Konfigurieren von Linux-Streaming

Wichtig:

Wenn Sie die Linux-Streamingfunktion verwenden, werden keine neuen Installationspakete in diesem Release bereitgestellt. Verwenden Sie das Paket “Citrix Provisioning 7.15 Linux DEB/RPM”. Nach dem Download des ISO-Image PVS-7.16 ist die Zielsoftware für CentOS/Red Hat beispielsweise pvs_RED_HAT_7.15_18089_x86_64.rpm.

Sie können virtuelle Linux-Desktops direkt in der XenDesktop-Umgebung bereitstellen. Beachten Sie Folgendes:

  • In Einzelfällen kann das Clientlaufwerk keiner bereitgestellten Linux-VM-Sitzung zugeordnet werden. Um dieses Problem zu beheben, beenden Sie den CDM-Dienst (ctxcdm), bevor Sie das PVS-Zielgerät installieren, und führen Sie dann den Befehl pvs-imager aus, um es zu konvertieren.
  • Linux-Streaming unterstützt nur Winbind als Tool zum Beitreten einer Windows-Domäne.
  • Wenn Sie RAM-Cache für das Linux-Gerät aktivieren, legen Sie die Cachegröße auf 8 MB (Mindestwert) fest. Linux verwendet für den Schreibcache so viel RAM wie nötig, einschließlich des verfügbaren Arbeitsspeichers. Die in der Konsole angegebene Menge ist die anfangs reservierte Menge. Citrix empfiehlt, dass Sie möglichst wenig reservieren, wodurch Linux die Speichernutzung selbst verwalten kann.
  • Der Name des Zielgeräts auf der Benutzeroberfläche des Provisioning Services Imager ist standardmäßig im_localhost und muss geändert werden, wenn Sie mehr als eine vDisk erstellen. Das mehrmalige Verwenden desselben Zielgerätnamens kann zum Fehlschlagen des Befehls pvs-imager führen.
  • Die Installation und spätere Updates müssen als Superuser durchgeführt werden. Dies kann mit zwei Möglichkeiten erreicht werden:
    • Geben Sie den Benutzermodus in einem Terminal mit dem Befehl su ein. Sie brauchen dies für eine Terminalsitzung nur einmal zu tun.
    • Geben Sie vor dem Befehl sudo ein. Beispiel: sudo yum install tbd-tools. Dies ist bei jedem Befehl erforderlich.
  • Die Systemuhr des Linux-Clients muss mit dem Active Directory-Controller synchronisiert werden.
  • UEFI wird nicht unterstützt.
  • VMM wird nicht unterstützt.
  • Der Schreibcachedatenträger muss die Bezeichnung PVS_Cache tragen, damit er als Schreibcache verwendet wird. Die gesamte Partition wird verwendet.
  • Englische Versionen werden auf nicht-englischen Installationen angezeigt.
  • SE Linux wird nicht unterstützt.
  • Ziele, die auf XenServer ausgeführt werden, müssen im HVM-Modus ausgeführt werden.
  • Beim Starten von SUSE-Zielen auf ESX werden die Ziele gelegentlich nicht gestartet und ein E/A-Fehler im Zusammenhang mit der Datenübertragung an ein geschlossenes Socket gemeldet. Durch dieses Problem wird der Startvorgang letztendlich angehalten und das Dateisystem wird heruntergefahren. Durch Erzwingen eines Neustarts kann das Ziel dann erfolgreich gestartet werden. Dieses Problem kann auftreten, wenn die Zeitdifferenz des Hypervisors für die neue virtuelle Maschine nicht mit der für die ursprüngliche übereinstimmt. Die NTP-Konfiguration verhindert eine Aktualisierung der Systemuhr, wenn der Unterschied den maximalen Standardwert übersteigt. In diesen Fällen muss der Administrator Images so konfigurieren, dass im Frühstadium des Startvorgangs eine anfängliche Zeiteinstellung per ntpdate ausgeführt wird. Weiteres finden Sie in dem NTP-Artikel zu Zeitdifferenzen und diesen NTP-Informationen.

Tipp:

XenServer unterstützt zwar SUSE-Distributionen, die SUSE-Vorlage unterstützt jedoch keinen PXE-Start. PVS unterstützt nur Distributionen, die mit dem Hypervisor funktionieren.

  • Nach dem Starten eines Linux-Zielgeräts wird eventuell die Warnung “SE Linux Alert Browser” angezeigt.
  • Die folgenden Linux-Distributionen werden unterstützt:
    • Ubuntu 16.04, 16.04.01 und 16.04.02 mit Kernelversion 4.4.x Wenn Sie diese Distributionen für Linux-Streaming verwenden, beachten Sie, dass das PVS-Installationsprogramm eine Linux-Kernelversion ab 4.4.0.53 erfordert. Das PVS-Installationsprogramm gibt während der Installation automatisch die richtige Version an.
    • RedHat Enterprise Linux Server 7.2, 7.3
    • CentOS 7.2, 7.3
    • SUSE Linux Enterprise Server (SLES) 12.1, 12.2

Tipp:

Wenn Sie diese Distributionen für Linux-Streaming verwenden, beachten Sie, dass das PVS-Installationsprogramm eine Linux-Kernelversion ab 4.4.0.53 erfordert.

Wichtig: Der Standardkernel für Ubuntu 16.04.2 ist Version 4.8. Diese Kernelversion wird zurzeit nicht unterstützt.

Installationsoptionen

Um das Linux-Streamingfeature zu installieren, müssen Sie als Administrator angemeldet sein. Bei der Installation müssen Sie die folgenden Befehle in einer Root-Shell oder mit sudo-Berechtigungen eingeben.

