Optimieren

Durch Optimieren Ihrer Umgebung erhalten Sie die beste Leistung der Citrix Workspace-App und bieten die beste Benutzererfahrung.

Zuordnen von Benutzergeräten

Die Citrix Workspace-App unterstützt Clientgerätzuordnung für Verbindungen zu Citrix Virtual Apps and Desktops-Servern. Mit der Clientgerätzuordnung kann eine auf dem Server ausgeführte Remoteanwendung auf Geräte zugreifen, die an das lokale Benutzergerät angeschlossen sind. Dem Benutzer des Benutzergeräts erscheinen die Anwendungen und Systemressourcen, als würden sie lokal ausgeführt. Vergewissern Sie sich, dass der Server die Clientgerätzuordnung unterstützt, bevor Sie diese Funktionen verwenden.

Hinweis:

Das Sicherheitsmodul Security-Enhanced Linux (SELinux) kann sich auf die Clientlaufwerkzuordnung und die USB-Umleitung (unter Citrix Virtual Apps and Desktops) auswirken. Wenn Sie eines dieser Features (oder beide) benötigen, deaktivieren Sie SELinux, bevor Sie es auf dem Server konfigurieren.

Zuordnen von Clientlaufwerken

Die Clientlaufwerkzuordnung ermöglicht das Umleiten von Laufwerksbuchstaben auf dem Citrix Virtual Apps- oder Citrix Virtual Desktops-Server auf Verzeichnisse, die auf dem lokalen Benutzergerät vorhanden sind. In einer Citrix Benutzersitzung kann beispielsweise das Laufwerk H einem Verzeichnis auf dem lokalen Computer, auf dem die Workspace-App ausgeführt wird, zugeordnet werden.

Mit der Clientlaufwerkzuordnung werden alle auf dem lokalen Benutzergerät bereitgestellten Verzeichnisse, einschließlich CDs, DVDs oder USB-Sticks, in Sitzungen für den Benutzer verfügbar, wenn der lokale Benutzer Zugriffsrechte hat. Wenn ein Server für die Clientlaufwerkzuordnung konfiguriert ist, können Benutzer auf lokal gespeicherte Dateien zugreifen, diese in ihren Sitzungen bearbeiten und dann entweder auf einem lokalen Laufwerk oder einem Laufwerk auf dem Server speichern.

Es gibt zwei Arten von Laufwerkzuordnung:

  • Die statische Clientlaufwerkzuordnung ermöglicht es Administratoren, einen beliebigen Teil des Dateisystems auf dem Benutzergerät bei der Anmeldung einem bestimmten Laufwerksbuchstaben auf dem Server zuzuordnen. Sie können damit beispielsweise das gesamte Basisverzeichnis oder einen Teil davon sowie die Bereitstellungspunkte von Hardwaregeräten, wie CD-ROMs, DVDs oder USB-Sticks, zuordnen.
  • Die dynamische Clientlaufwerkzuordnung überwacht die Verzeichnisse, in denen Hardwaregeräte wie CD-ROMs, DVDs und USB-Sticks üblicherweise auf dem Benutzergerät bereitgestellt werden. Geräte, die der Sitzung neu hinzugefügt werden, werden automatisch dem nächsten verfügbaren Laufwerksbuchstaben auf dem Server zugeordnet.

Wenn eine Verbindung zwischen der Citrix Workspace-App und Citrix Virtual Apps oder Citrix Virtual Desktops hergestellt wird, werden die Clientlaufwerkzuordnungen wiederhergestellt, es sei denn, die Clientgerätzuordnung ist deaktiviert. Sie können mit Richtlinien genauer steuern, wie die Clientgerätzuordnung angewendet wird. Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation unter Citrix Virtual Apps and Desktops.

Benutzer können Laufwerke im Dialogfeld Einstellungen zuordnen.

Hinweis:

Standardmäßig wird durch das Aktivieren der statischen Clientlaufwerkzuordnung auch die dynamische Clientlaufwerkzuordnung aktiviert. Damit beim Aktivieren der statischen Clientlaufwerkzuordnung die dynamische Clientlaufwerkzuordnung nicht aktiviert wird, legen Sie “DynamicCDM” in wfclient.ini auf “False” fest.

Zuordnen von Clientdruckern

Die Citrix Workspace-App unterstützt das Drucken auf Netzwerkdruckern und auf lokal an Benutzergeräte angeschlossenen Druckern. Citrix Virtual Apps ermöglicht Benutzern Folgendes, außer wenn Sie dies durch Richtlinien verhindern:

  • Drucken auf allen Druckgeräten, die vom Benutzergerät aus verfügbar sind
  • Hinzufügen von Druckern

Diese Einstellungen sind jedoch möglicherweise nicht für alle Umgebungen optimal. Beispielsweise ist die Standardeinstellung, bei der Benutzer alle Drucker verwenden können, auf die sie über das Benutzergerät zugreifen können, anfänglich die am einfachsten zu verwaltende Lösung. Die Standardeinstellung kann jedoch in manchen Umgebungen zu langen Anmeldezeiten führen. In solchen Situationen sollten Sie die Liste der auf dem Benutzergerät konfigurierten Drucker einschränken.

Die Sicherheitsrichtlinien des Unternehmens könnten es außerdem erforderlich machen, dass Sie das benutzerseitige Zuordnen lokaler Druckerports nicht zulassen. Hierfür stellen Sie auf dem Server die ICA-Richtlinieneinstellung “Client-COM-Ports automatisch verbinden” auf “Deaktiviert” ein.

Einschränken der Liste der auf dem Benutzergerät konfigurierten Drucker

  1. Öffnen Sie die Konfigurationsdatei wfclient.ini in einem der folgenden Verzeichnisse:

    • Im Verzeichnis $HOME/.ICAClient, um die automatisch erstellten Drucker für einen einzelnen Benutzer einzuschränken.
    • Im Verzeichnis $ICAROOT/config, um die Drucker für alle Workspace-App-Benutzer einzuschränken. In diesem Fall sind “alle Benutzer” diejenigen, die das Self-Service-Programm nach der Änderung zuerst verwenden.
  2. Geben Sie im Abschnitt [WFClient] der Datei Folgendes ein:

    ClientPrinterList=Drucker1:Drucker2:Drucker3

    Dabei sind Drucker1, Drucker2 usw. die Namen der ausgewählten Drucker. Trennen Sie die Einträge für die Druckernamen mit einem Doppelpunkt (:).

  3. Speichern und schließen Sie die Datei.

Zuordnen von Clientdruckern auf Citrix Virtual Apps für Windows

Die Citrix Workspace-App für Linux unterstützt den universellen Citrix PS Druckertreiber. Daher ist normalerweise keine lokale Konfiguration erforderlich, damit Benutzer mit Netzwerkdruckern oder Druckern, die an die lokalen Benutzergeräte angeschlossen sind, drucken können. Sie müssen Clientdrucker unter Citrix Virtual Apps für Windows jedoch u. U. manuell zuordnen, wenn z. B. die Drucksoftware des Benutzergeräts nicht den universellen Druckertreiber unterstützt.

Zuordnen eines lokalen Druckers auf einem Server

  1. Starten Sie eine Serververbindung von der Citrix Workspace-App und melden Sie sich an einem Server an, auf dem Citrix Virtual Apps ausgeführt wird.

  2. Wählen Sie im Startmenü Einstellungen > Drucker.

  3. Wählen Sie im Menü “Datei” die Option Drucker hinzufügen.

    Der Druckerinstallationsassistent wird angezeigt.

  4. Fügen Sie mit dem Assistenten einen Netzwerkdrucker aus dem Clientnetzwerk und der Clientdomäne hinzu. Hierbei handelt es sich normalerweise um einen Standarddruckernamen, vergleichbar mit denen, die durch native Remotedesktopdienste erstellt werden, z. B. “HPLaserJet 4 von Clientname in Sitzung 3”.

    Weitere Informationen zum Hinzufügen von Druckern finden Sie in der Dokumentation zum Windows-Betriebssystem.

Zuordnen von Clientdruckern auf Citrix Virtual Apps für UNIX

In UNIX-Umgebungen werden von der Citrix Workspace-App definierte Druckertreiber ignoriert. Das Drucksystem auf dem Benutzergerät muss in der Lage sein, das von der Anwendung erzeugte Druckformat zu verarbeiten.

Bevor Benutzer von Citrix Virtual Apps für UNIX auf einem Clientdrucker drucken können, muss der Systemadministrator diese Funktion aktivieren. Weitere Informationen finden Sie in der Citrix Virtual Apps and Desktops-Dokumentation im Abschnitt über Citrix Virtual Apps für UNIX.

Zuordnen von Clientaudio

Die Clientaudiozuordnung ermöglicht es, dass auf Citrix Virtual Apps-Servern oder Citrix Virtual Desktops ausgeführte Anwendungen Audiodaten über ein auf dem Benutzergerät installiertes Audiogerät abspielen. Sie können die Audioqualität auf dem Server auf Verbindungsbasis festlegen und Benutzer können sie auf dem Benutzergerät einstellen. Bei unterschiedlichen Einstellungen wird die niedrigere Einstellung verwendet.

Die Clientaudiozuordnung kann zu einer Überlastung der Server und des Netzwerks führen. Je höher die Audioqualität, desto größer die erforderliche Bandbreite für die Übertragung der Audiodaten. Bei der höheren Audioqualität wird außerdem auch mehr Prozessorzeit auf dem Server in Anspruch genommen.

