Farm

In diesem Abschnitt wird das Konfigurieren einer Farm mit der Konsole beschrieben. Dieser Abschnitt enthält Informationen zu folgenden Elementen:

  • Registerkarte “General”
  • Registerkarte “Security”
  • Registerkarte “Groups”
  • Registerkarte “Licensing”
  • Registerkarte “Options”
  • Registerkarte “vDisk Version”
  • Registerkarte “Status”
  • Registerkarte “Problem Report”

Abbildung der Farmeigenschaften

Die nachfolgenden Tabellen beschreiben die Eigenschaften der Registerkarten im Dialogfeld “Farm Properties”:

Registerkarte “General”

Feld Beschreibung
Name Geben Sie den Namen dieser Farm ein bzw. bearbeiten Sie ihn.
Beschreibung Geben Sie eine Beschreibung dieser Farm ein bzw. bearbeiten Sie sie.

Registerkarte “Security”

Feld Beschreibung
Schaltfläche “Add” Klicken Sie auf Add, um einer Gruppe Administratorrechte für die Farm zuzuweisen. Aktivieren Sie diejenigen Kontrollkästchen neben den Gruppen, für die die Administratorrechte für die Farm gelten sollen.
Schaltfläche “Remove” Klicken Sie auf Remove, um Gruppen aus der Liste der Gruppen mit Administratorrechten für die Farm zu entfernen. Aktivieren Sie diejenigen Kontrollkästchen neben den Gruppen, für die die Administratorrechte für die Farm nicht gelten sollen.

Registerkarte “Groups”

Feld Beschreibung
Schaltfläche “Add” Klicken Sie auf Add, um das Dialogfeld “Add System Groups” zu öffnen. Wenn Sie alle Sicherheitsgruppen anzeigen möchten, lassen Sie den Standardwert “” für das Textfeld unverändert. Wenn Sie ausgewählte Gruppen anzeigen möchten, geben Sie einen Teil des Namens plus Platzhalter “” ein. Wenn Sie beispielsweise MY_DOMAIN\Builtin\Users anzeigen möchten, geben Sie User*, Users oder ser ein. Wenn Sie jedoch in diesem Release MY_DOMAIN\Builtin* eingeben, erhalten Sie alle Gruppen, nicht nur diejenigen im Pfad MY_DOMAIN\Builtin. Aktivieren Sie die Kontrollkästchen neben jeder Gruppe, die in dieser Farm enthalten sein soll. Hinweis: Das Filtern von Gruppen wurde aus Effizienzgründen in Version 5.0 SP2 eingeführt.
Schaltfläche “Remove” Klicken Sie auf Remove, um vorhandene Gruppen aus dieser Farm zu entfernen. Markieren Sie die Gruppen, für die die Berechtigungen nicht gelten sollen.

Registerkarte “Licensing”

Feld Beschreibung
License server name Geben Sie den Namen des Citrix Lizenzservers in diesem Textfeld ein.
License server port Geben Sie die Portnummer ein, die der Lizenzserver verwendet, oder übernehmen Sie den Standardwert 27000.

Registerkarte “Options”

Feld Beschreibung
Auto add Aktivieren Sie dieses Kontrollkästchen, wenn Sie die Funktion zum automatischen Hinzufügen verwenden, wählen Sie dann aus dem Dropdownmenü Add new devices to this site die Site aus, der neue Zielgeräte hinzugefügt werden. Wenn No default site als Standardsite-Einstellung gewählt wird, wird die Site dieses Provisioningservers, die sich am Zielgerät anmeldet, für das automatische Hinzufügen verwendet. Verwenden Sie die Einstellung No default site, wenn die Farm über Site-Scoped-PXE/TFTP-Server verfügt. Wichtig: Diese Funktion darf nur aktiviert werden, wenn Sie beabsichtigen, neue Zielgeräte hinzuzufügen. Wenn diese Funktion aktiviert bleibt, können Computer möglicherweise ohne Zustimmung eines Farmadministrators hinzugefügt werden.
Überwachung Aktivieren bzw. deaktivieren Sie die Überwachungsfunktion für diese Farm.
Offline-Datenbankunterstützung Aktivieren bzw. deaktivieren Sie die Option für die Offline-Datenbankunterstützung. Mit dieser Option können Provisioningserver innerhalb dieser Farm einen Snapshot der Datenbank verwenden, falls die Verbindung zur Datenbank verloren geht.

