Optimieren

Durch Optimieren Ihrer Umgebung erhalten Sie die beste Leistung von Citrix Receiver und bieten die beste Benutzererfahrung. Sie können die Leistung folgendemaßen optimieren:

Zuordnen von Benutzergeräten

Citrix Receiver unterstützt Clientgerätzuordnung für Verbindungen zu XenApp- und XenDesktop-Servern. Mit der Clientgerätzuordnung kann eine auf dem Server ausgeführte Remoteanwendung auf Geräte zugreifen, die an das lokale Benutzergerät angeschlossen sind. Dem Benutzer des Benutzergeräts erscheinen die Anwendungen und Systemressourcen, als würden sie lokal ausgeführt. Vergewissern Sie sich, dass der Server die Clientgerätzuordnung unterstützt, bevor Sie diese Funktionen verwenden.

Hinweis: Das Sicherheitsmodul Security-Enhanced Linux (SELinux) kann sich auf die Clientlaufwerkzuordnung und die USB-Umleitung (unter XenApp und XenDesktop) auswirken. Wenn Sie eines dieser Features (oder beide) benötigen, deaktivieren Sie SELinux, bevor Sie es auf dem Server konfigurieren.

Zuordnen von Clientlaufwerken

Die Clientlaufwerkzuordnung ermöglicht das Umleiten von Laufwerksbuchstaben auf dem XenApp- oder XenDesktop-Server auf Verzeichnisse, die auf dem lokalen Benutzergerät vorhanden sind. In einer Citrix Benutzersitzung kann beispielsweise der Laufwerk H einem Verzeichnis auf dem lokalen Computer, auf dem Receiver ausgeführt wird, zugeordnet werden.

Mit der Clientlaufwerkzuordnung werden alle auf dem lokalen Benutzergerät bereitgestellten Verzeichnisse, einschließlich CDs, DVDs oder USB-Sticks, in Sitzungen für den Benutzer verfügbar, wenn der lokale Benutzer Zugriffsrechte hat. Wenn ein Server für die Clientlaufwerkzuordnung konfiguriert ist, können Benutzer auf lokal gespeicherte Dateien zugreifen, diese in ihren Sitzungen bearbeiten und dann entweder auf einem lokalen Laufwerk oder einem Laufwerk auf dem Server speichern.

Es gibt zwei Arten von Laufwerkzuordnung:

  • Die statische Clientlaufwerkzuordnung ermöglicht es Administratoren, einen beliebigen Teil des Dateisystems auf dem Benutzergerät bei der Anmeldung einem bestimmten Laufwerksbuchstaben auf dem Server zuzuordnen. Sie können damit beispielsweise das gesamte Basisverzeichnis oder einen Teil davon sowie die Bereitstellungspunkte von Hardwaregeräten, wie CD-ROMs, DVDs oder USB-Sticks, zuordnen.
  • Die dynamische Clientlaufwerkzuordnung überwacht die Verzeichnisse, in denen Hardwaregeräte wie CD-ROMs, DVDs und USB-Sticks üblicherweise auf dem Benutzergerät bereitgestellt werden. Geräte, die der Sitzung neu hinzugefügt werden, werden automatisch dem nächsten verfügbaren Laufwerksbuchstaben auf dem Server zugeordnet.

Wenn eine Verbindung zwischen Citrix Receiver und XenApp oder XenDesktop hergestellt wird, werden die Clientlaufwerkzuordnungen wiederhergestellt, es sei denn, die Clientgerätzuordnung ist deaktiviert. Sie können mit Richtlinien genauer steuern, wie die Clientgerätzuordnung angewendet wird. Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation von XenApp und XenDesktop.

Benutzer können Laufwerke im Dialogfeld Einstellungen zuordnen.

Hinweis: Standardmäßig wird durch das Aktivieren der statischen Clientlaufwerkzuordnung auch die dynamische Clientlaufwerkzuordnung aktiviert. Damit beim Aktivieren der statischen Clientlaufwerkzuordnung die dynamische Clientlaufwerkzuordnung nicht aktiviert wird, legen Sie “DynamicCDM” in wfclient.ini auf “False” fest.

Zuordnen von Clientdruckern

Citrix Receiver unterstützt das Drucken auf Netzwerkdruckern und auf lokal an Benutzergeräte angeschlossenen Druckern. XenApp ermöglicht Benutzern Folgendes, außer wenn Sie dies durch Richtlinien verhindern:

  • Drucken auf allen Druckgeräten, die vom Benutzergerät aus verfügbar sind
  • Hinzufügen von Druckern

Diese Einstellungen sind jedoch möglicherweise nicht für alle Umgebungen optimal. Beispielsweise ist die Standardeinstellung, bei der Benutzer alle Drucker verwenden können, auf die sie über das Benutzergerät zugreifen können, anfänglich die am einfachsten zu verwaltende Lösung. Die Standardeinstellung kann jedoch in manchen Umgebungen zu langen Anmeldezeiten führen. In solchen Situationen sollten Sie die Liste der auf dem Benutzergerät konfigurierten Drucker einschränken.

Die Sicherheitsrichtlinien des Unternehmens könnten es außerdem erforderlich machen, dass Sie das benutzerseitige Zuordnen lokaler Druckerports nicht zulassen. Hierfür stellen Sie auf dem Server die Citrix Richtlinieneinstellung Client-COM-Ports automatisch verbinden auf Deaktiviert ein.

Einschränken der Liste der auf dem Benutzergerät konfigurierten Drucker

  1. Öffnen Sie die Konfigurationsdatei wfclient.ini in einem der folgenden Verzeichnisse:

    • Im Verzeichnis $HOME/.ICAClient, um die automatisch erstellten Drucker für einen einzelnen Benutzer einzuschränken.
    • Im Verzeichnis $ICAROOT/config, um die Drucker für alle Receiver-Benutzer einzuschränken. In diesem Fall sind “alle Benutzer” diejenigen, die das Self-Service-Programm nach der Änderung zuerst verwenden.
  2. Geben Sie im Abschnitt [WFClient] der Datei Folgendes ein:

    ClientPrinterList=Drucker1:Drucker2:Drucker3

    Dabei sind Drucker1, Drucker2 usw. die Namen der ausgewählten Drucker. Trennen Sie die Einträge für die Druckernamen mit einem Doppelpunkt (:).

  3. Speichern und schließen Sie die Datei.

Zuordnen von Clientdruckern auf XenApp für Windows

Citrix Receiver für Linux unterstützt den universellen Citrix PS Druckertreiber. Daher ist normalerweise keine lokale Konfiguration erforderlich, damit Benutzer mit Netzwerkdruckern oder Druckern, die an die lokalen Benutzergeräte angeschlossen sind, drucken können. Sie müssen Clientdrucker unter XenApp für Windows jedoch u. U. manuell zuordnen, wenn z. B. die Drucksoftware des Benutzergeräts nicht den universellen Druckertreiber unterstützt.

Zuordnen eines lokalen Druckers auf einem Server

  1. Starten Sie eine Serververbindung von Citrix Receiver und melden Sie sich an einem Server an, auf dem XenApp ausgeführt wird.

  2. Wählen Sie im Startmenü Einstellungen > Drucker.

  3. Wählen Sie im Menü “Datei” die Option Drucker hinzufügen.

    Der Druckerinstallationsassistent wird angezeigt.

  4. Fügen Sie mit dem Assistenten einen Netzwerkdrucker aus dem Clientnetzwerk und der Clientdomäne hinzu. Hierbei handelt es sich normalerweise um einen Standarddruckernamen, vergleichbar mit denen, die durch native Remotedesktopdienste erstellt werden, z. B. “HPLaserJet 4 von Clientname in Sitzung 3”.

