Server

Provisioningserver sind Server, auf denen Streamdienste installiert sind. Provisioningserver streamen bei Bedarf Software von vDisks zu Zielgeräten. Bei einigen Implementierungen werden die vDisks direkt auf dem Provisioningserver gespeichert. In größeren Implementierungen beziehen die Provisioningserver die Daten der vDisk von einem freigegebenen Speichergerät im Netzwerk.

Provisioningserver rufen auch Konfigurationsinformationen aus der Provisioning Services-Datenbank ab und übertragen Informationen in die Datenbank. Die verfügbaren Provisioningserver-Konfigurationsoptionen gewährleisten hohe Verfügbarkeit und den Lastausgleich der Zielgerätverbindungen.

Führen Sie zum anfänglichen Konfigurieren eines Provisioningservers und der Softwarekomponenten den Konfigurationsassistenten aus (der Konfigurationsassistent kann zu einem späteren Zeitpunkt auf einem Provisioningserver erneut ausgeführt werden, um die Netzwerkkonfigurationseinstellungen zu ändern).

Nach der Installation der Provisioningserver-Softwarekomponenten und der Konfigurationen mit dem Assistenten werden die Server über die Provisioning Services Console verwaltet.

Tipp:

Achten Sie beim Konfigurieren von PVS-Servern auf die richtige Firewall-Isolierung, sodass eine robuste Sicherheitsgrenze alle Server, einschließlich SQL-Server und Datenträgerspeicher umgibt und der Netzwerkzugriff außerhalb der Sicherheitsgrenze eingeschränkt ist, um die Anzeige schwach authentifizierter oder unverschlüsselter Datenflüsse zu verhindern.

Isolieren Sie zumindest die PVS-Serverinstanzen, die über nicht-authentifizierte, PVS-serverinterne Kanäle miteinander kommunizieren. Konfigurieren Sie hierfür Hardwarefirewalls, damit keine Pakete von außerhalb der Grenze an Server innerhalb geleitet werden können. Erweitern Sie diesen Firewallschutz auf SQL-Server- und Datenträgerspeicherkomponenten, bei denen die Konfiguration keine geeigneten SQL-Server- und Datenträgerspeicherlinks aufweisen. Dadurch wird ein Zugriff unautorisierter Benutzer auf diese zusätzlichen Komponenten verhindert.

Provisioningserver in der Konsole

Provisioningserver sind Server, auf denen Streamdienste installiert sind. Provisioningserver streamen bei Bedarf Software von vDisks zu Zielgeräten. Bei einigen Implementierungen werden die vDisks direkt auf dem Provisioningserver gespeichert. In größeren Implementierungen beziehen die Provisioningserver die Daten der vDisk von einem freigegebenen Speichergerät im Netzwerk.

Provisioningserver rufen auch Konfigurationsinformationen aus der Provisioning Services-Datenbank ab und übertragen Informationen in die Datenbank. Darüber hinaus rufen die Provisioningserver Konfigurationsinformationen aus der Provisioning Services-Datenbank ab und übertragen Informationen in die Datenbank.

Führen Sie zum anfänglichen Konfigurieren eines Provisioningservers und der Softwarekomponenten den Konfigurationsassistenten aus (der Konfigurationsassistent kann zu einem späteren Zeitpunkt auf einem Provisioningserver erneut ausgeführt werden, um die Netzwerkkonfigurationseinstellungen zu ändern).

Nach der Installation der Provisioningserver-Softwarekomponenten und der Konfigurationen mit dem Assistenten werden die Server über die Provisioning Services Console verwaltet. In der Konsole führen Sie Verwaltungsaufgaben für die Provisioningserver aus, z. B. das Bearbeiten der Konfigurationseinstellungen und der Eigenschaften der vorhandenen Provisioningserver.

Provisioningserver werden im Hauptfenster der Konsole als Mitglieder einer Site in einer Farm angezeigt. Um Provisioningserver zu verwalten, die zu einer bestimmten Site gehören, müssen Sie über die entsprechende administrative Rolle verfügen (Siteadministrator dieser Site oder Farmadministrator).

Hinweis:

Der aktuelle Status der einzelnen Server wird durch die Darstellung des Symbols des jeweiligen Provisioning Servers angezeigt.

Sie verwalten Provisioningserver in der Konsole mit Aktionen. Die folgenden Aktionen können ausgeführt werden. Um die Liste der Aktionen anzuzeigen, die für den ausgewählten Provisioningserver verfügbar sind, wählen Sie eine der folgenden Optionen:

  • Klicken Sie in der Menüleiste auf das Menü “Action”.
  • Klicken Sie in der Konsole mit der rechten Maustaste auf den gewünschten Provisioningserver.
  • Aktivieren Sie im Menü “Views” den Bereich “Action”

Hinweis:

Die deaktivierten Aktionen können auf den ausgewählten Provisioningserver nicht angewendet werden (weitere Informationen zu Aufgaben finden Sie unter “Verwaltungsaufgaben”).