Sie können die Clientaudiozuordnung mit Richtlinien konfigurieren. Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation unter Citrix Virtual Apps and Desktops.

Hinweis:

Clientaudiozuordnung steht nicht bei einer Verbindung zu Citrix Virtual Apps für UNIX zur Verfügung.

Festlegen eines anderen Geräts als das Standardaudiogerät

Das Standardaudiogerät ist normalerweise das Standard-ALSA-Gerät, das für Ihr System konfiguriert ist. Mit der folgenden Methode können Sie ein anderes Gerät festlegen:

  1. Wählen Sie je nachdem, für welche Benutzer die Änderungen gelten sollen, die entsprechende Konfigurationsdatei aus und öffnen Sie sie. Informationen dazu, wie sich Änderungen in bestimmten Konfigurationsdateien auf bestimmte Benutzer auswirken, finden Sie unter Anpassen der Workspace-App mit Konfigurationsdateien.
  2. Fügen Sie die folgende Option hinzu. Wenn dieser Abschnitt nicht vorhanden ist, erstellen Sie ihn.

[ClientAudio]

AudioDevice =

Die Informationen für Gerät befinden sich in der ALSA-Konfigurationsdatei auf Ihrem Betriebssystem.

Hinweis:

Der Speicherort für diese Informationen ist nicht auf allen Linux-Betriebssystemen einheitlich. Citrix empfiehlt, in der Dokumentation Ihres Betriebssystems nachzulesen, wo Sie diese Informationen finden können.

Konfigurieren der USB-Unterstützung

Mit der USB-Unterstützung können Benutzer mit zahlreichen USB-Geräten interagieren, wenn sie mit einem virtuellen Desktop verbunden sind. Benutzer können USB-Geräte an ihren Computer anschließen. Diese werden dann zum virtuellen Desktop umgeleitet. Zu den USB-Geräten, die für Remoting verfügbar sind, gehören Flashlaufwerke, Smartphones, PDAs, Drucker, Scanner, MP3 Player, Sicherheitsgeräte und Tablets.

USB-Umleitung erfordert entweder Citrix Virtual Apps 7.6 (oder höher) oder Citrix Virtual Desktops. Citrix Virtual Apps unterstützt nicht die USB-Umleitung von Massenspeichergeräten. Für die Unterstützung von Audiogeräten ist eine besondere Konfiguration erforderlich. Details hierzu finden Sie unter Citrix Virtual Apps 7.6-Dokumentation.

Isochrone Features in USB-Geräten wie Webcams, Mikrofonen, Lautsprechern und Headsets werden in typischen LAN-Umgebungen mit geringer Latenz und hoher Geschwindigkeit unterstützt. Normalerweise ist jedoch die Standardaudio- oder Webcamumleitung besser geeignet.

Die folgenden Gerätetypen werden direkt in einer Citrix Virtual Apps and Desktops-Sitzung unterstützt und verwenden daher keine USB-Unterstützung:

  • Tastaturen
  • Mäuse
  • Smartcards
  • Headsets
  • Webcams

Hinweis:

USB-Spezialgeräte (beispielsweise Bloomberg-Tastaturen und 3D-Maus) können für die USB-Unterstützung konfiguriert werden. Weitere Informationen zur Konfiguration von Richtlinienregeln für andere USB-Spezialgeräte finden Sie unter CTX119722.

In der Standardeinstellung werden bestimmte Typen von USB-Geräten nicht für Remoting über Citrix Virtual Apps and Desktops unterstützt. Beispielsweise könnte ein Benutzer eine Netzwerkkarte über internes USB mit der Systemplatine verbunden haben. Remoting wäre in diesem Fall nicht angebracht. Die folgenden Typen von USB-Geräten können standardmäßig nicht in einer Citrix Virtual Apps and Desktops-Sitzung verwendet werden:

  • Bluetooth-Dongle
  • Integrierte Netzwerkkarten
  • USB-Hubs

Um die Standardliste von USB-Geräten für Remoting zu aktualisieren, bearbeiten Sie die Datei usb.conf in $ICAROOT/. Weitere Informationen finden Sie unter “Aktualisieren der für Remoting verfügbaren USB-Geräteliste”.

Um Remoting von USB-Geräten zu virtuellen Desktops zuzulassen, aktivieren Sie die USB-Richtlinienregel. Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation unter Citrix Virtual Apps and Desktops.

Funktionsweise der USB-Unterstützung

Wenn ein Benutzer ein USB-Gerät anschließt, wird es anhand der USB-Richtlinie überprüft und, sofern zulässig, an den virtuellen Desktop umgeleitet. Wenn das Gerät von der Standardrichtlinie abgelehnt wird, steht es nur auf dem lokalen Desktop zur Verfügung.

Bei Desktops, auf die über Desktop Appliance Mode zugegriffen wird, erfolgt die automatische Umleitung eines Geräts zum virtuellen Desktop, wenn ein Benutzer ein USB-Gerät anschließt. Der virtuelle Desktop steuert das USB-Gerät und zeigt es auf der Benutzeroberfläche an.

Das Sitzungsfenster muss den Fokus haben, wenn der Benutzer das USB-Gerät für die Umleitung anschließt, es sei denn, der Desktop Appliance Mode wird verwendet.

Massenspeichergeräte

Wenn ein Benutzer die Verbindung zu einem virtuellen Desktop trennt, während ein USB-Massenspeichergerät noch am lokalen Desktop angeschlossen ist, wird das Gerät nicht an den virtuellen Desktop umgeleitet, wenn der Benutzer die Verbindung wieder herstellt. Um sicherzustellen, dass das Massenspeichergerät an den virtuellen Desktop umgeleitet wird, muss der Benutzer es entfernen und nach der Wiederherstellung der Verbindung wieder anschließen.

Hinweis:

Wenn Sie ein Massenspeichergerät an eine Linux-Workstation anschließen, die Remoteverbindungen von USB-Massenspeichergeräten nicht zulässt, wird das Gerät von der Workspace-App-Software nicht akzeptiert. Möglicherweise wird ein separater Linux-Dateibrowser geöffnet. Aus diesem Grund empfiehlt Citrix, dass Sie die Benutzergeräte so konfigurieren, dass die Einstellung Wechselmedien beim Einlegen einbinden standardmäßig deaktiviert ist. Wählen Sie dazu auf Geräten mit Debian auf der Debian-Menüleiste, Folgendes: System > Einstellungen > Wechseldatenträger und -medien. Deaktivieren Sie auf der Registerkarte Speichermedien unter Wechseldatenträger das Kontrollkästchen Wechselmedien beim Einlegen einbinden.

Beachten Sie für die Client-USB-Geräteumleitung Folgendes.

Hinweis:

Wenn die Serverrichtlinie Client-USB-Geräteumleitung aktiviert ist, werden Massenspeichergeräte wie USB-Geräte umgeleitet, selbst wenn die Clientlaufwerkzuordnung aktiviert ist.

Webcams

Standardmäßig bietet die HDX RealTime-Webcamvideokomprimierung optimale Webcamleistung. In manchen Situationen jedoch, müssen Benutzer Webcams mit USB-Unterstützung anschließen. Hierzu müssen Sie HDX RealTime-Webcamvideokomprimierung deaktivieren. Weitere Informationen finden Sie unter Videokonferenzen mit HDX RealTime-Webcamvideokomprimierung.

Webcamumleitung

Im Folgenden ein paar Hinweise zur Webcamumleitung:

  • Die Webcamumleitung funktioniert mit und ohne RTME.

  • Die Webcamumleitung funktioniert für 32-Bit-Anwendungen. Zum Beispiel für Skype und GoToMeeting. Verwenden Sie einen 32-Bit-Browser, um die Webcamumleitung online zu verifizieren. Beispielsweise www.webcamtests.com

  • Die Verwendung der Webcam ist pro Anwendung exklusiv. Wenn in Skype beispielsweise eine Webcam ausgeführt wird und Sie GoToMeeting starten, müssen Sie Skype beenden, um die Webcam in GoToMeeting zu verwenden.

Standardmäßig zugelassene USB-Klassen

Die folgenden Klassen von USB-Geräten werden von den USB-Standardrichtlinienregeln zugelassen:

  • Audio (Geräteklasse 01)

    Umfasst Mikrofone, Lautsprecher, Kopfhörer und MIDI-Controller.

  • Physikalische Schnittstelle (Geräteklasse 05)

    Diese Geräte ähneln HIDs (Human Interface Devices), bieten jedoch im Allgemeinen Eingabe oder Feedback in Echtzeit, hierzu gehören u. a. Force-Feedback-Joysticks, Bewegungsplattformen und Force-Feedback-Hautskelette.

  • Bilder (Geräteklasse 06)

    Hierzu gehören digitale Kameras und Scanner. Digitale Kameras unterstützen oft die Bilderklasse, in der Bilder mit den Protokollen PTP (Picture Transfer Protocol) oder MTP (Media Transfer Protocol) zu einem Computer oder zu einem anderen Peripheriegerät übertragen werden. Kameras können auch als Massenspeichergeräte angezeigt werden. Eine Kamera kann möglicherweise über die Setupmenüs der Kamera für beide Klassen konfiguriert werden.

    Wird eine Kamera als Massenspeichergerät angezeigt, wird die Clientlaufwerkzuordnung verwendet und die USB-Unterstützung wird nicht benötigt.

