HDX

Warnung

Eine unsachgemäße Bearbeitung der Registrierung kann schwerwiegende Probleme verursachen und eine Neuinstallation des Betriebssystems erforderlich machen. Citrix übernimmt keine Garantie dafür, dass Probleme, die auf eine unsachgemäße Verwendung des Registrierungs-Editors zurückzuführen sind, behoben werden können. Die Verwendung des Registrierungs-Editors geschieht daher auf eigene Gefahr. Machen Sie auf jeden Fall ein Backup der Registrierung, bevor Sie sie bearbeiten.

Citrix HDX enthält eine breite Palette an Technologien für eine High-Definition-Benutzererfahrung.

Auf dem Gerät:

HDX nutzt die Computingfähigkeiten der Benutzergeräte und verbessert und optimiert die Benutzererfahrung. Die HDX-Technologie liefert einen gleichmäßigen Empfang von Multimediainhalten auf virtuellen Desktops und in Anwendungen. Mit Workspace Control können Benutzer virtuelle Desktops und Anwendungen anhalten und auf einem anderen Gerät an derselben Stelle weiterarbeiten.

Im Netzwerk:

HDX enthält erweiterte Optimierungs- und Beschleunigungsfunktionen und gewährleistet die beste Leistung in jedem Netzwerk, auch bei Verbindungen mit niedriger Bandbreite und bei WAN-Verbindungen mit hoher Latenz.

HDX-Features passen sich den Änderungen in der Umgebung an. Sie stimmen Lastausgleich und Bandbreite aufeinander ab. Es werden optimale Technologien für die jeweiligen Benutzerszenarios eingesetzt und zwar sowohl bei lokalem Zugriff auf die Desktops oder Anwendungen im Unternehmensnetzwerk als auch bei Remotezugriff von außerhalb des Unternehmens.

Im Datencenter:

HDX nutzt die Verarbeitungsleistung und die Skalierbarkeit von Servern für eine erweitere Grafikleistung, unabhängig von den Funktionen des Clientgeräts.

Die in Citrix Director bereitgestellte HDX-Kanalüberwachung zeigt den Status der verbundenen HDX-Kanäle auf Benutzergeräten an.

HDX Insight

HDX Insight ist die Integration von NetScaler Network Inspector und Performance Manager in Director. Es erfasst Daten zum ICA-Datenverkehr und bietet eine Dashboardansicht von Echtzeit- und historischen Daten. Dazu gehören die clientseitige und serverseitige ICA-Sitzungslatenz, die Bandbreitennutzung der ICA-Kanäle und die ICA-Roundtrip-Zeit für jede Sitzung.

Erleben von HDX-Funktionen mit Ihrem virtuellen Desktop

  • Probieren Sie aus, wie die Flash-Umleitung, eine von drei HDX-Multimediaumleitungstechnologien, die Bereitstellung von Adobe Flash-Multimediainhalt beschleunigt:
    1. Laden Sie Adobe Flash Player herunter (https://get.adobe.com/flashplayer/) und installieren Sie es auf dem virtuellen Desktop und dem Benutzergerät.
    2. Klicken Sie auf der Desktop Viewer-Symbolleiste auf Einstellungen. Klicken Sie im Dialogfeld “Desktop Viewer-Einstellungen” auf die Registerkarte Flash und wählen Sie Inhalt optimieren.
    3. Um zu sehen, wie die Flash-Umleitung die Bereitstellung von Flash-Multimediainhalten auf virtuellen Desktops beschleunigt, zeigen Sie auf dem Desktop ein Video von einer Website mit Flash-Videos an, z. B. YouTube. Die Flash-Umleitung erfolgt nahtlos, sodass Benutzer nicht wissen, wenn die Software ausgeführt wird. Sie können überprüfen, ob die Flash-Umleitung ausgeführt wird. Halten Sie hierzu nach einem Farbblock Ausschau, der vorübergehend vor dem Start von Flash Player angezeigt wird, oder klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Video und suchen Sie im Menü den Eintrag “Flash-Umleitung”.
  • So stellt HDX HD-Audio bereit:
    1. Konfigurieren Sie den Citrix Client für maximale Audioqualität; weitere Informationen hierzu finden Sie in der Citrix Receiver-Dokumentation.
    2. Geben Sie Musikdateien mit einem digitalen Audioplayer (z. B. iTunes) auf dem Desktop wieder.