    Weitere Informationen zum Hinzufügen von Druckern finden Sie in der Dokumentation zum Windows-Betriebssystem.

Zuordnen von Clientdruckern auf XenApp für UNIX

In UNIX-Umgebungen werden von Citrix Receiver definierte Druckertreiber ignoriert. Das Drucksystem auf dem Benutzergerät muss in der Lage sein, das von der Anwendung erzeugte Druckformat zu verarbeiten.

Bevor Benutzer von Citrix XenApp für UNIX auf einem Clientdrucker drucken können, muss der Systemadministrator diese Funktion aktivieren. Weitere Informationen finden Sie unter “XenApp für UNIX” in der Dokumentation für XenApp und XenDesktop.

Zuordnen von Clientaudio

Die Clientaudiozuordnung ermöglicht es, dass auf XenApp-Servern oder XenDesktop ausgeführte Anwendungen Audiodaten über ein auf dem Benutzergerät installiertes Audiogerät abspielen. Sie können die Audioqualität auf dem Server auf Verbindungsbasis festlegen und Benutzer können sie auf dem Benutzergerät einstellen. Bei unterschiedlichen Einstellungen wird die niedrigere Einstellung verwendet.

Die Clientaudiozuordnung kann zu einer Überlastung der Server und des Netzwerks führen. Je höher die Audioqualität, desto größer die erforderliche Bandbreite für die Übertragung der Audiodaten. Bei der höheren Audioqualität wird außerdem auch mehr Prozessorzeit auf dem Server in Anspruch genommen.

Sie können die Clientaudiozuordnung mit Richtlinien konfigurieren. Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation von XenApp und XenDesktop.

Hinweis: Diese Funktion steht nicht bei einer Verbindung zu Citrix XenApp für UNIX zur Verfügung.

Festlegen eines anderen Geräts als das Standardaudiogerät

Das Standardaudiogerät ist normalerweise das Standard-ALSA-Gerät, das für Ihr System konfiguriert ist. Mit der folgenden Methode können Sie ein anderes Gerät festlegen:

  1. Wählen Sie je nachdem, für welche Benutzer die Änderungen gelten sollen, die entsprechende Konfigurationsdatei aus und öffnen Sie sie. Informationen dazu, wie sich Änderungen in bestimmten Konfigurationsdateien auf bestimmte Benutzer auswirken, finden Sie unter Anpassen von Receiver mit Konfigurationsdateien.
  2. Fügen Sie die folgende Option hinzu. Wenn dieser Abschnitt nicht vorhanden ist, erstellen Sie ihn.

[ClientAudio]

AudioDevice =

Die Informationen für Gerät befinden sich in der ALSA-Konfigurationsdatei auf Ihrem Betriebssystem.

Hinweis: Der Speicherort für diese Informationen ist nicht auf allen Linux-Betriebssystemen einheitlich. Citrix empfiehlt, in der Dokumentation Ihres Betriebssystems nachzulesen, wo Sie diese Informationen finden können.

Konfigurieren der USB-Unterstützung

Mit der USB-Unterstützung können Benutzer mit zahlreichen USB-Geräten interagieren, wenn sie mit einem virtuellen Desktop verbunden sind. Benutzer können USB-Geräte an ihren Computer anschließen. Diese werden dann zum virtuellen Desktop umgeleitet. Zu den USB-Geräten, die für Remoting verfügbar sind, gehören Flashlaufwerke, Smartphones, PDAs, Drucker, Scanner, MP3 Player, Sicherheitsgeräte und Tablets.

USB-Umleitung erfordert XenApp 7.6 (oder höher) oder XenDesktop. XenApp unterstützt nicht die USB-Umleitung von Massenspeichergeräten. Für die Unterstützung von Audiogeräten ist eine besondere Konfiguration erforderlich. Weitere Informationen finden Sie in der XenApp 7.6-Dokumentation.

Isochrone Features in USB-Geräten wie Webcams, Mikrofonen, Lautsprechern und Headsets werden in typischen LAN-Umgebungen mit geringer Latenz und hoher Geschwindigkeit unterstützt. Normalerweise ist jedoch die Standardaudio- oder Webcamumleitung besser geeignet.

Die folgenden Gerätetypen werden direkt in einer XenDesktop-Sitzung unterstützt und verwenden daher keine USB-Unterstützung:

  • Tastaturen
  • Mäuse
  • Smartcards
  • Headsets
  • Webcams

Hinweis: USB-Spezialgeräte (beispielsweise Bloomberg-Tastaturen und 3D-Maus) können für die USB-Unterstützung konfiguriert werden. Weitere Informationen zur Konfiguration von Richtlinienregeln für andere USB-Spezialgeräte finden Sie unter CTX119722.

In der Standardeinstellung werden bestimmte Typen von USB-Geräten nicht für Remoting über XenDesktop unterstützt. Beispielsweise könnte ein Benutzer eine Netzwerkkarte über internes USB mit der Systemplatine verbunden haben. Remoting wäre in diesem Fall nicht angebracht. Die folgenden Typen von USB-Geräten können standardmäßig nicht in einer XenDesktop-Sitzung verwendet werden:

  • Bluetooth-Dongle
  • Integrierte Netzwerkkarten
  • USB-Hubs

Um die Standardliste von USB-Geräten für Remoting zu aktualisieren, bearbeiten Sie die Datei usb.conf in $ICAROOT/. Weitere Informationen finden Sie unter “Aktualisieren der für Remoting verfügbaren USB-Geräteliste”.

Um Remoting von USB-Geräten zu virtuellen Desktops zuzulassen, aktivieren Sie die USB-Richtlinienregel. Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation von XenApp und XenDesktop.

Funktionsweise der USB-Unterstützung

Wenn ein Benutzer ein USB-Gerät anschließt, wird es anhand der USB-Richtlinie überprüft und, sofern zulässig, an den virtuellen Desktop umgeleitet. Wenn das Gerät von der Standardrichtlinie abgelehnt wird, steht es nur auf dem lokalen Desktop zur Verfügung.

Bei Desktops, auf die über Desktop Appliance Mode zugegriffen wird, erfolgt die automatische Umleitung eines Geräts zum virtuellen Desktop, wenn ein Benutzer ein USB-Gerät anschließt. Der virtuelle Desktop steuert das USB-Gerät und zeigt es auf der Benutzeroberfläche an.

Das Sitzungsfenster muss den Fokus haben, wenn der Benutzer das USB-Gerät für die Umleitung anschließt, es sei denn, der Desktop Appliance Mode wird verwendet.

Massenspeichergeräte

Wenn ein Benutzer die Verbindung zu einem virtuellen Desktop trennt, während ein USB-Massenspeichergerät noch am lokalen Desktop angeschlossen ist, wird das Gerät nicht an den virtuellen Desktop umgeleitet, wenn der Benutzer die Verbindung wieder herstellt. Um sicherzustellen, dass das Massenspeichergerät an den virtuellen Desktop umgeleitet wird, muss der Benutzer es entfernen und nach der Wiederherstellung der Verbindung wieder anschließen.

