Aktualisieren von vDisks

Eine vorhandene vDisk muss oft aktualisiert werden, damit das Image die aktuelle Software und die neuesten Patches enthält. Bei jeder Aktualisierung der vDisk wird eine neue Version dieser vDisk erstellt (VHDX-Datei), um die Änderungen zu erfassen, ohne das vDisk-Basisimage zu ändern.

Das Aktualisieren einer vDisk umfasst die folgenden Schritte:

  • Erstellen einer neuen Version der vDisk (manuell oder automatisch)
  • Starten der neu erstellten Version von einem Gerät (Wartungsgerät oder Updategerät), Durchführen und Speichern von Änderungen an der vDisk sowie anschließendes Herunterfahren des Geräts.
  • Hochstufen der neuen Version auf “Production”.

Nachfolgend wird die allgemeine Hochstufung eines vDisk-Updates dargestellt:

Abbildung des vDisk-Updates

Die Verfügbarkeit der aktualisierten Version hängt von der aktuellen Hochstufung dieser Version (Wartung, Test oder Produktion) sowie vom Typ des Geräts ab, das versucht, auf sie zuzugreifen (Wartungsgerät, Updategerät, Testgerät oder Produktionsgerät).

Wenn Sie ein Gerät aktualisieren, das ein persönliches vDisk-Image verwendet, stellen Sie die Kompatibilität in Ihrer Produktionsumgebung mit den folgenden Schritten sicher:

Hinweis: Updates von Images für Geräte mit persönlicher vDisk müssen auf einer virtuellen Maschine erfolgen, an die keine persönliche vDisk angefügt ist. Sonst werden die Updates auf dem persönlichen vDisk-Image statt auf dem VM-Image gespeichert.

  1. Erstellen Sie eine neue Wartungsversion der vDisk.
  2. Führen Sie die erforderlichen Updates für die Wartungsversion aus.
  3. Stufen Sie die neue Wartungsversion auf “Test” hoch.
  4. Starten Sie das PvD-Testgerät und prüfen Sie, ob die Updates ausgeführt wurden.
  5. Stufen Sie die Testversion auf “Production” hoch.

Updateszenarios

Die folgenden Updatezenarios für vDisks werden unterstützt:

  • Manuelles Update: Ein Administrator kann ein manuelles Update einer vDisk durchführen, indem er eine neue Version der vDisk erstellt und dann mithilfe eines Wartungsgeräts Updates für diese Version erfasst. Manuelle Updates werden durch Auswählen der Schaltfläche New im Dialogfeld “vDisk Versions” initiiert. In der Spalte Access im Dialogfeld “vDisk Versioning” wird angezeigt, dass sich die neu erstellte Version derzeit im Wartungsmodus befindet. Während sich diese Version im Wartungsmodus befindet, kann nur ein einziges Wartungsgerät auf sie zugreifen und sie aktualisieren. Mehrere Wartungsgeräte können einer vDisk zugewiesen werden. Es kann jedoch nur ein Gerät diese Version der vDisk starten und auf sie zugreifen. Während dieser Zeit besitzt das entsprechende Wartungsgerät exklusiven Lese-/Schreibzugriff.
  • Automatisches Update: Eine Automatisierung von Updates spart Zeit und physische Ressourcen ein. Updates werden nach Bedarf oder über einem Zeitplan initiiert und mit der vDisk-Updateverwaltung konfiguriert. Bei einem automatischen Update wird in der Spalte Access im Dialogfeld “vDisk Versioning” angezeigt, dass sich die neu erstellte Version derzeit im Wartungsmodus befindet. Während sich diese Version im Wartungsmodus befindet, kann nur das eine Updategerät, dem die Version zugewiesen wurde, auf sie zugreifen und sie aktualisieren (es ist nur ein Updategerät pro vDisk vorhanden). Weitere Informationen finden Sie unter Automatisieren von vDisk-Updates.