HDX bietet standardmäßig qualitativ hochwertige Grafiken und Videos, für die meisten Benutzer ist keine Konfiguration erforderlich. Die standardmäßig aktivierten Citrix Richtlinieneinstellungen liefern die beste Lösung für die Mehrheit der Fälle.

  • HDX wählt automatisch die beste Bereitstellungsmethode basierend auf Client, Plattform, Anwendung und Bandbreite und nimmt dann selbständig entsprechend der geänderten Bedingungen eine Einstellung vor.
  • HDX optimiert die Leistung von 2D- und 3D-Grafiken und Video.
  • HDX ermöglicht das Streamen von Multimediadateien für die Benutzergeräte direkt vom Quellenanbieter im Internet oder Intranet, ohne dass der Hostserver beteiligt wird. Wenn die Anforderungen für den clientseitigen Inhaltsabruf nicht erfüllt sind, wird bei der Medienbereitstellung automatisch auf serverseitigen Inhaltsabruf und Multimediaumleitung zurückgegriffen. Normalerweise ist keine Änderung der Richtlinien für die Multimediaumleitung erforderlich.
  • HDX stellt hochwertige, auf dem Server wiedergegebene Videoinhalte auf virtuellen Desktops bereit, wenn die Multimediaumleitung nicht verfügbar ist: Zeigen Sie ein Video auf einer Website mit HD-Videos an, z. B. https://www.microsoft.com/silverlight/iis-smooth-streaming/demo/.

Nützliche Info:

  • Informationen zum Support und zu Systemanforderungen für HDX-Features finden Sie unter Systemanforderungen. Sofern nicht anders angegeben, stehen HDX-Features für unterstützte Windows-Serverbetriebssystemmaschinen, Windows-Desktopbetriebssystemmaschinen und Remote-PC-Zugriff-Desktops zur Verfügung.
  • Nachfolgend wird beschrieben, wie Sie die Benutzererfahrung weiter optimieren, die Skalierbarkeit verbessern oder die Bandbreitenanforderungen reduzieren können. Weitere Informationen zur Verwendung von Citrix Richtlinien und Richtlinieneinstellungen finden Sie unter Citrix Richtlinien zu diesem Release.
  • Vorsicht beim Bearbeiten der Registrierung: Eine unsachgemäße Bearbeitung der Registrierung kann schwerwiegende Probleme verursachen und eine Neuinstallation des Betriebssystems erforderlich machen. Citrix übernimmt keine Garantie dafür, dass Probleme, die auf eine unsachgemäße Verwendung des Registrierungs-Editors zurückzuführen sind, behoben werden können. Die Verwendung des Registrierungs-Editors geschieht daher auf eigene Gefahr. Machen Sie auf jeden Fall ein Backup der Registrierung, bevor Sie sie bearbeiten.

Einschränkung

Wenn Sie Windows Media Player mit aktivierten Remote-Audio und Video Erweiterungen (RAVE) in einer Sitzung verwenden, mit der rechten Maustaste auf den Videoinhalt klicken und “Aktuelle Wiedergabe” immer oben anzeigen wählen, wird ein schwarzer Bildschirm angezeigt.

Automatischer Wiederverbindung von Clients und Sitzungszuverlässigkeit

Beim Zugriff auf gehostete Anwendungen oder Desktops können Unterbrechungen der Netzwerkverbindung auftreten. Zur Gewährleistung einer reibungsloseren Wiederverbindung bietet Citrix die automatische Wiederverbindung von Clients und die Sitzungszuverlässigkeit. In der Standardkonfiguration startet die Sitzungszuverlässigkeit gefolgt von der automatischen Wiederverbinden von Clients.