Registerkarte “vDisk Version”

Feld Beschreibung
Alert if number of versions from base image exceeds Legen Sie eine Warnung fest, wenn der Unterschied zur Versionsnummer des Basisimages einen bestimmten Wert überschreitet.
Default access mode for new merge versions Wählen Sie den Zugriffsmodus für die vDisk-Version nach Abschluss einer Zusammenführung. Die Optionen umfassen Maintenance, Test (Standard) und Production. Hinweis: Wenn der Zugriffsmodus auf Production festgelegt ist und eine oder mehrere Testversionen bereits vorhanden sind, wird der Status der automatisch zusammengeführten Version automatisch auf “Maintenance” oder “Test” gesetzt. Wenn eine Version “Maintenance” vorhanden ist, wird keine automatische Zusammenführung vorgenommen.
Merge after automated vDisk update, if over alert threshold Enable automatic merge Aktivieren Sie dieses Kontrollkästchen, wenn das Feature zum automatischen Zusammenführen bei Überschreiten des vDisk-Versionsnummernschwellenwerts aktiviert werden soll. Der Mindestwert ist 3 und der Maximalwert ist 100.

Registerkarte “Status”

Feld Beschreibung
Current status of the farm Bietet Datenbankstatusinformationen und Informationen zu verwendeten Gruppenzugriffsrechten.

Konfigurieren einer Farm mit der Konsole

Führen Sie den Konfigurationsassistenten auf einem Provisioningserver aus, wenn Sie eine neue Farm erstellen, neue Provisioningserver einer vorhandenen Farm hinzufügen oder einen vorhandenen Provisioningserver neu konfigurieren.

Wenn alle Provisioningserver in der Farm dieselben Konfigurationseinstellungen wie Site- und Storeinformationen verwenden, ziehen Sie ein Automatisches Ausführen des Konfigurationsassistenten in Betracht.

Einstellungen im Konfigurationsassistenten

Vor der Ausführung des Konfigurationsassistenten müssen Sie die folgenden Auswahlen treffen (Erläuterung unten):

  • Netzwerktopologie
  • Identifizieren der Farm
  • Identifizieren der Datenbank
  • Identifizieren der Site
  • Lizenzservereinstellungen
  • Auswählen von Netzwerkkarten für den Streamdienst
  • Konfigurieren des Bootstrapservers

Hinweis:

Wenn bei der Verarbeitung Fehler auftreten, wird das Protokoll in eine ConfigWizard.log-Datei geschrieben, die sich an folgendem Speicherort befindet: C:\ProgramData\Citrix\Provisioning Services.

Tipp:

Ab Release 7.12 umfasst der Konfigurationsassistent Unterstützung für Linux-Streaming. Weitere Informationen finden Sie zur Linux-Streamingkomponente finden Sie hier.

Starten des Konfigurationsassistenten

Der Konfigurationsassistent startet nach der Installation der Provisioning Services-Software automatisch. Der Assistent kann auch gestartet werden, indem Sie folgende Optionen auswählen: Start > Alle Programme > Citrix > Provisioning Services > Provisioning Services Configuration Wizard.

Netzwerktopologie

Führen Sie die nachfolgenden Schritte zur Netzwerkkonfiguration aus.

  1. Wählen Sie den Netzwerkdienst aus, der IP-Adressen bereitstellt.

    Hinweis: Verwenden Sie vorhandene Netzwerkdienste, falls möglich. Wenn die vorhandenen Netzwerkdienste nicht verwendet werden können, installieren Sie die Netzwerkdienste, die während des Installationsvorgangs zur Verfügung gestellt werden.

