Product Documentation

Vorbereiten der Installation

Feb 29, 2016

Allgemeiner Installationsleitfaden

  • Wenn Sie Produkt und Komponenten nicht ausreichend kennen, lesen Sie die Artikel unter Technische Übersicht. Wenn Sie derzeit XenApp 6.x oder eine Vorgängerversion ausführen, können Sie im Artikel Konzepte und Komponenten nachlesen, worin die Unterschiede zur 7.x-Version von XenApp und XenDesktop bestehen.
  • Bei der Planung der Bereitstellung konsultieren Sie die Artikel unter Sicherheit.
  • Informieren Sie sich über bekannte Probleme, die bei der Installation auftreten können.
  • Wenn Sie einen unterstützten Hypervisor oder Clouddienst für virtuelle Maschinen zur Bereitstellung von Anwendungen und Desktops verwenden, richten Sie nach der Installation der Komponenten beim Erstellen einer Site die erste Verbindung mit diesem Host ein. Sie können die Virtualisierungsumgebung allerdings schon vorher konfigurieren. Konsultieren Sie dabei die hier aufgeführten Informationsquellen.
  • Wenn Sie Microsoft System Center Configuration Manager zum Verwalten des Zugriffs auf Anwendungen und Desktops verwenden, lesen Sie diesen Artikel.
  • Der Artikel Datenbanken enthält Informationen über die Systemdatenbanken und deren Konfiguration. Während der Installation des Controllers können Sie wählen, ob Microsoft SQL Server 2012 Express auf demselben Server installiert werden soll. Das Gros der Datenbankinformationen konfigurieren Sie beim Erstellen einer Site, nachdem Sie die Kernkomponenten installiert haben.
  • Wenn Sie den Citrix Lizenzserver installieren, wird das Benutzerkonto automatisch zum Volladministrator auf dem Lizenzserver. Weitere Informationen finden Sie im Artikel Delegierte Administration.
  • Beim Erstellen von Objekten vor, während und nach der Installation müssen Sie eindeutige Namen für jedes Objekt (Netzwerke, Gruppen, Kataloge und Ressourcen) eingeben.
  • Bei Installationsproblemen wird der Prozess angehalten und eine Fehlermeldung angezeigt. Komponenten, die erfolgreich installiert werden, bleiben gespeichert; sie müssen nicht neu installiert werden.
  • Citrix Studio wird nach dem Abschluss der Installation automatisch gestartet. Bei Verwendung der grafischen Oberfläche können Sie diese Aktion auf der letzten Seite des Assistenten deaktivieren.
  • Sie können die Kernkomponenten und Virtual Delivery Agents (VDAs) mit dem im Produkt-ISO-Image enthaltenen Installationsprogramm (dem "Produktinstallationsprogramm") installieren. Zum Installieren von VDAs können Sie neben dem Produktinstallationsprogramm auch das eigenständige VDA-Installationsprogramm verwenden. Letzteres kann von der Produkt-Downloadseite im Internet heruntergeladen werden. Beide Programme bieten eine grafische Oberfläche und eine Befehlszeilenschnittstelle.
  • Das Produktinstallationsmedium enthält Beispielskripts, um VDAs für Gruppen von Maschinen in Active Directory zu installieren, zu aktualisieren oder zu entfernen. Sie können die Skripts auch auf einzelne Maschinen anwenden und sie zum Verwalten von Masterimages einsetzen, die von den Maschinenerstellungsdiensten und Provisioning Services verwendet werden. Weitere Informationen finden Sie im Artikel Installieren von VDAs mit Skripts.
  • Die Serverkomponente (UpsServer) des universellen Druckserver können Sie mit der grafischen Oberfläche oder der Befehlszeilenschnittstelle des Produktinstallationsprogramms auf den Druckservern installieren. Die Produktdownloadseite im Internet enthält ggf. UpsServer-Pakete zum Herunterladen.
  • Citrix Receiver für Mac und Citrix Receiver für Linux sind nicht mehr im Produkt-ISO-Image enthalten. Sie oder die Benutzer können diese Citrix Receiver-Versionen von der Citrix Website herunterladen und installieren. Alternativ können Sie diese Citrix Receiver-Versionen auf dem StoreFront-Server zur Verfügung stellen. Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt Verfügbarmachen von Citrix Receiver-Installationsdateien auf dem Server in der Dokumentation zu StoreFront 3.0.x bzw. in der Dokumentation zu der von Ihnen verwendeten StoreFront-Version.

