Erstellen von vDisks

In diesem Abschnitt finden Sie die Informationen und Aufgaben, mit denen Sie ein neues vDisk-Basisimage erstellen.

vDisks agieren als Festplatte für ein Zielgerät und bestehen als Datenträgerimagedateien auf einem Provisioningserver oder einem freigegebenen Speichergerät. vDisks setzen sich aus der VHDX-Basisimagedatei, den zugehörigen Eigenschaftendateien (.pvp) und ggf. mehreren differenzierenden VHDX-Datenträgern (.avhdx) zusammen, auf die verwiesen wird.

Beachten Sie beim Erstellen einer vDisk-Imagedatei Folgendes:

  • Sie können beliebig viele vDisk-Imagedateien erstellen, solange auf dem Provisioningserver bzw. dem Speichergerät, auf dem die vDisk-Imagedateien gespeichert werden, genügend Speicherplatz verfügbar ist.
  • vDisk-Dateien verwenden das FAT- oder NTFS-Dateisystem für Microsoft Betriebssysteme.
  • Je nach Dateisystem, das für die vDisk-Speicherung verwendet wird, beträgt die Maximalgröße einer VHDX-Datei (vDisk) 2 Terabyte (NTFS) bzw. 4096 MB (FAT).
  • Eine vDisk kann von mehreren Zielgeräten gemeinsam genutzt (Standardimage) oder nur einem Zielgerät zugeordnet werden (Privatimage).

Das Erstellen einer neuen vDisk ist die erste Stufe im Lebenszyklus einer vDisk. Für das Erstellen einer vDisk muss das Masterzielgerät für das Imaging vorbereitet werden, eine vDisk-Datei, in der die vDisk gespeichert wird, muss erstellt und konfiguriert werden, und dann wird ein Image des Masterzielgeräts in der Datei erstellt; dieses Image ergibt das neue vDisk-Basisimage. Dieses Verfahren kann automatisch mit dem Imagingassistenten oder manuell durchgeführt werden. In Provisioning Services kann auch ein allgemeines Image erstellt werden, das mit einer Zielplattform oder mit mehreren Zielplattformen verwendet wird.

Hinweis:

Was in der Konsole angezeigt wird und welche Aufgaben Sie durchführen können, hängt von Ihrer Administratorrolle ab. Als Siteadministrator können Sie beispielsweise die vDisks der Ihnen zugeordneten Sites anzeigen und verwalten. Wenn allerdings der Farmadministrator die Site nicht als Eigentümer eines Stores zuweist, kann der Siteadministrator keine Storeverwaltungsaufgaben durchführen.

Tipp:

Citrix unterstützt nur die automatische vDisk-Aufzeichnung; für weitere Schritte muss eine vDisk an die Maschine angeschlossen sein, die aufgezeichnet wird (so wird sichergestellt, dass ein P2PVS-Switch mit P2PVS oder ImagingWizard verwendet werden kann). Verwenden Sie Automatisierungsschritte, um solche Szenarios zu berücksichtigen.

Im Anschluss finden Sie einen Überblick über die Schritte, die für das automatische oder manuelle Erstellen einer vDisk ausgeführt werden müssen.

Automatisches Erstellen eines vDisk-Images mit dem Imagingassistenten

Diese Methode wird für das Erstellen neuer vDisk-Images empfohlen.

Abbildung des vDisk-Image-Workflows

Hinweis:

Das Masterzielgerät, physisch oder virtuell, wird durch Installation und Konfiguration des ausgewählten Betriebssystems und der Anwendungen vorbereitet, die im vDisk-Basisimage enthalten sein sollen. Weitere Informationen finden Sie unter “Vorbereiten des Masterzielgeräts”.

Führen Sie zur Erstellung des Masterzielgerät-Image den Imagingassistenten aus, um eine neue vDisk-Datei automatisch auf einem Provisioningserver oder freigegebenen Speicher zu erstellen. Erstellen Sie dann das Image des Masterzielgeräts in der Datei.

