Verwenden des Setupassistenten für gestreamte VMs

Der Setupassistent für gestreamte VMs von Provisioning Services vereinfacht das Bereitstellen einer mit Provisioning Services gestreamten vDisk zu mehreren geklonten VMs.

Verwenden Sie den Assistenten für Folgendes:

  • Erstellen von VMs von einer vorhandenen Vorlage auf einem unterstützten gehosteten Hypervisor:
    • XenServer
    • Hyper-V über SCVMM
    • ESX über V-Center
  • Erstellen von Provisioning Services-Zielgeräten in einer Sammlung
  • Zuweisen eines vDisk-Images im Standardimagemodus zu den VMs

Stellen Sie vor der Ausführung des Assistenten sicher, dass die folgenden Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Mindestens ein Hypervisorhost ist mit einer konfigurieren Vorlage vorhanden.

  • Eine Gerätesammlung ist in der Provisioning Services-Site vorhanden.

  • Eine vDisk im Standardimagemodus ist vorhanden, die einer ausgewählten VM-Vorlage zugeordnet werden kann.

  • Voraussetzungen für die Vorlagen-VM:

    • Startreihenfolge: Erster Eintrag in der Liste für Netzwerk/PXE (genauso wie bei physikalischen Maschinen).

    • Festplatten: Bei Verwendung des lokalen Schreibcache ein mit NTFS formatierter Datenträger, der groß genug für den Cache ist. Sonst werden keine Festplatten benötigt.

    • Netzwerk: Statische MAC-Adressen. Bei Verwendung von XenServer darf die Adresse 00-00-00-00-00-00 nicht verwendet werden

  • Das Provisioning Services Console-Benutzerkonto wurde einer PVS SiteAdmin-Gruppe oder höher hinzugefügt.

  • Beim Erstellen neuer Konten in der Konsole benötigt der Benutzer die Active Directory-Berechtigung zum Erstellen von Konten. Wenn Sie vorhandene Konten verwenden, müssen die Active Directory-Konten bereits in einer bekannten Organisationseinheit vorhanden sein, damit sie ausgewählt werden können.

  • Verwenden Sie für den Import einer Active Directory-CSV-Datei das folgende Format: <name>,<type>,<description>. Die CSV-Datei muss den Spaltenheader enthalten. Beispielsweise lautet der Inhalt der CSV-Datei:

    Name,Typ,Beschreibung,

    PVSPC01,Computer,,

    Das nachstehende Komma muss vorhanden sein, um drei Werte darzustellen, selbst wenn es keine Beschreibung gibt. Dies entspricht der Formatierung, die von der MMC Active Directory-Benutzer und -Computer verwendet wird, wenn die Inhalte einer Organisationseinheit exportiert werden.

  • Falls ein vCenter-Server auf einem anderen Port ausgeführt wird, müssen Sie die folgenden Registrierungsänderungen vornehmen, um eine Verbindung von Provisioning Services zu ermöglichen:

    • Erstellen Sie einen neuen Schlüssel HKLM\Software\Citrix\ProvisioningServices\PlatformEsx

    • Erstellen Sie eine neue Zeichenfolge im Schlüssel “PlatformEsx key”, nennen Sie sie “ServerConnectionString” und wählen Sie als Einstellung http://{0}:PORT\#/sdk

      Hinweis:

      Bei Verwendung von Port 300 ServerConnectionString= http://{0}:300/sdk

Dieser Assistent erstellt VMs, ordnet diesen VMs Provisioning Services-Zielgeräte zu und weist ihnen eine freigegebene vDisk zu.

Der Assistent wird direkt von einer Provisioning Services Console ausgeführt.

  1. Klicken Sie in der Konsolenstruktur mit der rechten Maustaste auf das Sitesymbol und wählen Sie im Menü “Streamed VM Setup Wizard” aus. Die Willkommenseite des Setupassistenten für gestreamte VMs wird angezeigt.

  2. Klicken Sie auf Next, um das Setup zu beginnen.

  3. Wählen Sie den Typ des Hypervisors aus, mit dem Sie eine Verbindung herstellen, und geben Sie die benötigten Anmeldeinformationen für die Verbindung ein.

  4. Klicken Sie auf Next, um die Verbindung zu prüfen.

    Hinweis:

    Als Erleichterung wird der zuletzt verwendete Hypervisor und Benutzername in der Registrierung der lokalen Maschine, auf der die Instanz der Konsole ausgeführt wird, zwischengespeichert.

    XenServer 5.5 Update 2-Hypervisors werden im Setupassistenten für gestreamte VMs 5.6.1 nicht unterstützt. Auf SCVMM-Servern (System Center Virtual Machine Management) muss PowerShell 2.0 installiert sein.