Hinweis: Wenn Sie ein Massenspeichergerät an eine Linux-Workstation anschließen, die Remoteverbindungen von USB-Massenspeichergeräten nicht zulässt, wird das Gerät von der Receiver-Software nicht akzeptiert. Möglicherweise wird ein separater Linux-Dateibrowser geöffnet. Aus diesem Grund empfiehlt Citrix, dass Sie die Benutzergeräte so konfigurieren, dass die Einstellung Wechselmedien beim Einlegen einbinden standardmäßig deaktiviert ist. Wählen Sie dazu auf Geräten mit Debian auf der Debian-Menüleiste, Folgendes: System > Einstellungen > Wechseldatenträger und -medien. Deaktivieren Sie auf der Registerkarte Speichermedien unter Wechseldatenträger das Kontrollkästchen Wechselmedien beim Einlegen einbinden.

Hinweis: Wenn die Serverrichtlinie Client-USB-Geräteumleitung aktiviert ist, werden Massenspeichergeräte wie USB-Geräte umgeleitet, selbst wenn die Clientlaufwerkzuordnung aktiviert ist.

Webcams

Standardmäßig bietet die HDX RealTime-Webcamvideokomprimierung optimale Webcamleistung. In manchen Situationen jedoch, müssen Benutzer Webcams mit USB-Unterstützung anschließen. Hierzu müssen Sie HDX RealTime-Webcamvideokomprimierung deaktivieren. Weitere Informationen finden Sie unter Videokonferenzen mit HDX RealTime-Webcamvideokomprimierung.

Standardmäßig zugelassene USB-Klassen

Die folgenden Klassen von USB-Geräten werden von den USB-Standardrichtlinienregeln zugelassen:

  • Audio (Geräteklasse 01)

    Umfasst Mikrofone, Lautsprecher, Kopfhörer und MIDI-Controller.

  • Physikalische Schnittstelle (Geräteklasse 05)

    Diese Geräte ähneln HIDs (Human Interface Devices), bieten jedoch im Allgemeinen Eingabe oder Feedback in Echtzeit, hierzu gehören u. a. Force-Feedback-Joysticks, Bewegungsplattformen und Force-Feedback-Hautskelette.

  • Bilder (Geräteklasse 06)

    Hierzu gehören digitale Kameras und Scanner. Digitale Kameras unterstützen oft die Bilderklasse, in der Bilder mit den Protokollen PTP (Picture Transfer Protocol) oder MTP (Media Transfer Protocol) zu einem Computer oder zu einem anderen Peripheriegerät übertragen werden. Kameras können auch als Massenspeichergeräte angezeigt werden. Eine Kamera kann möglicherweise über die Setupmenüs der Kamera für beide Klassen konfiguriert werden.

    Wird eine Kamera als Massenspeichergerät angezeigt, wird die Clientlaufwerkzuordnung verwendet und die USB-Unterstützung wird nicht benötigt.

  • Drucker (Geräteklasse 07)

    Die meisten Drucker gehören zu dieser Klasse, obwohl einige herstellerspezifische Protokolle (Klasse ff) verwenden. Mehrfunktionsdrucker haben ggf. einen internen Hub oder sind Composite-Geräte. In beiden Fällen verwendet das Druckerelement meistens die Druckerklasse und das Scanner- oder Faxelement verwendet eine andere Klasse, z. B. Bilder.

    Drucker funktionieren normalerweise ohne USB-Unterstützung.

  • Massenspeicher (Geräteklasse 08)

    Die gängigsten Massenspeichergeräte sind USB-Flashlaufwerke sowie über USB angeschlossene Festplatten, CD- bzw. DVD-Laufwerke und SD/MMC-Kartenleser. Außerdem gibt es zahlreiche Geräte mit einem internen Speicher, die auch eine Massenspeicherschnittstelle darstellen, u. a. Medienplayer, digitale Kameras und Mobiltelefone. Bekannte Unterklassen:

  • 01: Begrenzte Flashlaufwerke
  • 02: Normalerweise CD- bzw. DVD-Geräte (ATAPI/MMC-2)
  • 03: Normalerweise Bandgeräte (QIC-157)
  • 04: Normalerweise Diskettenlaufwerke (UFI)
  • 05: Normalerweise Diskettenlaufwerke (SFF-8070i)
  • 06: Die meisten Massenspeichergeräte verwenden diese SCSI-Variante

    Der Zugriff auf Massenspeichergeräte erfolgt oft über die Clientlaufwerkzuordnung und USB-Unterstützung wird daher nicht benötigt.

    Wichtig: Einige Viren werden aktiv mit allen Typen des Massenspeichers übertragen. Überlegen Sie genau, ob die Verwendung von Massenspeichergeräten entweder über die Clientlaufwerkzuordnung oder die USB-Unterstützung im Unternehmen wirklich erforderlich ist. Zur Verringerung dieses Risikos kann auf dem Server konfiguriert werden, dass Dateien über die Clientlaufwerkzuordnung ausgeführt werden.

  • Content Security (Geräteklasse 0d)

    Content-Security-Geräte erzwingen Inhaltsschutz normalerweise für die Lizenzierung oder das Management digitaler Rechte. Dongles gehören zu dieser Klasse.

  • Personal Healthcare (Geräteklasse 0f)

    Hierzu gehören Geräte zur persönlichen Gesundheitspflege, u. a. Blutdruckmessgeräte, Herzfrequenzmessgeräte, Schrittzähler, Geräte zur Medikamenteneinnahmeüberwachung und Spirometer.

  • Anwendung und herstellerspezifisch (Geräteklasse fe und ff)

    Bei vielen Geräten werden herstellerspezifische oder nicht USB-Konsortium-konforme Protokolle verwendet. Diese werden normalerweise als herstellerspezifisch (Klasse ff) ausgezeichnet.

In der Standardeinstellung nicht zugelassene USB-Geräteklassen

Die folgenden Klassen von USB-Geräten werden von den USB-Standardrichtlinienregeln nicht zugelassen:

  • Kommunikation und CDC-Steuerung (Geräteklasse 02 und 0a)

    Umfasst Modems, ISDN-Adapter, Netzwerkkarten und einige Telefone und Faxgeräte.

    Die USB-Standardrichtlinie lässt diese Geräte nicht zu, da ein Gerät möglicherweise die Verbindung zum virtuellen Desktop bereitstellt.

  • HID (Human Interface Devices) (Geräteklasse 03)

    Umfasst viele Eingabe- und Ausgabegeräte. Typische HIDs sind Tastaturen, Mäuse, Zeigegeräte, Grafiktabletts, Sensoren, Game Controller, Tasten und Steuerfunktionen.

    Die Unterklasse 01 wird “Boot Interface”-Klasse genannt und für Tastaturen und Mäuse verwendet.

    USB-Tastaturen (Klasse 03, Unterklasse 01, Protokoll 1) oder USB-Mäuse (Klasse 03, Unterklasse 01, Protokoll 2) werden von der USB-Standardrichtlinie nicht zugelassen. Begründung: Die meisten Tastaturen und Mäuse können auch ohne USB-Unterstützung genutzt werden. Sie werden sowohl lokal als auch remote bei Verbindungen mit einem virtuellen Desktop verwendet.

  • USB-Hub (Geräteklasse 09)

    Mit USB-Hubs können zusätzliche Geräte am lokalen Computer angeschlossen werden. Auf diese Geräte muss nicht remote zugegriffen werden.

  • Chipkarte (Smartcard) (Geräteklasse 0b)

    Zu Smartcardlesegeräten gehören berührungslose und Smartcard-Berührungslesegeräte sowie USB-Token mit einem eingebetteten smartcardäquivalenten Chip.

    Der Zugriff auf Smartcardlesegeräte erfolgt nicht mit Smartcard-Remoting und erfordert keine USB-Unterstützung.