Manuelles Erstellen einer vDisk-Datei und anschließendes Erstellen des Image mit Provisioning Services-Imaging

Dies ist die optionale Methode für das Erstellen neuer vDisk-Images.

Abbildung der vDisk-Image-Erstellungsmethode

  1. Das Masterzielgerät, physisch oder virtuell, wird durch Installation und Konfiguration des ausgewählten Betriebssystems und der Anwendungen vorbereitet, die im vDisk-Basisimage enthalten sein sollen. Eine vDisk-Datei wird dann auf einem Provisioningserver oder freigegebenen Speicher erstellt, auf die jeder Provisioningserver zugreifen kann, der die vDisk bereitstellt. Die Datei muss bereitgestellt und formatiert werden; anschließend muss die Bereitstellung manuell aufgehoben werden. Dies kann über die Konsole oder vom Zielgerät aus erfolgen.

    Hinweis:

    In der Konsole kann eine neue vDisk erstellt werden, wenn Sie mit der rechten Maustaste auf den vDisk-Pool oder Store klicken und die Menüoption “Create new vDisk” auswählen. Die erstellten vDisks werden im Detailbereich angezeigt, wenn Sie den vDisk-Pool einer Site oder einen Store in der Farm auswählen.

  2. Ein Image des Masterzielgeräts wird mit dem Provisioning Services Imaging-Hilfsprogramm in der neuen vDisk-Datei erstellt.

    Hinweis:

    Als Physisch-zu-Virtuell-Konvertierungstool können mit dem Imaging-Hilfsprogramm Server- oder Desktopworkloads einer physischen Maschine mit Windows in virtuelle XenServer-Maschinen bzw. Provisioning Services-vDisks konvertiert werden. Als Virtuell-zu-Virtuell-Tool kann das Imaging-Hilfsprogramm eine Server- oder Desktoparbeitslast einer Offline-VM oder Disk mit einem beliebigen Gastbetriebssystem in eine XenServer-VM konvertieren.

Manuelles Erstellen von vDisk-Dateien

Im Folgenden wird beschrieben, wie Sie eine vDisk-Datei manuell erstellen:

  1. Klicken Sie in der Konsolenstruktur mit der rechten Maustaste auf den vDisk-Pool in der Site, dem Sie diese vDisks hinzufügen möchten, und wählen Sie anschließend die Menüoption Create vDisk. Das Dialogfeld “Create vDisk” wird angezeigt.
  2. Wenn Sie dieses Dialogfeld vom vDisk-Pool der Site geöffnet haben, wählen Sie im Dropdownmenü den Store, in dem die vDisk residieren soll. Wenn Sie dieses Dialogfeld vom Store geöffnet haben, wählen Sie im Dropdownmenü die Site, der die vDisks hinzugefügt werden.
  3. Wählen Sie im Dropdownmenü Server used to create the vDisk den Provisioningserver aus, der die vDisk erstellt.
  4. Geben Sie einen Dateinamen für die vDisk ein. Geben Sie optional eine Beschreibung für die vDisk in das Textfeld “Description” ein.
  5. Gehen Sie im Textfeld Size auf die entsprechende Größe, die dieser vDisk-Datei zugewiesen wird. Wenn der Datenträger, auf dem die vDisk-Images gespeichert sind, mit NTFS formatiert ist, beträgt der Grenzwert etwa 2 Terabytes. Bei FAT-Dateisystemen beträgt das Limit 4096 MB.
  6. Wählen Sie im Textfeld VHDX Format als Format entweder Fixed oder Dynamic (2040 GB für VHDX, die SCSI emuliert; 127 GB für VHDX, die IDE emuliert). Wenn das VHDX-Format “dynamisch” ist, wählen Sie aus der Dropdownliste VHDX block size als Blockgröße entweder 2 MB oder 16 MB.
  7. Klicken Sie auf Create vDisk. Ein Fortschrittsdialogfeld wird geöffnet. Abhängig von der Datenträgergröße und anderen Faktoren kann die Erstellung der vDisk einige Minuten oder länger dauern. Nach der Erstellung wird die vDisk im Detailbereich der Konsole angezeigt und kann formatiert werden.
  8. Klicken Sie in der Konsole mit der rechten Maustaste auf die vDisk und wählen Sie anschließend Mount vDisk. Wenn die vDisk richtig bereitgestellt ist, wird das vDisk-Symbol mit einem orangefarbenen Pfeil angezeigt.