Anzeigen von Provisioningserver-Verbindungen

Anzeigen und Verwalten aller Provisioningserver-Zielgerätverbindungen

  1. Wählen Sie einen Provisioningserver in der Konsole aus und wählen Sie dann die Option Show connected devices im Menü “Action”, im Kontextmenü oder im Bereich “Action”. Das Dialogfeld “Connected Target Devices” wird geöffnet.</span>
  2. Wählen Sie die gewünschten Zielgeräte in der Tabelle aus, um eine der folgenden Verbindungsaufgaben auszuführen:
Option Beschreibung
Shutdown Fährt die im Dialogfeld ausgewählten Zielgeräte herunter..
Reboot Startet die ausgewählten Zielgeräte neu.
Message Öffnet das Dialogfeld “Edit Message”, in das Sie einen Meldungstext eingeben und die Meldung an die ausgewählten Zielgeräte senden können.

Hinweis: Wenn Sie die Optionen “Shutdown” oder “Reboot” auswählen, wird ein Dialogfeld geöffnet, in das Sie einen Meldungstext eingeben können, der auf den betreffenden Zielgeräten angezeigt wird. Geben Sie eine Verzögerungszeit ein, wenn die Ausführung der Option “Shutdown” bzw. “Reboot” verzögert werden soll.

Wenn die Meldung eingeblendet wird, dass das Zielgerät erfolgreich heruntergefahren bzw. neu gestartet wurde und im Konsolenfenster das Symbol nicht entsprechend geändert wird, klicken Sie auf die Schaltfläche Refresh.

Ausgleichen der Zielgerätlast auf Provisioningservern

Um in hochverfügbaren Netzwerken eine optimale Leistung der Server und Zielgeräte zu erhalten, aktivieren Sie für alle vDisks den Lastausgleich.

  1. Klicken Sie in der Konsole mit der rechten Maustaste auf die gewünschte vDisk und wählen Sie die Menüoption “Load Balancing” aus. Das Dialogfeld “vDisk Load Balancing” wird angezeigt. Weitere Informationen finden Sie unter Server.
  2. Nach dem Aktivieren des Lastausgleichs für die vDisk können Sie die folgenden zusätzlichen Optionen für den Lastausgleichsalgorithmus einstellen:
    • Subnet Affinity: Wenn Sie den Server und die zu verwendende Netzwerkkartenkombination zum Bereitstellen der vDisk für Zielgeräte zuweisen, wählen Sie eine der folgenden Subnetzeinstellungen:
      • None: Ignoriert Subnetze und verwendet den am geringsten ausgelasteten Server. Dies ist die Standardeinstellung.
      • Best Effort: Verwendet die am geringsten ausgelastete Server/Netzwerkkartenkombination in demselben Subnetz. Wenn im Subnetz keine Server/Netzwerkkartenkombination verfügbar ist, wird der am geringsten ausgelastete Server außerhalb des Subnetzes ausgewählt. Falls im ausgewählten Subnetz mehrere Server verfügbar sind, wird zwischen den Servern der Lastausgleich ausgeführt.
      • Fixed: Verwendet die am geringsten ausgelastete Server/Netzwerkkartenkombination in demselben Subnetz. Führt den Lastausgleich zwischen den Servern im Subnetz aus. Wenn im selben Subnetz keine Server/Netzwerkkartenkombination vorhanden ist, werden die der vDisk zugewiesenen Zielgeräte nicht gestartet.
    • Rebalance Enabled using Trigger Percent: Aktivieren Sie diese Option, um die Anzahl der Zielgeräte auf allen Servern neu auszugleichen, wenn der festgelegte Prozentwert überschritten wird. Wenn diese Option aktiviert ist, prüft Provisioning Services etwa alle 10 Minuten den Prozentwert auf allen Servern. Wenn für die vDisk beispielsweise 25 % als Prozentwert festgelegt wurde, wird nach zehn Minuten ein Lastausgleich durchgeführt, wenn der Server 25 % höher ausgelastet ist als die anderen Server, die diese vDisk bereitstellen können.

Hinweis:

Beim Ermitteln der Serverlast berücksichtigt der Lastausgleichsalgorithmus die Einstellung Server Power setting auf dem Server.

Der Lastausgleich wird nicht durchgeführt, wenn Folgendes zutrifft:

  • Weniger als fünf Zielgeräte verwenden einen bestimmten Server.
  • Weniger als fünf Zielgeräte verwenden durchschnittlich alle qualifizierten Server.
  • Über 20 % der mit dem Server verbundenen Geräte sind Zielgeräte, die auf dem Server gestartet werden, weshalb eine Lastverlagerung bei einem Boot Storm nicht möglich ist.