Automatische Wiederverbindung von Clients:

Die automatische Wiederverbindung startet die Clientengine, um die Verbindung mit der getrennten Sitzung wiederherzustellen. Die automatische Wiederverbindung schließt oder trennt die Benutzersitzung, nach der in der Einstellung festgelegten Zeit. Wenn die automatische Wiederverbindung im Gang ist, wird der Benutzer folgendermaßen über die Anwendungs- bzw. Desktopunterbrechung benachrichtigt:

  • Desktops: Das Sitzungsfenster wird abgeblendet und ein Countdowntimer zeigt die bis zur Wiederverbindung verbleibende Zeit an.
  • Anwendungen Das Sitzungsfenster wird geschlossen und ein Dialogfeld mit dem Countdown bis zur Wiederverbindung wird angezeigt.

Bei der automatischen Wiederverbindung des Clients starten Sitzungen und erwarten eine Netzwerkverbindung. Der Benutzer kann während der automatischen Wiederverbindung nicht mit der Sitzung interagieren.

Bei der Wiederverbindung werden die gespeicherten Verbindungsinformationen verwendet. Der Benutzer kann dann normal mit Anwendungen und Desktops interagieren.

Standardeinstellungen der automatischen Wiederverbindung von Clients:

  • Timeout beim automatischen Wiederverbinden von Clients: 120 Sekunden
  • Automatische Wiederverbindung von Clients: aktiviert
  • Authentifizierung bei automatischer Wiederverbindung von Clients: deaktiviert
  • Protokollierung der automatischen Wiederverbindung von Clients: deaktiviert

Weitere Informationen finden Sie unter Einstellungen der Richtlinie “Automatische Wiederverbindung von Clients”.

Sitzungszuverlässigkeit:

Die Sitzungszuverlässigkeit gewährleistet eine nahtlose Wiederverbindung von ICA-Sitzungen bei Netzwerkunterbrechungen. Die Sitzungszuverlässigkeit beendet oder trennt die Benutzersitzung, nachdem der in der Einstellung festgelegte Zeitraum abgelaufen ist. Nach Ablauf des Zeitraums werden die Richtlinieneinstellungen für die automatische Wiederverbindung von Clients wirksam und es wird versucht, eine Verbindung mit der unterbrochenen Sitzung wiederherzustellen. Wenn die Sitzungszuverlässigkeit im Gang ist, wird der Benutzer folgendermaßen über die Anwendungs- bzw. Desktopunterbrechung benachrichtigt:

  • Desktops: Das Sitzungsfenster wird durchscheinend und ein Countdowntimer zeigt die bis zur Wiederverbindung verbleibende Zeit an.
  • Anwendungen Das Fenster wird durchscheinend und im Infobereich wird eine Benachrichtigung über die Verbindungsunterbrechung geöffnet.

Bei laufendem Sitzungszuverlässigkeitsverfahren kann der Benutzer nicht mit der ICA-Sitzung interagieren. Benutzeraktionen wie Tastatureingaben werden jedoch für ein paar Sekunden unmittelbar nach der Netzwerkunterbrechung gepuffert und erneut übertragen, wenn das Netzwerk wieder verfügbar ist.

Bei Wiederverbindung fahren Client und Server an dem Punkt des Austauschprotokolls fort, an dem die Verbindung unterbrochen wurde. Das Sitzungsfenster wird wieder normal angezeigt und im Infobereich werden entsprechende Benachrichtigungen für Anwendungen geöffnet.

Standardeinstellungen für die Sitzungszuverlässigkeit

  • Sitzungszuverlässigkeit - Timeout: 180 Sekunden
  • UI-Transparenzstufe während Wiederverbindung: 80 %
  • Sitzungszuverlässigkeit - Verbindungen: aktiviert
  • Sitzungszuverlässigkeit - Portnummer: 2598

Weitere Informationen finden Sie unter Einstellungen der Richtlinie “Sitzungszuverlässigkeit”.