  • Drucker (Geräteklasse 07)

    Die meisten Drucker gehören zu dieser Klasse, obwohl einige herstellerspezifische Protokolle (Klasse ff) verwenden. Mehrfunktionsdrucker haben ggf. einen internen Hub oder sind Composite-Geräte. In beiden Fällen verwendet das Druckerelement meistens die Druckerklasse und das Scanner- oder Faxelement verwendet eine andere Klasse, z. B. Bilder.

    Drucker funktionieren normalerweise ohne USB-Unterstützung.

  • Massenspeicher (Geräteklasse 08)

    Die gängigsten Massenspeichergeräte sind USB-Flashlaufwerke sowie über USB angeschlossene Festplatten, CD- bzw. DVD-Laufwerke und SD/MMC-Kartenleser. Außerdem gibt es zahlreiche Geräte mit einem internen Speicher, die auch eine Massenspeicherschnittstelle darstellen, u. a. Medienplayer, digitale Kameras und Mobiltelefone. Bekannte Unterklassen:

  • 01: Begrenzte Flashlaufwerke
  • 02: Normalerweise CD- bzw. DVD-Geräte (ATAPI/MMC-2)
  • 03: Normalerweise Bandgeräte (QIC-157)
  • 04: Normalerweise Diskettenlaufwerke (UFI)
  • 05: Normalerweise Diskettenlaufwerke (SFF-8070i)
  • 06: Die meisten Massenspeichergeräte verwenden diese SCSI-Variante

    Der Zugriff auf Massenspeichergeräte erfolgt oft über die Clientlaufwerkzuordnung und USB-Unterstützung wird daher nicht benötigt.

    Wichtig: Einige Viren werden aktiv mit allen Typen des Massenspeichers übertragen. Überlegen Sie genau, ob die Verwendung von Massenspeichergeräten entweder über die Clientlaufwerkzuordnung oder die USB-Unterstützung im Unternehmen wirklich erforderlich ist. Zur Verringerung dieses Risikos kann auf dem Server konfiguriert werden, dass Dateien über die Clientlaufwerkzuordnung ausgeführt werden.

  • Content Security (Geräteklasse 0d)

    Content-Security-Geräte erzwingen Inhaltsschutz normalerweise für die Lizenzierung oder das Management digitaler Rechte. Dongles gehören zu dieser Klasse.

  • Personal Healthcare (Geräteklasse 0f)

    Hierzu gehören Geräte zur persönlichen Gesundheitspflege, u. a. Blutdruckmessgeräte, Herzfrequenzmessgeräte, Schrittzähler, Geräte zur Medikamenteneinnahmeüberwachung und Spirometer.

  • Anwendung und herstellerspezifisch (Geräteklasse fe und ff)

    Bei vielen Geräten werden herstellerspezifische oder nicht USB-Konsortium-konforme Protokolle verwendet. Diese werden normalerweise als herstellerspezifisch (Klasse ff) ausgezeichnet.

In der Standardeinstellung nicht zugelassene USB-Geräteklassen

Die folgenden Klassen von USB-Geräten werden von den USB-Standardrichtlinienregeln nicht zugelassen:

  • Kommunikation und CDC-Steuerung (Geräteklasse 02 und 0a)

    Umfasst Modems, ISDN-Adapter, Netzwerkkarten und einige Telefone und Faxgeräte.

    Die USB-Standardrichtlinie lässt diese Geräte nicht zu, da ein Gerät möglicherweise die Verbindung zum virtuellen Desktop bereitstellt.

  • HID (Human Interface Devices) (Geräteklasse 03)

    Umfasst viele Eingabe- und Ausgabegeräte. Typische HIDs sind Tastaturen, Mäuse, Zeigegeräte, Grafiktabletts, Sensoren, Game Controller, Tasten und Steuerfunktionen.

    Die Unterklasse 01 wird “Boot Interface”-Klasse genannt und für Tastaturen und Mäuse verwendet.

    USB-Tastaturen (Klasse 03, Unterklasse 01, Protokoll 1) oder USB-Mäuse (Klasse 03, Unterklasse 01, Protokoll 2) werden von der USB-Standardrichtlinie nicht zugelassen. Begründung: Die meisten Tastaturen und Mäuse können auch ohne USB-Unterstützung genutzt werden. Sie werden sowohl lokal als auch remote bei Verbindungen mit einem virtuellen Desktop verwendet.

  • USB-Hub (Geräteklasse 09)

    Mit USB-Hubs können zusätzliche Geräte am lokalen Computer angeschlossen werden. Auf diese Geräte muss nicht remote zugegriffen werden.

  • Chipkarte (Smartcard) (Geräteklasse 0b)

    Zu Smartcardlesegeräten gehören berührungslose und Smartcard-Berührungslesegeräte sowie USB-Token mit einem eingebetteten smartcardäquivalenten Chip.

    Der Zugriff auf Smartcardlesegeräte erfolgt nicht mit Smartcard-Remoting und erfordert keine USB-Unterstützung.

  • Video (Geräteklasse 0e)

    Die Videoklasse umfasst Geräte, mit denen Videos und mit Video zusammenhängendes Material manipuliert werden, u. a. Webcams, digitale Camcorder, analoge Videokonverter, einige Fernsehtuner und einige digitale Kameras, die Videostreaming unterstützen.

    Standardmäßig bietet die HDX RealTime-Webcamvideokomprimierung optimale Webcamleistung.

  • Kabelloser Controller (Geräteklasse e0)

    Hierzu gehören viele kabellose Controller, u. a. Ultra-Breitband-Controller und Bluetooth.

    Einige dieser Geräte stellen u. U. wichtigen Netzwerkzugang bereit oder schließen wichtige Peripheriegeräte an, z. B. Bluetooth-Tastaturen oder -Mäuse.

    Die USB-Standardrichtlinie lässt diese Geräte nicht zu. Es kann jedoch Geräte geben, denen Zugriff mit der USB-Unterstützung gegeben werden sollte.

Aktualisieren der für Remoting verfügbaren USB-Geräteliste

Sie können den Umfang der USB-Geräte, die für Remoting auf Desktops zur Verfügung stehen, aktualisieren, indem Sie die Liste der Standardregeln in der Datei usb.conf auf dem Benutzergerät unter $ICAROOT/ bearbeiten.

Sie aktualisieren die Liste, indem Sie neue Richtlinienregeln hinzufügen, die USB-Geräte, die nicht Teil des Standardumfangs sind, zulassen oder ablehnen. Von einem Administrator auf diese Weise erstellte Regeln steuern, welche Geräte dem Server angeboten werden. Die Regeln auf dem Server steuern dann, welche Geräte akzeptiert werden.

Die standardmäßige Richtlinienkonfiguration für nicht zulässige Geräte lautet folgendermaßen:

DENY: class=09 # Hub-Geräte

DENY: class=03 subclass=01 # HID-Bootgerät (Tastaturen und Mäuse)

DENY: class=0b # Smartcard

DENY: class=e0 # Wireless-Controller

DENY: class=02 # Kommunikations- und CDC-Steuerung

DENY: class=03 # UVC (webcam)

DENY: class=0a # CDC-Daten

ALLOW: # Letzter Ausweg: alles andere zulassen

Erstellen von USB-Richtlinienregeln

Tipp: Wenn Sie Richtlinienregeln erstellen, verwenden Sie die USB-Klassencodes. Sie finden sie auf der USB-Website unter http://www.usb.org/. Richtlinienregeln in usb.conf auf dem Benutzergerät haben das Format {ALLOW:|DENY:} gefolgt von einer Reihe von Ausdrücken, die auf Werten für die folgenden Tags basieren:

Tag Beschreibung
VID Vendor-ID vom Gerätedeskriptor
REL Release-ID vom Gerätedeskriptor
PID Produkt-ID vom Gerätedeskriptor
Klasse Klasse vom Gerätedeskriptor oder ein Schnittstellendeskriptor
SubClass Unterklasse vom Gerätedeskriptor oder ein Schnittstellendeskriptor
Prot Protokoll vom Gerätedeskriptor oder ein Schnittstellendeskriptor

Wenn Sie eine Richtlinienregel erstellen, beachten Sie Folgendes:

  • Bei Regeln wird die Groß- und Kleinschreibung nicht berücksichtigt.
  • Regeln können optional von einen Kommentar gefolgt werden, der mit # eingeleitet wird. Ein Trennzeichen ist nicht erforderlich, der Kommentar wird beim Abgleichen ignoriert.
  • Leere Zeilen und Kommentare werden ignoriert.
  • Leerzeichen, die als Trennzeichen verwendet werden, werden ignoriert. Sie dürfen aber nicht in einer Zahl oder Kennung verwendet werden. Beispielsweise ist Deny: Class=08 SubClass=05 eine gültige Regel; Deny: Class=0 8 Sub Class=05 hingegen nicht.
  • Tags müssen den Übereinstimmungsoperator = verwenden. Beispielsweise VID=1230.

Beispiel

Das folgende Beispiel zeigt einen Abschnitt der Datei usb.conf auf dem Benutzergerät. Um diese Regeln zu implementieren, müssen dieselben Regeln wie auf dem Server vorhanden sein.

ALLOW: VID=1230 PID=0007 # Weitere Industrie, Weiteres Flash-Laufwerk

DENY: Class=08 SubClass=05 # Massenspeichergeräte

DENY: Class=0D # Alle Sicherheitsgeräte

Konfigurieren von Startmodi

Mit “Desktop Appliance Mode” können Sie anpassen, wie ein virtueller Desktop zuvor angeschlossene USB-Geräte behandelt. Stellen Sie auf jedem Benutzergerät in der Datei $ICAROOT/config/module.ini im Abschnitt WfClient die Option DesktopApplianceMode = Boolean wie folgt ein.