    Um IP-Adressen für Zielgeräte bereitzustellen, wählen Sie aus den folgenden Netzwerkdienstoptionen:

    • Wenn der DHCP-Dienst auf diesem Server ausgeführt wird, wählen Sie das Optionsfeld neben einem der folgenden zu verwendenden Netzwerkdienste aus und klicken Sie anschließend auf Next:
      • Microsoft DHCP
      • Provisioning Services-BOOTP-Dienst
      • Anderer BOOTP- oder DHCP-Dienst
    • Wenn der DHCP-Dienst nicht auf diesem Server ausgeführt wird, wählen Sie das Optionsfeld neben der Option The service is running on another computer und klicken Sie anschließend auf Next.
  2. Wählen Sie den Netzwerkdienst aus, der die PXE-Startinformationen bereitstellt.

    Jedes Zielgerät muss eine Startdatei von einem TFTP-Server herunterladen.

    Wählen Sie den Netzwerkdienst aus, der Zielgeräten die PXE-Startinformationen bereitstellt:

    • Wenn dieser Provisioningserver die PXE-Startinformationen bereitstellt, wählen Sie The service that runs on this computer, wählen Sie anschließend eine der folgenden Optionen aus und klicken Sie anschließend auf Next:
      • Microsoft DHCP (Optionen 66 und 67)
      • Provisioning Services PXE-Dienst
    • Wenn die Provisioning Services keine PXE-Startinformationen bereitstellen, wählen Sie The information is provided by a service on another device und klicken Sie anschließend auf Next.

Identifizieren der Farm

  1. Es stehen folgende Optionen für die Farm zur Verfügung:
    • Farm is already configured

      Wählen Sie diese Option zum Neukonfigurieren einer vorhandenen Farm und fahren Sie anschließend mit “Konfigurieren der Benutzerkontoeinstellungen” fort. Diese Option steht nur zur Verfügung, wenn eine Farm bereits vorhanden ist.

    • Create farm

      1. Aktivieren Sie im Dialogfeld “Farm Configuration” das Optionsfeld Create Farm, um eine neue Farm zu erstellen, und klicken Sie anschließend auf Next.
      2. Suchen Sie über die Schaltfläche Browse vorhandene SQL-Datenbanken und -Instanzen im Netzwerk oder geben Sie den Namen des Datenbankservers und die Instanz ein. Geben Sie optional eine TCP-Portnummer für die Kommunikation mit diesem Datenbankserver ein. Hinweis: Die Kombination aus Datenbankname und Farmname darf nicht mehr als 54 Zeichen haben, sonst wird der Farmname im Dialogfeld “Existing Farms” abgeschnitten.
      3. Wählen Sie zum Aktivieren der Datenbankspiegelung die Option Specify database mirror failover partner und geben Sie dann den Namen des Failoverdatenbankservers und der Instanz ein bzw. wählen Sie diese mit der Schaltfläche Browse aus. Geben Sie optional eine TCP-Portnummer für die Kommunikation mit diesem Server ein.
      4. Klicken Sie auf Next, um mit dem Auswählen des Datenbankspeicherorts fortzufahren.
    • Join existing farm

      1. Aktivieren Sie im Dialogfeld “Farm Configuration” das Optionsfeld Join Existing Farm, um diesen Provisioningserver einer vorhandenen Farm hinzuzufügen, und klicken Sie anschließend auf Next.
      2. Suchen Sie über die Schaltfläche Browse die entsprechende SQL-Datenbank und -Instanz im Netzwerk.
      3. Wählen Sie die Farm aus, die standardmäßig angezeigt wird, oder wählen Sie mit dem Bildlauf die Farm für den Beitritt aus. Hinweis: Auf einem einzelnen Server kann es mehr als eine Farm geben. Diese Konfiguration wird häufig in Testimplementierungen verwendet.
      4. Wählen Sie zum Aktivieren der Datenbankspiegelung die Option Specify database mirror failover partner und geben Sie dann den Namen des Failoverdatenbankservers und der Instanz ein bzw. wählen Sie diese mit der Schaltfläche Browse aus. Geben Sie optional eine TCP-Portnummer für die Kommunikation mit diesem Server ein.
      5. Klicken Sie auf Weiter.
      6. Wählen Sie eine der folgenden Siteoptionen aus und klicken Sie anschließend auf Next:
        • Existing Site: Wählen Sie die Site im Dropdownmenü aus, die einer vorhandenen Site beitritt.
        • New Site: Erstellen Sie eine Site, indem Sie den Namen der neuen Site und einer Sammlung eingeben.