NetScaler mit automatischer Wiederverbindung von Clients und Sitzungszuverlässigkeit:

Die Sitzungszuverlässigkeit und die automatische Wiederverbindung von Clients funktionieren nicht, wenn Multistream- und Multiport-Richtlinien auf dem Server aktiviert sind und mindestens eine oder folgenden Bedingungen vorliegt:

  • Die Sitzungszuverlässigkeit ist unter NetScaler Gateway deaktiviert.
  • Ein Failover findet auf dem NetScaler-Gerät statt.
  • NetScaler SD-WAN wird mit NetScaler Gateway verwendet.

Tabletmodus für Geräte mit Touchscreen

In der Standardeinstellung wird jedes touchfähige Gerät, das eine Verbindung mit einem Windows 10-VDA herstellt, im Tabletmodus gestartet.

Der Tabletmodus erfordert mindestens Version 7.2 von XenServer. XenServer 7.2 wird im XenDesktop-VDA integriert und der Hypervisor wird geändert, um die virtuellen Firmwareeinstellungen für 2-in-1-Geräte zu ermöglichen. Basierend auf diesem aktualisierten BIOS lädt Windows 10 den GPIO-Treiber auf der Ziel-VM. Er wird für die Umschaltung zwischen Tablet- und Desktopmodus innerhalb der virtuellen Maschine verwendet. Weitere Informationen finden Sie unter https:/docs.citrix.com/en-us/xenserver/current-release/downloads/release-notes.pdf.

Der Tabletmodus bietet eine für Touchscreens besser geeignete Benutzeroberfläche:

  • Die Schaltflächen sind etwas größer.
  • Die Startseite und alle Apps werden im Vollbildmodus geöffnet.
  • Die Taskleiste enthält eine Zurück-Schaltfläche.
  • Die Taskleiste enthält keine Symbole.

Es besteht Zugriff auf den Datei-Explorer.

Web-Receiver unterstützen den Tabletmodus nicht.

lokalisiertes Bild

Führen Sie folgenden XenServer CLI-Befehl zum Zulassen der Laptop-/Tablet-Umschaltung aus:

xe vm-param-set uuid=\<VM\_UUID\> platform:acpi\_laptop\_slate=1

Zum Deaktivieren oder Aktivieren des Tabletmodus konfigurieren Sie die folgende Registrierungseinstellung unter XenApp und XenDesktop:

HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Citrix\Sessions

Name: CitrixEnhancedUserExperience Typ: REG_DWORD

Wert: 0 (deaktivieren) 1 (aktivieren)

Vor dem Start einer Sitzung:

Es wird empfohlen, dass Sie vor dem Starten einer Sitzung auf dem VDA zu Einstellungen > System > Tabletmodus navigieren und die folgenden Optionen in den Dropdownlisten festlegen:

  • Passenden Modus für meine Hardware verwenden
  • Nicht fragen und immer wechseln

Wenn Sie diese Optionen nicht vor dem Start der Sitzung festgelegt haben, legen Sie sie nach dem Start fest und starten Sie dann den VDA neu.

lokalisiertes Bild

Verbessern der Bildqualität an Benutzergeräten

Die folgenden Richtlinieneinstellungen für “Visuelle Anzeige” steuern die Qualität der Bilder, die von virtuellen Desktops auf Benutzergeräte gesendet werden.

  • Bildqualität: steuert die visuelle Qualität der Bilder auf dem Benutzergerät: Mittel, Hoch, Immer verlustfrei, Zu verlustfrei verbessern (Standardeinstellung = Mittel). Die tatsächliche Videoqualität bei der Standardeinstellung “Mittel” hängt von der verfügbaren Bandbreite ab.
  • Frameratesollwert: gibt die maximale Anzahl von Frames pro Sekunde an, die vom virtuellen Desktop zum Benutzergerät gesendet werden (Standardwert = 30). Bei Geräten mit langsamen CPUs erzielen Sie durch Festlegen eines niedrigeren Werts eine bessere Benutzererfahrung. Die maximal unterstützte Framerate pro Sekunde ist 60.
  • Anzeigespeicherlimit: gibt die maximale Größe des Videopuffers (in Kilobyte) für die Sitzung an (Standardwert = 65536 KB). Für Verbindungen, die eine größere Farbtiefe und eine höhere Auflösung erfordern, erhöhen Sie den Grenzwert. Sie können den maximal erforderlichen Speicher berechnen.