   
TRUE USB-Geräte, die bereits angeschlossen sind, starten, vorausgesetzt dass das Gerät nicht durch eine Ablehnungsregel in den USB-Richtlinien auf dem Server (Registrierungseintrag) oder dem Benutzergerät (Konfigurationsdatei der Richtlinienregeln) deaktiviert ist.
FALSE Keine USB-Geräte starten.

Bloomberg-Tastaturumleitung

Hinweis:

Die Bloomberg-Audioumleitung erfordert ähnliche Konfigurationsschritte.

Sie können die Bloomberg-Tastaturumleitung wie folgt durchführen:

  • über die generische USB-Umleitung

  • über die generische USB-Umleitung bei Unterstützung der selektiven Umleitung

Umleitung der Bloomberg v4-Tastatur über die generische USB-Umleitung

Konfigurieren der Bloomberg v4-Tastatur über die generische USB-Umleitung auf der Clientseite:

Als Voraussetzung muss die Richtlinie im Delivery Controller der Domäne (DDC) aktiviert sein.

  1. Suchen Sie die VID und PID der Bloomberg-Tastatur. In Debian und Ubuntu führen Sie hierfür den folgenden Befehl aus:

    lsusb

  2. Wechseln Sie zu $ICAROOT und bearbeiten Sie die Datei usb.conf.

  3. Fügen Sie folgenden Eintrag zur Datei usb.conf hinzu, um die USB-Umleitung für die Bloomberg-Tastatur zuzulassen und speichern Sie die Datei.

    ALLOW: vid=1188 pid=9545

  4. Starten Sie den ctxusbd-Daemon auf dem Client neu. In Debian und Ubuntu führen Sie hierfür den folgenden Befehl aus:

    systemctl restart ctxusbd

  5. Starten Sie eine Clientsitzung. Stellen Sie sicher, dass die Sitzung im Fokus ist, während Sie die umzuleitende Bloomberg v4-Tastatur anschließen.

Umleitung der Bloomberg v4-Tastatur über generisches USB bei Unterstützung der selektiven Umleitung

Dieses Feature ermöglicht den Einsatz der Bloomberg v4-Tastaturschnittstelle über mehrere Sitzungen hinweg. Damit kann die Tastatur flexibel in allen Remotesitzungen verwendet werden, außer bei Fingerabdruck- und Audioschnittstellen. Fingerabdruck- und Audioschnittstellen werden wie bisher zu einzelnen Sitzungen umgeleitet.

Hinweis:

Dieses Feature ist standardmäßig für x86- und x64-Plattformen aktiviert und für ARMHF-Plattformen deaktiviert.

Aktivieren des Features:

  1. Bearbeiten Sie den Abschnitt BloombergRedirection in der Datei config/All_Regions.ini wie folgt.

    BloombergRedirection=true

  2. Führen Sie alle unter Umleitung der Bloomberg v4-Tastatur über die generische USB-Umleitung aufgeführten Schritte aus.

Deaktivieren des Features:

  1. Bearbeiten Sie den Abschnitt BloombergRedirection in der Datei config/All_Regions.ini.

  2. Setzen Sie den Wert BloombergRedirection auf false.

    BloombergRedirection = false

  3. Führen Sie alle unter Umleitung der Bloomberg v4-Tastatur über die generische USB-Umleitung aufgeführten Schritte aus.

Hinweis:

Wenn Sie den Wert auf false festlegen, wird die Funktionalität auf das Verhalten in den Vorgängerversionen des Clients zurückgesetzt und alle Schnittstellen werden zu einer einzigen Sitzung umgeleitet.

Steigern der Leistung über Verbindungen mit geringer Bandbreite

Citrix empfiehlt die Verwendung der aktuellen Citrix Virtual Apps- oder Citrix Virtual Desktops-Version auf dem Server und der aktuellen Citrix Workspace-App-Version auf dem Benutzergerät.

Wenn Sie eine Verbindung mit geringer Bandbreite verwenden, können Sie durch eine geänderte Citrix Workspace-App-Konfiguration und -Verwendung eine Verbesserung der Leistung erzielen.

  • Konfigurieren Sie die Citrix Workspace-App-Verbindung: Konfigurieren der Receiver-Verbindungen kann die Bandbreite reduzieren, die für ICA erforderlich ist und die Leistung verbessern
  • Ändern Sie die Verwendung der Citrix Workspace-App: Durch Ändern der Verwendung der Citrix Workspace-App können Sie die Bandbreite verringern, die für eine schnelle Verbindung benötigt wird.
  • Aktivieren Sie UDP-Audio: Dieses Feature kann für eine gleichmäßige Latenz bei VoIP-Verbindungen (Voice over IP) in stark ausgelasteten Netzwerken sorgen.
  • Verwenden Sie die neuesten Versionen von Citrix Virtual Apps und der Citrix Workspace-App für Linux: Citrix erweitert und verbessert die Leistung mit jedem Release und für viele Leistungsfeatures ist die neueste Receiver- und Serversoftware erforderlich

Konfigurieren von Verbindungen

Auf Geräten mit beschränkter Rechenleistung oder geringer Bandbreite gibt es entweder Einbußen bei Leistung oder Funktionalität. Benutzer und Administratoren können eine akzeptable Mischung aus umfassender Funktionalität und interaktiver Leistung wählen. Wenn Sie eine oder mehrere der folgenden Änderungen – häufig auf dem Server anstatt auf dem Benutzergerät – vornehmen, kann dies die von der Verbindung benötigte Bandbreite verringern und die Leistung verbessern:

  • Aktivieren Sie die SpeedScreen-Latenzreduktion: SpeedScreen-Latenzreduktion steigert die Leistung bei Verbindungen mit hoher Latenz, da schnell Feedback für eingegebene Daten und Mausklicks geboten wird. Aktivieren Sie dieses Feature mit dem SpeedScreen-Latenzreduktionsmanager. In der Standardeinstellung ist dies in der Citrix Workspace-App bei Verbindungen mit hoher Latenz für die Tastatur deaktiviert und nur für die Maus aktiviert. Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation “Citrix Workspace app for Linux OEM’s Reference Guide”.
  • Aktivieren Sie die Datenkomprimierung: Mit der Datenkomprimierung wird die in der Verbindung übertragene Datenmenge reduziert. Für das Komprimieren und Dekomprimieren werden zusätzliche Prozessorressourcen benötigt. Dies kann jedoch die Leistung bei Verbindungen mit eingeschränkter Bandbreite erhöhen. Verwenden Sie die Citrix Richtlinieneinstellungen Audioqualität und Bildkomprimierung, um dieses Feature zu aktivieren.
  • Reduzieren Sie die Fenstergröße: Ändern Sie die Fenstergröße auf die kleinste Größe, mit der Sie noch gut arbeiten können. Legen Sie auf der XenApp Services-Site die Sitzungsoptionen fest.
  • Reduzieren Sie die Farbanzahl: Reduzieren Sie die Anzahl der Farben auf 256. Legen Sie auf der Citrix Virtual Apps and Desktops-Site die Sitzungsoptionen fest.
  • Verringern Sie die Audioqualität: Wenn die Audiozuordnung aktiviert ist, verringern Sie die Audioqualität mit der Citrix Richtlinieneinstellung “Audioqualität” auf die niedrigste Einstellung.

Aktivieren von UDP-Audio

UDP-Audio kann die Qualität von Telefonanrufen über das Internet verbessern. Dabei wird UDP (User Datagram Protocol) statt TCP (Transmission Control Protocol) verwendet.

Einschränkungen:

  • UDP-Audio ist nicht für verschlüsselte Sitzungen verfügbar (solche, die TLS- oder ICA-Verschlüsselung verwenden). In solchen Sitzungen verwenden Audioübertragungen TCP.
  • Die ICA-Kanalpriorität kann UDP-Audio beeinflussen.
  1. Stellen Sie die folgenden Optionen in module.ini im Abschnitt ClientAudio ein:
    • Setzen Sie EnableUDPAudio auf “True”. Standardeinstellung ist “False”, wodurch UDP-Audio deaktiviert wird.
    • Geben Sie Minimum und Maximum für die Portnummern von UDP-Audioverkehr mit UDPAudioPortLow und UDPAudioPortHigh an. Standardmäßig werden Ports 16500 bis 16509 verwendet.
  2. Stellen Sie Client- und Serveraudioeinstellungen wie folgt ein, sodass die resultierende Audioqualität “Mittel” ist (also weder hoch noch niedrig).
    Audioqualität auf dem Client Audioqualität auf dem Client Audioqualität auf dem Client
    Hoch Mittel Niedrig
Audioqualität auf dem Server Hoch Hoch Mittel Niedrig
Audioqualität auf dem Server Mittel Mittel Mittel Niedrig
Audioqualität auf dem Server Niedrig Niedrig Niedrig Niedrig

Konfigurieren von UDP auf dem Client

Fügen Sie Folgendes in der Datei $ICAROOT/config/module.ini hinzu:

Unter dem Abschnitt [ClientAudio]:

EnableUDPAudio=True
UDPAudioPortLow=int
UDPAudioPortHigh=int

Fügen Sie Folgendes in der Datei $HOME/.ICAClient/wfclient.ini hinzu:

Unter dem Abschnitt [WFClient]:

AllowAudioInput=True
EnableAudioInput=true
AudioBandWidthLimit=1

Hinweis:

Wenn der Ordner .ICAClient nicht vorhanden ist (nur beim Starten nach Erstinstallation), starten Sie die Citrix Workspace-App und schließen Sie die App. Dadurch wird der Ordner .ICAClient erstellt.