  • Video (Geräteklasse 0e)

    Die Videoklasse umfasst Geräte, mit denen Videos und mit Video zusammenhängendes Material manipuliert werden, u. a. Webcams, digitale Camcorder, analoge Videokonverter, einige Fernsehtuner und einige digitale Kameras, die Videostreaming unterstützen.

    Standardmäßig bietet die HDX RealTime-Webcamvideokomprimierung optimale Webcamleistung.

  • Kabelloser Controller (Geräteklasse e0)

    Hierzu gehören viele kabellose Controller, u. a. Ultra-Breitband-Controller und Bluetooth.

    Einige dieser Geräte stellen u. U. wichtigen Netzwerkzugang bereit oder schließen wichtige Peripheriegeräte an, z. B. Bluetooth-Tastaturen oder -Mäuse.

    Die USB-Standardrichtlinie lässt diese Geräte nicht zu. Es kann jedoch Geräte geben, denen Zugriff mit der USB-Unterstützung gegeben werden sollte.

Aktualisieren der für Remoting verfügbaren USB-Geräteliste

Sie können den Umfang der USB-Geräte, die für Remoting auf Desktops zur Verfügung stehen, aktualisieren, indem Sie die Liste der Standardregeln in der Datei usb.conf auf dem Benutzergerät unter $ICAROOT/ bearbeiten.

Sie aktualisieren die Liste, indem Sie neue Richtlinienregeln hinzufügen, die USB-Geräte, die nicht Teil des Standardumfangs sind, zulassen oder ablehnen. Von einem Administrator auf diese Weise erstellte Regeln steuern, welche Geräte dem Server angeboten werden. Die Regeln auf dem Server steuern dann, welche Geräte akzeptiert werden.

Die standardmäßige Richtlinienkonfiguration für nicht zulässige Geräte lautet folgendermaßen:

DENY: class=09 # Hub-Geräte

DENY: class=03 subclass=01 # HID-Bootgerät (Tastaturen und Mäuse)

DENY: class=0b # Smartcard

DENY: class=e0 # Wireless-Controller

DENY: class=02 # Kommunikations- und CDC-Steuerung

DENY: class=03 # UVC (webcam)

DENY: class=0a # CDC-Daten

ALLOW: # Letzter Ausweg: alles andere zulassen

Erstellen von USB-Richtlinienregeln

Tipp: Wenn Sie Richtlinienregeln erstellen, verwenden Sie die USB-Klassencodes. Sie finden sie auf der USB-Website unter http://www.usb.org/. Richtlinienregeln in usb.conf auf dem Benutzergerät haben das Format {ALLOW:|DENY:} gefolgt von einer Reihe von Ausdrücken, die auf Werten für die folgenden Tags basieren:

Tag Beschreibung
VID Vendor-ID vom Gerätedeskriptor
REL Release-ID vom Gerätedeskriptor
PID Produkt-ID vom Gerätedeskriptor
Klasse Klasse vom Gerätedeskriptor oder ein Schnittstellendeskriptor
SubClass Unterklasse vom Gerätedeskriptor oder ein Schnittstellendeskriptor
Prot Protokoll vom Gerätedeskriptor oder ein Schnittstellendeskriptor

Wenn Sie eine Richtlinienregel erstellen, beachten Sie Folgendes:

  • Bei Regeln wird die Groß- und Kleinschreibung nicht berücksichtigt.
  • Regeln können optional von einen Kommentar gefolgt werden, der mit # eingeleitet wird. Ein Trennzeichen ist nicht erforderlich, der Kommentar wird beim Abgleichen ignoriert.
  • Leere Zeilen und Kommentare werden ignoriert.
  • Leerzeichen, die als Trennzeichen verwendet werden, werden ignoriert. Sie dürfen aber nicht in einer Zahl oder Kennung verwendet werden. Beispielsweise ist Deny: Class=08 SubClass=05 eine gültige Regel; Deny: Class=0 8 Sub Class=05 hingegen nicht.
  • Tags müssen den Übereinstimmungsoperator = verwenden. Beispielsweise VID=1230.

Beispiel

Das folgende Beispiel zeigt einen Abschnitt der Datei usb.conf auf dem Benutzergerät. Um diese Regeln zu implementieren, müssen dieselben Regeln wie auf dem Server vorhanden sein.

ALLOW: VID=1230 PID=0007 # Weitere Industrie, Weiteres Flash-Laufwerk

DENY: Class=08 SubClass=05 # Massenspeichergeräte

DENY: Class=0D # Alle Sicherheitsgeräte

Konfigurieren von Startmodi

Mit “Desktop Appliance Mode” können Sie anpassen, wie ein virtueller Desktop zuvor angeschlossene USB-Geräte behandelt. Stellen Sie auf jedem Benutzergerät in der Datei $ICAROOT/config/module.ini im Abschnitt WfClient die Option DesktopApplianceMode = Boolean wie folgt ein.

   
TRUE USB-Geräte, die bereits angeschlossen sind, starten, vorausgesetzt dass das Gerät nicht durch eine Ablehnungsregel in den USB-Richtlinien auf dem Server (Registrierungseintrag) oder dem Benutzergerät (Konfigurationsdatei der Richtlinienregeln) deaktiviert ist.
FALSE Keine USB-Geräte starten.

Bloomberg-Tastaturumleitung

Die Bloomberg-Tastaturumleitung kann über eine generische USB-Umleitung durchgeführt werden.

Konfigurieren der Bloomberg v4-Tastatur über die generische USB-Umleitung auf der Clientseite:

Als Voraussetzung muss die Richtlinie im Delivery Controller der Domäne (DDC) aktiviert sein.

  1. Suchen Sie die VID und PID der Bloomberg-Tastatur. In Debian und Ubuntu führen Sie hierfür den folgenden Befehl aus:

    lsusb

  2. Wechseln Sie zu $ICAROOT und bearbeiten Sie die Datei usb.conf.

  3. Fügen Sie folgenden Eintrag zur Datei usb.conf hinzu, um die USB-Umleitung für die Bloomberg-Tastatur zuzulassen und speichern Sie die Datei.

    ALLOW: vid=1188 pid=9545

  4. Starten Sie den ctxusbd-Daemon auf dem Client neu. In Debian und Ubuntu führen Sie hierfür den folgenden Befehl aus:

    systemctl neustart ctxusbd

  5. Starten Sie eine Clientsitzung. Stellen Sie sicher, dass die Sitzung im Fokus ist, während Sie die umzuleitende Bloomberg v4-Tastatur anschließen.

Steigern der Leistung über Verbindungen mit geringer Bandbreite

Citrix empfiehlt die Verwendung der aktuellen XenApp- oder XenDesktop-Version auf dem Server und der aktuellen Receiver-Version auf dem Benutzergerät.

Wenn Sie eine Verbindung mit geringer Bandbreite verwenden, können Sie durch eine geänderte Receiver-Konfiguration und -Verwendung eine Verbesserung der Leistung erzielen.