    Hinweis:

    Die vDisk-Updateverwaltung kann nur mit vDisks im Standardimagemodus verwendet werden. vDisks im Privatimagemodus können mit den üblichen Softwareverteilungstools aktualisiert werden. Der Versuch, eine vDisk im Privatimagemodus für die vDisk-Updateverwaltung zu registrieren oder das Wechseln zu einer vDisk, die bereits registriert ist, führt zu Fehlern.

  • Zusammenführung: Das Zusammenführen von differenzierenden VDHX-Datenträgerdateien kann abhängig von der ausgewählten Zusammenführungsoption Speicherplatz sparen und die Leistung steigern. Ein Zusammenführungsupdate wird manuell über die Schaltfläche “Merge” im Dialogfeld vDisk Versions ausgewählt, oder automatisch, wenn die maximale vDisk-Versionsanzahl erreicht wird.

VHDX-Kette differenzierender Datenträger

Die Versionierung vereinfacht die Aufgaben zur Aktualisierung und Verwaltung von vDisks und ist flexibel nutzbar.

vDisks bestehen aus der VHDX-Basisimagedatei, den zugehörigen Sidecardateien und ggf. mehreren verketteten differenzierenden VHDX-Datenträgern, auf die verwiesen wird. Differenzierende Datenträger werden erstellt, um Änderungen am Basisdatenträger zu erfassen und dabei den ursprünglichen Basisdatenträger unverändert zu lassen. Jeder differenzierende Datenträger, der mit einem Basisdatenträger verknüpft ist, stellt eine andere Version dar.

Die folgende Abbildung zeigt die Dateinamenskonventionen und die Beziehung zwischen einem Basisdatenträger und allen Datenträgerversionen, die auf den Basisdatenträger verweisen.

VHDX-Kette

Hinweis:

vDisk-Versionen werden mit dem Dialogfeld “vDisk Versions” und durch Ausführen der allgemeinen Aufgaben zur vDisk-Versionierung erstellt und verwaltet.

Jedes Mal, wenn eine vDisk in den Wartungsmodus versetzt wird, wird eine neue Version des differenzierenden VDHX-Datenträgers erstellt und die Versionsnummer im Dateinamen wird numerisch erhöht, wie in der folgenden Tabelle dargestellt.

  VHDX-Dateiname Name der Eigenschaftendatei Name der Sperrdatei
Basisimage win7dev.vhdx win7dev.pvp win7dev.lok
Version 1 win7dev.1.vhdx win7dev.1.pvp win7dev.1.lok
Version 2 win7dev.2.vhdx win7dev.2.pvp win7dev.2.lok
Version N win7dev.N.vhdx win7dev.N.pvp win7dev.N.lok

Manuelles Aktualisieren von vDisk-Images

Im Dialogfeld “vDisk Versions” können Sie eine neue Version des vDisk-Basisimages manuell erstellen.

Hinweis:

Um den Updatevorgang zu automatisieren, müssen Sie die vDisk-Updateverwaltung einrichten (weitere Informationen finden Sie unter Automatisieren von vDisk-Updates).

Für die manuelle Aktualisierung wird Folgendes vorausgesetzt:

  • Der zu aktualisierenden vDisk wurde ein Wartungsgerät zugewiesen.
  • Keine Version der vDisk wird momentan gewartet.

Hinweis:

Updates von Images für Geräte mit persönlicher vDisk müssen auf einer virtuellen Maschine erfolgen, an die keine persönliche vDisk angefügt ist. Sonst werden die Updates auf dem persönlichen vDisk-Image statt auf dem VM-Image gespeichert.

Erstellen einer neuen Version

  1. Klicken Sie in der Konsole mit der rechten Maustaste auf die gewünschte vDisk in der Gerätesammlung oder im vDisk-Pool und wählen Sie im Kontextmenü “Versions”. Das Dialogfeld “vDisk Versions” wird angezeigt.

    Hinweis:

    Vergewissern Sie sich, dass die vDisk nicht im Privatimage-Modus ist.