Fügen Sie Folgendes in wfclient.ini hinzu. * Richtlinieneinstellung auf dem DDC:

Legen Sie "Windows Media-Umleitung" auf "Nicht zugelassen" fest
Legen Sie "Audio über UDP" auf "Zugelassen" fest
Legen Sie "Audio über UDP - Real-time Transport" auf "Aktiviert" fest
Legen Sie "Audioqualität" auf "Mittel" fest

Ändern der Verwendungsweise der Citrix Workspace-App

Die ICA-Technologie ist äußerst optimiert und stellt normalerweise keine hohen Anforderungen an CPU und Bandbreite. Wenn Sie jedoch eine Verbindung mit sehr geringer Bandbreite verwenden, beachten Sie zur Aufrechterhaltung der Leistung Folgendes:

  • Vermeiden Sie den Zugriff auf große Dateien unter Verwendung der Clientlaufwerkszuordnung: Wenn Sie über die Clientlaufwerkzuordnung auf eine große Datei zugreifen, wird diese über die Serververbindung übertragen. Bei langsamen Verbindungen kann dies sehr lange dauern.
  • Vermeiden Sie das Drucken von großen Dokumenten auf lokalen Druckern: Wenn Sie ein Dokument auf einem lokalen Drucker drucken, wird die zu druckende Datei über die Serververbindung übertragen. Bei langsamen Verbindungen kann dies sehr lange dauern.
  • Vermeiden Sie das Abspielen von Multimediainhalten. Die Wiedergabe von Multimediainhalten benötigt viel Bandbreite und kann die Leistung reduzieren.

Steigern der Multimedialeistung

Die Citrix Workspace-App enthält zahlreiche Technologien, die in den heutigen medienreichen Benutzerumgebungen eine High-Definition-Benutzererfahrung ermöglichen. Diese verbessern die Benutzererfahrung bei Verbindungen mit gehosteten Anwendungen und Desktops:

  • HDX MediaStream Windows Media-Umleitung
  • HDX MediaStream Flash-Umleitung
  • HDX RealTime-Webcamvideokomprimierung
  • H.264-Unterstützung

Hinweis:

Citrix unterstützt die Koexistenz von RealTime Optimization Pack mit der Citrix Workspace-App für Linux Version 1901 und höher und mit GStreamer 0.1.

Konfigurieren von HDX MediaStream-Windows Media-Umleitung

Mit HDX MediaStream Windows Media-Umleitung sind keine hohen Bandbreiten mehr erforderlich, um auf virtuellen Desktops, auf die von Linux-Benutzergeräten zugegriffen wird, Multimediainhalte aufzunehmen und wiederzugeben. Mit Windows Media-Umleitung werden die Laufzeitdateien von Medieninhalten auf dem Benutzergerät statt auf dem Server abgespielt. Dies führt zu einer Reduktion der Bandbreitenanforderungen beim Abspielen von Multimediadateien.

Windows Media-Umleitung verbessert die Leistung des Windows Media-Players und anderer kompatibler Player, die auf virtuellen Windows-Desktops ausgeführt werden. Es werden eine Vielzahl von Formaten unterstützt, u. a.:

  • Advanced Systems Format (ASF)
  • Motion Picture Experts Group (MPEG)
  • Audio-Video Interleaved (AVI)
  • MPEG Audio Layer-3 (MP3)
  • WAV-Sounddateien

Die Citrix Workspace-App enthält die textbasierte Übersetzungstabelle MediaStreamingConfig.tbl, die Windows-spezifische Medienformat-GUIDs in MIME-Typen übersetzt, die GStreamer verwenden kann. Sie können die Übersetzungstabelle bearbeiten, um folgende Aktionen auszuführen:

  • Hinzufügen bisher unbekannter oder nicht unterstützter Medienfilter/-dateiformate zur Übersetzungstabelle
  • Blockieren problematischer GUIDs, um Fallback auf serverseitige Wiedergabe zu erzwingen
  • Hinzufügen zusätzlicher Parameter zu vorhandenen MIME-Strings, um Probleme mit schwierigen Formaten durch Ändern der GStreamer-Parameter eines Streams beheben zu können
  • Verwalten und Bereitstellen benutzerdefinierter Konfigurationen basierend auf den Mediendateitypen, die von GStreamer auf einem Benutzergerät unterstützt werden

Mit dem clientseitigem Inhaltabruf können Sie zulassen, dass das Benutzergerät Medien direkt von URLs im Format http://, <mms://> oder <rtsp://> streamt, statt die Medien über einen Citrix Server zu streamen. Der Server leitet das Benutzergerät an die Medien um und sendet Steuerbefehle (einschließlich Wiedergabe, Pause, Stopp, Lautstärke, Suchen). Der Server verarbeitet jedoch keine Mediendaten. Dieses Feature erfordert erweiterte GStreamer-Multimediabibliotheken auf dem Gerät.

Einrichten von HDX Mediastream Windows Media-Umleitung

  1. Installieren Sie GStreamer 0.10, ein Open-Source-Multimedia-Framework, auf jedem erforderlichen Benutzergerät. Normalerweise installieren Sie GStreamer vor der Citrix Workspace-App, damit der Installationsvorgang die Citrix Workspace-App für die Verwendung von GStreamer konfiguriert.

    GStreamer ist in den meisten Linux-Distributionen enthalten. Ansonsten können Sie GStreamer auch von http://gstreamer.freedesktop.org herunterladen.

  2. Um den clientseitigen Inhaltsabruf zu aktivieren, installieren Sie die erforderlichen Protocol Source-Plug-Ins für die Dateitypen, die Benutzer auf dem Gerät wiedergeben. Sie prüfen mit dem Hilfsprogramm gst-launch, ob ein Plug-In installiert und funktionsbereit ist. Wenn gst-launch die URL wiedergeben kann, ist das erforderliche Plug-In funktionsbereit. Führen Sie beispielsweise gst-launch-0.10 playbin2 uri=<http://example-source/file.wmv> aus und vergewissern Sie sich, dass das Video einwandfrei wiedergegeben wird.

  3. Wählen Sie bei der Installation der Citrix Workspace-App auf dem Gerät die Option “GStreamer”, wenn Sie das Tarball-Skript verwenden. Für DEB- und RPM-Pakete erfolgt die Auswahl automatisch.

Beachten Sie Folgendes beim clientseitigen Inhaltsabruf:

  • Standardmäßig ist dieses Feature aktiviert. Sie können es in All-Regions.ini im Abschnitt “Multimedia” mit der Option SpeedScreenMMACSFEnabled deaktivieren. Wenn Sie für diese Option “False” einstellen, wird die Windows Media-Umleitung für die Medienverarbeitung verwendet.
  • Standardmäßig verwenden alle MediaStream-Features das GStreamer-Protokoll “playbin2”. Sie können auf ein früheres playbin-Protokoll für alle MediaStream-Features außer dem clientseitigen Inhaltsabruf zurückgehen, der weiter playbin2 verwendet. Stellen Sie dazu in All-Regions.ini im Abschnitt “Multimedia” die Option SpeedScreenMMAEnablePlaybin2 ein.
  • Die Citrix Workspace-App erkennt nicht Playlistdateien oder Streamkonfigurationsdateien wie ASX- oder NSC-Dateien. Benutzer müssen eine Standard-URL angeben, die nicht auf diese Dateitypen verweist. Überprüfen Sie mit gst-launch, ob eine URL gültig ist.

Beachten Sie bei GStreamer 1.0:

  • GStreamer 0.10 wird standardmäßig für die HDX MediaStream Windows Media-Umleitung verwendet. GStreamer 1.0 wird nur verwendet, wenn GStreamer 0.10 nicht verfügbar ist.
  • Wenn Sie GStreamer 1.0 verwenden möchten, folgen Sie den nachstehenden Anweisungen:
  1. Navigieren Sie zum Installationsverzeichnis der GStreamer-Plug-Ins. Der Speicherort der Plug-Ins hängt von Ihrer Distribution, der Architektur des Betriebssystems und der Installationsweise von GStreamer ab. Der Installationspfad ist normalerweise /usr/lib/x86_64-linux-gnu/gstreamer-1.0 oder $HOME/ .local/share/gstreamer-1.0.
  2. Navigieren Sie zum Installationsverzeichnis der Citrix Workspace-App für Linux. Das Standardverzeichnis für Installationen durch privilegierte Benutzer (root) ist /opt/Citrix/ICAClient. Das Standardverzeichnis für Installationen durch nicht-privilegierte Benutzer ist $HOME/ICAClient/platform (wobei “platform” z. B. linuxx64 sein kann). Weitere Informationen finden Sie unter Installation und Einrichtung.
  3. Installieren Sie libgstflatstm1.0.so, indem Sie einen symbolischen Link im Verzeichnis der GStreamer-Plug-Ins erstellen: ln -sf $ICACLIENT_DIR/util/libgstflatstm1.0.so $GST_PLUGINS_PATH/libgstflatstm1.0.so. Für diesen Schritt sind u. U. erhöhte Berechtigungen erforderlich, z. B. mit sudo.
  4. Verwenden Sie gst_play1.0 als Player: ln -sf $ICACLIENT_DIR/util/gst_play1.0 $ICACLIENT_DIR/util/gst_play. Für diesen Schritt sind u. U. erhöhte Berechtigungen erforderlich, z. B. mit sudo.
  • Wenn Sie GStreamer 1.0 HDX RealTime-Webcamvideokomprimierung verwenden möchten, verwenden Sie gst_read1.0 als Leser: ln -sf $ICACLIENT_DIR/util/gst_read1.0 $ICACLIENT_DIR/util/gst_read.

