen Move Up und Move Down die Reihenfolge der Cachepfadpriorität. Wenn die hohe Verfügbarkeit konfiguriert ist, muss die Reihenfolge, in der die Cachepfade aufgeführt werden, für jeden Server gleich sein.

Registerkarte “Options”

Feld Beschreibung
Active Directory Automate computer account password updates: Wenn Zielgeräte Domänenmitglieder sind und eine Neuverhandlung der Computerkennwörter zwischen Windows Active Directory und den Zielgeräten erfordern, wählen Sie “Automate computer account password updates” und legen Sie mit dem Schieberegler die Anzahl der Tage zwischen Neuverhandlungen fest.
Enable automatic vDisk updates Aktivieren Sie diese Option für ein automatisches Aktualisieren von vDisks; legen Sie die Tageszeit fest, zu der auf Updates geprüft wird.

Registerkarte “Logging”

Feld Beschreibung
Logging level Sie können folgende Optionen für die Protokollierungsstufe auswählen: TRACE zeichnet alle gültigen Vorgänge auf, DEBUG zeichnet zu einem bestimmten Vorgang detaillierte Informationen auf. Sie ist die höchste Protokollierungsstufe. Wenn Sie die Protokollierungsstufe DEBUG festlegen, enthält die Protokolldatei auch die Informationen der anderen Protokollierungsstufen. INFO ist die Standardprotokollierungsstufe. Die Stufe INFO protokolliert Informationen zum Arbeitsablauf, d. h., wie im Allgemeinen die Vorgänge durchgeführt werden. WARN: Die Stufe WARNING protokolliert Vorgänge, die trotz aufgetretener Probleme erfolgreich abgeschlossen werden konnten. ERROR: Die Stufe ERROR zeichnet Vorgänge auf, bei denen ein Fehler aufgetreten ist. FATAL: Die Stufe FATAL protokolliert Systemfehler, die nicht behoben werden konnten.
File size maximum Geben Sie die Maximalgröße ein, die eine Protokolldatei erreichen darf, bevor eine neue Datei angelegt wird.
Backup files maximum Geben Sie die Höchstzahl der zu speichernden Backup-Protokolldateien ein. Wird diese Anzahl erreicht, wird die älteste Protokolldatei automatisch gelöscht.

Kopieren und Einfügen von Eigenschaften

Kopieren der Eigenschaften eines Provisioningservers auf einen anderen Provisioningserver

  1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Provisioningserver mit den zu kopierenden Eigenschaften und wählen Sie die Option “Copy server properties”. Das Dialogfeld “Copy Server Properties” wird angezeigt.
  2. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen neben den Eigenschaften, die Sie kopieren möchten, oder klicken Sie auf die Schaltfläche Select all, um alle Eigenschaften zu kopieren.
  3. Klicken Sie auf Kopieren. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Provisioningserver, auf den Sie die Eigenschaften kopieren möchten, und wählen Sie die Option “Paste”.

Manuelles Konfigurieren von Provisioningservern

Wenn Sie einen Remote-Provisioningserver einrichten oder spezifische Anforderungen haben, müssen Sie die Streamdienste manuell konfigurieren und starten. Führen Sie den Konfigurationsassistenten auf den Remoteprovisioningservern aus, um sicherzustellen, dass alle Einstellungen ordnungsgemäß konfiguriert wurden. Wenn Sie den Konfigurationsassistenten nicht ausführen, können Sie die vDisks möglicherweise nicht zuordnen. Lesen Sie die Anweisungen im Dokument “Installation and Configuration Guide”, wenn Sie den Konfigurationsassistenten das erste Mal ausführen.

Erneutes Ausführen des Konfigurationsassistenten

Falls die IP-Adresse des Provisioningservers geändert wird, aktualisieren Sie den Streamdienst mit dem Konfigurationsassistenten. Wenn Sie die IP-Adresse des Provisioningservers ändern möchten, starten Sie einfach den Konfigurationsassistenten erneut und wählen Sie die neue IP-Adresse aus, wenn Sie dazu aufgefordert werden. Wenn Sie den Konfigurationsassistent abschließen, werden die entsprechenden IP-Adressen in der Konfiguration zurückgesetzt und der Streamdienst wird neu gestartet.