      Fahren Sie mit dem Konfigurieren der Benutzerkontoeinstellungen fort.

Identifizieren der Datenbank

Die Farm enthält nur eine Datenbank. Sie identifizieren die Datenbank wie folgt:

  1. Falls der Speicherort und die Instanz des Datenbankservers noch nicht ausgewählt wurden, führen Sie die folgenden Schritte aus.

    1. Klicken Sie im Dialogfeld “Database Server” auf “Browse”, um das Dialogfeld “SQL Servers” zu öffnen.
    2. Wählen Sie aus der Liste der SQL-Server den Namen des Servers aus, auf dem sich die Datenbank und die zu verwendende Instanz befinden (lassen Sie zum Verwenden der Standardinstanz SQLEXPRESS den Instanznamen leer). In einer Testumgebung kann dies eine abgestufte Datenbank (staged database) sein. Hinweis: Beim erneuten Ausführen des Konfigurationsassistenten zum Hinzufügen zusätzlicher Provisioningserver-Datenbankeinträge sind die Textfelder “Server Name” und “Instance Name” bereits ausgefüllt. Standardmäßig wird SQL Server Express als eine Instanz mit dem Namen “SQLEXPRESS” installiert.
    3. Klicken Sie auf Weiter. Wenn es sich um eine neue Farm handelt, fahren Sie mit dem Arbeitsgang “Definieren einer Farm” fort.
  2. Ändern der Datenbank in eine neue Datenbank

    1. Sichern Sie auf dem alten Datenbankserver die Datenbank in einer Datei.
    2. Stellen Sie auf dem neuen Datenbankserver die Datenbank aus der Backupdatei wieder her.
    3. Führen Sie auf jedem Provisioning Server den Konfigurationsassistenten aus.
    4. Wählen Sie im Dialogfeld “Farm Configuration” Join existing farm.
    5. Geben Sie im Dialogfeld “Database Server” den neuen Datenbankserver und die neue Instanz ein.
    6. Wählen Sie im Dialogfeld “Existing Farm” die wiederhergestellte Datenbank aus.
    7. Wählen Sie im Dialogfeld “Site” die Site aus, zu der der Server früher gehörte.
    8. Klicken Sie auf Next, bis der Konfigurationsassistent beendet wird.
  3. Definieren Sie eine Farm. Wählen Sie die zu verwendende Sicherheitsgruppe aus:

    • Use Active Directory groups for security Hinweis: Wenn Sie die Active Directory-Gruppe, die als Farmadministrator agieren soll, aus der Dropdownliste auswählen, werden alle Gruppen aufgeführt, denen der aktuelle Benutzer angehört. Diese Liste enthält Builtin-Gruppen, die sich lokal auf dem aktuellen Computer befinden. Vermeiden Sie, diese Gruppen als Administratoren zu verwenden, außer bei Testumgebungen. Beachten Sie zudem, dass einige Gruppennamen irreführend sein könnten und Domänengruppen zu sein scheinen, aber tatsächlich lokale Domänengruppen sind. Beispiel: ForestA.local/Builtin/Administrators.
    • Use Windows groups for security
  4. Klicken Sie auf Weiter.

    Fahren Sie mit der Auswahl des Lizenzservers fort.

Erstellen eines neuen Stores für eine neue Farm

Ein neuer Store kann erstellt und dem zu konfigurierenden Provisioningserver zugewiesen werden:

Hinweis: Der Konfigurationsassistent ermöglicht es einem Server nur, einen Store zu erstellen oder einem vorhandenen Store beizutreten, wenn dieser neu in der Datenbank ist. Wenn ein Server bereits in der Datenbank vorhanden ist und einer Farm erneut beitritt, fordert der Konfigurationsassistent den Benutzer möglicherweise auf, einem Store beizutreten oder einen neuen Store zu erstellen, aber die Auswahl wird ignoriert.