Konfigurieren der HDX MediaStream-Flash-Umleitung

HDX MediaStream-Flash-Umleitung sorgt dafür, dass Adobe Flash-Inhalte lokal auf den Benutzergeräten wiedergegeben werden. So erhalten Benutzer High Definition-Audio und -Video, ohne dass die Bandbreitenanforderungen steigen.

  1. Stellen Sie sicher, dass das Benutzergerät die Anforderungen für dieses Feature erfüllt. Weitere Informationen finden Sie unter Systemanforderungen.

  2. Fügen Sie in der Datei wfclient.ini im Abschnitt [WFClient] (für alle Verbindungen eines bestimmten Benutzers) oder in der Datei All_Regions.ini im Abschnitt [Client Engine\Application Launching] (für alle Benutzer in Ihrer Umgebung) folgende Parameter hinzu:

    • HDXFlashUseFlashRemoting=Ask: Never; Always

      Aktiviert HDX MediaStream für Flash auf dem Benutzergerät. Die Standardeinstellung ist Never. Benutzer werden beim Aufrufen von Webseiten mit Flash-Inhalten in einem Dialogfeld gefragt, ob sie diese optimieren möchten.

    • HDXFlashEnableServerSideContentFetching=Disabled; Enabled

      Aktiviert oder deaktiviert den serverseitigen Inhaltsabruf für die Citrix Workspace-App. Die Standardeinstellung ist Disabled.

    • HDXFlashUseServerHttpCookie=Disabled; Enabled

      Aktiviert oder deaktiviert HTTP-Cookie-Umleitung. Die Standardeinstellung ist Disabled.

    • HDXFlashEnableClientSideCaching=Disabled; Enabled

      Aktiviert oder deaktiviert die clientseitige Zwischenspeicherung für von der Citrix Workspace-App abgerufene Inhalte. Die Standardeinstellung ist Enabled.

    • HDXFlashClientCacheSize= [25-250]

      Definiert die Größe des Clientcaches in MB. Die Größe kann zwischen 25 MB und 250 MB liegen. Wenn die maximale Größe erreicht ist, werden bereits im Cache vorhandene Daten gelöscht, um Platz für neue Inhalte zu schaffen. Die Standardeinstellung ist 100.

    • HDXFlashServerSideContentCacheType=Persistent: Temporary; NoCaching

      Definiert den Zwischenspeicherungstyp, den die Citrix Workspace-App für mit serverseitigem Inhaltsabruf abgerufene Inhalte verwendet. Die Standardeinstellung ist Persistent.

      Hinweis: Dieser Parameter ist nur erforderlich, wenn HDXFlashEnableServerSideContentFetching auf Enabled gesetzt ist.

  3. Flash-Umleitung ist standardmäßig deaktiviert. Ändern Sie in der Datei /config/module.ini die Einstellung FlashV2=Off in FlashV2=On, um das Feature zu aktivieren.

Konfigurieren Sie HDX RealTime-Webcamvideokomprimierung

HDX RealTime bietet Webcamvideokomprimierung, mit der die Bandbreiteneffizienz während Videokonferenzen verbessert wird. So erhalten Benutzer optimale Leistung, wenn sie Anwendungen wie GoToMeeting mit HD Faces oder Skype for Business verwenden.

  1. Stellen Sie sicher, dass das Benutzergerät die Anforderungen für dieses Feature erfüllt.
  2. Stellen Sie sicher, dass der virtuelle Multimedia-Kanal aktiviert ist. Öffnen Sie hierzu die Konfigurationsdatei module.ini im Verzeichnis $ICAROOT/config und überprüfen Sie, ob im Abschnitt [ICA3.0] die Option “MultiMedia” auf “On” festgelegt ist.
  3. Aktivieren Sie die Audioeingabe durch Klicken auf Mikrofon und Webcam verwenden auf der Seite Mikrofon und Webcam des Dialogfelds “Einstellungen”.

Deaktivieren Sie die HDX RealTime-Webcamvideokomprimierung

Standardmäßig bietet die HDX RealTime-Webcamvideokomprimierung optimale Webcamleistung. In manchen Situationen müssen Benutzer Webcams mit USB-Unterstützung anschließen. Dazu müssen Sie die folgenden Schritte ausführen:

  • Deaktivieren Sie die HDX RealTime-Webcamvideokomprimierung
  • Aktivieren Sie die USB-Unterstützung für Webcams
  1. Fügen Sie der entsprechenden INI-Datei im Abschnitt [WFClient] den folgenden Parameter hinzu:

    HDXWebCamEnabled=Off

    Weitere Informationen finden Sie unter Anpassen der Citrix Workspace-App mit Konfigurationsdateien.

  2. Öffnen Sie die Datei usb.conf, die normalerweise unter $ICAROOT/usb.conf ist.

  3. Entfernen Sie die folgende Zeile oder kommentieren Sie sie aus:

    DENY: class=0e # UVC (standardmäßig über HDX RealTime-Webcamvideokomprimierung)

  4. Speichern und schließen Sie die Datei.

Konfigurieren der H.264-Unterstützung

Die Citrix Workspace-App unterstützt die H.264-Grafikanzeige einschließlich der von Citrix Virtual Apps and Desktops 7 bereitgestellten HDX 3D Pro-Technologie. Bei dieser Unterstützung wird der standardmäßig aktivierte Tiefenkomprimierungscodec verwendet. Dieses Feature liefert im Vergleich zum JPEG-Codec eine bessere Leistung bei reichhaltigen und professionellen Grafikanwendungen in WAN-Netzwerken.

Befolgen Sie die Anweisungen in diesem Abschnitt, um das Feature zu deaktivieren und zur Grafikverarbeitung stattdessen den JPEG-Codec zu verwenden. Sie können auch die Textprotokollierung deaktivieren und gleichzeitig den Tiefenkomprimierungscodec weiterverwenden. So lassen sich CPU-Kosten während der Verarbeitung von Grafiken mit komplexen Bildern aber relativ wenig oder unwichtigem Text senken.

Wichtig:

Verwenden Sie zum Konfigurieren dieses Features keine verlustfreie Einstellung in der Citrix Virtual Apps and Desktops-Richtlinie “Bildqualität”. Wenn Sie eine verlustfreie Einstellung wählen, ist die H.264-Codierung auf dem Server deaktiviert und funktioniert für die Citrix Workspace-App nicht.

Deaktivieren der Unterstützung für den Tiefenkomprimierungscodec

Legen Sie in wfclient.ini für H264Enabled die Einstellung False fest. Dadurch wird auch die Textprotokollierung deaktiviert.

Ausschließliches Deaktivieren der Textprotokollierung

Legen Sie bei aktiviertem Tiefenkomprimierungscodec in wfclient.ini TextTrackingEnabled auf False fest.

Optimieren der Leistung für Bildschirmkacheln

Sie können die Verarbeitung von JPEG-codierten Bildschirmkacheln mit den Features Bitmapdecodierung direkt zum Bildschirm, Batchverarbeitung der Kacheldecodierung und Verzögertes XSync verbessern.

  1. Stellen Sie sicher, dass Ihre JPEG-Bibliothek diese Features unterstützt.

  2. Setzen Sie in wfclient.ini im Abschnitt Thinwire3.0 DirectDecode und BatchDecode auf True.

    Hinweis: Aktivieren der Batchverarbeitung für die Kacheldecodierung aktiviert gleichzeitig verzögertes XSync.

Aktivieren der Protokollierung

Aktivieren der Protokollierung für die Citrix Workspace-App für Linux:

  1. Laden Sie die Citrix Workspace-App für Linux herunter und installieren Sie sie auf Ihrer Linux-Maschine. Legen Sie dabei die ICAROOT-Umgebungsvariable auf den Installationsordner fest. Beispiel: /opt/Citrix/ICAClient.

    Standardmäßig ist die Traceklasse TC_ALL aktiviert, um alle Traces bereitzustellen.

  2. Um Protokolle für ein bestimmtes Modul zu sammeln, öffnen Sie die Datei debug.ini unter $ICAROOT und fügen Sie die erforderlichen Ablaufverfolgungsparameter zum Abschnitt [wfica] hinzu.

    Fügen Sie die Traceklassen mit einem “+”-Symbol hinzu. Beispiel: +TC_LIB. Sie können mehrere Klassen hinzufügen, indem Sie sie durch einen senkrechten Strich trennen. Beispiel: +TC_LIB|+TC_MMVD.

    Die folgende Tabelle listet verschiedene Module und die entsprechenden Traceklassenwerte auf: Bild der Traceklassenwerte für die Protokollierung in Retailbuilds

  3. Öffnen Sie die Datei $ICAROOT/config/module.ini. Ändern Sie im Abschnitt [WFClient] den Wert SyslogThreshold=0 in SyslogThreshold=7. Durch diese Änderung werden Protokolle für alle Ebenen generiert. Um nur Fehler zu protokollieren, legen Sie folgende Einstellung fest: SyslogThreshold=3.