Ein vDisk-Image kann erst einem Zielgerät zugewiesen werden oder von einem Zielgerät aus starten, wenn das entsprechende Zielgerät in der Provisioning Services-Datenbank vorhanden ist. Wählen Sie nach dem Erstellen des Zielgeräts in der Konsole die Startoption Hard Disk.

Info zum allgemeinen vDisk-Image

Mit dem allgemeinen Image kann eine vDisk gleichzeitig von mehreren Zielplattformen unterstützt werden. Dies reduziert die Anzahl der vDisks, die ein Administrator verwalten muss. Die Schritte für das Erstellen eines allgemeinen Image hängen von der Zielgerätplattform ab.

Zu den unterstützten Zielgerätplattformen gehören:

Erstellen von allgemeinen Images für die Verwendung mit XenServer-VMs und physischen Geräten oder Bladeservern

Mit XenServer Platinum Edition können physische und virtuelle Server von demselben Arbeitslastimage bereitgestellt werden.

Voraussetzungen:

  • Entsprechende XenServer Platinum-Lizenzierung
  • Unterstützung von PXE im lokalen Netzwerk
  • DHCP muss im lokalen Netzwerk installiert und konfiguriert sein.

Wählen Sie aus den folgenden Zielgerätplattformen aus:

  • Erstellen Sie ein allgemeines Image, das von einem physischen oder virtuellen Server startet.
  • Erstellen Sie ein allgemeines Image, das von einem Bladeserver startet.

Erstellen eines allgemeinen Images, das von einem physischen oder virtuellen Server startet

Folgen Sie diesen Anweisungen, um ein allgemeines Image zu erstellen, das von einer VM oder einer physischen Maschine startet.

Vorbereiten des Masterzielgeräts

Installieren Sie ein unterstütztes Windows-Betriebssystem, die aktuellen Patches und Gerätetreiber auf einem physischen Computer. Dieser physische Computer ist das Masterzielgerät.

Installieren Sie die Provisioning Services-Zielgerätesoftware.

  1. Melden Sie sich am Masterzielgerät als ein Domänenadministrator oder als ein Domänenbenutzer (mit lokalen Installationsprivilegien) an.
  2. Installieren Sie die Provisioningserver-Zielgerätesoftware auf einem physischen Computer.
  3. Folgen Sie den auf dem Bildschirm angezeigten Aufforderungen und wählen Sie die Standardeinstellungen für die Installation aus.
  4. Starten Sie das Masterzielgerät von der Festplatte neu, wenn Sie dazu aufgefordert werden.

Installieren der XenConvert-Software

Die XenConvert-Software und die Installationsanweisungen können von der Provisioning Services-Produktdownloadsite oder der XenServer-Produktdownloadsite heruntergeladen werden.

Nach erfolgreicher Installation von XenConvert auf dem Zielgerät:

  1. Führen Sie XenConvert auf dem Zielgerät aus, um den physischen Computer in eine XenServer-VM zu konvertieren.

  2. Stellen Sie die vCPU-Einstellungen der VM auf die gleichen Werte wie die vCPU-Einstellung des physischen Systems ein.

    Hinweis:

    Dieser Schritt ist für NT5 OS sehr wichtig.

  3. Ändern Sie die MAC-Adressen der XenServer-VM (sie verwendet die MAC-Adresse der Netzwerkkarte des physischen Computers) oder entfernen Sie die Netzwerkkarte und fügen eine neue hinzu.