  5. Optional. Wählen Sie auf dem Hypervisorcluster-Bildschirm den Hypervisorhost oder den Cluster aus, der die VMs hostet, und klicken Sie auf Next.

  6. Wählen Sie eine VM-Vorlage vom angegebenen Host aus und klicken Sie auf Next.

  7. Wählen Sie auf der Seite “Collection and vDisk” die Sammlung aus, der Sie VMs hinzufügen.

  8. Wählen Sie ein freigegebene vDisk in der Sammlung aus, die VMs zugewiesen wird, und klicken Sie dann auf Next.

  9. Geben Sie die Anzahl der VMs, die erstellt werden, die Anzahl der vCPUs und die Menge des Speichers an, die jede neue VM verwendet.

  10. Aktivieren Sie das Optionsfeld neben einer der folgenden Methoden, mit denen Active Directory-Computerkonten hinzugefügt werden, und klicken Sie dann auf Next:

    • Neue Konten erstellen
    • Import existing accounts

    Hinweis:

    Ein Active Directory-Administrator muss Berechtigungen an den Provisioning Services Console-Benutzer delegieren, um das Erstellen von Active Directory-Konten zu ermöglichen.

    Standardmäßig wird die Domäne und Organisationseinheit des aktuellen Benutzers verwendet.

    Bei den Namen der neuen Computer, die erstellt werden, wird zuerst geprüft, ob sie bereits als Computer in Active Directory, auf VMs oder Zielgeräten bestehen.

  11. Bei Verwendung der Methode Create new accounts:

    • Klicken Sie auf Weiter. Der Bildschirm für die Active Directory-Konten und den Speicherort wird angezeigt.
    • Wählen Sie die entsprechende Domäne aus der Dropdownliste “Domain” aus und wählen Sie dann aus den für diese Domäne aufgeführten Organisationseinheiten aus.
    • Wählen Sie in der Dropdownliste “Account naming scheme” ein gültiges Benennungsschema aus, das mindestens ein Nummernzeichen (#) und höchstens 15 Zeichen hat. Wählen Sie auch eine Option für das Auffüllen von Nummern bzw. Buchstaben aus, die Nummernzeichen im angegebenen Benennungsschema dynamisch ersetzt und den Wert für jede erstellte VM um Eins erhöht.

    Bei Auswahl von Import existing accounts:

    • Klicken Sie auf Weiter. Der Bildschirm für die Active Directory-Konten und den Speicherort wird angezeigt.
    • Klicken Sie auf Browse, um eine Active Directory-Organisationseinheit zu suchen, von der Active Directory-Kontonamen importiert werden, oder klicken Sie auf Import, um die Kontonamen von einer CSV-Datei zu importieren.

    Hinweis:

    “Required count” zeigt die vorher angegebene Anzahl der VMs an, die erstellt werden sollen. “Added count” zeigt die Zahl der geprüften hinzugefügten Einträge an, die in der Liste angezeigt werden.

  12. Prüfen Sie alle Konfigurationseinstellungen und klicken Sie dann auf Next, um die Konfigurationen zu bestätigen und abzuschließen.

    Hinweis:

    Wenn Sie auf “Cancel” klicken, wird die Konfiguration zusätzlicher Maschinen abgebrochen und die Zahl der erfolgreich konfigurierten Maschinen wird auf der Statusleiste angezeigt. Wenn der Assistent fehlschlägt oder in der Mitte abgebrochen wird, bleibt der erreichte Fortschritt erhalten. Wenn Sie vorhandenen Fortschritt bereinigen müssen, muss dies manuell geschehen; u. a. muss Folgendes entfernt werden:

    • In der ausgewählten Sammlung erstellte Provisioning Services-Zielgeräte.
    • In den ausgewählten Host-Hypervisors erstellte VMs.
    • Erstellte Active Directory-Computerkonten.

Wichtig:

Verwenden Sie im Setupassistenten beim Angeben von Namen für Speichergeräte kein Komma. Speichergeräten zugeordnete Namen werden von XenDesktop beibehalten und durch Kommas getrennt. Beispiel: Speicher 1, Speicher 2, Speicher 3. Enthält ein Speichername ein Komma (beispielsweise “Speicher,Ost”), interpretiert PVS dies fälschlicherweise als zwei separate Speichergeräte.

Tipp:

Beim Verschieben von Zielgeräten von Site zu Site besteht das Risiko, dass sie anschließend gelöscht werden. Das Risiko ist noch größer, wenn ein Zielgerät mit dem Setupassistenten für gestreamte VMs erstellt wurde. Ein Administrator kann Zielgeräte über die Schnittstelle zwar von Site zu Site verschieben, Citrix empfiehlt jedoch, dies zu unterlassen.

Verwenden des Setupassistenten für gestreamte VMs

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