  4. Starten Sie den Citrix Workspace-App-Prozess (./selfservice unter $ICAROOT). Nach Beenden der Sitzung finden Sie die Protokolldatei unter /var/log/syslog. Bei nachfolgenden Starts werden die Protokolle an die Protokolldatei angehängt.

    Weitere Informationen zum Abrufen neuer und aktualisierter Protokolle bei nachfolgenden Starts finden Sie unter Weitere Informationen zur syslog-Konfiguration.

Weitere Informationen zur syslog-Konfiguration

Standardmäßig werden alle syslog-Protokolle unter /var/log/syslog gespeichert. Sie können Pfad und Namen der Protokolldatei konfigurieren, indem Sie die folgende Zeile im Abschnitt [RULES] in der Datei /etc/rsyslog.conf bearbeiten. Beispiel:

user.* -/var/log/logfile_name.log

Speichern Sie Ihre Änderungen und starten Sie den syslog-Dienst mit dem folgenden Befehl neu:

sudo service rsyslog restart

Wichtige Punkte

Beachten Sie Folgendes:

  • Um sicherzustellen, dass das generierte Systemprotokoll immer neu ist, löschen Sie syslog und führen Sie den Befehl “sudo service rsyslog restart” aus.

  • Um doppelte Benachrichtigungen zu vermeiden, fügen Sie $RepeatedMsgReduction on am Anfang der Datei rsyslog.conf hinzu.

  • Stellen Sie sicher, dass die Zeile $ModLoad imuxsock.so am Anfang der Datei rsyslog.conf nicht auskommentiert ist.

Aktivieren der Remoteprotokollierung

So aktivieren Sie die Remoteprotokollierung:

  • Serverseitige Konfiguration: Entfernen Sie die Kommentarzeichen für die folgenden Zeilen in der Datei rsyslog.conf des Syslog-Servers:

    $ModLoad imtcp

    $InputTCPServerRun 10514

  • Clientseitige Konfiguration: Fügen Sie die folgende Zeile in der Datei rsyslog.conf hinzu, indem Sie localhost durch die IP-Adresse des Remoteservers ersetzen:

    *.* @@localhost:10514

Konfigurieren der Layoutspeicherung im Multimonitormodus

Mit diesem Feature werden die Angaben zum Bildschirmlayout einer Sitzung über Endpunkte hinweg beibehalten. Die Sitzung wird dann gemäß Konfiguration stets auf dem- oder denselben Monitor(en) angezeigt.

Voraussetzung

Dieses Feature erfordert Folgendes:

  • StoreFront v3.15 oder höher.
  • Wenn .ICAClient bereits im Basisordner des aktuellen Benutzers vorhanden ist:

    Löschen Sie die Datei All_Regions.ini.

    oder

    Zum Beibehalten der Datei AllRegions.ini fügen Sie die folgenden Zeilen am Ende des Abschnitts [Client Engine\Application Launching] hinzu:

    SubscriptionUrl =

    PreferredWindowsBounds =

    PreferredMonitors=

    PreferredWindowState=

    SaveMultiMonitorPref=

Wenn der Ordner .ICAClient nicht vorhanden ist, weist dies auf eine Neuinstallation der Citrix Workspace-App hin. In diesem Fall wird die Standardeinstellung für die Features beibehalten.

Anwendungsfälle

  • Starten Sie eine Sitzung auf einem beliebigen Bildschirm im Fenstermodus und speichern Sie die Einstellung. Wenn Sie die Sitzung erneut starten, wird sie im selben Modus, auf demselben Bildschirm und an derselben Position angezeigt.
  • Starten Sie eine Sitzung auf einem beliebigen Bildschirm im Vollbildmodus und speichern Sie die Einstellung. Wenn Sie die Sitzung erneut starten, wird sie im Vollbildmodus auf demselben Bildschirm angezeigt.
  • Ziehen Sie eine Sitzung im Fenstermodus über mehrere Bildschirme und wechseln Sie dann in den Vollbildmodus. Die Sitzung wird dann im Vollbildmodus auf allen Bildschirmen angezeigt. Wenn Sie die Sitzung erneut starten, wird sie im Vollbildmodus über alle Bildschirme hinweg angezeigt.

Hinweis:

Das Layout wird bei jeder Speicherung überschrieben und nur auf dem aktiven StoreFront gespeichert.

Wenn Sie mehrere Desktopsitzungen von demselben StoreFront-Store auf unterschiedlichen Bildschirmen starten, werden beim Speichern des Layouts in einer Sitzung die Layoutinformationen aller Sitzungen gespeichert.

Konfigurieren des Features zur Layoutspeicherung

Aktivieren der Layoutspeicherung:

  1. Installieren Sie StoreFront Version 3.15 oder höher (gleich oder höher als v3.15.0.12) auf einem kompatiblen Delivery Controller (DDC).
  2. Laden Sie den Build der Citrix Workspace-App 1808 oder höher für Linux von der Seite Downloads herunter und installieren Sie ihn auf der Linux-Maschine.
  3. Legen Sie die ICAROOT-Umgebungsvariable auf den Installationsort fest.
  4. Überprüfen Sie, ob die Datei All_Regions.ini im Ordner .ICAClient vorhanden ist. Wenn ja, löschen Sie sie.
  5. Suchen Sie in der Datei $ICAROOT/config/All_Regions.ini nach dem Feld SaveMultiMonitorPref. Der Standardwert in diesem Feld ist “True” (das Feature ist aktiviert). Ändern Sie den Wert in “False”, um das Feature auszuschalten. Wenn Sie den Wert für SaveMultiMonitorPref ändern, müssen Sie die Datei All_Regions.ini im Ordner .ICAClient löschen, um Wertkonflikte und eine mögliche Profilsperrung zu verhindern. Aktivieren oder deaktivieren Sie das Flag SaveMultiMonitorPref, bevor Sie Sitzungen starten.
  6. Starten Sie eine neue Desktopsitzung.
  7. Klicken Sie in der Desktop Viewer-Symbolleiste auf Layout speichern, um das aktuelle Sitzungslayout zu speichern. Am rechten unteren Bildrand wird die Speicherung in einer Meldung bestätigt. Wenn Sie auf “Layout speichern” klicken, wird das Symbol grau angezeigt. Dies zeigt an, dass ein Speichervorgang ausgeführt wird. Nach der Speicherung des Layouts wird das Symbol wieder normal angezeigt. Wenn das Symbol für längere Zeit ausgegraut ist, finden Sie im Knowledge Center-Artikel CTX235895 Informationen zur Fehlerbehebung.
  8. Trennen Sie die Sitzung oder melden Sie sich ab. Starten Sie die Sitzung erneut. Sie wird dann im selben Modus, auf demselben Bildschirm und an derselben Position angezeigt.

Einschränkungen und nicht unterstützte Szenarien

  • Für Sitzungen im Fenstermodus wird das Speichern eines Layouts über mehrere Bildschirme hinweg aufgrund von Einschränkungen beim Linux-Anzeigemanager nicht unterstützt.
  • Das bildschirmübergreifende Speichern von Sitzungsinformationen bei Bildschirmen mit unterschiedlicher Auflösung wird in diesem Release nicht unterstützt und kann zu unvorhersehbarem Verhalten führen.
  • Kundenbereitstellungen mit mehreren Storefront-Stores

Verwenden von Citrix Virtual Desktops auf zwei Monitoren

  1. Wählen Sie den Desktop Viewer aus und klicken Sie auf den Pfeil nach unten.
  2. Wählen Sie Fenster.
  3. Ziehen Sie den Bildschirm von Citrix Virtual Desktops zwischen die beiden Monitore. Stellen Sie sicher, dass etwa die Hälfte des Bildschirms in jedem Monitor angezeigt wird.
  4. Wählen Sie auf der Symbolleiste des Citrix Virtual Desktops die Option Vollbild aus.

    Der Bildschirm ist nun auf beide Monitore erweitert.

Deaktivieren des neuen Workspace-Weboberflächenmodus

Wenn Sie die Citrix Workspace-App für Linux mit der ausführbaren Self-Service-Datei des Thin Client eines Drittanbieters starten, reagiert die Anwendung möglicherweise aufgrund 100%iger CPU-Auslastung nicht mehr.

Sie umgehen das Problem, indem Sie zurück zum alten Benutzeroberflächenmodus wechseln:

  1. Entfernen Sie zwischengespeicherte Dateien mit dem folgenden Befehl:

    rm -r ~/.ICAClient

  2. Wechseln Sie zur Datei $ICAROOT/config/AuthManconfig.xml.
  3. Ändern Sie den Schlüsselwert CWACapableEnabled in “false”.
  4. Starten Sie die Citrix Workspace-App für Linux. Die ausführbare Self-Service-Datei lädt die alte Benutzeroberfläche.

V3-Authentifizierungsprotokoll

V3-Authentifizierung bezeichnet die dritte Hauptdefinition eines Anmeldeprotokolls für Citrix Gateway, das von der Citrix Workspace-App für Linux unterstützt wird.

V3 ist das Standardanmeldeprotokoll für Citrix Gateway in Kombination mit dem Authentifizierungsrichtlinien-Framework “N-Factor”, mit dem Authentifizierungsschritte und zugehörige Formulare zur Anmeldedatenerfassung vollständig konfigurierbar sind. Die systemeigene Citrix Workspace-App kann dieses Protokoll über die unterstützten Anmeldeformulare nutzen, die bereits für StoreFront implementiert sind. Die webbasierte Anmeldeseite für virtuelle Citrix Gateway- und Traffic Manager-Server verwendet ebenfalls dieses Protokoll mit Code, der auch von der Citrix Workspace-App für Linux verwendet wird.

