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Vorbereiten eines Masterimages

Sep 29, 2015

Zur Bereitstellung von Desktops und Anwendungen für die Maschinen von Serverbetriebssystem- oder Desktopbetriebssystem-Maschinenkatalogen müssen Sie das Masterimage vorbereiten, mit dem die Benutzerdesktops und Anwendungen erstellt werden.

Das Masterimage ist eine Vorlage, die Sie für die Bereitstellung der Umgebung verwenden. Zusätzlich zu den Desktops und Anwendungen werden beim Erstellen des Masterimage das Betriebssystem und die Software installiert und konfiguriert.

Beachten Sie Folgendes:

  • Remote-PC-Zugriff-Maschinenkataloge benötigen keine Masterimages.
  • Bei Cloudbereitstellungen werden Vorlagen statt Masterimages verwendet. Beachten Sie bei der Vorbereitung von Vorlagen folgende Informationen:
Wichtig: Wenn Sie Provisioning Services oder Maschinenerstellungsdienste verwenden, führen Sie auf den Masterimages nicht Sysprep aus.

Microsoft KMS-Aktivierung mit Maschinenerstellungsdiensten

Wenn Sie einen XenDesktop 7.x- oder XenApp 7.5-VDA mit XenServer 6.1/6.2, vSphere oder Microsoft System Center Virtual Machine Manager (VMM) verwenden, müssen Sie Microsoft Windows oder Microsoft Office nicht manuell zurücksetzen, wenn Sie die Maschinenerstellungsdienste verwenden.

Wenn Sie einen XenDesktop 5.x-VDA mit XenServer 6.0.2 verwenden, führen Sie bei Verwendung der Maschinenerstellungsdienste die Schritte durch, die unter CTX128580 beschrieben sind.

Windows Desktop Experience mit Serverbetriebssystemmaschinen

Sie müssen das Windows Desktop Experience Feature Pack einem Masterimage für Serverbetriebssystemmaschinen hinzufügen, das unter folgenden Betriebssystemen ausgeführt wird:

  • Windows Server 2008 R2
  • Windows 7 N Edition
  • Windows XP

Ohne dieses Feature Pack gibt Windows Media Player Video in einer Sitzung nicht richtig wieder. Folgen Sie den Schritten, die in CTX133429 aufgeführt sind.

GPU-Masterimages

Bei GPU-fähigen Maschinen und Maschinenkatalogen müssen Sie ein GPU-dediziertes Masterimage verwenden. Virtuelle Maschinen mit GPU benötigen Videotreiber, die GPUs unterstützen und so konfiguriert sind, dass die VM Software verwenden kann, die den GPU für Operationen verwendet. Sie können das Masterimage mit der XenCenter-Konsole von XenServer erstellen. Genaue Informationen finden Sie in der XenServer-Dokumentation.

Im Folgenden werden die allgemeinen Schritte zum Erstellen eines GPU-Masterimages beschrieben, das von Studio erkannt wird, wenn Sie GPU-fähige Ressourcen, wie unter Verbindungen und Ressourcen beschrieben, auswählen.

  1. Erstellen Sie mit XenCenter eine VM mit Standard-VGA sowie Netzwerken und einer vCPU.
  2. Aktualisieren Sie die VM-Konfiguration um anzugeben, dass der GPU (entweder Passthrough oder vGPU) verwendet werden kann.
  3. Installieren Sie ein unterstütztes Betriebssystem auf der VM.
  4. Installieren Sie die XenServer-Tools auf der VM.
  5. Aktivieren Sie RDP innerhalb des Betriebssystems der VM.
  6. Installieren Sie NVIDIA-Treiber.
  7. Deaktivieren Sie die VNC-Verwaltungskonsole (Virtual Network Computing) über XenCenter, um die Leistung zu optimieren, und starten Sie anschließend die VM neu.

    Sie werden aufgefordert, RDP zu verwenden.

  8. Verwenden Sie RDP zum Installieren der VDA-Software und führen Sie einen Neustart durch.
  9. Optional können Sie einen Snapshot von der VM erstellen und als Vorlage für andere GPU-Masterimages verwenden.
  10. Verwenden Sie RDP zum Installieren kundenspezifischer Anwendungen, die GPU-Funktionen umfassen und in XenCenter konfiguriert wurden.

Vorbereiten eines Masterimages

  1. Erstellen Sie die Serverbetriebssystem- oder Desktopbetriebssystem-Maschinenkataloge mit dem Verwaltungstool für den Hypervisor zum Erstellen eines neuen Masterimage und Installieren des Betriebssystems (einschließlich aller Service Packs und Updates).

    Wenn die Anzahl der vCPUs und der Arbeitsspeicherumfang zur Ausführung des Masterimage ausreichen, sind diese dem Masterimage zugewiesenen Faktoren in diesem Stadium nicht kritisch, da Sie diese Einstellungen beim Erstellen des Maschinenkatalogs ändern können.