Verbessern der Videokonferenzleistung

Mehrere gebräuchliche Videokonferenzanwendungen wurden für die Multimediaumleitung aus XenApp und XenDesktop optimiert (z. B. HDX RealTime Optimization Pack). Bei nicht optimierten Anwendungen verbessert die HDX-Webcam-Videokomprimierung die Bandbreiteneffizienz und Latenztoleranz für Webcams bei Videokonferenzen. Bei dieser Technologie werden die Webcamdaten über einen dedizierten virtuellen Multimediakanal gestreamt. Die Technologie beansprucht weniger Bandbreite als die isochrone HDX-Plug-6-Play-USB-Umleitung und funktioniert gut über WAN-Verbindungen.

Citrix Receiver-Benutzer können das Standardverhalten außer Kraft setzen, wenn sie in Desktop Viewer unter “Mikrofon & Webcam” die Einstellung Mikrofon und Webcam nicht verwenden auswählen. Um zu verhindern, dass Benutzer die HDX-Webcam-Videokomprimierung ändern, deaktivieren Sie die Umleitung von USB-Geräten über die Richtlinieneinstellungen unter “ICA > USB-Geräte”.

HDX-Webcam-Videokomprimierung erfordert, dass die folgenden Richtlinieneinstellungen aktiviert sind (alle sind standardmäßig aktiviert).

  • Clientaudioumleitung
  • Clientmikrofonumleitung
  • Multimediakonferenzen
  • Windows Media-Umleitung

Bei Webcams, die H.264-Hardwarecodierung unterstützen, verwendet HDX-Videokomprimierung die Hardwarecodierung standardmäßig. Die Hardwarecodierung kann mehr Bandbreite verbrauchen als die Softwarecodierung. Zum Erzwingen der Softwarekomprimierung fügen Sie dem Registrierungsschlüssel “HKCU\Software\Citrix\HdxRealTime” den folgenden DWORD-Schlüsselwert hinzu: DeepCompress_ForceSWEncode=1.

Prioritäten für den Netzwerkdatenverkehr

Prioritäten für den Netzwerkdatenverkehr über mehrere Verbindungen für eine Sitzung werden zugewiesen, indem QoS-fähige Router verwendet werden. Vier TCP-Streams (real-time, interactive, background und bulk) und zwei UDP-Streams (Voice und Framehawk-Remoting) sind zum Übertragen von ICA-Daten zwischen dem Benutzergerät und dem Server verfügbar. Jeder virtuelle Kanal ist mit einer bestimmten Priorität verknüpft und wird von der entsprechenden TCP-Verbindung transportiert. Sie können die Kanäle basierend auf der Portnummer, die für die Verbindung verwendet wird, unabhängig voneinander festlegen.

Gestreamte Mehrkanalverbindungen werden für Virtual Delivery Agents (VDAs) unterstützt, die auf Windows 10-, Windows 8- und Windows 7-Maschinen installiert sind. Arbeiten Sie mit dem Netzwerkadministrator Ihres Unternehmens zusammen, um sicherzustellen, dass die in der Einstellung “Multiport-Richtlinie” konfigurierten Common Gateway Protocol (CGP)-Ports auf den Netzwerkroutern richtig zugewiesen sind.

Quality of Service (QoS) wird nur unterstützt, wenn mehrere Sitzungszuverlässigkeitsports oder CGP-Ports konfiguriert sind.

Achtung:

Verwenden Sie Transportsicherheit, wenn Sie dieses Feature einsetzen. Citrix empfiehlt die Verwendung von Internetprotokollsicherheit (IPsec) oder Transport Layer Security (TLS). TLS-Verbindungen werden nur unterstützt, wenn die Verbindungen durch ein NetScaler Gateway passieren, das Multistream-ICA unterstützt. Bei internen Unternehmensnetzwerken werden Multistreamverbindungen mit TLS nicht unterstützt.

