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Einstellen der Energieverwaltung der Desktopbetriebssystemmaschinen

Sep 29, 2015

Für Maschinen von Bereitstellungsgruppen steht die vollständige und die teilweise Energieverwaltung zur Verfügung.

Beachten Sie Folgendes:

  • Dies gilt nur für Desktopbetriebssystemmaschinen. Bei Serverbetriebssystemmaschinen verwalten Sie die Energieeinstellungen über Neustartzeitpläne. Detaillierte Informationen finden Sie unter Einrichten des Neustartzeitplans für Serverbetriebssystemmaschinen-Bereitstellungsgruppen. Bei Remote-PC-Zugriff-Bereitstellungsgruppenmaschinen ist keine Energieverwaltung möglich.
  • Energieverwaltungsoptionen können nur auf virtuelle, aber nicht auf physische Maschinen angewendet werden. Die Möglichkeit der vollständigen oder teilweisen Energieverwaltung hängt davon ab, wie die virtuellen Maschinen der Bereitstellungsgruppe Benutzern oder Benutzergeräten zugeordnet sind. Auf dauerhaft zugeordnete Maschinen können Energieverwaltungsoptionen nur teilweise angewendet werden.

    Maschinen, die GPU-Funktionen verwenden, können nicht angehalten werden. Daher führt der Versuch, eine Bereitstellungsgruppe mit GPU-Maschinen herunterzufahren, zu einem Fehler.

Maschinen können einen der folgenden Zustände besitzen:

  • In zufälligen Bereitstellungsgruppen: nach dem Zufallsprinzip zugeordnet und in Verwendung

  • In statischen oder zufälligen Bereitstellungsgruppen: nicht zugeordnet (und daher nicht verbunden)
  • In statischen Bereitstellungsgruppen:
    • Dauerhaft zugeordnet und nicht verbunden (aber bereit für Verbindungen)
    • Dauerhaft zugeordnet und in Verwendung

Statische Bereitstellungsgruppen enthalten normalerweise sowohl dauerhaft zugeordnete als auch nicht zugeordnete Maschinen. Anfangs sind alle Maschinen nicht zugeordnet (außer beim Erstellen der jeweiligen Bereitstellungsgruppe manuell an Einzelpersonen zugewiesene Maschinen). Wenn Benutzer Verbindungen herstellen, werden manche dauerhaft zugeordnet. Wenn Sie die Energieverwaltungsoptionen für diesen Gruppentyp festlegen, werden daher nur die nicht zugeordneten Maschinen in dieser Gruppe vollständig verwaltet. Die dauerhaft zugeordneten Maschinen werden nur teilweise verwaltet.

Pools und Puffer

Bei zufälligen Bereitstellungsgruppen und nicht zugeordneten Maschinen in statischen Bereitstellungsgruppen ist ein Pool eine Gruppe von nicht zugeordneten (oder temporär zugeordneten) Maschinen in einer Bereitstellungsgruppe, die eingeschaltet bleiben und zu denen Benutzer eine Verbindung herstellen können. Wenn sich ein Benutzer anmeldet, wird sofort eine Maschine angezeigt. Die Poolgröße (die Anzahl der eingeschalteten Maschinen) kann konfiguriert werden. Beispielsweise kann für Bürozeiten ein größerer Pool konfiguriert werden. Für statische Bereitstellungsgruppen gibt es in Studio keinen Pool, jedoch können Sie mit dem XenDesktop-SDK einen Pool konfigurieren.

Ein Puffer ist eine zusätzliche Standbygruppe von nicht zugeordneten Maschinen, die eingeschaltet sind und zu denen die Benutzer eine Verbindung herstellen können. Bei zufälligen Bereitstellungsgruppen und nicht zugeordneten Maschinen in statischen Bereitstellungsgruppen werden Maschinen im Puffer eingeschaltet, wenn die Anzahl der Maschinen im Pool unter den Schwellenwert für die Puffergröße fällt. Dieser ist ein Prozentsatz der Bereitstellungsgruppengröße (in der Standardeinstellung 10 %). Für große Desktopgruppen wird unter Umständen eine große Zahl Maschinen eingeschaltet, wenn der Schwellenwert unterschritten wird. Planen Sie die Größe Ihrer Bereitstellungsgruppen daher entsprechend oder passen Sie die Standardpuffergröße mit dem SDK an.