  4. Starten Sie die XenServer-VM.

Installieren der XenServer Tools

  1. Melden Sie sich am Masterzielgerät als ein Domänenadministrator oder als ein Domänenbenutzer (mit lokalen Installationsprivilegien) an.
  2. Führen Sie windows-pvdrivers-xensetup.exe aus; die Datei ist auf der XenServer-Produktinstallations-CD und kann außerdem von der Produktdownloadsite heruntergeladen werden. Eine Warnmeldung des Citrix XenServer Windows Tools-Setupprogramms wird angezeigt.
  3. Klicken Sie auf Yes, um die Installation fortzusetzen.
  4. Folgen Sie den auf dem Bildschirm angezeigten Aufforderungen und wählen Sie die Standardeinstellungen aus. Klicken Sie im Dialogfeld Choose Install Location auf “Install”.
  5. Wenn Sie von Windows-Plug&Play-Dialogfeldern aufgefordert werden, wählen Sie die Option zur automatischen Suche der Treiber.
  6. Bestätigen Sie jedes Dialogfeld hinsichtlich nicht signierten Treibern mit Yes.
  7. Starten Sie auf Aufforderung das Masterzielgerät neu.
  8. Überprüfen Sie, dass Provisioning Services erfolgreich eine Bindung an die XenServer-Netzwerkkarte und die Netzwerkkarte des physischen Systems hergestellt hat.

Imaging des Provisioningserver-Masterzielgeräts

Erstellen Sie das XenServer-vDisk-Image entweder mit dem Provisioning Services-Imagingassistent oder mit XenConvert. Beim Erstellen des vDisk-Images müssen Sie die Option zum Optimieren der Zielgeräteinstellungen auswählen. Andernfalls kann die VM möglicherweise nicht gestartet werden.

Starten Sie nach dem erfolgreichen Erstellen des XenServer-vDisk-Images den physischen Computer und die VM im Standardimagemodus.

Weitere Informationen zum Verwenden des Provisioning Services-Imagingassistenten finden Sie unter Verwenden des Imagingassistenten. Weitere Informationen zum Erstellen des XenServer-vDisk-Images mit XenConvert finden Sie in der XenConvert-Produktdokumentation auf der Provisioning Services- oder XenServer-Produktdownloadsite.

Erstellen eines allgemeinen Images, das von einem Bladeserver startet

Folgen Sie diesen Anweisungen, um mit der Methode, die eine allgemeine Festplatte verwendet, ein allgemeines Image zu erstellen, das von heterogenen Bladeservern startet.

  1. Verwenden Sie die Konsole, um eine neue vDisk-Datei zu erstellen.
  2. Melden Sie sich auf dem Bladeserver an, um ein neues System zu erstellen:

    a. Installieren Sie das Betriebssystem auf der neuen Maschine.

    b. Installieren Sie das HP System Pack (installiert alle Treiber).

    c. Installieren Sie alle erforderlichen Windows-Updates.

    d. Installieren Sie die Zielgerätesoftware von Provisioning Services.

  3. Führen Sie einen PXE-Start von der Festplatte des neuen Systems aus und überprüfen Sie dann, dass das System die vDisk erkennt. Die vDisk wird in “Arbeitsplatz” als eine Partition angezeigt.
  4. Verschieben Sie die Festplatte(n) physisch in ein RAID-System auf dem anderen System (im Allgemeinen das ältere System).
  5. Starten Sie von der Festplatte des neuen Systems.
  6. Nachdem Windows die Treiber installiert hat, starten Sie das System neu, wenn Sie dazu aufgefordert werden.
  7. Überprüfen Sie, dass die Netzwerkkartentreiber korrekt installiert sind.
  8. Führen Sie einen PXE-Start von der Festplatte des zweiten Systems aus.
  9. Erstellen Sie das vDisk-Image entweder mit dem Provisioning Services-Imagingassistent oder mit XenConvert.
  10. Fahren Sie das System nach dem Abschluss des Imaging herunter.
  11. Stellen Sie ein, dass beide Systeme von der vDisk starten.
  12. Ändern Sie in der Konsole den vDisk-Modus so, dass standardmäßig auf der lokalen Festplatte zwischengespeichert wird.