Hinweis:

Ein selbstsigniertes Zertifikat muss für das Streaming von Provisioning Services Linux-Zielgeräten erstellt werden. Die Verknüpfung mit dem Provisioning Services SOAP-Server erfordert eine SSL-Verbindung, für die Sie ein X.509-Zertifikat im SOAP-Server konfigurieren müssen.

Die Zertifizierungsstelle des Zertifikats muss ebenfalls auf dem PVS-Server und dem Linux-Zielgerät sein. Informationen zum Erstellen eines selbstsignierten Zertifikats finden Sie unter Erstellen selbstsignierter Zertifikate für Linux-Streaming.

Für RedHat/CentOS-Distributionen:

yum --nogpgcheck localinstall pvs_RED_HAT_<package version>.rpm

Die Installation erfolgt über eine grafische Benutzeroberfläche oder über die Befehlszeile. Zur Verwendung der grafischen Benutzeroberfläche müssen Sie PyQT4 mit der bevorzugten Installationsmethode für Python-Module von Drittanbietern installieren.

Hinweis:

Weitere Informationen zu PyQT4-Bindungen finden Sie im Python Wiki.

Für Ubuntu-Desktopdistributionen:

sudo dpkg -i pvs-<version>.deb

sudo apt-get -yf install

Tipp:

Ein selbstsigniertes Zertifikat muss für das Streaming von Provisioning Services Linux-Zielgeräten erstellt werden. Die Verknüpfung mit dem Provisioning Services SOAP-Server erfordert eine SSL-Verbindung, für die Sie ein X.509-Zertifikat im SOAP-Server konfigurieren müssen.

Die Zertifizierungsstelle des Zertifikats muss ebenfalls auf dem PVS-Server und dem Linux-Zielgerät sein. Informationen zum Erstellen eines selbstsignierten Zertifikats finden Sie unter Erstellen selbstsignierter Zertifikate für Linux-Streaming.

Erstellen eines Golden Image in Linux mit der grafischen Benutzeroberfläche

Aufrufen der Benutzeroberfläche zum Installieren dieses Features

  1. Melden Sie sich als Administrator an.
  2. Führen Sie folgenden Befehl aus:

    pvs-imager

Tipp

Wenn der Befehl pvs-imager aufgrund eines Problems mit dem Hostnamen fehlschlägt, überprüfen Sie, ob das Netzwerk richtig konfiguriert ist. Der Hostname des Systems darf nicht localhost sein.

Nach dem Ausführen des Befehls wird die Benutzeroberfläche angezeigt:

lokalisiertes Bild

Installieren des Linux-Streamingfeatures mit der Befehlszeilenoberfläche

Aufrufen der Befehlszeile zum Installieren dieses Features

  1. Melden Sie sich als Administrator an.
  2. Führen Sie den folgenden Befehl aus:

    pvs-imager -C

Die Befehlszeile enthält zwei Optionen:

  • -C ermöglicht das Erstellen einer vDisk
  • -U ermöglicht das Aktualisieren einer vorhandenen vDisk

Die Abbildung unten zeigt Installationsoptionen für das Linux-Streamingfeature, die sich nicht auf die grafische Benutzeroberfläche beziehen:

Usage: ./pvs-imager [-hCU] [-a|--address=<IPaddr>] [-u|--username=<username>] [-p|--password=<password>] [-P|--port=<port>] [-d|--domain=<domain] [-S|--store=<store>] [-v|--vdisk=<vdisk name>] [-s|--size=<vdisk size] [-D|--device=<sourceDevice>] [-c|--collection=<collection>] [-n|--name=<name>]
 Non-GUI Modes:
  -C      -  Create a new vDisk
    ---OR----
  -U      -  Update an existing vDisk

 General Options:
  -a <server IP> -  Address or hostname of PVS server
  -u <username>  -  Username for API login
  -p <password>  -  Password for API login
  -d <domain>   -  AD domain for API login
  -P <port>    -  Base port for API login (default: 54321)
  -S <store>   -  Store containing vDisk
  -c <collection> -  Collection to store imaging device in
  -n <name>    -  Device name for imaging device
  -v <name>    -  vDisk name
  -s <size>    -  vDisk size (Create Mode only, default: sourceDevice size)
  -D <sourceDev> -  devnode to clone
  -V       -  increment debug verbosity (up to 5 times)
  -g <grubMode>  -  Supported Grub settings ( 'debug' )

Hinweis:

Unterstützte Dateisysteme für das Imaging sind ext4, xfs oder btrfs.

Tipp:

Protokolldateien für Provisioning Services sind unter /run/pvs/pvsvdd.log.

Info über den Festplattencache

Wenn Sie nicht den XenDesktop-Setupassistenten verwenden und den Festplattencache oder den Festplattenüberlaufcache verwenden möchten, muss das Zielgerät eine Festplatte mit einer formatierten Partition mit der Bezeichnung PVS_Cache haben. Dieses Objekt kann mit dem Befehl mkfs –L ‘PVS_Cache’ auf dem Zielgerät erstellt werden. Für den Cache kann jedes Dateisystem verwendet werden, das die Groß-/Kleinschreibung beachtet. Wir empfehlen jedoch XFS.

Tipp:

Administratoren können die gewünschte Cachedatenträger-Auswahllogik für Umgebungen erstellen, indem sie ein Bash-Skript schreiben, das beim Start ausgeführt wird. Das Skript sucht nach einem Cachegerät-Kandidaten gemäß dem für die Umgebung am besten geeigneten Mechanismus, führt mkfs darauf aus und startet neu.