  • Konfigurieren Sie die Receiver-Verbindung: Konfigurieren der Receiver-Verbindungen kann die Bandbreite reduzieren, die für ICA erforderlich ist und die Leistung verbessern
  • Ändern Sie die Verwendung von Receiver: Durch Ändern der Verwendung von Receiver können Sie die Bandbreite verringern, die für eine schnelle Verbindung benötigt wird.
  • Aktivieren Sie UDP-Audio: Dieses Feature kann für eine gleichmäßige Latenz bei VoIP-Verbindungen (Voice over IP) in stark ausgelasteten Netzwerken sorgen.
  • Verwenden Sie die neuesten Versionen von XenApp und Receiver für Linux: Citrix erweitert und verbessert die Leistung mit jedem Release und für viele Leistungsfeatures ist die neueste Receiver- und Serversoftware erforderlich

Konfigurieren von Verbindungen

Auf Geräten mit beschränkter Rechenleistung oder geringer Bandbreite gibt es entweder Einbußen bei Leistung oder Funktionalität. Benutzer und Administratoren können eine akzeptable Mischung aus umfassender Funktionalität und interaktiver Leistung wählen. Wenn Sie eine oder mehrere der folgenden Änderungen – häufig auf dem Server anstatt auf dem Benutzergerät – vornehmen, kann dies die von der Verbindung benötigte Bandbreite verringern und die Leistung verbessern:

  • Aktivieren Sie die SpeedScreen-Latenzreduktion: SpeedScreen-Latenzreduktion steigert die Leistung bei Verbindungen mit hoher Latenz, da schnell Feedback für eingegebene Daten und Mausklicks geboten wird. Aktivieren Sie dieses Feature mit dem SpeedScreen-Latenzreduktionsmanager. In der Standardeinstellung ist dies in Receiver bei Verbindungen mit hoher Latenz für die Tastatur deaktiviert und nur für die Maus aktiviert. Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation Citrix Receiver for Linux OEM’s Reference Guide.
  • Aktivieren Sie die Datenkomprimierung: Mit der Datenkomprimierung wird die in der Verbindung übertragene Datenmenge reduziert. Für das Komprimieren und Dekomprimieren werden zusätzliche Prozessorressourcen benötigt. Dies kann jedoch die Leistung bei Verbindungen mit eingeschränkter Bandbreite erhöhen. Verwenden Sie die Citrix Richtlinieneinstellungen Audioqualität und Bildkomprimierung, um dieses Feature zu aktivieren.
  • Reduzieren Sie die Fenstergröße: Ändern Sie die Fenstergröße auf die kleinste Größe, mit der Sie noch gut arbeiten können. Legen Sie auf der XenApp Services-Site die Sitzungsoptionen fest.
  • Reduzieren Sie die Farbanzahl: Reduzieren Sie die Anzahl der Farben auf 256. Legen Sie auf der XenApp und XenDesktop-Site die Sitzungsoptionen fest.
  • Verringern Sie die Audioqualität: Wenn die Audiozuordnung aktiviert ist, verringern Sie die Audioqualität mit der Citrix Richtlinieneinstellung “Audioqualität” auf die niedrigste Einstellung.

Aktivieren von UDP-Audio

UDP-Audio kann die Qualität von Telefonanrufen über das Internet verbessern. Dabei wird UDP (User Datagram Protocol) statt TCP (Transmission Control Protocol) verwendet.

Beachten Sie Folgendes:

  • UDP-Audio ist nicht für verschlüsselte Sitzungen verfügbar (solche, die TLS- oder ICA-Verschlüsselung verwenden). In solchen Sitzungen verwenden Audioübertragungen TCP.
  • Die ICA-Kanalpriorität kann UDP-Audio beeinflussen.
  1. Stellen Sie die folgenden Optionen in module.ini im Abschnitt ClientAudio ein:
    • Setzen Sie EnableUDPAudio auf “True”. Standardeinstellung ist “False”, wodurch UDP-Audio deaktiviert wird.
    • Geben Sie Minimum und Maximum für die Portnummern von UDP-Audioverkehr mit UDPAudioPortLow und UDPAudioPortHigh an. Standardmäßig werden Ports 16500 bis 16509 verwendet.
  2. Stellen Sie Client- und Serveraudioeinstellungen wie folgt ein, sodass die resultierende Audioqualität “Mittel” ist (also weder hoch noch niedrig).
    Audioqualität auf dem Client Audioqualität auf dem Client Audioqualität auf dem Client
    Hoch Mittel Niedrig
Audioqualität auf dem Server Hoch Hoch Mittel Niedrig
Audioqualität auf dem Server Mittel Mittel Mittel Niedrig
Audioqualität auf dem Server Niedrig Niedrig Niedrig Niedrig

Ändern der Verwendungsweise von Receiver

Die ICA-Technologie ist äußerst optimiert und stellt normalerweise keine hohen Anforderungen an CPU und Bandbreite. Wenn Sie jedoch eine Verbindung mit sehr geringer Bandbreite verwenden, beachten Sie zur Aufrechterhaltung der Leistung Folgendes:

  • Vermeiden Sie den Zugriff auf große Dateien unter Verwendung der Clientlaufwerkszuordnung: Wenn Sie über die Clientlaufwerkzuordnung auf eine große Datei zugreifen, wird diese über die Serververbindung übertragen. Bei langsamen Verbindungen kann dies sehr lange dauern.
  • Vermeiden Sie das Drucken von großen Dokumenten auf lokalen Druckern: Wenn Sie ein Dokument auf einem lokalen Drucker drucken, wird die zu druckende Datei über die Serververbindung übertragen. Bei langsamen Verbindungen kann dies sehr lange dauern.
  • Vermeiden Sie das Abspielen von Multimediainhalten. Die Wiedergabe von Multimediainhalten benötigt viel Bandbreite und kann die Leistung reduzieren.

Steigern der Multimedialeistung

Receiver enthält zahlreiche Technologien, die in den heutigen medienreichen Benutzerumgebungen eine High-Definition-Benutzererfahrung ermöglichen. Diese verbessern die Benutzererfahrung bei Verbindungen mit gehosteten Anwendungen und Desktops:

  • HDX MediaStream Windows Media-Umleitung
  • HDX MediaStream Flash-Umleitung
  • HDX RealTime-Webcamvideokomprimierung
  • H.264-Unterstützung

Konfigurieren von HDX MediaStream-Windows Media-Umleitung

Mit HDX MediaStream Windows Media-Umleitung sind keine hohen Bandbreiten mehr erforderlich, um auf virtuellen Desktops, auf die von Linux-Benutzergeräten zugegriffen wird, Multimediainhalte aufzunehmen und wiederzugeben. Mit Windows Media-Umleitung werden die Laufzeitdateien von Medieninhalten auf dem Benutzergerät statt auf dem Server abgespielt. Dies führt zu einer Reduktion der Bandbreitenanforderungen beim Abspielen von Multimediadateien.

Windows Media-Umleitung verbessert die Leistung des Windows Media-Players und anderer kompatibler Player, die auf virtuellen Windows-Desktops ausgeführt werden. Es werden eine Vielzahl von Formaten unterstützt, u. a.:

  • Advanced Systems Format (ASF)
  • Motion Picture Experts Group (MPEG)
  • Audio-Video Interleaved (AVI)
  • MPEG Audio Layer-3 (MP3)
  • WAV-Sounddateien

Citrix Receiver enthält eine textbasierte Übersetzungstabelle, MediaStreamingConfig.tbl, die Windows-spezifische Medienformat-GUIDs in MIME-Typen übersetzt, die GStreamer verwenden kann. Sie können die Übersetzungstabelle bearbeiten, um folgende Aktionen auszuführen:

  • Hinzufügen bisher unbekannter oder nicht unterstützter Medienfilter/-dateiformate zur Übersetzungstabelle
  • Blockieren problematischer GUIDs, um Fallback auf serverseitige Wiedergabe zu erzwingen
  • Hinzufügen zusätzlicher Parameter zu vorhandenen MIME-Strings, um Probleme mit schwierigen Formaten durch Ändern der GStreamer-Parameter eines Streams beheben zu können
  • Verwalten und Bereitstellen benutzerdefinierter Konfigurationen basierend auf den Mediendateitypen, die von GStreamer auf einem Benutzergerät unterstützt werden

Mit dem clientseitigem Inhaltabruf können Sie zulassen, dass das Benutzergerät Medien direkt von URLs im Format http://, <mms://> oder <rtsp://> streamt, statt die Medien über einen Citrix Server zu streamen. Der Server leitet das Benutzergerät an die Medien um und sendet Steuerbefehle (einschließlich Wiedergabe, Pause, Stopp, Lautstärke, Suchen). Der Server verarbeitet jedoch keine Mediendaten. Dieses Feature erfordert erweiterte GStreamer-Multimediabibliotheken auf dem Gerät.