Erstellen eines allgemeinen Images zur Verwendung mit mehreren physischen Gerätetypen

Mit der Methode, bei der eine allgemeine NIC verwendet wird, kann eine einzelne vDisk gleichzeitig verschiedene Hauptplatinen, Netzwerkkarten, Grafikkarten und andere Hardware unterstützen. Das Ergebnis ist eine vDisk, die von heterogenen Zielgeräten verwendet werden kann, sodass ein Administrator eine deutlich geringere Anzahl warten muss. Anhand der Informationen in diesem Artikel können Sie ein allgemeines Image für physische Geräte erstellen.

Voraussetzungen

  • Stellen Sie sicher, dass alle Zielgeräte, die das allgemeine Image verwenden, eine konsistente HAL haben; sie müssen dieselbe Anzahl an logischen Prozessoren besitzen.

    Tipp:

    Ein Hyperthreading-fähiges Einzelprozessorsystem wird als System mit zwei logischen Prozessoren angesehen, wenn Hyperthreading im BIOS aktiviert ist.

  • Die BIOS-Struktur, die dem Betriebssystem während des Startvorgangs präsentiert wird, muss für alle Zielgeräte, die gemeinsam ein Standardimage verwenden, dasselbe Format besitzen. Die BIOS-Struktur enthält eine Liste aller mit der Hauptplatine verbundenen Komponenten, sodass die entsprechenden Treiber geladen werden, die die richtige Funktionalität der Komponenten ermöglichen.
  • Es muss entweder ein 3Com Managed PC Boot Agent (MBA) oder eine PXE-kompatible Netzwerkkarte verfügbar sein. Diese Karte ist die allgemeine Netzwerkkarte, die während des Erstellungsprozesses des allgemeinen Image in jedes Zielgerät eingesetzt wird.
  • Installieren Sie die aktuellen Gerätetreiber auf jedem Zielgerät.
  • Wenn Geräte nach dem Konfigurieren des allgemeinen Image nicht reagieren, fehlen Gerätetreiber. Wenn beispielsweise die USB-Maus und -Tastatur eines Zielgeräts nicht reagieren, nachdem Sie dem Zielgerät das allgemeine Image zuweisen, ist es wahrscheinlich, dass Sie keine Treiber für den Chipsatz dieses Zielgeräts installiert haben. Rufen Sie den Geräte-Manager auf und stellen Sie sicher, dass bei keinem Gerät ein gelbes Ausrufezeichen angezeigt wird, insbesondere nicht bei USB-Root-HUBs und Controllern.
  • Ermitteln Sie, welches Zielgerät den aktuellen Hauptplatinen-Chipsatz enthält. Dieses Zielgerät wird beim Erstellungsprozess des allgemeinen Image als erstes Zielgerät verwendet. Der aktuelle Intel-Chipsatztreiber enthält immer alle Treiber für den vorherigen Chipsatz, deshalb ist es nicht erforderlich, so viele Treiber zu installieren, wenn Sie das allgemeine Image erstellen.
  • Deaktivieren Sie integrierte Netzwerkkarten auf allen Zielgeräten, die das allgemeine Image verwenden, mit Ausnahme des ersten Zielgeräts (lassen Sie die integrierte Netzwerkkarte des ersten Zielgeräts aktiviert). Dies vermeidet beim Erstellen des allgemeinen Image Verwirrung, welche Netzwerkkarte verwendet wird.
  • Installieren Sie die Provisioning Services-Komponenten.

Erstellen des allgemeinen Image

Um ein gemeinsames Bild zu erstellen, führen Sie folgende Schritte aus:

  • Konfigurieren des Masterzielgeräts
  • Exportieren bestimmter Datendateien
  • Starten des Masterzielgeräts
  • Hinzufügen zusätzlicher Zielgeräte zum allgemeinen Image

Wichtig:

Beim Erstellen des allgemeinen Image wird eine vDisk erstellt, die genug Speicherplatz für zusätzliche Informationen bietet, die durch den Erstellungsprozess des allgemeinen Image hinzugefügt werden.