  1. Benennen Sie den neuen Store auf der Seite “New Store”.
  2. Geben Sie den für den Zugriff auf diesen Store zu verwendenden Standardpfad ein bzw. wählen Sie ihn aus (z. B. C:\PVSStore) und klicken Sie anschließend auf Next. Wenn ein ungültiger Pfad ausgewählt wird, erscheint eine Fehlermeldung. Geben Sie einen gültigen Pfad erneut ein und fahren Sie fort. Der standardmäßige Schreibcache-Speicherort für den Store befindet sich unter dem Storepfad. Beispiel: C:\PVSStore\WriteCache.

Identifizieren der Site

Geben Sie beim Beitreten zu einer vorhandenen Farm die Site an, der dieser Provisioningserver als Mitglied angehören soll, indem Sie entweder eine neue Site erstellen oder eine vorhandene Site innerhalb der Farm auswählen. Beim Erstellen einer Site wird automatisch eine Standardzielgerätesammlung für diese Site erstellt.

Auswählen des Lizenzservers

  1. Geben Sie den Namen (oder die IP-Adresse) und die Portnummer des Lizenzservers (der Standardport ist 27000) ein. Der Provisioningserver muss mit dem Lizenzserver kommunizieren können, um die entsprechenden Produktlizenzen abzurufen.
  2. Wählen Sie optional das Kontrollkästchen Validate license server version and communication, um zu verifizieren, dass der Lizenzserver mit diesem Server kommunizieren kann und die entsprechende Version des Lizenzservers verwendet wird. Wenn der Server nicht mit dem Lizenzserver kommunizieren kann oder die falsche Version des Lizenzservers verwendet wird, wird eine Fehlermeldung angezeigt und Sie können nicht fortfahren.
  3. Klicken Sie auf Next, um mit dem Konfigurieren der Benutzerkontoeinstellungen fortzufahren.

Konfigurieren der Benutzerkontoeinstellungen

Der Stream- und SOAP-Dienst werden unter einem Benutzerkonto ausgeführt. Um diesem Konto Datenbankzugriffsrechte zuzuweisen, werden die Datenbankrollen für Datareader und Datawriter mit dem Konfigurationsassistenten automatisch konfiguriert.

  1. Wählen Sie im Dialogfeld “User Account” das Benutzerkonto aus, unter dem der Stream- und der SOAP-Dienst ausgeführt werden:
    • Network service account (lokales Konto mit minimalen Berechtigungen, das auf dem Netzwerk als Maschinenkonto der Computerdomäne authentifiziert)
    • Specified user account (erforderlich für Windows-Freigabe-, Arbeitsgruppen- oder Domänenbenutzerkonto) Geben Sie den Benutzernamen, die Domäne und das Kennwort in das jeweilige Textfeld ein.
  2. Klicken Sie auf Next und fahren Sie anschließend mit dem Auswählen von Netzwerkkarten für den Streamdienst fort.

Erstellen selbstsignierter Zertifikate für Linux-Streaming

Bei der Konfiguration von Provisioning Services zum Streamen von Linux-Desktops müssen die Linux-Zielgeräte mit dem PVS SOAP-Server über SSL verbunden werden. Das ZS-Zertifikat muss auf dem PVS-Server und dem Zielgerät vorhanden sein.

Mit dem PVS-Konfigurationsassistenten können Sie das richtige Zertifikat aus dem PVSSoap-Container speziell für Linux-Desktops hinzufügen.

Erstellen selbstsignierter Zertifikate mit PoSH

Erstellen eines Zertifikats:

1.Verwenden Sie den folgenden PowerShell-Befehl als Administrator, um ein selbstsigniertes Zertifikat zu erstellen, das im PVSSoap-Container platziert wird:

#New-SelfSignedCertificate –Type SSLServerAuthentication –Container PVSSoap –Subject “CN=PVS-01.fqdn” –CertStoreLocation “Cert:\LocalMachine\My” –KeyExportPolicy Exportable



lokalisiertes Bild

2.Importieren Sie das erstellte Zertifikat aus dem Speicher “Personal” in den Speicher “Trusted Root Certificate Authority”.