Einrichten von HDX Mediastream Windows Media-Umleitung

  1. Installieren Sie GStreamer 0.10, ein Open-Source-Multimedia-Framework, auf jedem erforderlichen Benutzergerät. Normalerweise installieren Sie GStreamer vor Citrix Receiver, damit der Installationsvorgang Citrix Receiver für die Verwendung von GStreamer konfiguriert.

    GStreamer ist in den meisten Linux-Distributionen enthalten. Ansonsten können Sie GStreamer auch von http://gstreamer.freedesktop.org herunterladen.

  2. Um den clientseitigen Inhaltsabruf zu aktivieren, installieren Sie die erforderlichen Protocol Source-Plug-Ins für die Dateitypen, die Benutzer auf dem Gerät wiedergeben. Sie prüfen mit dem Hilfsprogramm gst-launch, ob ein Plug-In installiert und funktionsbereit ist. Wenn gst-launch die URL wiedergeben kann, ist das erforderliche Plug-In funktionsbereit. Führen Sie beispielsweise gst-launch-0.10 playbin2 uri=http://example-source/file.wmv aus und vergewissern Sie sich, dass das Video einwandfrei wiedergegeben wird.

  3. Wählen Sie bei der Installation von Citrix Receiver auf dem Gerät die Option “GStreamer”, wenn Sie das Tarball-Skript verwenden. Für DEB- und RPM-Pakete erfolgt die Auswahl automatisch.

Beachten Sie Folgendes beim clientseitigen Inhaltsabruf:

  • Standardmäßig ist dieses Feature aktiviert. Sie können es in All-Regions.ini im Abschnitt “Multimedia” mit der Option SpeedScreenMMACSFEnabled deaktivieren. Wenn Sie für diese Option “False” einstellen, wird die Windows Media-Umleitung für die Medienverarbeitung verwendet.
  • Standardmäßig verwenden alle MediaStream-Features das GStreamer-Protokoll “playbin2”. Sie können auf ein früheres playbin-Protokoll für alle MediaStream-Features außer dem clientseitigen Inhaltsabruf zurückgehen, der weiter playbin2 verwendet. Stellen Sie dazu in All-Regions.ini im Abschnitt “Multimedia” die Option SpeedScreenMMAEnablePlaybin2 ein.
  • Receiver erkennt nicht Playlistdateien oder Streamkonfigurationsdateien wie ASX- oder NSC-Dateien. Benutzer müssen eine Standard-URL angeben, die nicht auf diese Dateitypen verweist. Überprüfen Sie mit gst-launch, ob eine URL gültig ist.

Beachten Sie bei GStreamer 1.0:

  • GStreamer 0.10 wird standardmäßig für die HDX MediaStream Windows Media-Umleitung verwendet. GStreamer 1.0 wird nur verwendet, wenn GStreamer 0.10 nicht verfügbar ist.
  • Wenn Sie GStreamer 1.0 verwenden möchten, folgen Sie den nachstehenden Anweisungen:
  1. Navigieren Sie zum Installationsverzeichnis der GStreamer-Plug-Ins. Der Speicherort der Plug-Ins hängt von Ihrer Distribution, der Architektur des Betriebssystems und der Installationsweise von GStreamer ab. Der Installationspfad ist normalerweise /usr/lib/x86_64-linux-gnu/gstreamer-1.0 oder $HOME/ .local/share/gstreamer-1.0.
  2. Navigieren Sie zum Installationsverzeichnis von Citrix Receiver für Linux. Das Standardverzeichnis für Installationen durch privilegierte Benutzer (root) ist /opt/Citrix/ICAClient. Das Standardverzeichnis für Installationen durch nicht-privilegierte Benutzer ist $HOME/ICAClient/platform (wobei “platform” z. B. linuxx64 sein kann). Weitere Informationen finden Sie unter Installation und Einrichtung.
  3. Installieren Sie libgstflatstm1.0.so, indem Sie einen symbolischen Link im Verzeichnis der GStreamer-Plug-Ins erstellen: ln -sf $ICACLIENT_DIR/util/libgstflatstm1.0.so $GST_PLUGINS_PATH/libgstflatstm1.0.so. Für diesen Schritt sind u. U. erhöhte Berechtigungen erforderlich, z. B. mit sudo.
  4. Verwenden Sie gst_play1.0 als Player: ln -sf $ICACLIENT_DIR/util/gst_play1.0 $ICACLIENT_DIR/util/gst_play. Für diesen Schritt sind u. U. erhöhte Berechtigungen erforderlich, z. B. mit sudo.
  • Wenn Sie GStreamer 1.0 HDX RealTime-Webcamvideokomprimierung verwenden möchten, verwenden Sie gst_read1.0 als Leser: ln -sf $ICACLIENT_DIR/util/gst_read1.0 $ICACLIENT_DIR/util/gst_read.

Konfigurieren der HDX MediaStream-Flash-Umleitung

HDX MediaStream-Flash-Umleitung sorgt dafür, dass Adobe Flash-Inhalte lokal auf den Benutzergeräten wiedergegeben werden. So erhalten Benutzer High Definition-Audio und -Video, ohne dass die Bandbreitenanforderungen steigen.

  1. Stellen Sie sicher, dass das Benutzergerät die Anforderungen für dieses Feature erfüllt. Weitere Informationen finden Sie unter Systemanforderungen.

  2. Fügen Sie in der Datei wfclient.ini im Abschnitt [WFClient] (für alle Verbindungen eines bestimmten Benutzers) oder in der Datei All_Regions.ini im Abschnitt [Client Engine\Application Launching] (für alle Benutzer in Ihrer Umgebung) folgende Parameter hinzu:
    • **HDXFlashUseFlashRemoting=Ask Never Always**

      Aktiviert HDX MediaStream für Flash auf dem Benutzergerät. Die Standardeinstellung ist Never. Benutzer werden beim Aufrufen von Webseiten mit Flash-Inhalten in einem Dialogfeld gefragt, ob sie diese optimieren möchten.

    • **HDXFlashEnableServerSideContentFetching=Disabled Enabled**

      Aktiviert oder deaktiviert serverseitigen Inhaltsabruf für Receiver. Die Standardeinstellung ist Disabled.

    • **HDXFlashUseServerHttpCookie=Disabled Enabled**

      Aktiviert oder deaktiviert HTTP-Cookie-Umleitung. Die Standardeinstellung ist Disabled.

    • **HDXFlashEnableClientSideCaching=Disabled Enabled**

      Aktiviert oder deaktiviert clientseitige Zwischenspeicherung für von Receiver abgerufene Inhalte. Die Standardeinstellung ist Enabled.

    • HDXFlashClientCacheSize= [25-250]

      Definiert die Größe des Clientcaches in MB. Die Größe kann zwischen 25 MB und 250 MB liegen. Wenn die maximale Größe erreicht ist, werden bereits im Cache vorhandene Daten gelöscht, um Platz für neue Inhalte zu schaffen. Die Standardeinstellung ist 100.