Konfigurieren des Masterzielgeräts

  1. Setzen Sie die allgemeine Netzwerkkarte in das Masterzielgerät ein.
  2. Installieren Sie die Zielgerätesoftware auf dem Masterzielgerät. Wählen Sie während der Installation die allgemeine Netzwerkkarte und die integrierten Netzwerkkarten aus.
  3. Erstellen Sie eine vDisk und stellen sie bereit, formatieren sie und heben die Bereitstellung auf. Sie müssen eine vDisk erstellen, die genug Speicherplatz für zusätzliche Informationen bietet, die durch den Erstellungsprozess des allgemeinen Image hinzugefügt werden.
  4. Führen Sie den Imagingassistenten auf dem Zielgerät aus, um die vDisk zu erstellen.
  5. (Empfohlen) Erstellen Sie eine Kopie der ursprünglichen vDisk, die in Schritt 3 erstellt wurde, und speichern sie im vDisk-Verzeichnis auf dem Provisioningserver.
  6. Kopieren Sie auf dem ersten Zielgerät CIM.exe aus C:\Programme\Citrix\Provisioning Services auf einen Wechseldatenträger, z. B. einen USB-Stick. Mit diesem Dienstprogramm werden verschiedenartige Zielgeräte im allgemeinen Image aufgenommen.
  7. Fahren Sie das Masterzielgerät herunter und entfernen Sie die allgemeine Netzwerkkarte.

Exportieren bestimmter Datendateien

  1. Setzen Sie die allgemeine Netzwerkkarte in ein Zielgerät ein, das dem allgemeinen Image hinzugefügt wird, und starten Sie anschließend das Zielgerät von der lokalen Festplatte aus.

    Hinweis:

    Obwohl das Windows-Betriebssystem auf diesem Zielgerät installiert sein muss, muss die Zielgerätesoftware nicht installiert sein.

  2. Kopieren Sie CIM.exe vom Wechseldatenträger auf dieses Zielgerät.

  3. Navigieren Sie an einer Eingabeaufforderung zu dem Verzeichnis, in dem sich CIM.exe befindet, und führen Sie anschließend den folgenden Befehl aus, um die Informationen vom Zielgerät in die DAT-Datei zu extrahieren:

    CIM.exe e targetdeviceName.dat

    wobei targetdeviceName das erste Zielgerät angibt, dass das allgemeine Image verwendet. Beispielsweise TargetDevice1.dat.

    Kopieren Sie die in Schritt 3 erstellte DAT-Datei auf den Wechseldatenträger.

  4. Fahren Sie das Zielgerät herunter und entfernen Sie die allgemeine Netzwerkkarte.

Hinweis:

Um zusätzliche Zielgeräte mit unterschiedlicher Hardware in das allgemeine Image aufzunehmen, wiederholen Sie diese Schritte für jedes Gerät und geben Sie jeder DAT-Datei einen eindeutigen Namen.

Starten des Masterzielgeräts

  1. Setzen Sie die allgemeine Netzwerkkarte erneut in das Masterzielgerät ein. Setzen Sie die Netzwerkkarte in denselben Steckplatz ein, aus dem sie beim Konfigurieren des Masterzielgeräts entfernt wurde. Rufen Sie vor dem Starten des Masterzielgeräts das BIOS-Setup auf und vergewissern Sie sich, dass die allgemeine Netzwerkkarte die beim Startvorgang verwendete Netzwerkkarte ist.

  2. Starten Sie mit der allgemeinen Netzwerkkarte das Masterzielgerät im Privatimagemodus von der vDisk.

  3. Kopieren Sie CIM.exe und die dem ersten Zielgerät zugeordnete DAT-Datei vom Wechseldatenträger auf das Masterzielgerät.