Fügen Sie folgende Citrix Richtlinieneinstellungen einer Richtlinie hinzu, um die Servicequalität für mehrere Streamingverbindungen festzulegen (weitere Details finden Sie unter Einstellungen der Richtlinie “Multistreamverbindungen”):

  • Multiportrichtlinie: Diese Einstellung legt Ports für den ICA-Verkehr über mehrere Verbindungen fest und definiert die Netzwerkpriorität.

    • Wählen Sie in der Liste “CGP-Standardportpriorität” eine Priorität aus. Standardmäßig hat der primäre Port (1494) eine hohePriorität.
    • Geben Sie in den Feldern “CGP-Port1”, “CGP-Port2” und “CGP-Port3” je nach Bedarf zusätzliche CGP-Ports ein und geben Sie entsprechende Prioritäten an. Jeder Port muss eine eindeutige Priorität haben.

    Konfigurieren Sie die Firewalls auf VDAs explizit so, dass zusätzlicher TCP-Datenverkehr zulässig ist.

  • Multistreamcomputereinstellung: Diese Einstellung ist standardmäßig deaktiviert. Wenn Sie Citrix NetScaler SD-WAN mit Multistream-Unterstützung in Ihrer Umgebung verwenden, müssen Sie diese Einstellung nicht konfigurieren. Konfigurieren Sie diese Richtlinieneinstellung, wenn Sie Router von Drittanbietern oder Legacy-Branch Repeater verwenden, um die gewünschte Quality of Service (QoS) zu erzielen.

  • Multistreambenutzereinstellung: Diese Einstellung ist standardmäßig deaktiviert.

Damit die Richtlinien mit diesen Einstellungen wirksam werden, müssen sich Benutzer abmelden und dann am Netzwerk anmelden.

Unicode-Tastaturzuordnung

Citrix Receiver für andere Betriebssysteme als Windows verwenden das lokale Tastaturlayout (Unicode). Ändert ein Benutzer das lokale Tastaturlayout und das Servertastaturlayout (Scancode), erfolgt möglicherweise keine Synchronisierung und die Ausgabe ist falsch. Beispiel: Ein Benutzer stellt das lokale Tastaturlayout von Englisch auf Deutsch um. Er stellt dann die serverseitige Tastatur auf Deutsch um. Obwohl beide Tastaturlayouts auf Deutsch eingestellt wurden, sind sie möglicherweise nicht synchron und verursachen eine falsche Zeichenausgabe.

Aktivieren oder Deaktivieren der Unicode-Tastaturzuordnung:

Das Feature ist VDA-seitig standardmäßig deaktiviert. Zum Aktivieren des Features verwenden Sie den Registrierungs-Editor auf dem VDA. Erstellen Sie unter HKEY_LOCAL_MACHINE/SOFTWARE/Citrix den Schlüssel “CtxKlMap” ein. Legen Sie den DWORD-Wert von EnableKlMap auf 1 fest.

Zum Deaktivieren des Features legen Sie den DWORD-Wert von EnableKlMap auf 0 fest oder löschen Sie den Schlüssel “CtxKlMap”.

Aktivieren des mit der Unicode-Tastaturzuordnung kompatiblen Modus:

Standardmäßig sorgt bei der Unicode-Tastaturzuordnung automatisch eine Windows-API dafür, dass die neue Unicode-Tastaturzuordnung neu geladen wird, wenn Sie das Tastaturlayout serverseitig ändern. Bei einigen Anwendungen ist die hierfür erforderliche Hook-Einbindung nicht möglich. Sie können Sie das Feature in den kompatiblen Modus versetzen, um Anwendungen ohne Hook zu unterstützen.

  1. Leben Sie den DWORD-Wert “DisableWindowHook” des Schlüssels HKEY_LOCAL_MACHINE/SOFTWARE/Citrix/CtxKlMap auf 1 fest.
  2. Legen Sie zur Verwendung der normalen Unicode-Tastaturzuordnung den DWORD-Wert “DisableWindowHook” auf 0 fest.

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