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Konfigurieren der USB-Unterstützung für XenDesktop-Verbindungen

Nov. 19, 2015

Mit der USB-Unterstützung können Benutzer mit zahlreichen USB-Geräten interagieren, wenn sie mit einem virtuellen Desktop verbunden sind. Benutzer können USB-Geräte an die Geräte anschließen und mit Remoting der Geräte stehen sie auf dem virtuellen Desktop zur Verfügung. Zu den USB-Geräte, die für Remoting verfügbar sind, gehören Flashlaufwerke, Smartphones, PDAs, Drucker, Scanner, MP3 Player, Sicherheitsgeräte und Tablets. Benutzer von Desktop Viewer können mit einer Einstellung auf der Symbolleiste steuern, ob USB-Geräte auf dem virtuellen Desktop verfügbar sind.

Isochrone Features in USB-Geräten wie Webkameras, Mikrofonen, Lautsprechern und Headsets werden in typischen LAN-Umgebungen mit geringer Latenz und hoher Geschwindigkeit unterstützt. Dadurch können diese Geräte mit Programmpaketen wie Microsoft Office Communicator und Skype verwendet werden.

Die folgenden Gerätetypen werden direkt in einer XenDesktop-Sitzung unterstützt und verwenden daher keine USB-Unterstützung:

  • Tastaturen
  • Mäuse
  • Smartcards
Hinweis: USB-Spezialgeräte (beispielsweise Bloomberg Tastaturen und 3D-Maus) können für die USB-Unterstützung konfiguriert werden. Weitere Informationen zur Konfiguration von Bloomberg Tastaturen finden Sie unter Konfigurieren von Bloomberg-Tastaturen. Weitere Informationen zur Konfiguration von Richtlinienregeln für andere USB-Spezialgeräte finden Sie unter CTX119722.

In der Standardeinstellung werden bestimmte Typen von USB-Geräten nicht für Remoting über XenDesktop unterstützt. Beispielsweise könnte ein Benutzer eine Netzwerkkarte über internes USB mit der Systemplatine verbunden haben. Remoting wäre in diesem Fall nicht angebracht. Die folgenden Typen von USB-Geräten können standardmäßig nicht in einer XenDesktop-Sitzung verwendet werden:

  • Bluetooth-Dongle
  • Integrierte Netzwerkkarten
  • USB-Hubs
  • USB-Grafikkarten

Remoting für USB-Geräte, die mit einem Hub verbunden sind, ist möglich, für den Hub selbst ist es nicht.

Weitere Informationen zum Ändern des Bereichs der USB-Geräte, die Benutzern zur Verfügung stehen, finden Sie unter Aktualisieren der für Remoting verfügbaren USB-Geräte-Liste.

Anleitungen, wie Sie bestimmte USB-Geräte automatisch umleiten, finden Sie unter CTX123015.

Funktionsweise der USB-Unterstützung

Wenn ein Benutzer ein USB-Gerät anschließt, wird es mit der USB-Richtlinie überprüft, und wenn das Gerät zulässig ist, erfolgt ein Remoting zum virtuellen Desktop. Wenn das Gerät von der Standardrichtlinie abgelehnt wird, steht es nur auf dem lokalen Desktop zur Verfügung.

Die Benutzererfahrung hängt vom Typ des Desktops ab, zu dem eine Verbindung hergestellt wird.

Über Desktop Viewer angezeigte Desktops: Wenn ein Benutzer ein USB-Gerät anschließt, wird der Benutzer in einem Dialogfeld gefragt, ob er ein Remoting des Geräts zum virtuellen Desktop wünscht. Der Benutzer wählt die Geräte, für die ein Remoting zum virtuellen Desktop erfolgen soll, bei jeder Verbindung in der Liste aus. Der Benutzer kann die USB-Unterstützung auch so konfigurieren, dass für alle USB-Geräte, die vor oder während einer Sitzung angeschlossen werden, ein Remoting zum virtuellen Desktop erfolgt, der den Fokus hat.