  2. Klicken Sie auf Neu. Im Dialogfeld wird die neue Version angezeigt. Die Einstellung Access ist auf “Maintenance” gesetzt und unter Type ist als Updatemethode Manual ausgewählt.
  3. Starten Sie die vDisk von einem Wartungsgerät. Installieren oder entfernen Sie Anwendungen, fügen Sie Patches hinzu und führen Sie andere erforderliche Aktualisierungen durch. Fahren Sie anschließend das Wartungsgerät herunter. Testen Sie, ob die Änderungen erfolgreich durchgeführt wurden (Optional).

    Hinweis:

    Wird ein Test- oder Wartungsgerät (mit Ausnahme von PvD-Testgeräten) gestartet, erscheint ein Startmenü zur Auswahl der vDisk oder vDisk-Version, von der aus der Start erfolgen soll.

  4. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die vDisk und wählen Sie anschließend im Kontextmenü “Promote” (weitere Informationen zum Hochstufen von Versionen finden Sie unter Hochstufen von aktualisierten Versionen).
  5. Wählen Sie ein Hochstufen der Wartungsversion in den Modus “Test” oder “Production”. Wenn Sie “Production” auswählen, legen Sie “Immediate” oder “Scheduled” für die Verfügbarkeit der Version fest.
  6. Klicken Sie auf “OK”, um die Version hochzustufen und die Wartung abzuschließen.

Zusammenführen von differenzierenden VHDX-Datenträgern

Das Zusammenführen von differenzierenden VDHX-Datenträgerdateien kann abhängig von der ausgewählten Zusammenführungsmethode Speicherplatz sparen und die Leistung steigern.

Citrix empfiehlt das Zusammenführen von Versionen auf einem neuen Basisimage oder auf einem konsolidierten differenzierenden Datenträger sobald eine virtuelle Festplatte in fünf Versionen vorliegt.

Es gibt folgende Zusammenführungsmethoden:

  • Zusammenführen in ein neues Basisimage
  • Zusammenführen in einen konsolidierten differenzierenden Datenträger

Hinweis:

Zu einer Zusammenführung kommt es nur, wenn keine Wartungsversion definiert ist oder der virtuelle Datenträger sich im Privatimagemodus befindet. Die Zusammenführung beginnt am Anfang der Kette und führt bis hinunter zum Basisimage. Ein Startdatendatenträger kann nicht für den zusammengeführten Datenträger angegeben werden.

Zusammenführen in ein neues Basisimage

Bei einer kompletten Zusammenführung wird eine Kette aus differenzierenden Datenträgern und Basisimagedatenträgern in einem einzigen, neuen Basisdatenträger zusammengeführt. Dieser neue Datenträger ist die nächste Version in der Kette und erhält die Dateierweiterung VHDX. Diese Methode ermöglicht den schnellsten Zugriff auf das Basisimage und wird empfohlen, wenn die Leistung wichtiger als der Speicherplatz ist (bei jeder Zusammenführung wird ein neuer Basisdatenträger erstellt).

Tipp:

Nach dem Ausführen einer Basisimage-Zusammenführung einer vDisk im VHDX-Format ist die zusammengeführte VHDX-Datei evtl. kleiner als die Originaldatei. Das ist in Situationen möglich, wenn Dateien aus einer bestimmten vDisk-Version gelöscht werden und in der zusammengeführten VHDX nicht mehr enthalten sind. Weitere Informationen finden Sie im Citrix Knowledge Center.

Zusammenführen in einen konsolidierten differenzierenden Datenträger

Bei einer teilweisen Zusammenführung wird eine Kette aus differenzierenden VDHX-Datenträgern bis zum Basisdatenträger (aber ohne den Basisdatenträger selbst) in einem neuen differenzierenden Datenträger zusammengefasst. Der neue differenzierende Datenträger hat dasselbe übergeordnete Basisdatenträgerimage und erhält die Dateierweiterung .avhdx. Bei dieser Methode wird weniger Speicherplatz als bei einer kompletten Zusammenführung belegt. Außerdem ist die Zusammenführung schneller.

