Product Documentation

XenApp 7.5 und frühere Versionen

Sep 29, 2015

Die Migration von XenApp zur FlexCast Management Architecture (FMA) zieht Änderungen an Konzepten und Terminologie nach sich. In diesem Abschnitt werden Konzepte und Terminologie bezüglich XenApp 6-Entitäten im Umfeld von XenApp 7 erläutert.

Der Einfachheit halber bezieht sich "XenApp 7" in diesem Abschnitt auf alle aktuellen Releases (z. B. XenApp 7.5) und "XenApp 6" auf alle zugehörigen Nebenreleases (z. B. XenApp 6.5).

In der folgenden Tabelle sind XenApp 6-Funktionselemente XenApp 7 zugeordnet, auch wenn sie diesen nicht exakt entsprechen:
Element in XenApp 6 Element in XenApp 7

Independent Management Architecture (IMA)

FlexCast Management Architecture (FMA)

Farm

Bereitstellungssite

Workergruppe

Sitzungsmaschinenkatalog

Bereitstellungsgruppe

Worker

Virtual Delivery Agent

Serverbetriebssystemmaschine

Desktopbetriebssystemmaschine

Zonen- und Datensammelpunkt

Delivery Controller

Delivery Services Console

Citrix Studio und Citrix Director

Veröffentlichen von Anwendungen

Bereitstellen von Anwendungen

Datenspeicher

Datenbank

Lastauswertungsprogramm

Lastverwaltungsrichtlinie

Administrator

Delegierter Administrator

Rolle

Geltungsbereich

FlexCast Management Architecture

Die FlexCast Management Architecture (FMA) ist eine dienstorientierte Architektur, die über Citrix Technologien übergreifend Interoperabilität und Verwaltungsmodularität ermöglicht. Die FMA bietet eine Plattform für die Anwendungsbereitstellung, Mobilität, Dienste, flexible Bereitstellung und Cloudverwaltung.

Die FMA ersetzt die Independent Management Architecture (IMA) in XenApp 6.

