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Einstellungen der Richtlinie "Multimedia"

Jul 08, 2016

Der Abschnitt "Multimedia" enthält Richtlinieneinstellungen, mit denen Sie das Streaming von Audio und Video in Benutzersitzungen verwalten.

Videoqualität beschränken

Mit dieser Einstellung geben Sie die maximale Videoqualitätsstufe für eine HDX-Verbindung an. Wird die Einstellung konfiguriert, dann wird die Videoqualität auf den angegebenen Wert beschränkt, sodass die Dienstqualität für Multimedia in der Umgebung gewährleistet ist.

Standardmäßig ist diese Einstellung nicht konfiguriert.

Zum Festlegen der maximalen Qualität wählen Sie eine der folgenden Optionen:
  • 1080p/8,5 MBit/s
  • 720p/4,0 MBit/s
  • 480p/720 KBit/s
  • 380p/400 KBit/s
  • 240p/200 KBit/s
Hinweis: Die gleichzeitige Wiedergabe mehrerer Videos auf einem Server verbraucht viele Ressourcen und kann die Skalierbarkeit des Servers beeinträchtigen.

Multimediakonferenzen

Mit dieser Einstellung legen Sie fest, ob die Unterstützung von Videokonferenzanwendungen zugelassen ist.

Standardmäßig ist die Unterstützung für Videokonferenzen zugelassen.

Wenn Sie diese Einstellung einer Richtlinie hinzufügen, muss die Einstellung Windows Media-Umleitung vorhanden und auf Zugelassen gesetzt sein.

Für Multimediakonferenzen müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:
  • Der Gerätetreiber des Herstellers für die in der Multimediakonferenz verwendete Webcam muss installiert sein.
  • Die Webcam muss mit dem Clientgerät verbunden werden, bevor eine Videokonferenzsitzung initiiert wird. Der Server verwendet zu jedem Zeitpunkt nur eine installierte Webcam. Wenn mehrere Webcams auf dem Benutzergerät installiert sind, versucht der Server nacheinander jede Webcam zu verwenden, bis eine Videokonferenzsitzung steht.

Optimierung von Windows Media-Multimediaumleitung über WAN

Mit dieser Einstellung aktivieren Sie die Multimediatranscodierung in Echtzeit. Damit wird Audio- und Videostreaming für mobile Geräte ermöglicht und die Benutzererfahrung durch eine verbesserte Übermittlung von Windows Media-Inhalt über WAN optimiert.

Standardmäßig wird die Bereitstellung von Windows Media-Inhalt über das WAN optimiert.

Wenn Sie diese Einstellung einer Richtlinie hinzufügen, muss die Einstellung Windows Media-Umleitung vorhanden und auf Zugelassen gesetzt sein.

Wenn diese Einstellung aktiviert ist, wird die Multimediatranscodierung nach Bedarf automatisch bereitgestellt, sodass Audio- und Videostreaming zur Verbesserung der Benutzererfahrung auch bei schlechten Netzwerkbedingungen ermöglicht wird.

GPU für die Optimierung von Windows Media-Multimediaumleitung über WAN verwenden

Mit dieser Einstellung wird die Transcodierung von Multimediainhalten in Echtzeit im Grafikprozessor (GPU) des Virtual Delivery Agent (VDA) ermöglicht, um die Serverskalierbarkeit zu verbessern. Die GPU-Transcodierung ist nur verfügbar, wenn der VDA eine unterstützte GPU für die Hardwarebeschleunigung hat. Andernfalls erfolgt die Transcodierung automatisch in der CPU.

Hinweis: GPU-Transcodierung wird nur von NVIDIA-GPUs unterstützt.

Standardmäßig ist die Verwendung der GPU auf dem VDA zum Optimieren der Bereitstellung von Windows Media-Inhalt über das WAN nicht zulässig.

Wenn Sie diese Einstellung einer Richtlinie hinzufügen, stellen Sie sicher, dass die Einstellungen Windows Media-Umleitung und Optimierung von Windows Media-Multimediaumleitung über WAN vorhanden und auf Zugelassen gesetzt sind.

Verhindern von Videofallback

Administratoren können über die Einstellung der Richtlinie "Verhindern von Videofallback" die Methoden für die Übertragung gestreamter Inhalte an Benutzer festlegen.

Standardmäßig ist diese Einstellung nicht konfiguriert. Dies ermöglicht ein Fallback vom clientseitigen Abruf auf RAVE und von dort auf den Server.