Massenspeichergeräte

Ausschließlich für Massenspeichergeräte ist nicht nur die USB-Unterstützung sondern auch der Remotezugriff über die Clientlaufwerkzuordnung verfügbar, die Sie in der Citrix Receiver-Richtlinie "Remoting von Clientgeräten > Clientlaufwerkzuordnung" konfigurieren. Wenn diese Richtlinie angewendet wird, werden die Laufwerke auf dem Benutzergerät automatisch Laufwerkbuchstaben auf dem virtuellen Desktop zugeordnet, wenn sich Benutzer anmelden. Die Laufwerke werden als freigegebene Ordner mit zugeordneten Laufwerksbuchstaben angezeigt.

Die Hauptunterschiede zwischen den beiden Typen der Remotingrichtlinie sind:
Feature Clientlaufwerkszuordnung Plug & Play-USB-Geräte

Diese Option ist in der Standardeinstellung aktiviert.

Ja

Ja

Konfigurierbare Leserechte

Ja

Nein

Sicheres Entfernen des Geräts in einer Sitzung

Nein

Ja, wenn der Benutzer im Infobereich auf Hardware sicher entfernen klickt.

Wenn die Richtlinien für USB-Plug & Play und die Clientlaufwerkzuordnung aktiviert sind und ein Massenspeichergerät vor dem Sitzungsstart angeschlossen wird, wird es zuerst mit der Clientlaufwerkzuordnung umgeleitet, bevor eine Umleitung mit der USB-Unterstützung erwägt wird. Wenn das Gerät nach dem Sitzungsstart angeschlossen wird, wird die Umleitung mit der USB-Unterstützung vor der Clientlaufwerkszuordnung erwogen.

In der Standardeinstellung zulässige USB-Geräteklassen

Verschiedene Klassen von USB-Geräten werden von den USB-Standardrichtlinienregeln in der Standardeinstellung zugelassen.

Auch wenn sie in dieser Liste sind, stehen manche Klassen nur nach zusätzlicher Konfiguration für das Remoting in XenDesktop-Sitzungen zur Verfügung. Es wird im Folgenden darauf hingewiesen.

  • Audio (Geräteklasse 01): Umfasst Audioeingabegeräte (Mikrofone), Audioausgabegeräte und MIDI-Controller. Moderne Audiogeräte verwenden im Allgemeinen isochrone Transfers, die von XenDesktop 4 oder höher unterstützt werden.
    Hinweis: Für manche Spezialgeräte (z. B. VOIP-Telefone) ist eine zusätzliche Konfiguration erforderlich. Weitere Anleitungen hierzu finden Sie unter CTX123015.
  • PID (Physical Interface Devices) (Geräteklasse 05): Diese Geräte ähneln HIDs (Human Interface Devices), bieten jedoch im Allgemeinen Eingabe oder Feedback in Echtzeit, hierzu gehören u. a. Force-Feedback-Joysticks, Bewegungsplattformen und Force-Feedback-Hautskelette.
  • Bilder (Geräteklasse 06): Hierzu gehören digitale Kameras und Scanner. Digitale Kameras unterstützen oft die Bilderklasse, in der Bilder mit den Protokollen PTP (Picture Transfer Protocol) oder MTP (Media Transfer Protocol) zu einem Computer oder zu einem anderen Peripheriegerät übertragen werden. Kameras können auch als Massenspeichergeräte angezeigt werden und eine Kamera kann möglicherweise über die Setupmenüs der Kamera für beide Klassen konfiguriert werden.

    Hinweis: Wird eine Kamera als Massenspeichergerät angezeigt, wird die Clientlaufwerkszuordnung verwendet und die USB-Unterstützung wird nicht benötigt.

  • Drucker (Geräteklasse 07): Die meisten Drucker gehören zu dieser Klasse, obwohl einige herstellerspezifische Protokolle (Klasse ff) verwenden. Mehrfunktionsdrucker haben ggf. einen internen Hub oder sind Composite-Geräte. In beiden Fällen verwendet das Druckerelement meistens die Druckerklasse und das Scanner- oder Faxelement verwendet eine andere Klasse, z. B. Bilder.

    Drucker funktionieren normalerweise ohne USB-Unterstützung.