Weitere Informationen finden Sie unter SAML-Authentifizierung und im Knowledge Center-Artikel NetScaler-Authentifizierung.

Unterstützung für Citrix Analytics

Die Citrix Workspace-App für Linux ist so instrumentiert, dass Protokolle sicher an Citrix Analytics übertragen werden, wenn bestimmte Ereignisse von der App ausgelöst werden. Die Protokolle werden analysiert und auf Citrix Analytics-Servern gespeichert, wenn diese aktiviert sind. Weitere Informationen zu Citrix Analytics finden Sie unter Citrix Analytics.

Tastaturlayoutsynchronisierung zwischen Client und VDA

Die Tastaturlayoutsynchronisierung ermöglicht es Ihnen, bei der Verwendung eines Windows VDA oder Linux VDA zwischen bevorzugten Tastaturlayouts auf dem Clientgerät zu wechseln. Diese Funktion ist in der Standardeinstellung deaktiviert.

Voraussetzung

  • Aktivieren Sie die Unicode-Tastaturlayoutzuordnung auf dem Windows VDA. Weitere Informationen finden Sie im Knowledge Center-Artikel CTX226335.

  • Aktivieren Sie die dynamische Tastaturlayoutsynchronisierung auf dem Linux VDA. Weitere Informationen finden Sie unterDynamische Tastaturlayoutsynchronisierung

Um dieses Feature zu aktivieren, fügen Sie der Datei module.ini die folgenden Zeilen hinzu:

[ICA 3.0]

KeyboardSync=On

[KeyboardSync]

DriverName = VDIME.DLL

Wenn Sie KeyboardSync=On in der Datei module.ini festlegen und KeyboardLayout=(Benutzerprofil) in der Datei wfclient.ini festlegen, erkennt der virtuelle Treiber vdime das aktive Tastaturlayout auf dem Client und sendet die Informationen an den VDA. Wenn sich das Tastaturlayout in einer Clientsitzung ändert, erkennt der vdime-Treiber dies und sendet das neue Layout sofort an den VDA.

Um diese Funktion zu deaktivieren, legen Sie KeyboardSync=Off in der Datei module.ini fest, damit das ursprüngliche Verhalten wiederhergestellt wird. Beim ursprünglichen Verhalten wird das Tastaturlayout aus der Datei $HOME/.ICAClient/wfclient.ini gelesen und zusammen mit anderen Clientinformationen beim Start der Sitzung an den VDA gesendet.

Verwendung

Wenn das Feature aktiviert ist, ändert sich das Tastaturlayout auf dem VDA automatisch zusammen mit dem auf dem Clientgerät.

Bekannte Einschränkungen

Die Tastaturlayoutsynchronisierung hängt von der XKB lib ab, die die automatische Synchronisierung des Tastaturlayouts zwischen dem VDA und dem Client ermöglicht.

Tastaturlayoutunterstützung für Linux VDA

Hinweis: In der folgenden Tabelle ist das Gebietsschema der Linux-Tastatur für alle Referenzen ein Bindestrich.

Linux-Tastaturlayout Linux-Tastatur / Linux VDA-Layout Windows-Gebietsschema Windows-Tastatur-ID Linux VDA-Layout
ara - ar-SA 00000401 ara
ara azerty ar-DZ 00020401 ara
at - de-AT 00000407 at
be iso-alternativ fr-BE 0000080c be
be - nl-BE 00000813 be
bg - bg-BG 00030402 bg
bg phonetic bg-BG 00040402 bg
bg bas_phonetic bg-BG 00020402 bg
br - pt-BR 00000416 br
by - be-BY 00000423 by
ca eng en-CA 00000409 ca
ca multix fr-CA 00011009 ca
ca fr-legacy fr-CA 00000c0c ca
ca - fr-CA 00001009 ca
ch fr fr-CH 0000100c ch
ch - de-CH 00000807 ch
cn - en-US 00000409 us
cz - cs-CZ 00000405 cz
cz qwerty cs-CZ 00010405 cz
de - de-DE 00000407 de
de mac de-DE 00000407 de
dk - da-DK 00000406 dk
ee - et-EE 00000425 ee
es - es-ES 0000040a es
es mac es-ES 0000040a es
fi - fi-FI 0000040b fi
fr - fr-FR 0000040c fr
fr mac fr-FR 0000040c fr
gb - en-GB 00000809 gb
gb mac en-GB 00000809 gb
gb extd en-GB 00000452 gb
gr - el-GR 00000408 gr
hr - hr-HR 0000041a hr
hu - hu-HU 0000040e hu
ie - en-IE 00001809 ie
il - he-IL 0002040d il
in eng en-IN 00004009 in
iq - ar-IQ 00000401 iq
is - is-IS 0000040f is
it - it-IT 00000410 it
jp - en-US 00000409 us
jp mac en-US 00000409 us
kr - en-US 00000409 us
latam - es-MX 0000080a latam
lt - lt-LT 00010427 lt
lt ibm lt-LT 00000427 lt
lt std lt-LT 00020427 lt
lv - lv-LV 00020426 lv
no - nb-NO 00000414 no
pl - pl-PL 00000415 pl
pl qwertz pl-PL 00010415 pl
pt - pt-PT 00000816 pt
pt mac pt-PT 00000816 pt
ro std ro-RO 00010418 ro
rs - sr-Cyrl-RS 00000c1a rs
rs latin sr-Latn-RS 0000081a rs
ru - ru-RU 00000419 ru
ru typewriter ru-RU 00010419 ru
ru mac ru-RU 00000419 ru
se - sv-SE 0000041d se
se mac sv-SE 0000041d se
si - sl-SI 00000424 si
sk - sk-SK 0000041b sk
sk qwerty sk-SK 0001041b sk
th - th-TH 0000041e th
th pat th-TH 0001041e th
tj - tg-Cyrl-TJ 00000428 tj
tr - tr-TR 0000041f tr
tr f tr-TR 0001041f tr
tw - en-US 00000409 us
ua - uk-UA 00000422 ua
us - en-US 00000409 us
us mac en-US 00000409 us
us dvorak en-US 00010409 us
us dvorak-l en-US 00030409 us
us dvorak-r en-US 00040409 us
us intl nl-NL 00020409 us
vn - vi-VN 0000042a vn

Zuordnen einer veröffentlichten Anwendung zu Dateitypen

Die Citrix Workspace-App liest die von Administratoren in Citrix Studio konfigurierten Einstellungen und wendet sie an. Damit die Dateitypzuordnung in einer Sitzung angewendet wird, stellen Sie sicher, dass Sie eine Verbindung mit dem Store-Server herstellen, auf dem die Dateitypzuordnung konfiguriert ist.

Verknüpfen einer Dateierweiterung mit einer Citrix Workspace-App für Linux:

  1. Veröffentlichen Sie die Anwendung.
  2. Melden Sie sich bei Citrix Studio an.
  3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Anwendung und wählen Sie Eigenschaften aus.
  4. Wählen Sie Speicherort.
  5. Fügen Sie “%**” im Feld “Befehlszeilenargument (optional)” hinzu, um die Befehlszeilenprüfung zu umgehen, und klicken Sie dann auf “OK”.

    Bild des Speicherorts der Dateitypzuordnung

  6. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Anwendung und wählen Sie Eigenschaften aus.
  7. Wählen Sie Dateitypzuordnung.
  8. Wählen Sie die Erweiterungen aus, die die Citrix Workspace-App der Anwendung zuordnen soll (wählen Sie alle zutreffenden aus). Bild von Erweiterungen für die Dateitypzuordnungen
  9. Klicken Sie auf Anwenden und dann auf Dateitypen aktualisieren.
  10. Führen Sie die unter Aktivieren von Dateitypzuordnung beschriebenen Schritte aus, um die Dateitypzuordnung auf dem Client zu aktivieren.

Hinweis:

Stellen Sie sicher, dass die StoreFront-Dateitypzuordnung auf “EIN” festgelegt ist. Standardmäßig ist die Dateitypzuordnung in Stores aktiviert, damit Inhalte nahtlos an die abonnierten Anwendungen der Benutzer umgeleitet werden, wenn sie lokale Dateien der zugeordneten Typen öffnen.

Aktivieren von Dateitypzuordnung

Aktivieren von Dateitypzuordnung auf dem Client:

  1. Stellen Sie sicher, dass die App, die Sie zuordnen möchten, ein Favorit oder eine abonnierte Anwendung ist.
  2. Um die Liste der veröffentlichten Anwendungen und die Server-URL abzurufen, führen Sie die folgenden Befehle aus:

    ./util/storebrowse –l
    
    ./util/storebrowse –S <StoreFront URL>
    
  3. Führen Sie den Befehl ./util/ctx_app_bind mit der folgenden Syntax aus:

    ./util/ctx_app_bind [-p] example_file|MIME-type published-application [server|server-URI]

    Beispiel:

    ./util/ctx_app_bind a.txt BVT_DB.Notepad_AWTSVDA-0001 https://awddc1.bvt.local/citrix/store/discovery

  4. Stellen Sie sicher, dass für die Datei, die Sie öffnen möchten, die Clientlaufwerkzuordnung (CDM) aktiviert ist.
  5. Doppelklicken Sie auf die Datei, um sie mit der zugeordneten Anwendung zu öffnen.