Berechtigungen

Auf den Maschinen, auf denen Sie die Komponenten installieren, müssen Sie Domänenbenutzer und lokaler Administrator sein.

Für die Installation mit dem eigenständigen Installationsprogramm benötigen Sie erhöhte Administratorprivilegien oder verwenden Sie die Option Als Administrator ausführen.

Konfigurieren Sie die Active Directory-Domäne vor Beginn der Installation.

  • Der Artikel Systemanforderungen enthält eine Liste der unterstützten Active Directory-Funktionsebenen. Der Artikel Active Directory enthält zusätzliche Informationen zu unterstützten Elementen.
  • Sie müssen mindestens einen Domänencontroller mit Active Directory-Domänendiensten ausführen.
  • Versuchen Sie nicht, Komponenten auf einem Domänencontroller zu installieren.
  • Verwenden Sie keinen Schrägstrich (/), wenn Sie in Studio Namen für Organisationseinheiten festlegen.
  • Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation von Microsoft zur Konfiguration von Active Directory.

Installationsorte

Legen Sie fest, wo die Komponenten installiert werden, und bereiten Sie die Maschinen und Betriebssysteme vor.

  • Der Artikel Systemanforderungen enthält Informationen über die unterstützten Betriebssysteme und Versionen für Controller, Studio, Citrix Director, Virtualisierungsressourcen (Hosts) und VDAs. Die meisten Komponentenvoraussetzungen werden automatisch installiert. Ausnahmen werden in dem Artikel aufgeführt. In den Dokumenten zu Citrix StoreFront und Citrix Lizenzserver finden Sie Angaben zu den unterstützten Plattformen.
  • Sie können die Kernkomponenten auf dem gleichen Server oder auf unterschiedlichen Servern installieren. Um beispielsweise eine kleinere Bereitstellung remote zu verwalten, können Sie Studio auf einer anderen Maschine installieren als den Server, auf dem der Controller installiert wurde. Um zukünftige Erweiterungen zu ermöglichen, sollten Sie die Komponenten auf verschiedenen Servern installieren, z. B. den Lizenzserver und Director auf unterschiedlichen Servern.
  • Sie können den Delivery Controller und den Virtual Delivery Agent für Windows-Serverbetriebssysteme auf demselben Server installieren. Starten Sie hierfür das Installationsprogramm und wählen Sie den Delivery Controller (sowie alle weiteren Kernkomponenten für diese Maschine). Starten Sie dann das Installationsprogramm erneut und wählen Sie den Virtual Delivery Agent für Windows-Serverbetriebssysteme.
  • Installieren Sie keine Komponenten auf Domänencontrollern.
  • Die Installation eines Controllers auf einem Knoten in einer SQL-Cluster- oder Spiegelungsinstallation oder auf einem Server mit Hyper-V wird nicht unterstützt.
  • Installieren Sie Studio nicht auf einem Server, auf dem XenApp 6.5 Feature Pack 2 für Windows Server 2008 R2 oder eine frühere Version von XenApp ausgeführt wird.
  • Stellen Sie sicher, dass für jedes Betriebssystem die neuesten Updates ausgeführt wurden.
  • Stellen Sie sicher, dass bei allen Maschinen die Systemuhren synchronisiert sind. Die Synchronisierung wird für die Kerberos-Infrastruktur benötigt, die die Kommunikation zwischen den Maschinen sichert.

Angaben bei der Installation der Hauptkomponenten

In den folgenden Abschnitten werden die Parameter erläutert, die Sie bei der Installation festlegen. Die Beschreibung folgt den Schritten des Assistenten der grafischen Oberfläche; entsprechende Optionen für die Befehlszeilenschnittstelle werden ebenfalls aufgeführt. In den Artikeln zur Installation wird erläutert, wie Sie den Assistenten starten und Befehle mit Optionen eingeben.

Für Kernkomponenten verwendete Features

Wählen Sie aus oder geben Sie an, ob Microsoft SQL Server Express installiert werden soll. Wenn Sie nicht mit den Datenbanken vertraut sind, lesen Sie den Artikel Datenbanken. (Befehlszeilenoption: /nosql zur Verhinderung der Installation)

Bei der Installation von Director wird die Microsoft-Remoteunterstützung automatisch installiert. Sie können wahlweise die Spiegelung in der Microsoft-Remoteunterstützung zur Verwendung mit der Director-Benutzerspiegelung aktivieren und TCP-Port 3389 öffnen. Dieses Feature ist standardmäßig aktiviert.  (Befehlszeilenoption: /no_remote_assistance)

