Product Documentation

Grundlegende Konzepte

Sep 29, 2015

Wenn Sie bereits mit XenDesktop- oder XenApp-Umgebungen vertraut sind, lohnt es sich, die neuen Konzepte und Komponenten in diesem Release kennenzulernen und zu erfahren, wie diese funktionieren und miteinander kommunizieren. In der neuen Architektur wurden XenDesktop und XenApp samt Verwaltungs- und Bereitstellungskomponenten zusammengeführt, um Administratoren ein einheitliches Verwaltungserlebnis zu geben.

Diese Abbildung zeigt die Hauptkomponenten in einer typischen Bereitstellung.

Abgebildete Kernkomponenten in diesem Release:

Director: Ein webbasiertes Tool, mit dem die Support- und Helpdesk-Teams eine XenDesktop-Umgebung überwachen, potenziell systembedrohende Probleme rechtzeitig behandeln und Unterstützung für Endbenutzer leisten können. Zudem können Sie über Microsoft Remoteunterstützung auch Benutzersitzungen anzeigen und steuern.

Receiver: Citrix Receiver wird auf Benutzergeräten installiert und bietet Benutzern schnellen, sicheren Self-Service-Zugriff auf Dokumente, Anwendungen und Desktops von allen Geräten des Benutzers, u. a. Smartphones, Tablets und PCs. Receiver bietet bedarfsgesteuerten Zugriff auf Windows-, Web- und SaaS-Anwendungen.

StoreFront: Hiermit werden Benutzer an Sites authentifiziert, die Ressourcen hosten und die Anwendungen und Desktops verwalten, auf die Benutzer zugreifen.

Studio: Dies ist die Verwaltungskonsole, mit der Sie die Bereitstellung konfigurieren und verwalten, wobei keine separaten Verwaltungskonsolen für die Bereitstellung von Anwendungen und Desktops benötigt werden. Studio bietet zahlreiche Assistenten, die Ihnen bei der Einrichtung Ihrer Umgebung, dem Erstellen der Arbeitslast zum Hosten von Anwendungen und Desktops sowie beim Zuweisen von Anwendungen und Desktops zu Benutzern behilflich sind.

Lizenzserver: Der Lizenzserver verwaltet die Produktlizenzen. Sie müssen mindestens einen Lizenzserver zum Speichern und Verwalten Ihrer Lizenzdateien erstellen.

Delivery Controller: Wird auf Servern im Datencenter installiert. Der Delivery Controller besteht aus Diensten, die mit dem Hypervisor kommunizieren, Anwendungen und Desktops verteilen, den Benutzerzugriff authentifizieren und verwalten und Verbindungen zwischen Benutzern und deren virtuellen Desktops und Anwendungen vermitteln. Der Controller verwaltet den Zustand der Desktops, startet und hält sie basierend auf dem Bedarf und der administrativen Konfiguration an. In bestimmten Editionen ermöglicht der Controller die Installation der Profilverwaltung, mit der Sie personalisierte Einstellungen in virtualisierten oder physischen Windows-Umgebungen verwalten. Jede Site hat einen oder mehrere Delivery Controller.

XenServer: XenServer ist eine Unternehmenslösung für VM-Infrastrukturen, die die Grundlage für die Bereitstellung virtueller Desktops erstellt und erweiterte Verwaltungsfunktionen zur Verfügung stellt. Unter XenServer können mehrere VMs ausgeführt werden, wobei die erweiterten Virtualisierungsfunktionen der aktuellen virtualisierungsfähigen Prozessoren von Intel und AMD genutzt werden. Weitere Informationen zu XenServer finden Sie in der XenServer-Dokumentation in den eDocs.

Virtual Delivery Agent (VDA): VDA wird auf Server- oder Arbeitsstationsbetriebssystemen installiert und ermöglicht Verbindungen für Desktops und Apps. Installieren Sie für Remote-PC-Zugriff den VDA auf dem Büro-PC.

Maschinenerstellungsdienste: Eine Sammlung von Diensten, die zusammenarbeiten und bei Bedarf virtuelle Server und Desktops von einem Masterdesktopimage erstellen, die Speichernutzung optimieren und den Benutzern bei jeder Anmeldung eine einwandfreie virtuelle Maschine bereitstellen. Die Maschinenerstellungsdienste sind vollständig in Citrix Studio integriert und werden dort verwaltet.

Windows-Serverbetriebssystemmaschinen: VMs oder physische Maschinen, die auf dem Windows-Serverbetriebssystem basieren und für die Bereitstellung von Anwendungen oder gehosteten, freigegebenen Desktops für Benutzer verwendet werden.

Desktopbetriebssystemmaschinen: VMs oder physische Maschinen, die auf dem Windows-Desktopbetriebssystem basieren und den Benutzern persönliche Desktops oder Anwendungen von Desktopbetriebssystemen bereitstellen.

Remote-PC-Zugriff: Wenn Benutzergeräte auf einer Positivliste enthalten sind, können die Benutzer von einem beliebigen Gerät aus, auf dem Citrix Receiver ausgeführt wird, auf ihre Büro-PCs zugreifen.

Zusätzliche Komponenten bieten die folgenden Features:

Sichere Bereitstellung: Wenn Benutzer eine Verbindung von außerhalb der Unternehmensfirewall herstellen, können diese Verbindungen in diesem Release mit Citrix NetScaler Gateway (früher Access Gateway) mit SSL gesichert werden. NetScaler Gateway oder NetScaler VPX virtuelles Gerät ist ein SSL-VPN-Gerät, das in der DMZ (demilitarisierten Zone) bereitgestellt wird und sicheren, zentralen Zugriff über die Unternehmensfirewall bietet.