Manuelles Starten und Konfigurieren des Streamdienstes

Nach der Konfiguration des Streamdienstes müssen Sie den Dienst neu starten, damit die Änderungen wirksam werden. Der Dienst sollte bei jedem Provisioningserver-Start automatisch gestartet werden.

Hinweis:

Der Konfigurationsassistent startet und konfiguriert die erforderlichen Dienste so, dass sie automatisch gestartet werden. Folgen Sie den Anweisungen in diesem Abschnitt, wenn Sie die Dienste manuell starten und konfigurieren müssen.

Der Streamdienst muss gestartet werden, damit der Provisioningserver ordnungsgemäß ausgeführt wird. Starten Sie die folgenden Startdienste, falls sie noch nicht ausgeführt werden:

  • BOOTP-Dienst oder PXE-Dienst
  • TFTP-Dienst

Manuelles Starten von Diensten:

  1. Wählen Sie im Startmenü von Windows “Einstellungen” und klicken Sie anschließend auf “Systemsteuerung”.
  2. Doppelklicken Sie in der Systemsteuerung auf das Symbol Verwaltung.
  3. Doppelklicken Sie im Fenster Verwaltung auf das Symbol “Dienste”. Das Fenster Dienste wird geöffnet.
  4. Klicken Sie im Fenster Dienste mit der rechten Maustaste auf den Dienst, den Sie starten möchten, und wählen Sie Starten.

Manuelles Konfigurieren eines Diensts, um ihn automatisch zu starten, wenn der Provisioningserver gestartet wird

  1. Wählen Sie im Startmenü von Windows den Menüpunkt Einstellungen und klicken Sie anschließend auf Systemsteuerung.

  2. Doppelklicken Sie in der Systemsteuerung auf das Symbol Verwaltung.

  3. Doppelklicken Sie im Fenster Verwaltung auf das Symbol “Dienste”. Das Fenster Dienste wird geöffnet.

  4. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den gewünschten Dienst und wählen Sie Eigenschaften.

  5. Wählen Sie unter “Starttyp” die Option Automatisch aus, damit der Dienst bei jedem Systemstart neu gestartet wird.

Löschen von Provisioningservern

Manchmal müssen Sie ggf. einen Provisioningserver aus der Liste der verfügbaren Provisioningserver in der Farm löschen.

Hinweis:

Bevor dies möglich ist, müssen Sie den Server zuerst als deaktiviert markieren oder ausschalten. Anderenfalls ist die Menüoption “Delete” nicht verfügbar. Der Streamdienst kann nicht gelöscht werden.

Das Löschen des Provisioningservers hat keine Auswirkungen auf die vDisk-Imagedateien oder den Inhalt der Serverlaufwerke. Es gehen jedoch alle Pfade zu den vDisk-Imagedateien auf diesem Server verloren.

Nach dem Löschen des Provisioningservers sind die Zielgeräte nicht mehr den vDisk-Imagedateien auf diesem Server zugeordnet. Die Zielgerätdaten bleiben in der Datenbank auf dem virtuellen LAN-Laufwerk gespeichert. Das Gerät hat jedoch keinen Zugriff auf die vDisks, die dem gelöschten Provisioningserver zugewiesen waren.

Hinweis:

Hinweis: Wenn dem zu löschenden Provisioningserver vDisks zugeordnet sind, speichern Sie zuerst Sicherungskopien der vDisks im vDisk-Verzeichnis, bevor Sie den Server löschen.