Wählen Sie für die Konfiguration dieser Einstellung eine der folgenden Optionen:

  • Serverseitiger Abruf - Serverseitige Wiedergabe: ermöglicht ein Fallback vom clientseitigen Abruf auf RAVE und von dort auf den Server.
  • Serverseitiger Abruf - Clientseitige Wiedergabe: ermöglicht ein Fallback vom clientseitigen Abruf auf RAVE, jedoch kein Fallback von RAVE auf den Server.
  • Clientseitiger Abruf - Clientseitige Wiedergabe: lässt kein Fallback vom clientseitigen Abruf auf RAVE und von dort auf den Server zu.

Wird der Inhalt nicht wiedergegeben, wird im Playerfenster gemeldet, dass das Video wegen mangelnder Ressourcen blockiert wurde.

Clientseitiger Abruf von Windows Media-Inhalten

Diese Einstellung ermöglicht das Streamen von Multimediadateien anstatt über den Hostserver direkt vom Quellanbieter im Internet oder Intranet auf Benutzergeräte.

Standardmäßig ist das direkte Streaming von Multimediadateien vom Quellenanbieter auf Benutzergeräte zulässig.

Zulassen dieser Einstellung verbessert die Netzwerknutzung und Serverskalierbarkeit durch Verschieben der gesamten Medienverarbeitung vom Hostserver auf das Benutzergerät. Dadurch wird auch das Erfordernis der Installation eines erweiterten Multimedia-Frameworks, z. B. von Microsoft DirectShow oder Media Foundation, auf Benutzergeräten hinfällig. Diese müssen lediglich eine Datei von einer URL abspielen können.

Wenn Sie diese Einstellung einer Richtlinie hinzufügen, muss die Einstellung Windows Media-Umleitung vorhanden und auf Zugelassen gesetzt sein. Wenn diese Einstellung deaktiviert ist, ist das direkte Streaming von Multimediadateien auf Benutzergeräte ebenfalls deaktiviert.

Windows Media-Umleitung

Diese Einstellung steuert und optimiert die Art und Weise, mit der Streamingaudio und -video Benutzern von Servern bereitgestellt wird.

Standardmäßig ist das Streamen von Audio und Video für Benutzer zulässig.

Zulassen dieser Einstellung erhöht die Qualität von auf dem Server wiedergegebenem Audio und Video auf ein Niveau, das dem der lokalen Wiedergabe auf dem Benutzergerät entspricht. Der Server streamt Multimediainhalte komprimiert im Originalformat zum Client, Dekomprimierung und Wiedergabe der Medien übernimmt das Benutzergerät.

Die Windows Media-Umleitung optimiert Multimediadateien, die mit Codecs verschlüsselt sind, die den Standards von Microsoft DirectShow, DirectX Media Objects (DMO) und Media Foundation entsprechen. Um eine Multimediadatei wiederzugeben, muss ein mit dem Codierungsformat der Multimediadatei kompatibler Codec auf dem Benutzergerät vorhanden sein.

In der Standardeinstellung ist Audio auf Citrix Receiver deaktiviert. Wenn Benutzer Multimedia-Anwendungen in ICA-Sitzungen ausführen können, aktivieren Sie Audio oder geben Sie den Benutzern in der Citrix Receiver-Benutzeroberfläche die Berechtigung, Audio zu aktivieren.

Wählen Sie Verweigert nur, wenn die Wiedergabe von Medien mit der Windows Medienumleitung schlechter zu sein scheint, als mit der ICA-Komprimierung und regulärem Audio. Dies ist selten, kann aber mit geringer Bandbreite vorkommen, beispielsweise bei Medien, in denen die Schlüsselbilder (Keyframes) sehr weit auseinander liegen.

Windows Media-Umleitungspuffergröße

Mit dieser Einstellung geben Sie für die Multimediabeschleunigung eine Puffergröße zwischen 1 und 10 Sekunden an.

Die Standardpuffergröße ist 5 Sekunden.

Verwendung von Windows Media-Umleitungspuffergröße

Mit dieser Einstellung aktivieren oder deaktivieren Sie die Verwendung der unter Windows Media-Umleitungspuffergröße angegebenen Puffergröße.

In der Standardeinstellung wird die angegebene Puffergröße nicht verwendet.

Wenn diese Einstellung deaktiviert oder die Einstellung für die Windows Media-Umleitungspuffergröße nicht konfiguriert ist, verwendet der Server den Standardwert für die Puffergröße (5 Sekunden).