Firewallports für Kernkomponenten

Standardmäßig werden die folgenden Ports automatisch geöffnet, wenn der Windows-Firewalldienst ausgeführt wird, selbst wenn die Firewall nicht aktiviert ist. Sie können diese Standardaktion deaktivieren und die Ports manuell öffnen, wenn Sie die Firewall eines Drittanbieters oder keine Firewall verwenden, oder wenn Sie die Ports selbst öffnen möchten. Vollständige Portinformationen zu diesem und anderen Citrix Produkten finden Sie unter CTX101810.  (Befehlszeilenoption: /configure_firewall)

  • Controller: TCP 80, 443
  • Director: TCP 80, 443
  • Lizenzserver: TCP 7279, 8082, 8083, 27000
  • StoreFront: TCP 80, 443

Leitfaden zur VDA-Installation

  • Die VDA-Installationsprogramme bieten eine grafische Oberfläche und eine Befehlszeilenschnittstelle.
  • Informationen zu den unterstützten Betriebssystemen und zu den VDA-Versionen enthält der Artikel Systemanforderungen. Die meisten Komponentenvoraussetzungen werden automatisch installiert. Ausnahmen werden in dem Artikel aufgeführt.  Wenn Sie einen VDA für Windows-Serverbetriebssysteme installieren, werden die Rollendienste für die Remotedesktopdienste automatisch installiert und aktiviert, wenn sie nicht bereits installiert und aktiviert sind.
  • Wenn Sie einen VDA auf einer Maschine mit Windows 7 oder Windows Server 2008 R2 installieren, vergewissern Sie sich vor der VDA-Installation, dass .NET 3.5.1 installiert ist. Der Abschnitt Neustarts unten enthält zusätzliche Tipps zu den Installationsvoraussetzungen.
  • Der Druckspoolerdienst ist auf den unterstützten Windows-Servern standardmäßig aktiviert. Ist dieser Dienst deaktiviert, können Sie keinen VDA für Windows-Serverbetriebssysteme installieren. Stellen Sie daher vor der VDA-Installation sicher, dass der Dienst aktiviert ist.
  • Die Profilverwaltung wird automatisch bei der Installation von Virtual Desktop Agent installiert. Sie können sie zwar ausschließen, wenn Sie die Befehlszeilenschnittstelle verwenden, ein solcher Ausschluss wirkt sich jedoch auf Überwachung und Problembehandlung von VDAs mit Director aus.
  • Wenn Sie VDA installieren, wird automatisch eine neue lokale Benutzergruppe namens "Benutzer mit direktem Zugriff" erstellt. Bei VDA für Windows-Desktopbetriebssysteme gilt diese Gruppe nur für RDP-Verbindungen; bei VDA für Windows-Serverbetriebssysteme gilt sie für ICA- und RDP-Verbindungen.
  • Für Remote-PC-Zugriff-Konfigurationen ist VDA für Windows-Desktopbetriebssystem auf jedem physischen Büro-PC zu installieren, auf den die Benutzer zugreifen. Aktivieren Sie das Feature zum Optimieren nicht.
  • Wenn Sie einen VDA auf einem Computer mit einem unterstützten Linux- Betriebssystem installieren möchten, konsultieren Sie den Artikel Installieren von VDAs unter Red Hat Linux bzw. Installieren von VDAs unter SUSE Linux. Diese enthalten wichtige Informationen.

VDA-Installationsprogramme

Sie können VDAs über das Produktinstallationsprogramm oder das eigenständige Installationsprogramm installieren. Beide bieten eine grafische Oberfläche und eine Befehlszeilenschnittstelle.

Das Produktinstallationsprogramm erkennt automatisch das Betriebssystem und erlaubt nur die Installation des für das System geeigneten Windows-VDA: VDA für Windows-Serverbetriebssysteme oder VDA für Windows-Desktopbetriebssysteme.

Eigenständiges VDA-Installationspaket

Das kleinere, eigenständige Paket ist besser für Bereitstellungen auf physischen Computern oder an Remotestandorten geeignet, da es über Electronic Software Distribution (ESD)-Pakete als limitierte Bereitstellung oder lokale Kopie bereitgestellt wird. Das eigenständige Paket ist in erster Linie für Bereitstellungen über die Befehlszeile (unbeaufsichtigte Installation) gedacht, da die gleichen Befehlszeilenparameter wie beim Produktinstallationsprogramm verwendet werden. Das Paket bietet zudem dieselbe grafische Oberfläche wie das Produktinstallationsprogramm.