    Hinweis: Für diese Klasse von Geräten (vor allem Drucker mit Scanfunktion) ist eine zusätzliche Konfiguration erforderlich. Weitere Anleitungen hierzu finden Sie unter CTX123015.
  • Massenspeicher (Geräteklasse 08): Die gängigsten Massenspeichergeräte sind USB-Flashlaufwerke sowie über USB angeschlossene Festplatten, CD- bzw. DVD-Laufwerke und SD/MMC-Kartenleser. Außerdem gibt es zahlreiche Geräte mit einem internen Speicher, der auch eine Massenspeicherschnittstelle darstellt, u. a. Media Player, digitale Kameras und Mobiltelefone. Bekannte Unterklassen:
    • 01: Begrenzte Flashlaufwerke
    • 02: Normalerweise CD- bzw. DVD-Geräte (ATAPI/MMC-2)
    • 03: Normalerweise Bandgeräte (QIC-157)
    • 04: Normalerweise Diskettenlaufwerke (UFI)
    • 05: Normalerweise Diskettenlaufwerke (SFF-8070i)
    • 06: Die meisten Massenspeichergeräte verwenden diese SCSI-Variante

    Der Zugriff auf Massenspeichergeräte erfolgt oft über die Clientlaufwerkszuordnung und USB-Unterstützung wird daher nicht benötigt.

    Wichtig: Einige Viren werden aktiv mit allen Typen des Massenspeichers übertragen. Überlegen Sie genau, ob die Verwendung von Massenspeichergeräten entweder über die Clientlaufwerkszuordnung oder die USB-Unterstützung im Unternehmen wirklich erforderlich ist.
  • Content Security (Geräteklasse 0d): Content-Security-Geräte erzwingen Inhaltsschutz normalerweise für die Lizenzierung oder das Management digitaler Rechte. Dongles gehören zu dieser Klasse.
  • Video (Geräteklasse 0e): Die Videoklasse umfasst Geräte, mit denen Videos und mit Video zusammenhängendes Material manipuliert werden, u. a. Webkameras, digitale Camcorder, analoge Videokonverter, einige Fernsehtuner und einige digitale Kameras, die Videostreaming unterstützen.
    Hinweis: Moderne Videostreaminggeräte verwenden meistens isochrone Transfers, die von XenDesktop 4 oder höher unterstützt werden. Für manche Videogeräte (z. B. Webcams mit Bewegungserkennung) ist eine zusätzliche Konfiguration erforderlich. Weitere Anleitungen hierzu finden Sie unter CTX123015.
  • Personal Healthcare (Geräteklasse 0f): Hierzu gehören Geräte zur persönlichen Gesundheitspflege, u. a. Blutdruckmessgeräte, Herzfrequenzmessgeräte, Schrittzähler, Geräte zur Medikamenteneinnahmeüberwachung und Spirometer.
  • Anwendungs- und herstellerspezifisch (Geräteklasse fe und ff): Viele Geräte verwenden herstellerspezifische Protokolle oder Protokolle, die nicht vom USB-Konsortium genormt sind; sie werden normalerweise als herstellerspezifisch (Geräteklasse ff) angezeigt.

In der Standardeinstellung nicht zugelassene USB-Geräteklassen

Verschiedene Klassen der USB-Geräte werden von den USB-Standardrichtlinienregeln in der Grundeinstellung nicht zugelassen.

  • Kommunikation und CDC-Steuerung (Geräteklasse 02 und 0a): Die USB-Standardrichtlinie lässt diese Geräte nicht zu, da ein Gerät möglicherweise die Verbindung zum virtuellen Desktop bereitstellt.
  • HID (Human Interface Devices) (Geräteklasse 03): Umfasst viele Eingabe- und Ausgabegeräte. Typische HIDs sind Tastaturen, Mäuse, Zeigegeräte, Grafiktabletts, Sensoren, Game Controller, Tasten und Steuerfunktionen.

    Die Unterklasse 01 wird "Boot Interface"-Klasse genannt und für Tastaturen und Maus verwendet.

    USB-Tastaturen (Klasse 03, Unterklasse 01, Protokoll 1) oder USB-Mäuse (Klasse 03, Unterklasse 01, Protokoll 2) werden von der USB-Standardrichtlinie nicht zugelassen. Begründung: Die meisten Tastaturen und Mäuse werden ohne USB-Unterstützung ausreichend gehandhabt und werden sowohl lokal als auch remote bei Verbindungen mit einem virtuellen Desktop verwendet.