Der Lastausgleich wird auch beim Starten der Zielgeräte berücksichtigt. Provisioning Services ermittelt, welcher der qualifizierten Provisioningserver am geringsten ausgelastet ist und somit die vDisk bereitstellen sollte. Sobald weitere qualifizierte Server online sind, wird der Lastausgleich automatisch durchgeführt.

Implementieren des Lastausgleichs in hochverfügbaren Netzwerken

  • Wählen Sie für jeden Provisioning Server unter “Server Properties” auf der Registerkarte “General” einen Leistungswert aus.
  • Wählen Sie für alle vDisks eine Lastausgleichsmethode aus und legen Sie im Dialogfeld “vDisk Load Balancing” zusätzliche Optionen für den Lastausgleichsalgorithmus fest. Weitere Informationen finden Sie unter Server.

Hinweis:

Zielgeräte, die keine vDisk mit hoher Verfügbarkeit verwenden, werden nicht auf einen anderen Server umgeleitet. Wenn die hohe Verfügbarkeit für die vDisk aktiviert ist, die Provisioningserver und der Store jedoch keine gültige Konfiguration für hohe Verfügbarkeit verwenden, reagieren die Zielgeräte, die diese vDisk verwenden, möglicherweise nicht mehr.

Manuell durchgeführter erneuter Lastausgleich von Provisioningserver-Verbindungen

  1. Wählen Sie in der Konsole die Provisioning Server aus, die Sie neu ausgleichen möchten. Klicken Sie mit der rechten Maustaste und wählen Sie die Menüoption Rebalance devices aus. Das Dialogfeld “Rebalance Devices” wird geöffnet.
  2. Klicken Sie auf “Rebalance”. In der Spalte “Status” wird eine Meldung bezüglich der Lastausgleichergebnisse angezeigt.
  3. Klicken Sie auf Close, um das Dialogfeld zu beenden.

Prüfen auf vDisk-Updates für den Provisioningserver-Zugriff

Prüfen, ob Updates für vDisks bestehen, auf die der ausgewählte Provisioningserver zugreifen kann

  1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste im Detailbereich auf den Provisioningserver und wählen Sie anschließend Check for updates.
  2. Wählen Sie die Menüoption “Automatic”.
  3. Klicken Sie bei der angezeigten Bestätigungsmeldung auf OK. Die vDisk wird automatisch aktualisiert bzw. die Aktualisierung wird geplant.

Deaktivieren des Schreibcache zum Verbessern der Leistung bei Verwendung von Speichergerätlaufwerken

Deaktivieren Sie zum Verbessern der Leistung den Schreibcache, wenn Sie von einem Provisioningserver auf Speichergerätlaufwerke schreiben, z. B. auf ein IDE- oder SATA-Laufwerk.

Deaktivieren des Schreibcache auf der Serverfestplatte unter Windows für das Speichergerät, auf dem die vDisks gespeichert sind

  1. Öffnen Sie auf dem Provisioningserver die Systemsteuerung. Wählen Sie Verwaltung>Computerverwaltung.
  2. Doppelklicken Sie auf den Knoten “Datenträgerverwaltung” in der Struktur.
  3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Speichergerät, für das der Windows-Schreibcache deaktiviert werden soll.
  4. Wählen Sie Eigenschaften und klicken Sie anschließend auf die Registerkarte “Hardware”.
  5. Klicken Sie auf Eigenschaften.
  6. Klicken Sie auf die Registerkarte “Richtlinien”.
  7. Deaktivieren Sie das Kontrollkästchen Schreibcache auf dem Datenträger aktivieren.
  8. Klicken Sie auf OK und anschließend erneut auf OK.
  9. Schließen Sie das Fenster “Computerverwaltung” und dann das Fenster “Verwaltung”.
  10. Klicken Sie in der Konsole mit der rechten Maustaste auf den Provisioningserverknoten und klicken Sie anschließend auf Restart service. Oder führen Sie den Konfigurationsassistenten aus, um die Dienste neu zu starten, oder starten Sie die Dienste manuell über das Fenster “Systemsteuerung>Verwaltung>Dienste”. (Klicken Sie im Fenster “Dienste” mit der rechten Maustaste auf den Streamdienst und wählen Sie anschließend im Kontextmenü Starten.)

Bereitstellen des Zugriffs für Provisioningserver auf Stores

Wählen Sie für jeden Store die Provisioningserver aus, die auf diesen Store zugreifen können:

  1. Klicken Sie in der Konsole mit der rechten Maustaste auf den Store und wählen Sie die Menüoption Properties. Das Dialogfeld “Store Properties” wird angezeigt.
  2. Wählen Sie auf der Registerkarte “Server” die Site mit den Provisioningservern aus, die auf den Store zugreifen können sollen.
  3. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen neben jedem Provisioningserver, der vDisks in diesem Store bereitstellen kann, und klicken Sie anschließend auf OK.