    • **HDXFlashServerSideContentCacheType=Persistent Temporary NoCaching**

      Definiert den Zwischenspeicherungstyp, den Receiver für mit serverseitigem Inhaltsabruf abgerufene Inhalte verwendet. Die Standardeinstellung ist Persistent.

      Hinweis: Dieser Parameter ist nur erforderlich, wenn HDXFlashEnableServerSideContentFetching auf Enabled gesetzt ist.

  3. Flash-Umleitung ist standardmäßig deaktiviert. Ändern Sie in der Datei /config/module.ini die Einstellung FlashV2=Off in FlashV2=On, um das Feature zu aktivieren.

Konfigurieren Sie HDX RealTime-Webcamvideokomprimierung

HDX RealTime bietet Webcamvideokomprimierung, mit der die Bandbreiteneffizienz während Videokonferenzen verbessert wird. So erhalten Benutzer optimale Leistung, wenn sie Anwendungen wie GoToMeeting mit HD Faces oder Skype for Business verwenden.

  1. Stellen Sie sicher, dass das Benutzergerät die Anforderungen für dieses Feature erfüllt.
  2. Stellen Sie sicher, dass der virtuelle Multimedia-Kanal aktiviert ist. Öffnen Sie hierzu die Konfigurationsdatei module.ini im Verzeichnis $ICAROOT/config und überprüfen Sie, ob im Abschnitt [ICA3.0] die Option “MultiMedia” auf “On” festgelegt ist.
  3. Aktivieren Sie die Audioeingabe durch Klicken auf Mikrofon und Webcam verwenden auf der Seite Mikrofon und Webcam des Dialogfelds “Einstellungen”.

Deaktivieren Sie die HDX RealTime-Webcamvideokomprimierung

Standardmäßig bietet die HDX RealTime-Webcamvideokomprimierung optimale Webcamleistung. In manchen Situationen müssen Benutzer Webcams mit USB-Unterstützung anschließen. Dazu müssen Sie die folgenden Schritte ausführen:

  • Deaktivieren Sie die HDX RealTime-Webcamvideokomprimierung
  • Aktivieren Sie die USB-Unterstützung für Webcams
  1. Fügen Sie der entsprechenden INI-Datei im Abschnitt [WFClient] den folgenden Parameter hinzu:

    HDXWebCamEnabled=Off

    Weitere Informationen finden Sie unter Anpassen von Receiver mit Konfigurationsdateien.

  2. Öffnen Sie die Datei usb.conf, die normalerweise unter $ICAROOT/usb.conf ist.

  3. Entfernen Sie die folgende Zeile oder kommentieren Sie sie aus:

    pre codeblock DENY: class=0e # UVC (default via HDX RealTime Webcam Video Compression)

  4. Speichern und schließen Sie die Datei.

Konfigurieren der H.264-Unterstützung

Receiver unterstützt die H.264-Grafikanzeige einschließlich der von XenDesktop 7 bereitgestellten HDX 3D Pro-Technologie. Bei dieser Unterstützung wird der standardmäßig aktivierte Tiefenkomprimierungscodec verwendet. Dieses Feature liefert im Vergleich zum JPEG-Codec eine bessere Leistung bei reichhaltigen und professionellen Grafikanwendungen in WAN-Netzwerken.

Befolgen Sie die Anweisungen in diesem Abschnitt, um das Feature zu deaktivieren und zur Grafikverarbeitung stattdessen den JPEG-Codec zu verwenden. Sie können auch die Textprotokollierung deaktivieren und gleichzeitig den Tiefenkomprimierungscodec weiterverwenden. So lassen sich CPU-Kosten während der Verarbeitung von Grafiken mit komplexen Bildern aber relativ wenig oder unwichtigem Text senken.

Wichtig: Verwenden Sie zum Konfigurieren dieses Features keine verlustfreie Einstellung in der XenDesktop-Richtlinie “Bildqualität”. Wenn Sie eine verlustfreie Einstellung wählen, ist die H.264-Codierung auf dem Server deaktiviert und funktioniert für Receiver nicht.

Deaktivieren der Unterstützung für den Tiefenkomprimierungscodec

Legen Sie in wfclient.ini für H264Enabled die Einstellung False fest. Dadurch wird auch die Textprotokollierung deaktiviert.

Ausschließliches Deaktivieren der Textprotokollierung

Legen Sie bei aktiviertem Tiefenkomprimierungscodec in wfclient.ini TextTrackingEnabled auf False fest.

Optimieren der Leistung für Bildschirmkacheln

Sie können die Verarbeitung von JPEG-codierten Bildschirmkacheln mit den Features Bitmapdecodierung direkt zum Bildschirm, Batchverarbeitung der Kacheldecodierung und Verzögertes XSync verbessern.

  1. Stellen Sie sicher, dass Ihre JPEG-Bibliothek diese Features unterstützt.

  2. Setzen Sie in wfclient.ini im Abschnitt Thinwire3.0 DirectDecode und BatchDecode auf True.

    Hinweis: Aktivieren der Batchverarbeitung für die Kacheldecodierung aktiviert gleichzeitig verzögertes XSync.

Aktivieren der Protokollierung für Retailbuilds

Aktivieren der Protokollierung für Retailbuilds von Citrix Receiver für Linux

  1. Laden Sie den Citrix Receiver für Linux Retailbuild herunter und installieren Sie ihn auf Ihrer Linux-Maschine. Legen Sie dabei die ICAROOT-Umgebungsvariable auf den Installationsordner fest.
  2. Für Citrix Receiver für Linux ist debug.ini im Konfigurationsordner von ICAROOT vorhanden. Erstellen Sie einen Symlink dieser Datei im $ICAROOT-Pfad, indem Sie an der Befehlszeile > ln -s config/debug.ini debug.ini eingeben.
  3. Bearbeiten Sie die Datei debug.ini unter $ICAROOT und fügen Sie die erforderlichen Traceparameter im Abschnitt [wfica] hinzu.
  4. Fügen Sie in der Datei $ICAROOT/config/module.ini am Ende des Abschnitts [WFClient] Folgendes hinzu: SyslogThreshold=7. Dadurch werden Protokolle aller Ebenen erstellt. Um nur Fehler zu protokollieren, setzen Sie SyslogThreshold auf 3.
  5. Um Syslog-Traces zu erhalten, bearbeiten Sie die Syslog-Konfigurationsdatei. Wechseln Sie je nach Ihrer Linux-Distribution in die Datei /etc/rsyslog.conf (oder syslog.conf) und nehmen Sie die folgenden Änderungen vor:

    Um die lokale Protokollierung von allen Facilities zu aktivieren, stellen Sie sicher, dass die Auskommentierung der Zeile $ModLoad imuxsock.so am Anfang der Datei aufgehoben ist.

    Die nächsten zwei Änderungen in der Konfigurationsdatei sind für die Remoteprotokollierung erforderlich, jedoch nicht für die lokale Protokollierung in Syslog.