  • USB-Hub (Geräteklasse 09): Mit USB-Hubs können zusätzliche Geräte am lokalen Computer angeschlossen werden. Auf diese Geräte muss nicht remote zugegriffen werden.
  • Chipkarte (Smartcard) (Geräteklasse 0b): Zu Smartcardlesegeräten gehören berührungslose und Smartcard-Berührungslesegeräte sowie USB-Token mit einem eingebetteten smartcardäquivalenten Chip.

    Der Zugriff auf Smartcardlesegeräte erfolgt nicht mit Smartcard-Remoting und erfordert keine USB-Unterstützung.

  • Kabelloser Controller (Geräteklasse e0): Einige dieser Geräte stellen u. U. wichtigen Netzwerkzugang bereit oder schließen wichtige Peripheriegeräte an, z. B. Bluetooth-Tastaturen oder -Mäuse.

    Die USB-Standardrichtlinie lässt diese Geräte nicht zu. Es kann jedoch Geräte geben, denen Zugriff mit der USB-Unterstützung gegeben werden sollte.

Aktualisieren der für Remoting verfügbaren USB-Geräteliste

Sie können die USB-Geräte aktualisieren, die für das Remoting zu Desktops verfügbar sind, indem Sie die Datei icaclient_usb.adm bearbeiten. Sie können so Receiver über eine Gruppenrichtlinie ändern. Die Datei ist in folgendem Installationsordner:

:\Programme\Citrix\ICA Client\Configuration\

Sie können auch die Registrierung auf jedem Benutzergerät ändern und den folgenden Registrierungsschlüssel hinzufügen:

HKLM\SOFTWARE\Policies\Citrix\ICA Client\GenericUSB Type=String Name="DeviceRules" Value=

Achtung: Eine unsachgemäße Bearbeitung der Registrierung kann schwerwiegende Probleme verursachen und eine Neuinstallation des Betriebssystems erforderlich machen. Citrix übernimmt keine Garantie dafür, dass Probleme, die auf eine unsachgemäße Verwendung des Registrierungs-Editors zurückzuführen sind, behoben werden können. Die Verwendung des Registrierungs-Editors geschieht daher auf eigene Gefahr. Sichern Sie die Registrierung auf jeden Fall vor dem Bearbeiten ab.

Die Standardregeln für das Produkt sind an folgendem Speicherort gespeichert:

HKLM\SOFTWARE\Citrix\ICA Client\GenericUSB Type=MultiSz Name=“DeviceRules” Value=

Ändern Sie nicht die Produktstandardregeln.

Weitere Informationen zu Regeln und deren Syntax finden Sie unter http://support.citrix.com/article/ctx119722/.

Konfigurieren von Bloomberg-Tastaturen

Bloomberg-Tastaturen (aber keine anderen USB-Tastaturen) werden in XenDesktop-Sitzungen unterstützt. Die benötigten Komponenten werden automatisch mit dem Plug-in installiert; Sie müssen dieses Feature jedoch entweder während der Installation oder später durch Ändern eines Registrierungsschlüssels aktivieren.

Mehrere Sitzungen zu Bloomberg-Tastaturen sind auf keinem Benutzergerät empfehlenswert. Die Tastatur funktioniert nur in Umgebungen mit einer Sitzung richtig.

Aktivieren bzw. Deaktivieren der Unterstützung für Bloomberg-Tastaturen

Achtung: Eine unsachgemäße Bearbeitung der Registrierung kann schwerwiegende Probleme verursachen und eine Neuinstallation des Betriebssystems erforderlich machen. Citrix übernimmt keine Garantie dafür, dass Probleme, die auf eine unsachgemäße Verwendung des Registrierungs-Editors zurückzuführen sind, behoben werden können. Die Verwendung des Registrierungs-Editors geschieht daher auf eigene Gefahr. Sichern Sie die Registrierung auf jeden Fall vor dem Bearbeiten ab.
  1. Gehen Sie zu folgendem Schlüssel in der Registrierung:

    HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Citrix\ICA Client\GenericUSB

  2. Führen Sie einen der folgenden Schritte aus:
    • Zum Aktivieren dieses Features müssen Sie den Eintrag mit Typ DWORD und dem Namen EnableBloombergHID auf den Wert 1 setzen.
    • Zum Deaktivieren dieses Features setzen Sie den Wert auf 0.
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