    Wichtig: Stellen Sie sicher, dass Sie das Masterimage mit der gleichen Festplattenspeicherplatzgröße einrichten, die für die Benutzerdesktops und Anwendungen erforderlich ist, da dieser Wert später nicht geändert werden kann.

    Stellen Sie sicher, dass die Festplatte für das Masterimage am Gerätestandort 0 verbunden ist. Dieser Standort in den meisten Standardmasterimagevorlagen automatisch konfiguriert; in einigen benutzerdefinierten Vorlagen kann dies nicht der Fall sein.

    Für über Provisioning Services (PVS) bereitgestellte Maschinen können Sie entweder ein Masterimage oder einen physikalischen Computer als Master-Zielgerät verwenden.

  2. Installieren Sie die jeweiligen Integrationstools für Ihren Hypervisor (XenServer Tools, Hyper-V Integration Services oder VMware Tools) auf dem Masterimage.
    Hinweis: Wenn Sie die Hypervisor-Integrationstools nicht auf dem Masterimage installieren, funktionieren Ihre Desktops möglicherweise nicht richtig.
  3. Installieren und konfigurieren Sie Virtual Delivery Agent (VDA) vom Installationsmedium wie unter Installieren über die grafische Oberfläche beschrieben. Bei der Installation von VDA wählen Sie die Option zur Desktopoptimierung. Hierdurch wird die Leistung der Desktops und Anwendungen der Benutzer verbessert, indem verschiedene Windows-Funktionen neu konfiguriert werden, die mit virtuellen Desktops nicht kompatibel sind oder nicht benötigt werden.
  4. Installieren Sie Tools von Drittanbietern, die Sie ausführen möchten, wie zum Beispiel Antivirensoftware oder elektronische Softwarebereitstellungsagenten, und konfigurieren Sie Dienste, die für Ihre Bereitstellung erforderlich sind, wie zum Beispiel Windows Update. Stellen Sie sicher, dass Sie die entsprechenden Einstellungen für Ihre Benutzer und den Maschinentyp verwenden, da diese Konfigurationen über das Masterimage auf Benutzerdesktops und Anwendungen übertragen werden.
  5. Installieren und konfigurieren Sie Anwendungen von Drittanbietern, die Sie nicht virtualisieren möchten. Citrix empfiehlt, dass Sie Anwendungen virtualisieren. Dadurch können Sie die Desktopverwaltungskosten erheblich reduzieren, da das Masterimage nicht jedes Mal aktualisiert werden muss, wenn Sie eine Anwendung hinzufügen oder neu konfigurieren möchten. Je weniger Anwendungen auf den einzelnen Desktops installiert sind, desto weniger Speicherkosten fallen an, da die Größe der Masterimage-Festplatten reduziert werden kann.
  6. Wenn Sie planen, App-V-Anwendungen über Studio zu veröffentlichen, wie unter Verwalten der die App-V-Anwendungsbereitstellung beschrieben, installieren und konfigurieren Sie App-V-Clients mit allen empfohlen App-V-Einstellungen auf dem Masterimage.
  7. Bei über Maschinenerstellungsdienste (MCS) erstellten Maschinenkatalogen müssen Sie die Gebietsschemas und Sprachpakete auf dem Masterimage vor der Bereitstellung installieren, wenn eine Lokalisierung von Microsoft Windows nötig ist. Wenn ein Masterimage-Snapshot beim Provisioning erstellt wird, verwenden die bereitgestellten VMs die installierten Gebietsschemas und Sprachpakete.
  8. Zum Bereitstellen von Serverbetriebssystem- oder Desktopbetriebssystemmaschinendesktops binden Sie das Masterimage in die Domäne ein, zu der die Benutzerdesktops und Anwendungen gehören sollen, und stellen das Masterimage auf dem Host zur Verfügung, auf dem Sie die Maschinen erstellen möchten.

    Citrix empfiehlt, dass Sie einen Snapshot des Masterimages erstellen und diesen so benennen, dass Sie das Masterimage zukünftig gut daran identifizieren können. Wenn Sie ein Masterimage anstelle eines Snapshots beim Erstellen eines Serverbetriebssystem- oder Desktopbetriebssystem-Maschinenkatalogs angeben, erstellt Studio automatisch einen Snapshot, der jedoch nicht umbenannt werden kann.

    Bei über Provisioning Services erstellten Maschinenkatalogen, wie unter Erstellen eines neuen Maschinenkatalogs beschrieben, erstellen Sie eine VHD-Datei für die vDisk von Ihrem Master-Zielgerät, bevor Sie das Master-Zielgerät in eine Domäne einbinden. Weitere Informationen zum Imaging für vDisk finden Sie unter Installieren und Konfigurieren von Provisioning Services.