Löschen eines Provisioningservers:

  1. Wählen Sie in der Konsole den gewünschten Provisioningserver aus und wählen Sie anschließend Show connected devices im Menü “Action”, im Kontextmenü oder im Bereich “Action” aus. Das Dialogfeld “Connected Target Devices” wird geöffnet.
  2. Wählen Sie in der Tabelle “Target Device” alle aufgeführten Geräte aus und klicken Sie auf Shutdown. Das Dialogfeld “Target Device Control” wird geöffnet.
  3. Geben Sie einen Meldungstext ein, um den Zielgeräten mitzuteilen, dass der Provisioningserver heruntergefahren wird.
  4. Blättern Sie nach unten und wählen Sie die Anzahl der Sekunden, die nach dem Empfang der Meldung gewartet werden soll.
  5. Wenn der Streamdienst auf dem Provisioningserver ausgeführt wird, beenden Sie den Dienst (siehe Starten, Stoppen oder Neustarten von Provisioning Services).
  6. Entfernen Sie alle Zielgerätzuordnungen für den Provisioningserver.
  7. Wählen Sie den zu löschenden Provisioningserver aus und wählen Sie dann die Option Delete im Menü “Action”, im Kontextmenü oder im Bereich “Action”. Eine Löschbestätigung wird angezeigt.
  8. Klicken Sie auf Yes, um den Löschvorgang zu bestätigen. Der Provisioningserver wurde gelöscht und wird nicht mehr in der Konsole angezeigt.

Starten, Stoppen oder Neustarten eines Servers

Tipp:

Starten, Beenden oder Neustarten von Provisioning Services kann zu unerwartetem Verhalten führen. Weitere Informationen finden Sie unter Server.

Starten, Beenden oder Neustarten von Provisioning Services auf einem Provisioningserver:

  1. Markieren Sie in der Konsole den Provisioningserver und wählen Sie die Menüoption Stream Services im Menü Actions, im Kontextmenü oder im Bereich “Actions” aus. Das Dialogfeld “Provisioningserver Control” wird geöffnet.
  2. Wählen Sie eine der folgenden Menüoptionen:
  3. Markieren Sie die Provisioningserver, für die Sie eine Aktion ausführen möchten, und klicken Sie auf die Schaltfläche der entsprechenden Aktion.
  4. Klicken Sie auf Close, um das Dialogfeld zu beenden.
Feld Beschreibung
Starten Startet den Streamdienst
Anhalten Versetzt den Provisioningserver in den Offline-Modus
Neu starten Nachdem Sie die Provisioningservereinstellungen geändert haben, z. B. nach dem Hinzufügen oder Entfernen von IP-Adressen, starten Sie den Streamdienst neu

Wichtige Überlegungen

Zum Starten oder Beenden von SOAP- oder Streamdiensten auf einem Provisioningserver muss der Benutzer, der die Dienste ausführt, zum Steuern der Dienste über Windows-Berechtigungen verfügen. Der Grund für diese Beschränkung ist ein Windows-Sicherheitsproblem.

Sie lösen dieses Problem, indem Sie das Tool SubInACL von Microsoft installieren (https://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?FamilyID=e8ba3e56-d8fe-4a91-93cf-ed6985e3927b&displaylang=en). Verwenden Sie dann den folgenden Befehl, um die Berechtigungen für StreamService festzulegen:

subinacl /service streamservice /grant=NetworkService=TOP

Fehler bei Neustarten oder Beenden über die PVS Console

Das Neustarten oder Beenden von Diensten über die PVS Console kann fehlschlagen, wenn ein Streamdienst mit einem Netzwerkdienstkonto ausgeführt wird. In einem solchen Fall kann der Dienst den Status “Started” aufweisen, Sie können ihn jedoch nicht über die Console neu starten oder beenden.

Tipp:

Standardmäßig haben Netzwerkdienstkonten keine Berechtigungen zum Starten oder Beenden von Diensten.

Wenn beispielsweise Dienste mit einem Netzwerkdienstkonto konfiguriert sind, tritt bei Ausführung des Konfigurationsassistenten ein Fehler auf. Der Dienst wird als gestartet angezeigt, er kann jedoch nicht neu gestartet oder beendet werden:

Abbildung des Fensters "Dienste"

Abbildung des Fensters "Dienste neu starten"

Sie können dieses Problem eventuell lösen, indem Sie dem Streamdienst ein Konto mit den zum Zugreifen auf die Datenbank erforderlichen Berechtigungen zuordnen. Wenn Sie beispielsweise Dienste mit dem Konto anuj.com\administrator konfiguriert haben, können Sie diese über die PVS Console neu starten oder beenden:

Abbildung der Startoptionen der PVS-Konsole

Abbildung des Dialogfelds "Restart services"