Energiestatustimer

Sie können mit Energiestatustimern festlegen, dass Desktops, wenn Benutzer die Verbindung trennen, nach einem festgelegten Zeitraum angehalten werden. Desktops können zum Beispiel automatisch außerhalb der Bürostunden angehalten werden, wenn die Verbindung mindestens 10 Minuten lang getrennt war. Zufällige Maschinen und solche mit persönlichen vDisks werden immer automatisch heruntergefahren, wenn der Benutzer sich abmeldet, außer wenn Sie die Eigenschaft "ShutdownDesktopsAfterUse" einer Bereitstellungsgruppe mit dem SDK konfiguriert haben.

Sie können die Timer für einzelne Wochentage (normalerweise von Montag bis Freitag) und Wochenenden sowie für Zeiten innerhalb und außerhalb der Spitzenlast konfigurieren. Die Spitzenlastzeiten umfassen den Zeitraum, in dem sich die meisten Benutzer an ihren Desktops anmelden, d. h. am Anfang und Ende eines Arbeitstages. Verwenden Sie das SDK, wenn Sie Desktops basierend auf Energiestatustimern herunterfahren möchten, anstatt sie anzuhalten, oder wenn Timer auf Abmeldungen anstatt von Verbindungstrennungen reagieren sollen. Beachten Sie weiterhin, dass die Optionen Wochentage und Wochenende in diesem Verfahren Standardeinstellungen sind, die mit dem SDK konfiguriert werden können. Weitere Informationen zum Verwenden des XenDesktop-SDKs finden Sie unter Informationen zum XenApp- und XenDesktop-SDK.

Teilweise Energieverwaltung auf dauerhaft zugeordnete Maschinen

Für Maschinen, die Einzelpersonen oder Benutzergeräten dauerhaft zugewiesen sind, können Sie Energiestatustimer, aber keine Pools oder Puffer einrichten. Die Maschinen werden zu Beginn jeder Spitzenzeit eingeschaltet und zu Beginn eines Zeitraums mit geringer Auslastung ausgeschaltet. Daher ist keine Feinsteuerung der Zahl der Maschinen möglich, die als Ausgleich für verwendete Maschinen verfügbar werden (im Gegensatz zu nicht zugeordneten Maschinen).

Durchführen der Energieverwaltung bei Bereitstellungsgruppen

  1. Wählen Sie in Studio den Knoten Bereitstellungsgruppe und dann die Gruppe, deren Energieverwaltungseinstellungen Sie ändern möchten.
  2. Klicken Sie auf Bereitstellungsgruppe bearbeiten.
  3. Klicken Sie auf Energieverwaltung und wählen Sie dann unter Wochentage die Einstellung Maschinen ein-/ausschalten aus.
  4. Klicken Sie bei zufälligen Bereitstellungsgruppen unter Maschinen einschalten auf Bearbeiten und geben Sie die Poolgröße während der Wochentage an.
  5. Wählen Sie unter Maschinen einschalten die Zahl Maschinen aus, die eingeschaltet werden.
  6. Legen Sie unter Spitzenzeiten die Zeiten für die Wochentage fest, die innerhalb und außerhalb der Spitzenzeiten Ihrer Organisation liegen.
  7. Legen Sie Energiestatustimer für Zeiten an Wochentagen fest, die innerhalb und außerhalb der Spitzenzeiten liegen:
    • Geben Sie für Während Spitzenzeiten > Wenn getrennt die Verzögerung (in Minuten) ein, nach der getrennte Maschinen in der Bereitstellungsgruppe angehalten werden, und klicken Sie auf Anhalten.
    • Geben Sie für Während Nicht-Spitzenzeiten > Wenn getrennt die Verzögerung (in Minuten) ein, nach der abgemeldete Maschinen in der Bereitstellungsgruppe heruntergefahren werden, und klicken Sie auf Herunterfahren. Dieser Timer ist für Gruppen, die auf zufälligen Maschinen basieren, nicht verfügbar.
  8. Wählen Sie Wochenende aus.
  9. Konfigurieren Sie wie o. a. die Spitzenzeiten und die Energiestatustimer für Wochenenden.