Elemente der neuen Architektur

Bereitstellungssites
Farmen waren in XenApp 6 Objekte der obersten Ebene. In XenApp 7 ist dies die Bereitstellungssite. Über Sites werden Benutzergruppen Anwendungen und Desktops angeboten.
Die FMA erfordert, dass Sie in einer Domäne sind, um eine Site bereitzustellen. Beispiel: Zum Installieren der Server muss Ihr Konto lokale Administratorrechte haben und in Active Directory ein Domänenbenutzer sein.
Sitzungsmaschinenkataloge und Bereitstellungsgruppen
Maschinen, auf denen Anwendungen gehostet werden, gehörten in XenApp 6 zu Workergruppen, um eine effiziente Verwaltung von Anwendungen und Serversoftware zu ermöglichen. Administratoren konnten bei der Anwendungsverwaltung und beim Lastausgleich alle Maschinen in einer Workergruppe als einzelne Einheit behandeln. Ordner wurden verwendet, um Anwendungen und Maschinen zu organisieren.
In XenApp 7 wird eine Kombination aus Sitzungsmaschinenkatalogen und Bereitstellungsgruppen zur Verwaltung von Maschinen, Lastausgleich und gehosteten Anwendungen oder Desktops verwendet.
Ein Sitzungsmaschinenkatalog ist eine Sammlung von Maschinen, die gleich konfiguriert und verwaltet werden. Eine virtuelle oder physische Maschine gehört nur zu einem Katalog. Auf allen Maschinen des Katalogs sind die gleichen Anwendungen und Desktops verfügbar.
Bereitstellungsgruppen dienen zur Bereitstellung von Anwendungen und Desktops für Benutzer. Eine Bereitstellungsgruppe kann Maschinen aus mehreren Maschinenkatalogen enthalten und ein Maschinenkatalog kann Maschinen zu mehreren Bereitstellungsgruppen beitragen. Eine einzelne Maschine kann jedoch nur zu einer Bereitstellungsgruppe gehören. Sie können die auf Maschinen ausgeführte Software über die Kataloge, zu denen die Maschinen gehören, verwalten. Der Zugriff der Benutzer auf Anwendungen wird über die Bereitstellungsgruppen verwaltet.
Virtual Delivery Agents
Der Virtual Delivery Agent (VDA) ermöglicht Verbindungen mit Anwendungen und Desktops. Der VDA wird auf der Maschine installiert, auf der die Anwendungen oder virtuellen Desktops für den Benutzer ausgeführt werden. Er ermöglicht eine Registrierung der Maschinen bei Delivery Controllern und die Verwaltung der HDX-Verbindung (High Definition eXperience) auf Benutzergeräten.
In XenApp 6 wurden auf Maschinen in Workergruppen Anwendungen für die Benutzer ausgeführt und die Maschinen kommunizierten mit Datensammelpunkten. In XenApp 7 kommuniziert der VDA mit Delivery Controllern, die die Benutzerverbindungen verwalten.
Eine Installation des VDA ist möglich auf:
  • Serverbetriebssystemmaschinen: Maschinen, auf denen ein Windows Server-Betriebssystem ausgeführt wird
  • Desktopbetriebssystemmaschinen: Maschinen, auf denen ein Windows-Desktopbetriebssystem ausgeführt wird
Delivery Controller
In XenApp 6 war ein Zonenmaster für Verbindungsanfragen von Benutzern und die Kommunikation mit Hypervisors zuständig. In XenApp 7 werden Verbindungsanfragen von den Controllern der Site verteilt und behandelt.
XenApp 6-Zonen ermöglichten das Aggregieren von Servern und Replizieren von Daten über WAN-Verbindungen. In XenApp 7 gibt es zwar keine exakte Entsprechung für Zonen, dennoch können Sie Benutzern Anwendungen bereitstellen, die WANs und Standorte überqueren. Sie können Bereitstellungssites für bestimmte geografische Standorte oder Datencenter erstellen und dann den Benutzern Zugriff auf mehrere Bereitstellungssites gewähren. App Orchestration mit XenApp 7 enthält Funktionen zum Verwalten mehrerer Sites in mehreren geografischen Bereichen.
Citrix Studio und Citrix Director
Mit der Studio-Konsole können Sie Umgebungen konfigurieren und Benutzern Zugriff auf Anwendungen und Desktops gewähren. Studio ersetzt die Delivery Services Console in XenApp 6.
Administratoren verwenden Director, um die Umgebung zu überwachen, Benutzergeräte zu spiegeln und IT-Probleme zu behandeln.
Bereitstellen von Anwendungen
In XenApp 6 wurden mit dem Assistenten zur Anwendungsveröffentlichung Anwendungen vorbereitet und für Benutzer bereitgestellt. Bei XenApp 7 dient Studio zum Erstellen und Hinzufügen von Anwendungen für Benutzer, die zu einer Bereitstellungsgruppe gehören. Mit Studio konfigurieren Sie zunächst eine Site, erstellen dann Maschinenkataloge und dann die Bereitstellungsgruppen in diesen Katalogen. Mit Bereitstellungsgruppen wird festgelegt, welche Benutzer Zugriff auf die bereitgestellten Anwendungen haben.
Datenbank
In XenApp 7 wird der IMA-Datenspeicher nicht für Konfigurationsinformationen verwendet. Stattdessen wird eine Microsoft SQL Server-Datenbank zum Speichern der Konfigurations- und Sitzungsinformationen verwendet.
Lastverwaltungsrichtlinie
In XenApp 6 verwendeten Lastauswertungsprogramme vordefinierte Messungen zur Bestimmung der Last auf einer Maschine. Benutzerverbindungen konnten weniger ausgelasteten Maschinen zugeordnet werden.
In XenApp 7 erfolgt der Lastausgleich durch Lastverwaltungsrichtlinien.
Delegierte Administratoren
In XenApp 6 wurden benutzerdefinierte Administratoren erstellt und ihnen wurden Berechtigungen auf der Basis von Ordnern und Objekten zugewiesen. In XenApp 7 basieren benutzerdefinierte Administratoren auf Rollen-/Geltungsbereichspaaren. Eine Rolle repräsentiert eine Stellenfunktion. Ihr sind definierte Berechtigungen zugewiesen, die eine Delegierung erlauben. Ein Geltungsbereich steht für eine Sammlung von Objekten. Vordefinierte Administratorrollen haben spezifische Berechtigungssätze, z. B. für Helpdesk, Anwendungen, Hosting und Kataloge. Beispiel: Helpdeskadministratoren können nur mit einzelnen Benutzern in bestimmten Sites arbeiten, während Volladministratoren die gesamte Bereitstellung überwachen und systemweite IT-Probleme behandeln können.