Server-VDI

Verwenden Sie das Server-VDI-Feature (Virtual Desktop Infrastructure), um einen Desktop von einem Serverbetriebssystem einem einzelnen Benutzer bereitzustellen.

  • Enterprise-Administratoren können Serverbetriebssysteme als VDI-Desktops bereitstellen. Dies ist für Benutzer, z. B. Techniker und Designer, nützlich.
  • Dienstanbieter können Desktops von der Cloud anbieten. Diese Desktops entsprechen dem Microsoft Services Provider License Agreement (SPLA).

Mit der Citrix Richtlinieneinstellung “Enhanced Desktop Experience” können Sie das Serverbetriebssystem wie ein Desktopbetriebssystem aussehen lassen.

Die folgenden Features können nicht mit der Server-VDI verwendet werden:

  • Personal vDisks
  • Gehostete Anwendungen
  • Lokaler App-Zugriff
  • Direkte (nicht vermittelte) Desktopverbindungen
  • Remote-PC-Zugriff

Damit die Server-VDI mit TWAIN-Geräten wie etwa Scannern funktioniert, muss das Windows-Feature Desktopdarstellung installiert werden. In Windows Server 2012 ist das Feature optional und wird über “Verwaltung > Server-Manager > Features > Features hinzufügen > Desktopdarstellung” installiert.

Server-VDI wird auf den gleichen Serverbetriebssystemen wie der VDA für Windows Serverbetriebssysteme unterstützt.

Installieren eines Server-VDIs

Schritt 1. Vorbereiten des Windows-Servers für die Installation

  • Stellen Sie mit dem Windows-Server-Manager sicher, dass die Rollendienste für Remotedesktopdienste nicht installiert sind. Wenn sie installiert sind, entfernen Sie die Dienste. (Die VDA-Installation schlägt fehl, wenn diese Rollendienste installiert sind.)
  • Stellen Sie sicher, dass die Eigenschaft “Nur eine Sitzung pro Benutzer zulassen” aktiviert ist.

    Unter Windows Server 2008 R2 greifen Sie auf diese Eigenschaft über Verwaltung > Remotedesktopdienste > Remotedesktop-Sitzungshostkonfiguration zu. Im Abschnitt “Einstellungen bearbeiten > Allgemein” muss die Einstellung Nur eine Sitzung pro Benutzer zulassen auf Ja festgelegt sein.

    Unter Windows Server 2012 R2 oder Windows Server 2016 bearbeiten Sie die Registrierung und stellen Sie die Terminalservereinstellung ein. Legen Sie im Registrierungsschlüssel HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\TerminalServer DWORD fSingleSessionPerUser auf 1 fest.

Schritt 2. Installieren Sie für Windows Server 2008 R2 Microsoft .NET Framework 3.5 SP1 auf dem Server, bevor Sie den VDA installieren.

Schritt 3. Installieren Sie einen VDA über die Befehlszeilenschnittstelle des Installationsprogramms mit den Optionen “/quiet” und “/servervdi” auf einem unterstützten Server oder einem Servermasterimage. (In der Standardeinstellung blockiert die grafische Benutzeroberfläche des Installationsprogramms den VDA für Windows-Desktopbetriebssysteme auf einem Serverbetriebssystem. Durch die Verwendung der Befehlszeile kann dieses Verhalten überbrückt werden.)

  • On-premises-Bereitstellungen von XenApp und XenDesktop: XenDesktopVdaSetup.exe /quiet /servervdi

  • On-premises-Bereitstellungen von XenApp und XenDesktop- oder XenDesktop Service: VDAWorkstationSetup.exe /quiet /servervdi

Sie können den Delivery Controller oder Cloud Connector mit der Option /controllers angeben.

Öffnen Sie mit der Option /enable_hdx_ports Ports in der Firewall, wenn die Firewall nicht manuell konfiguriert wird.

Fügen Sie die Option /masterimage hinzu, wenn Sie den VDA auf einem Image installieren, und verwenden Sie MCS zum Erstellen von Server-VMs von diesem Image.

Hinweis:

Schließen Sie keine Optionen wie /baseimage für Features ein, die nicht mit Server-VDI unterstützt werden.

Schritt 4. Erstellen Sie einen Maschinenkatalog für Server-VDI.

  • Klicken Sie auf der Seite Betriebssystem auf “Desktopbetriebssystem”.
  • Geben Sie auf der Seite Zusammenfassung einen Maschinenkatalognamen und eine Beschreibung für Administratoren an, die ausdrücklich Server-VDI angeben. Dies ist die einzige Angabe in Studio, dass der Katalog Server-VDI unterstützt.
  • Wenn Sie eine Suche in Studio durchführen, wird der erstellte Server-VDI-Katalog auf der Registerkarte “Desktopbetriebssystemmaschinen” angezeigt, obwohl der VDA auf einem Server installiert wurde.

Schritt 5. Erstellen Sie eine Bereitstellungsgruppe und weisen Sie den Server-VDI-Katalog zu, den Sie im letzten Schritt erstellt haben.

Wenn Sie während der Installation des VDA keinen Delivery Controller oder Cloud Connector festgelegt haben, geben Sie ihn später über eine Citrix Richtlinieneinstellung, Active Directory oder durch Bearbeiten der Registrierungswerte des VDA-Computers an. Informationen hierzu finden Sie unter VDA-Registrierung.

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