    Serverseitige Konfiguration: Entfernen Sie die Kommentarzeichen für die folgenden Zeilen in der Datei rsyslog.conf des Syslog-Servers:

    $ModLoad imtcp

    $InputTCPServerRun 10514

    Clientseitige Konfiguration: Fügen Sie die folgende Zeile hinzu, indem Sie localhost durch die IP-Adresse des Remoteservers ersetzen: *.* @@localhost:10514

  6. Speichern Sie die Änderungen und starten Sie den Syslog-Dienst neu, indem Sie an der Befehlszeile sudo service rsyslog restart eingeben.
  7. Alle Syslog-Protokolle werden unter /var/log gespeichert. Sie benötigen sudo-Zugriff, um Protokolle in diesem Ordner anzuzeigen oder zu bearbeiten. Die Protokolle werden in die Datei user-all-drivers_proxy22.log geschrieben. Sie können Pfad und Namen der Protokolldatei konfigurieren, indem Sie die folgende Zeile im Abschnitt RULES in der Datei rsyslog.cong bearbeiten:

    user.*      -/var/log/logfile_name.log

    Sie können den Abschnitt RULES in der Syslog-Konfigurationsdatei bearbeiten. Wenn der Abschnitt RULES nicht in Ihrer Syslog-Konfigurationsdatei vorhanden ist, können Sie den Abschnitt RULES aus der Beispieldatei rsyslog.conf in Ihre Syslog-Konfigurationsdatei einfügen.

    Hinweis: Jedes Mal, wenn Sie die Datei rsyslog.conf bearbeiten, müssen Sie den Syslog-Dienst neu starten.

  8. Starten Sie den Receiver-Prozess (./selfservice unter $ICAROOT). Wenn die Sitzung beendet wurde, finden Sie die Protokolldatei unter /var/log. Standardmäßig werden die Protokolle bei nachfolgenden Starts an die Protokolldatei angehängt. Um jeden Start zu verfolgen, bearbeiten Sie die Konfigurationsdatei vor jedem Start, um die Protokolldatei zu ändern und den rsyslog-Dienst neu zu starten.

Hinweis

Um die Ablaufverfolgung zu aktivieren, ändern Sie die folgenden Parameter in der Datei $ICAROOT/debug.ini:

  • Protokollierung für Connection Center: Ändern Sie im Abschnitt [conncenter] “traceClasses” in “+TC_NCS”.
  • Protokollierung für Graphics (Thinwire): Ändern Sie im Abschnitt [wfica] “traceClasses” in “+TC_TW”.
  • Protokollierung für EUEM: Ändern Sie im Abschnitt [wfica] “traceClasses” in “+TC_CLIB”.

Um die Ablaufverfolgung zu deaktivieren, ändern Sie die Einträge unter “traceClasses” in null.

Beispiel:

[wfica]

traceFlags =

traceClasses =

traceFeatures =

traceFile = clb.log.$$

traceBufferSize = 65536

Konfigurieren der Layoutspeicherung im Multimonitormodus

Mit diesem Feature werden die Angaben zum Bildschirmlayout einer Sitzung über Endpunkte hinweg beibehalten. Die Sitzung wird dann gemäß Konfiguration stets auf dem- oder denselben Monitor(en) angezeigt.

Voraussetzung

Dieses Feature erfordert Folgendes:

  • StoreFront v3.15 oder höher.
  • Wenn .ICAClient bereits im Basisordner des aktuellen Benutzers vorhanden ist:

    Löschen Sie die Datei All_Regions.ini.

    oder

    Zum Beibehalten der Datei AllRegions.ini fügen Sie die folgenden Zeilen am Ende des Abschnitts [Client Engine\Application Launching] hinzu:

    SubscriptionUrl =

    PreferredWindowsBounds =

    PreferredMonitors=

    PreferredWindowState=

    SaveMultiMonitorPref=

Wenn der Ordner .ICAClient nicht vorhanden ist, weist dies auf eine Neuinstallation des Receivers hin. In diesem Fall wird die Standardeinstellung für das Feature beibehalten.

Anwendungsfälle

  • Starten Sie eine Sitzung auf einem beliebigen Bildschirm im Fenstermodus und speichern Sie die Einstellung. Wenn Sie die Sitzung erneut starten, wird sie im selben Modus, auf demselben Bildschirm und an derselben Position angezeigt.
  • Starten Sie eine Sitzung auf einem beliebigen Bildschirm im Vollbildmodus und speichern Sie die Einstellung. Wenn Sie die Sitzung erneut starten, wird sie im Vollbildmodus auf demselben Bildschirm angezeigt.
  • Ziehen Sie eine Sitzung im Fenstermodus über mehrere Bildschirme und wechseln Sie dann in den Vollbildmodus. Die Sitzung wird dann im Vollbildmodus auf allen Bildschirmen angezeigt. Wenn Sie die Sitzung erneut starten, wird sie im Vollbildmodus über alle Bildschirme hinweg angezeigt.

Hinweis

Das Layout wird bei jeder Speicherung überschrieben und nur auf dem aktiven StoreFront gespeichert.

Wenn Sie mehrere Desktopsitzungen von demselben StoreFront-Store auf unterschiedlichen Bildschirmen starten, werden beim Speichern des Layouts in einer Sitzung die Layoutinformationen aller Sitzungen gespeichert.

Konfigurieren des Features zur Layoutspeicherung

Aktivieren der Layoutspeicherung:

  1. Installieren Sie StoreFront Version 3.15 oder höher (gleich oder höher als v3.15.0.12) auf einem kompatiblen Delivery Controller (DDC).
  2. Laden Sie den Retailbuild von Citrix Receiver für Linux 13.10 von der Downloadseite herunter und installieren Sie ihn auf der Linux-Maschine.
  3. Legen Sie die ICAROOT-Umgebungsvariable auf den Installationsort fest.
  4. Überprüfen Sie, ob die Datei All_Regions.ini im Ordner .ICAClient vorhanden ist. Wenn ja, löschen Sie sie.
  5. Suchen Sie in der Datei $ICAROOT/config/All_Regions.ini nach dem Feld SaveMultiMonitorPref. Der Standardwert in diesem Feld ist “True” (das Feature ist aktiviert). Ändern Sie den Wert in “False”, um das Feature auszuschalten.
    Wenn Sie den Wert für SaveMultiMonitorPref ändern, müssen Sie die Datei All_Regions.ini im Ordner .ICAClient löschen, um Wertkonflikte und eine mögliche Profilsperrung zu verhindern. Aktivieren oder deaktivieren Sie das Flag SaveMultiMonitorPref, bevor Sie Sitzungen starten.
  6. Starten Sie eine neue Desktopsitzung.
  7. Klicken Sie in der Desktop Viewer-Symbolleiste auf Layout speichern, um das aktuelle Sitzungslayout zu speichern. Am rechten unteren Bildrand wird die Speicherung in einer Meldung bestätigt.
    Wenn Sie auf “Layout speichern” klicken, wird das Symbol grau angezeigt. Dies zeigt an, dass ein Speichervorgang ausgeführt wird. Nach der Speicherung des Layouts wird das Symbol wieder normal angezeigt. Wenn das Symbol für längere Zeit ausgegraut ist, finden Sie im Knowledge Center-Artikel CTX235895 Informationen zur Fehlerbehebung.
  8. Trennen Sie die Sitzung oder melden Sie sich ab.
    Starten Sie die Sitzung erneut. Sie wird dann im selben Modus, auf demselben Bildschirm und an derselben Position angezeigt.

Einschränkungen und nicht unterstützte Szenarien

  • Für Sitzungen im Fenstermodus wird das Speichern eines Layouts über mehrere Bildschirme hinweg aufgrund von Einschränkungen beim Linux-Anzeigemanager nicht unterstützt.
  • Das bildschirmübergreifende Speichern von Sitzungsinformationen bei Bildschirmen mit unterschiedlicher Auflösung wird in diesem Release nicht unterstützt und kann zu unvorhersehbarem Verhalten führen.
  • Kundenbereitstellungen mit mehreren Storefront-Stores