Auf der Registerkarte “Version” im Dialogfeld “Farm Properties” kann eine automatische Konsolidierung von differenzierenden Datenträgern konfiguriert werden. Wählen Sie auf dieser Registerkarte die maximale Anzahl virtueller Datenträger aus. Wenn diese Anzahl erreicht ist, wird die Zusammenführung automatisch durchgeführt. Die Verfügbarkeit des virtuellen Datenträgers hängt dabei von dem Modus ab, der auf dieser Registerkarte ausgewählt wurde (“Production”, “Maintenance” oder “Test”).

Hinweis:

Eine Zusammenführung mit konsolidierten differenzierenden Datenträgern wird empfohlen, wenn der Speicherplatz oder die Bandbreite zwischen Remotestandorten begrenzt ist und große Images nicht kopiert werden können.

Zusammenführen von differenzierenden Datenträgern

  1. Klicken Sie in der Konsole mit der rechten Maustaste auf einen virtuellen Datenträger und wählen Sie Versions. Das Dialogfeld Versions wird angezeigt.
  2. Klicken Sie auf die Schaltfläche Merge. Das Dialogfeld “Merge” wird angezeigt.
  3. Wählen Sie für die Zusammenführung die Option Merged Updates oder Merged Base.
    • Wenn Sie alle differenzierenden Datenträger in einen einzigen differenzierenden Datenträger (nicht in das Basisdatenträgerimage) zusammenführen möchten, wählen Sie die Option Merged Updates.
    • Wenn Sie alle differenzierenden Datenträger in einen neuen Basisdatenträger zusammenführen möchten, wählen Sie die Option Merged Base.
  4. Wählen Sie den Zugriffsmodus für diese Version aus (“Production”, “Maintenance” oder “Test”), nachdem die Zusammenführung abgeschlossen ist. Wenn kein Zugriffsmodus ausgewählt ist, wird für den virtuellen Datenträger standardmäßig automatic Range gemäß der Registerkarte “Version” im Dialogfeld “Farm Properties” verwendet.
  5. Klicken Sie auf OK, um die Zusammenführung zu starten.

Der Zeitbedarf für die Zusammenführung hängt von der Zusammenführungsmethode und der Anzahl der differenzierenden Datenträger ab, die zusammengeführt werden. Nach der erfolgreichen Zusammenführung wird die neue Version im Dialogfeld “Versions” angezeigt. In der Spalte “Type” wird bei einer kompletten Zusammenführung Merge Base oder bei einer teilweisen Zusammenführung Merge angezeigt.

Hochstufen von aktualisierten Versionen

Eine aktualisierte Version einer vDisk ist erst dann für Produktionsgeräte verfügbar, nachdem sie auf “Production” hochgestuft wurde. Zum Hochstufen einer Aktualisierung gibt es folgende Stufen:

  • Maintenance
  • Test
  • Production

Bei jedem Erstellen einer neuen Version wird die Einstellung “Access” automatisch auf “Maintenance” gesetzt, damit Wartungsgeräte Aktualisierungen vornehmen können (Lesen/Schreiben). Nach dem Abschluss der Aktualisierungen kann diese Version zum Testen mit Testgeräten von “Maintenance” auf “Test” (schreibgeschützt) oder direkt auf “Production” zur Verwendung durch alle Zielgeräte hochgestuft werden.

Nach Abschluss einer Aktualisierung mit der manuellen Methode kann die neue Version mit der Schaltfläche Promote aus dem Dialogfeld “vDisk Version” auf “Test” oder “Production” hochgestuft werden. Wenn “Production” ausgewählt wird, kann der Freigabezeitpunkt festgelegt oder der Standardwert (“Immediate”) akzeptiert werden.

Nach Abschluss einer Aktualisierung mit der automatischen Updatemethode, der vDisk-Updateverwaltung, wird die neue Version gemäß der Einstellung hochgestuft, die im Assistenten für Updateaufgaben unter Post Update ausgewählt wurde. Nach dem Abschluss des automatischen Updates kann die Hochstufung auch über die Schaltfläche Promote des Dialogfelds “vDisk Version” erfolgen.

Falls Probleme vorliegen, kann die neue Version von “Test” auf “Maintenance” zurückgesetzt werden (wenn keine aktiven Sitzungen vorhanden sind) oder von “Production” auf “Test” oder “Maintenance” (etwaige gestartete Geräte müssen vor dem Zurücksetzen heruntergefahren werden).

