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Zugriff auf Desktops und Anwendungen beim Fehlschlagen der Delivery Controllers

Sep 29, 2015

Für den Fall, dass alle Delivery Controller in einer Site ausfallen, können Sie den Virtual Delivery Agent (VDA) für Serverbetriebssystemmaschinen und Desktopbetriebssystemmaschinen für den Hochverfügbarkeitsmodus einrichten, sodass Benutzer weiterhin auf Desktops zugreifen und diese verwenden können. Im Hochverfügbarkeitsmodus akzeptiert der VDA direkte ICA-Verbindungen von Benutzern anstelle von durch den Controller vermittelten Verbindungen.

Hinweis: Dieses Feature ist nur zur Verwendung in dem seltenen Fall, dass die Kommunikation mit allen Controllern fehlschlägt, vorgesehen. Es ist keine Alternative zu anderen Hochverfügbarkeitslösungen, wie z. B. Konfigurieren der Fehlertoleranz bei Datenbanken sowie Sitefailover. Bevor Sie dieses Feature verwenden, beachten Sie die unten stehende Liste der Einschränkungen, da diese sich auf die Sicherheit auswirken.

Wenn die Kommunikation mit dem Controller fehlschlägt, wird der Hochverfügbarkeitsmodus nur initiiert, nachdem ein festgelegter Zeitraum verstrichen ist. Standardmäßig beträgt er 300 Sekunden (5 Minuten). Sie können den Zeitraum jedoch konfigurieren.

Ist der Hochverfügbarkeitsmodus aktiv (aktiviert für 30 Tage), versucht der VDA bis zu 30 Tage lang, die Registrierung bei einem Controller vorzunehmen. In dieser Zeit können Benutzer die Desktops im Hochverfügbarkeitsmodus verwenden. Wenn der Controller zu einem späteren Zeitpunkt wieder verfügbar ist, werden die Desktops registriert und die Benutzersitzungen werden ohne Unterbrechung fortgeführt. Jede weitere Verbindung wird dann jedoch vom Controller wie üblich vermittelt. Wenn die Desktops nach 30 Tagen immer noch nicht bei einem Controller registriert werden konnten, wird das Lauschen auf Verbindungen eingestellt und die Desktops sind nicht mehr verfügbar. Somit hat der Administrator 30 Tage, in denen er die Controllerinfrastruktur reparieren kann. Er sollte also auf den Hochverfügbarkeitsmodus nicht angewiesen sein.

Der Hochverfügbarkeitsmodus eignet sich nur für die Verwendung mit dedizierten Desktops, bei denen die Zuordnung zwischen Benutzer und VDA bekannt ist. Sie können den Hochverfügbarkeitsmodus nicht für die Verwendung mit gepoolten Desktops konfigurieren.

Achtung: Eine unsachgemäße Bearbeitung der Registrierung kann schwerwiegende Probleme verursachen und eine Neuinstallation des Betriebssystems erforderlich machen. Citrix übernimmt keine Garantie dafür, dass Probleme, die auf eine unsachgemäße Verwendung des Registrierungs-Editors zurückzuführen sind, behoben werden können. Die Verwendung des Registrierungs-Editors geschieht daher auf eigene Gefahr. Sichern Sie die Registrierung auf jeden Fall vor dem Bearbeiten ab.

Gehen Sie folgendermaßen vor, um den Hochverfügbarkeitsmodus zu aktivieren:

  1. Legen Sie die Registrierungsschlüssel HighAvailability und HaRegistrarTimeout fest.
  2. Stellen Sie Benutzern eine ICA-Startdatei zur Verfügung, mit der sie direkte ICA-Verbindungen herstellen können. Sie müssen eine ICA-Datei für jeden Benutzer erstellen, der dieses Feature benötigt. Citrix erstellt oder verteilt keine ICA-Dateien für diesen Zweck.

Einrichten der Registrierungsschlüssel

Wenn Sie den VDA so konfigurieren möchten, dass die Ausführung bei Bedarf im Hochverfügbarkeitsmodus erfolgt, fügen Sie folgende Registrierungsschlüssel hinzu. Sie müssen dies nach der Installation des VDAs tun.

  1. Fügen Sie den folgenden Registrierungseintrag für HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Citrix\VirtualDesktopAgent hinzu:

    Name: HighAvailability

    Typ: REG_DWORD

    Werte:

    1 = Hochverfügbarkeitsmodus aktivieren

    0 = Hochverfügbarkeitsmodus deaktivieren

  2. Um den Zeitraum zu ändern, in dem der VDA Registrierungsversuche beim Controller unternimmt, bevor der Hochverfügbarkeitsmodus gestartet wird, müssen Sie auch folgenden Registrierungseintrag hinzufügen:

    Name: HaRegistrarTimeout

    Typ: REG_DWORD

    Wert: Anzahl von Sekunden. Der Standardwert ist 300 Sekunden.

  3. Starten Sie den virtuellen Desktop neu.

Vorbereiten einer ICA-Startdatei

Damit Benutzer eine direkte ICA-Verbindung mit Desktops herstellen können, stellen Sie ihnen eine ICA-Startdatei zur Verfügung, die sie im Fall, dass der Controller fehlschlägt, verwenden können. Sie müssen eine ICA-Startdatei für jeden Benutzer erstellen, der dieses Feature benötigt. Citrix erstellt und verteilt keine ICA-Dateien für diesen Zweck. Weitere Informationen zum Erstellen von ICA-Dateien finden Sie unter http://support.citrix.com/article/CTX127392.

Teilen Sie den Benutzern mit, in welchen Fällen die Verwendung der ICA-Startdatei angebracht ist und wie sie auf die Datei zugreifen können.

Beschränkungen des Hochverfügbarkeitsmodus

Der Hochverfügbarkeitsmodus eignet sich nur für die Verwendung mit dedizierten Desktops. Sie können ihn nicht für die Verwendung mit gepoolten Desktops konfigurieren.

Im Hochverfügbarkeitsmodus stehen einige Features nicht zur Verfügung, Dazu gehören:

  • Benutzerroaming: Wenn ein Benutzergerät bereits mit dem Desktop verbunden ist, können Benutzer keine Verbindung über ein anderes Gerät herstellen.
  • Energieverwaltung: Wenn der Desktop hochfährt, versucht er sich zu registrieren, schlägt fehl und tritt nach dem Timeout in den Hochverfügbarkeitsmodus ein.
  • Vom Delivery Controller stammende Richtlinien: Richtlinien, die auf dem Controller erstellt wurden, wie z. B. diejenigen zum Steuern der Clientlaufwerkzuordnung und des Zugriffs auf die Zwischenablage, funktionieren nicht, da keine Verbindung mit dem Controller besteht. Richtlinien, die vom Domänencontroller stammen, und lokale Gruppenrichtlinien sind nicht betroffen. Beachten Sie, dass von einer früheren Registrierung stammende Richtlinien erhalten bleiben und angewendet werden, so dass möglicherweise veraltete Richtlinien wirksam werden.
  • NetScaler Gateway und Remotezugriff:

Der Hochverfügbarkeitsmodus dauert nur bis zu 30 Tage. Danach sind die Desktops nicht mehr verfügbar.