Verwenden der grafischen Oberfläche des eigenständigen VDA-Installationsprogramms

Verwenden der Befehlszeilenschnittstelle des eigenständigen VDA-Installationsprogramms

Es gibt zwei selbstextrahierende eigenständige VDA-Installationspakete: eines zur Installation auf unterstützten Serverbetriebssystemmaschinen und eines für unterstützte Workstation- bzw. Desktopbetriebssystemmaschinen.

Standardmäßig werden die Dateien im Paket in den Ordner "Temp" extrahiert. Zum Extrahieren in den Ordner "Temp" wird auf der Maschine mehr Speicherplatz beansprucht, als wenn Sie das Produktinstallationsprogramm verwenden. Dateien, die in den Ordner "Temp" extrahiert wurden, werden nicht automatisch gelöscht, aber Sie können sie nach Abschluss der Installation manuell löschen (aus C:\Windows\Temp\Ctx-*, wobei * ein willkürlicher GUID ist). Alternativ können Sie den Befehl /extract mit einem absoluten Pfad verwenden.

Wenn in der Bereitstellung Microsoft System Center Configuration Manager verwendet wird, schlägt eine VDA-Installation u. U. scheinbar mit Exitcode 3 fehl, obwohl der VDA erfolgreich installiert wird. Sie können diese irreführende Meldung vermeiden, indem Sie die Installation mit einem CMD-Script umschließen oder die Erfolgscodes im Configuration Manager-Paket ändern. Weitere Informationen finden Sie in der Forumsdiskussion http://discussions.citrix.com/topic/350000-sccm-install-of-vda-71-fails-with-exit-code-3/.  

Neustarts

Bei der VDA-Installation ist zum Abschluss ein Neustart erforderlich.

Wenn Sie die Zahl der Neustarts während der Installation auf ein Minimum begrenzen möchten, gehen Sie folgendermaßen vor:

  • Stellen Sie vor der VDA-Installation sicher, dass eine unterstützte .NET Framework-Version installiert ist.
  • Installieren und aktivieren Sie auf Windows-Serverbetriebssystemmaschinen vor der VDA-Installation die Rollendienste für Remotedesktopdienste.

Andere Voraussetzungen erfordern normalerweise keine Neustarts, daher können Sie das Installationsprogramm einfach laufen lassen.

Wenn Sie vor der VDA-Installation nicht die Voraussetzungen installieren und dann die Option /noreboot für die Befehlszeileninstallation festlegen, müssen Sie die Neustarts ausführen. Wenn Sie beispielsweise die Voraussetzungen automatisch bereitstellen, wartet das Installationsprogramm nach der Installation von RDS auf einen Neustart. Führen Sie nach dem Neustart den Befehl erneut aus, damit die Installation des VDAs fortgesetzt wird.

VDAs unter nicht unterstützten Windows-Betriebssystemen

Die aktuellen VDAs werden unter Windows XP und Windows Vista nicht unterstützt. Außerdem können einige Features in diesem und anderen neueren Releases unter diesen Betriebssystemen nicht verwendet werden. Citrix empfiehlt, die Sie solche Systeme durch derzeit unterstützte Windows-Desktopbetriebssystemversionen ersetzen und dann einen VDA aus diesem Release installieren. Wenn Maschinen mit Windows XP oder Windows Vista weiter betrieben werden müssen, können Sie auch eine ältere Virtual Desktop Agent-Version (5.6 FP1 mit bestimmten Hotfixes) installieren. Einzelheiten hierzu finden Sie unter CTX140941. Beachten Sie Folgendes:

  • Die Kernkomponenten (Controller, Studio Director, StoreFront, Lizenzserver) können nicht auf einem Windows XP- oder Windows Vista-System installiert werden.
  • Remote-PC-Zugriff wird auf Windows Vista-Systemen nicht unterstützt.
  • Citrix Support für Windows XP endete zusammen mit dem erweiterten Support von Microsoft am 8. April 2014.
  • Die Verwendung älterer VDAs kann sich auf die Verfügbarkeit von Features und die Registrierung des VDAs beim Controller auswirken (siehe auch Hinweise zu heterogenen Umgebungen).

Angaben bei der VDA-Installation

In den folgenden Abschnitten werden die Parameter erläutert, die Sie bei der Installation festlegen. Die Beschreibung folgt den Schritten des Assistenten der grafischen Oberfläche; entsprechende Optionen für die Befehlszeilenschnittstelle werden ebenfalls aufgeführt. In den Artikeln zur Installation wird erläutert, wie Sie den Assistenten starten bzw. Befehle mit Optionen eingeben. 