Damit Geräte der Klasse “Production” nach dem Hochstufen auf die neue Version zugreifen können, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:

  • Die Einstellung “Access” muss “Default” oder “Override” lauten.
  • Wenn die Freigabe der Aktualisierung zeitlich geplant wurde, muss der geplante Zeitpunkt (Datum und Uhrzeit) erreicht sein.
  • Die aktualisierte Version muss für alle Server in der Site verfügbar sein.
  • Im Dialogfeld “vDisk Versions” ist Boot production devices from version auf Newest released gesetzt (der Status ist “Default”).

Hinweis:

Wenn die Option für “Access” leer ist, wird diese Version als “Zur Produktion freigegeben” angesehen, ist aber nicht die derzeit ausgewählte Version, von der Geräte gestartet werden.

Aktualisieren von vDisks auf Zielgeräten

In diesem Dokument wird beschrieben, wie Sie eine vDisk auf mehreren Zielgeräten ändern, ohne sie manuell neu zu konfigurieren. Den allgemeinen Informationen zum Prozess folgen schrittweise Anleitungen.

Festlegen der vDisk-Eigenschaften “Class” und “Type”

Ein automatisches Update wird nur ausgeführt, wenn die Klasse des Zielgeräts und der vDisk identisch sind. Eine neuere vDisk ersetzt nur eine ältere vDisk im Zielgerät, wenn der vDisk-Typ beider vDisks übereinstimmt. Da in Ihrer Implementierung mehrere doppelte vDisk-Instanzen möglich sind und diese vDisks mehreren Zielgeräten zugeordnet werden können (im Falle des Startverhaltens “Least Busy” oder “First Available” des Provisioningservers), müssen Sie die ältere vDisk, die durch die neue vDisk ersetzt wird, noch genauer bestimmen. Dafür wird die vDisk-Eigenschaft “Type” verwendet. Wenn Sie das automatisches Update für vDisk-Images verwenden, sollten Sie einem Zielgerät nie mehr als eine vDisk des gleichen Typs vom selben Provisioningserver zuweisen.

Planen von vDisk-Updates

Zum Planen der Anwendung automatischer Updates verwenden Sie die Optionsfelder “Apply vDisk updates as soon as they are detected by the server” oder “Schedule the next vDisk update to occur on” auf die Registerkarte “Auto Update” der vDisk. Wenn Sie die Option “Schedule the next vDisk update to occur on” verwenden, müssen Sie das aktuelle oder ein späteres Datum festlegen, sonst wird die vDisk nicht aktualisiert.

Updates von vDisks mit Timer

Sie können für vDisk-Updates einen Timer festlegen. Dies bedeutet, dass die vDisk allen Geräten mit der entsprechenden Klasse zu einer bestimmten Zeit zugewiesen wird, z. B. wenn die Geräte nicht sehr aktiv sind.

Erstellen sie dazu auf einem der Server für jede Site einen Windows Timer, der den PowerShell-Befehl “ApplyAutoUpdate” oder den Befehl “Mcli Run ApplyAutoUpdate” ausführt (weitere Informationen finden Sie im PowerShell Administrator’s Guide oder im MCLI Programmer’s Guide). Der Befehl scannt die Site und aktualisiert alle berechtigen vDisks, die für Updates konfiguriert sind. Da der Befehl nur die vDisks aktualisiert, für die ein Update erforderlich ist, kann der Timer jeden Tag ausgeführt werden und die Updates werden automatisch vorgenommen, wenn neue vDisk-Versionen hinzugefügt werden.

Automatisches Hinzufügen einer Ersatz-vDisk

Damit eine Ersatz-vDisk einer Site automatisch hinzugefügt wird, platzieren Sie sie im Storeverzeichnis der vDisk, die ersetzt wird. Wenn das Update erfolgt ist, werden alles Stores der Site nach vDisks durchsucht, die nicht in der Site definiert sind. Wenn eine vDisk gefunden wird, deren Klasse und Typ mit einer vorhandenen vDisk im Storeverzeichnis identisch sind und deren Major-, Minor- und Build-Nummern größer als die der vorhandenen vDisk sind, wird sie der Site automatisch hinzugefügt und den Zielgeräten mit den übereinstimmenden Klassen zugewiesen.