3.Führen Sie den PVS-Konfigurationsassistenten aus. Wählen Sie an der Soap SSL Configuration-Eingabeaufforderung das neu erstellte Zertifikat, indem Sie es blau markieren, und navigieren Sie weiter durch den Assistenten:

lokalisiertes Bild

Tipp:

Wenn der Bildschirm Soap SSL Configuration geladen wird, ist das Zertifikat grau hinterlegt, sodass es aussieht, als wäre es ausgewählt. Stellen Sie sicher, dass das Benutzerzertifikat ausgewählt ist. Wenn es ausgewählt ist, ist es blau.

Auswählen von Netzwerkkarten für den Streamdienst

  1. Wählen Sie das jeweilige Kontrollkästchen neben den Netzwerkkarten aus, die der Streamdienst verwenden kann.
  2. Geben Sie im Textfeld First communications port die Nummer des Basisports ein, der für die Netzwerkkommunikation verwendet wird.

    Hinweis:

    Innerhalb des Bereichs sind mindestens 20 Ports erforderlich. Alle Provisioningserver innerhalb einer Farm müssen dieselben Portzuweisungen verwenden.

  3. Wählen Sie den Port des SOAP-Servers (Standardport ist 54321), der für den Zugriff auf die Konsole verwendet wird, und klicken Sie anschließend auf Next.

Fahren Sie mit der Auswahl des Bootstrapservers fort.

Konfigurieren des Bootstrapservers

  1. Wählen Sie den Bootstrapserver aus. Verwenden des TFTP-Diensts auf diesem Provisioningserver
    1. Wählen Sie die Option Use the TFTP Service und geben Sie anschließend die Startdatei ein oder wählen Sie sie aus. Der Standardspeicherort ist C:\Dokumente und Einstellungen\All Users\ProgramData\Citrix\Provisioning Services\Tftpboot

      Falls eine frühere Version der Provisioning Services auf diesem Server installiert wurde und der Standardspeicherort wie folgt lautet:

      C:\Programme\Citrix\Provisioning Services\TftpBoot

      Sie müssen mit dem Konfigurationsassistenten den Standardspeicherort wie folgt ändern:

      C:\Dokumente und Einstellungen\All Users\ProgramData oder ApplicationData\Citrix\Provisioning Services\Tftpboot

      Wenn die Standardeinstellung nicht geändert wird, kann die Bootstrapdatei nicht in der Konsole konfiguriert werden und das Starten von Zielgeräten schlägt fehl. Die Meldung “Missing TFTP” wird angezeigt.

    2. Klicken Sie auf Weiter.

  2. Wählen Sie Provisioningserver für den Startvorgang aus:
    1. Fügen Sie mit der Schaltfläche Add zusätzliche Provisioningserver der Liste hinzu, bearbeiten Sie mit der Schaltfläche Edit vorhandene Informationen und entfernen Sie mit der Schaltfläche Remove den Provisioningserver aus der Liste. Legen Sie mit den Schaltflächen Move up und Move down die Startreihenfolge der Provisioningserver fest. Die Maximallänge für den Servernamen beträgt 15 Zeichen. Geben Sie nicht den FQDN als Servernamen ein. In einer Implementierung mit hoher Verfügbarkeit müssen mindestens zwei Provisioningserver als Startserver ausgewählt sein.

    2. Markieren Sie optional die IP-Adresse des Provisioningservers, von dem aus die Zielgeräte gestartet werden, und klicken Sie anschließend auf Advanced. Die Liste “Advanced Stream Servers Boot” wird angezeigt.

      In der folgenden Liste werden die erweiterten Einstellungen beschrieben, aus denen Sie auswählen können. Nachdem Sie Ihre Auswahl getroffen haben, klicken Sie auf “OK”, um das Dialogfeld zu schließen. Klicken Sie anschließend auf “Next”, um fortzufahren.