  4. Navigieren Sie an einer Eingabeaufforderung zu dem Verzeichnis, in dem sich CIM.exe und die DAT-Datei befinden.

  5. Führen Sie den folgenden Befehl aus, um die Informationen aus der DAT-Datei mit dem allgemeinen Image zusammenzuführen:

    CIM.exe m targetdeviceName.dat

  6. Fahren Sie das Masterzielgerät herunter.

Hinzufügen zusätzlicher Zielgeräte zum allgemeinen Image

  1. Setzen Sie die allgemeine Netzwerkkarte in zusätzliche Zielgeräte ein, die in das allgemeine Image aufgenommen werden. Setzen Sie die Netzwerkkarte in denselben Steckplatz ein, aus dem sie beim Exportieren bestimmter Datendateien entfernt wurde.

  2. Starten Sie mit der allgemeinen Netzwerkkarte das Zielgerät im Privatimagemodus von der vDisk.

  3. Warten Sie ab, während Windows alle Gerätetreiber auf dem Zielgerät ermittelt und konfiguriert (dies nimmt etwas Zeit in Anspruch). Falls Sie vom Assistenten für das Suchen neuer Hardware dazu aufgefordert werden, neue Hardware zu installieren, brechen Sie den Assistenten ab und fahren Sie mit Schritt 4 fort.

    Hinweis:

    Falls Windows auf einem Zielgerät keine Treiber für die integrierte Netzwerkkarte installieren kann und die Treiber nicht manuell installiert werden können, sind die allgemeine Netzwerkkarte und die integrierte Netzwerkkarte des Zielgeräts einander sehr ähnlich und das Treiberinstallationsprogramm versucht, den Treiber für beide Netzwerkkarten zu aktualisieren. Dies geschieht beispielsweise, wenn die allgemeine Netzwerkkarte eine Intel Pro 100/s und die integrierte Netzwerkkarte des Zielgeräts eine Intel Pro 100+ ist. Um diesen Konflikt zu lösen, öffnen Sie Systemeigenschaften. Klicken Sie auf der Registerkarte “Hardware” auf die Schaltfläche Geräte-Manager. Klicken Sie in der Liste “Geräte-Manager” mit der rechten Maustaste auf die integrierte Netzwerkkarte und klicken Sie anschließend auf “Treiber aktualisieren”, um den Hardwareupdate-Assistenten zu starten. Wählen Sie “Software von einer Liste oder bestimmten Quelle installieren” und geben Sie den Speicherort der Treiberdateien der Netzwerkkarte an.

  4. Öffnen Sie “Netzwerkverbindungen”, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Verbindung für die integrierte Netzwerkkarte und klicken Sie im angezeigten Menü auf “Eigenschaften”. (Das Symbol für die integrierte Netzwerkkarte ist mit einem roten X markiert.)

  5. Wählen Sie unter “Diese Verbindung verwendet folgende Elemente” das Element “Network Stack” aus und klicken Sie auf “OK”.

  6. Führen Sie an einer Eingabeaufforderung den folgenden Befehl aus:

    C:\Program Files\Citrix\Provisioning Server\regmodify.exe

    Hinweis:

    Starten Sie nach Abschluss der Schritte 4 bis 6 das Zielgerät neu und warten Sie ab, während Windows alle übrigen Geräte ermittelt und konfiguriert. Falls Sie vom Assistenten für das Suchen neuer Hardware dazu aufgefordert werden, neue Hardware zu installieren, führen Sie die Schritte des Assistenten aus, um die Hardwareinstallation abzuschließen.

  7. Wiederholen Sie unter Verwendung der ursprünglichen vDisk die Schritte 1 bis 6 für jedes zusätzliche Zielgerät, das in das allgemeine Image aufgenommen wird.

  8. Nachdem die Zielgeräte in das allgemeine Image aufgenommen wurden, legen Sie in der Konsole den Standardimagemodus als Festplattenzugriffsmodus für die vDisk des Typs “Common Image” fest und starten Sie anschließend die Geräte.