WAN-Optimierung: In Bereitstellungen, in denen virtuelle Desktops den Benutzern an Remotestandorten bereitgestellt werden, wie z. B. Zweigstellen, kann mit Citrix CloudBridge (früher Citrix Branch Repeater oder WANScaler) die Leistung optimiert werden. Repeater erhöhen die Leistung in WAN-Netzwerken. Mit Repeatern im Netzwerk erleben Benutzer in Zweigstellen eine LAN-ähnliche Leistung über das WAN. CloudBridge kann bestimmten Teilen der Benutzererfahrung Priorität geben, damit sich beispielsweise die Benutzererfahrung in der Zweigstelle nicht verschlechtert, wenn eine große Datei oder ein großer Druckauftrag über das Netz gesendet wird. HDX WAN-Optimierung mit CloudBridge bietet Komprimierung mit Token sowie Entfernung von Datenduplikaten, wodurch die Bandbreitenanforderungen drastisch reduziert werden und die Leistung verbessert wird. Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation für Citrix CloudBridge.

Grundlegende Konzepte

Masterimage

Ein Masterimage ist ein Image, mit dem Provisioning virtuelle Maschinen (VMs) für die Benutzer erstellt. Abhängig von der verwendeten Provisioningtechnologie, kann mit dem Masterimage auch eine Maschine erstellt werden, die Anwendungen und Desktops hostet. Das auf dem Hypervisor erstellte und gespeicherte Masterimage enthält das Betriebssystem und häufig verwendete Anwendungen und Einstellungen, die Sie den Benutzern bereitstellen, z. B.:

  • Antivirensoftware
  • Citrix Plug-Ins
  • Andere Standardprogramme

Mit einem Masterimage fangen alle Benutzer mit Desktops an, die vom Masterimage erstellt wurden. Abhängig vom Typ des Maschinenkatalogs sind Benutzeranpassungen und Systemupdates, die für den Desktop durchgeführt wurden, bei der Benutzerabmeldung persistent oder sie werden verworfen.

Anwendungen und Desktops auf dem Masterimage werden sicher verwaltet, gehostet und auf Maschinen im Datenzentrum ausgeführt, womit eine kosteneffektivere Lösung für die Anwendungsbereitstellung bereitgestellt wird.

Provisioningmethoden

Dieses Release unterstützt diese Bereitstellungsmethoden:

  • Maschinenerstellungsdienste (MCS): Bei dieser Methode werden mit einem Masterimage in der Umgebung virtuelle Maschinen verwaltet, sodass Sie Zielgeräte über ein Masterimage verwalten und aktualisieren können. Die Maschinenerstellungsdienste sind vollständig in Citrix Studio integriert und werden dort verwaltet.
  • Provisioning Services: Bei dieser Methode werden Computer in Echtzeit von einem freigegebenen Datenträgerimage bereitgestellt und neu bereitgestellt. Zielgeräte werden von Provisioning Services als eine Gerätesammlung verwaltet. Die Desktops und Anwendungen werden von einer Provisioning Services-vDisk bereitgestellt, deren Image von einem Masterzielgerät erstellt wurde. So können Sie die Verarbeitungsleistung der physischen Hardware oder der virtuellen Maschinen nutzen.

    Provisioning Services werden in einer eigenen Konsole verwaltet.

  • Vorhandene Images: Bei dieser Methode werden Desktops und Anwendungen, die Sie bereits auf virtuelle Maschinen im Datencenter migriert haben, verwaltet und bereitgestellt. Sie müssen die Zielgeräte individuell oder kollektiv mit ESD-Tools (Electronic Software Distribution) verwalten.

Sie wählen die Bereitstellungsmethode beim Erstellen eines Maschinenkatalogs.

Maschinenkataloge

Ein Maschinenkatalog ist eine Sammlung virtueller Maschinen und physischer Maschinen, die als eine Entität verwaltet werden. Maschinenkatalog geben Folgendes an:

  • Die virtuellen oder physischen Maschinen, die für das Hosten von Anwendungen oder Desktops zur Verfügung stehen.
  • Die Active Directory-Computerkonten, die diesen virtuellen Maschinen oder Computern zugewiesen sind.
  • In einigen Fällen das Masterimage, das zum Erstellen der virtuellen Maschinen kopiert wird.

Es gibt zwei Kataloge:

  • Windows-Serverbetriebssystemmaschinenkatalog: Virtuelle oder physische Maschinen, die auf dem Windows-Serverbetriebssystem basieren und Anwendungen oder gehostete, freigegebene Desktops für Benutzer bereitstellen.
  • Desktopbetriebssystemmaschinenkatalog: Virtuelle oder physische Maschinen, die auf dem Windows-Desktopbetriebssystem basieren und den Benutzern persönliche Desktops oder Anwendungen von Desktopbetriebssystemen bereitstellen.

Bereitstellungsgruppen

Maschinen in Maschinenkatalogen sind in Bereitstellungsgruppen organisiert. Bereitstellungsgruppen stellen dieselben Anwendungen oder Desktops für Gruppen von Benutzern bereit.

Bereitstellungsgruppen ermöglichen Folgendes:

  • Zuweisen von Desktops oder Anwendungen zu bestimmten Teams, Abteilungen oder Typen von Benutzern
  • Verwenden von Maschinen aus mehreren Maschinenkatalogen
  • Zuweisen eines Benutzers zu mehreren Maschinen
  • Zuweisen mehrerer Benutzer zu einer Maschine
Serverbetriebssystemmaschinen unterstützen Folgendes:
  • Desktop- und Anwendungsbereitstellungsgruppen, die sowohl Desktops als auch Anwendungen hosten.
  • Anwendungsbereitstellungsgruppen, die nur Anwendungen hosten

Desktopbetriebssystemmaschinen unterstützen Folgendes:

  • Identisch wie Serverbetriebssystemmaschinen