    • Verbose mode: Wählen Sie die Option “Verbose Mode”, wenn Sie den Startvorgang auf dem Zielgerät überwachen (optional) oder Systemmeldungen anzeigen möchten.
    • Interrupt safe mode: Wählen Sie “Interrupt Safe Mode”, wenn das Zielgerät in einer frühen Phase des Startprozesses fehlschlägt. Dadurch wird das Debuggen von Zielgerätetreibern ermöglicht, die Zeitprobleme oder Probleme beim Starten verursachen.
    • Advanced memory support: Diese Einstellung sorgt dafür, dass das Bootstrapping mit neueren Windows Betriebssystemversionen funktioniert (ist standardmäßig aktiviert). Deaktivieren Sie diese Einstellung nur auf 32-Bit-Windows Server-Versionen, die PAE nicht unterstützen, oder wenn das Zielgerät zu Beginn des Startvorgangs hängt bzw. unerwartetes Verhalten zeigt.
    • Network recovery method:
      • Restore Network Connections: Beim Aktivieren dieser Option versucht das Zielgerät zeitlich unbegrenzt die Verbindung zum Provisioningserver wiederherzustellen.

        Hinweis:

        Da das Feld “Seconds” keine Gültigkeit hat, wird es inaktiv, wenn die Option “Restore Network Connections” ausgewählt wird.

      • **Reboot to Hard Drive*:* (Eine Festplatte muss auf dem Zielgerät vorhanden sein). Beim Aktivieren dieser Option führt das Zielgerät ein Hardware-Reset durch, um einen Neustart zu erzwingen, nachdem das erneute Herstellen der Kommunikation für eine definierte Anzahl an Sekunden fehlgeschlagen ist. Der Benutzer legt die Anzahl an Sekunden fest, die bis zu einem Neustart gewartet wird. Falls die Netzwerkverbindung nicht hergestellt werden kann, schlägt PXE fehl und das System wird von der lokalen Festplatte neu gestartet. Die Standardanzahl der Sekunden ist 50, um kompatibel mit Konfigurationen mit hoher Verfügbarkeit zu sein.
    • Logon polling timeout: Geben Sie die Zeit in Millisekunden zwischen den Wiederholungen beim Abfragen nach Provisioningservern ein. An die Provisioningserver wird der Reihe nach ein Anmeldungsanforderungspaket gesendet. Der erste Provisioningserver, der antwortet, wird verwendet. Bei Konfigurationen ohne hohe Verfügbarkeit definiert diese Zeitüberschreitung lediglich, wie oft es mit der anfänglichen Anmeldungsanforderung bei dem einzigen verfügbaren Provisioningserver versucht wird. Diese Zeitüberschreitung legt fest, wie schnell die Round-Robin-Routine von einem Provisioningserver zum nächsten wechselt, wenn versucht wird, einen aktiven Provisioningserver zu finden. Der gültige Bereich ist 1.000 bis 60.000 Millisekunden.
    • Login general timeout: Geben Sie die Zeitüberschreitung in Millisekunden für alle anmeldungszugeordneten Pakete an. Ausgenommen ist die Zeitüberschreitung für das anfängliche Anmeldungspolling. Diese Zeitüberschreitung ist in der Regel länger als die Polling-Zeitüberschreitung, weil der Provisioningserver Zeit benötigt, um alle verbundenen Server zu kontaktieren, von denen einige möglicherweise ausgefallen sind und erneute Versuche erforderlich sind bzw. Zeitüberschreitungen beim Verbindungsaufbau vom Provisioningserver zu den anderen Provisioningservern auftreten, bis festgestellt werden kann, ob sie tatsächlich online sind oder nicht. Der gültige Bereich ist 1.000 bis 60.000 Millisekunden.
  3. Prüfen Sie die Richtigkeit aller Einstellungen und klicken Sie auf “Finish”.

Bootstrapkonfigurationen können in der Provisioning Services-Konsole über die Option “Configure Bootstrap” im Menü “Action” neu konfiguriert werden.