Die Ersatz-vDisk muss alle Versionen seit der letzten zusammengeführten Basis sowie diese Basis enthalten oder nur die Basis, wenn keine zusammengeführte Basis vorhanden ist. Alle VHDX-, AVHDX- und PVP-Dateien für die enthaltenen Versionen müssen im Storeverzeichnis platziert werden.

Wenn die Ersatz-vDisk mehrere Versionen enthält, muss die Manifestdatei (XML) auf der vDisk vorhanden sein. Wenn Sie eine Manifestdatei erstellen möchten, exportieren Sie die vDisk. Reduzieren Sie die Anzahl der Dateien, die bereitgestellt werden müssen, indem Sie vor dem Exportieren der vDisk veraltete Versionen im Dialogfeld “vDisk Versions” löschen.

Automatisches Aktualisieren einer vDisk

  1. Wählen Sie für die Original-vDisk die Registerkarte “Auto Update” aus und legen Sie folgende Eigenschaften fest:

    a. Enable automatic updates.

    b. Legen Sie fest, ob das Update sofort angewendet wird oder an einem geplanten Datum, wenn die Suche nach Updates erfolgt ist oder der Befehl “ApplyAutoUpdate” ausgeführt wird.

    c. Geben Sie eine Klasse und einen Typ für die vDisk an.

    d. Geben Sie eine Major-, Minor- und Build-Nummer für die vDisk an.

    Hinweis:

    Im Feld “Serial Number” wird während der Erstellung der vDisk eine willkürliche GUID (Globally Unique Identifier) festgelegt. Sie dient nur der Information und kann bearbeitet werden. Sie wird nicht für die Verarbeitung des automatischen Updates verwendet.

  2. Wählen Sie für Zielgeräte, die die zu aktualisierende vDisk verwenden, die Registerkarte “General” aus und legen Sie unter “Target Devices Properties” für “Class” den gleichen Wert wie für die ursprüngliche vDisk fest.

  3. Stellen Sie sicher, dass die vDisk im gleichen Store wie die ursprüngliche vDisk ist.

  4. Wählen Sie für die Festplatte die Registerkarte “Auto Update” aus und legen Sie die folgenden vDisk-Eigenschaften fest:

    a. Aktivieren Sie automatische Updates nur, wenn die vDisk zu einem späteren Zeitpunkt mit einer anderen vDisk ersetzt wird.

    b. Wenn automatische Updates aktiviert sind, legen Sie fest, ob das Update sofort angewendet wird oder an einem geplanten Datum, wenn die Suche nach Updates erfolgt ist oder der Befehl “ApplyAutoUpdate” ausgeführt wird.

    c. Geben Sie die gleiche Klasse und den gleichen Typ ein, die Sie für die ursprüngliche vDisk festgelegt haben.

    d. Geben Sie für die vDisk Major-, Minor- und Build-Nummern ein, die höher als in der ursprünglichen vDisk sind.

  5. Wenn das vDisk-Update für andere Farm-Sites erfolgen muss, können Sie die Ersatz-vDisk wie in Schritt 4 beschrieben im selben Store bereitstellen wie die ursprüngliche vDisk der anderen Farm-Site. Das Verfahren wird weiter oben in diesem Dokument unter “Automatisches Hinzufügen einer Ersatz-vDisk” beschrieben.

  6. Konfigurieren Sie die Updateprüfung. Auf diese Weise werden alle berechtigten vDisks, die eine höhere Major-, Minor- und Build-Nummer aufweisen, aktualisiert. Dazu gibt es zwei verschiedene Methoden:

    • Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den vDisk-Pool, wählen Sie “Check for Automatic Updates” und klicken Sie im Bestätigungsdialogfeld auf “OK”.

      oder

    • Legen Sie einen Timer fest (s. oben).