Umgebung

Die VDA-Umgebung gibt vor, wie der VDA verwendet wird:

  • Die Standardoption "Masterimage" gibt an, dass Sie mit den Maschinenerstellungsdiensten (MCS) oder Provisioning Services virtuelle Maschinen basierend auf einem Masterimage in einem Hypervisor oder Clouddienst erstellen. Sie installieren den VDA auf dem Masterimage. (Befehlszeilenoption /masterimage)
  • Die Option "Remote-PC-Zugriff" gibt an, dass Sie den VDA auf einer physischen Maschine oder auf einer VM ohne VDA installieren.

Version des VDAs für Windows-Desktopbetriebssysteme

Wenn Sie einen VDA für Windows-Desktopbetriebssysteme installieren, können die Standardversion oder die HDX 3D Pro-Version des VDA auswählen.

  • Die Standardversion wird für die meisten Desktops empfohlen, einschließlich solcher mit aktiviertem Microsoft RemoteFX. Diese Version wird standardmäßig installiert.
  • Der VDA für HDX 3D Pro dient zur Optimierung der Leistung grafikintensiver Programme und Anwendungen und solcher mit hohem Multimedia-Anteil. Er wird empfohlen, wenn die Maschine zur 3D-Wiedergabe auf einen Grafikprozessor zugreift. (Befehlszeilenoption /enable_hdx_3d_pro)

Installationsort und Installation von Citrix Receiver

Komponenten werden standardmäßig unter C:\Programme\Citrix installiert. Sie können einen anderen Speicherort während der Installation angeben. Stellen Sie jedoch sicher, dass dieser Speicherort den Netzwerkdienst ausführen kann. (Befehlszeilenoption: /installdir zum Festlegen eines nicht standardmäßigen Verzeichnisses)

Standardmäßig wird Citrix Receiver für Windows mit dem VDA installiert. Sie können diese Standardaktion deaktivieren. (Befehlszeilenoption: /components vda, um die Installation von Citrix Receiver zu verhindern)

Delivery Controller-Adressen

Sie können die Adressen (FQDNs) der installierten Controller bei der Installation des VDAs festlegen (empfohlen) oder zu einem späteren Zeitpunkt. Sie müssen zwar keine Controlleradressen bei der Installation eines VDAs angeben, ein VDA kann sich jedoch ohne diese Angabe nicht bei einem Controller registrieren. Wenn VDAs sich nicht registrieren können, können Benutzer auf Maschinen mit diesen VDAs nicht auf ihre Desktops und Anwendungen zugreifen. (Befehlszeilenoption:  /controllers)

  • Wenn Sie Controller-FQDNs bei der VDA-Installation angeben, wird versucht, eine Verbindung mit diesen Adressen herzustellen. Schlägt dies fehl, werden Informationsmeldungen angezeigt.
  • Wenn Sie angeben, dass Sie Controlleradressen später festlegen möchten, werden Sie vom Installationsprogramm entsprechend erinnert. Wenn Sie einen VDA ohne Angabe einer Controlleradresse installieren, können Sie entweder das Installationsprogramm zu einem späteren Zeitpunkt erneut ausführen oder die Citrix Gruppenrichtlinie verwenden.

Wenn Sie Controlleradressen bei der VDA-Installation und in der Gruppenrichtlinie festlegen, haben die Richtlinieneinstellungen Vorrang vor den bei der Installation festgelegten Einstellungen.

Vergessen Sie nicht, dass zur VDA-Registrierung außerdem die Firewallports für die Kommunikation mit einem Controller geöffnet sein müssen.

Nach der ersten Angabe von Controlleradressen bei der VDA-Installation oder zu einem späteren Zeitpunkt können Sie das Feature für automatische Updates zum Aktualisieren von VDAs verwenden, wenn weitere Controller installiert werden.

Weitere Informationen dazu, wie VDAs Controller erkennen und sich dort registrieren, finden Sie im Artikel Delivery Controller

VDA-Features

Sie können folgende Features für VDAs aktivieren oder deaktivieren:

  • Leistung optimieren: Wenn diese Funktion aktiviert ist, wird das Optimierungstool für VDAs verwendet, die auf einer VM auf einem Hypervisor ausgeführt werden. Die VM-Optimierung umfasst das Deaktivieren von Offlinedateien, das Deaktivieren der Hintergrunddefragmentierung und die Verkleinerung der Ereignisprotokollgröße. Weitere Informationen finden Sie unter CTX125874. Aktivieren Sie diese Option nicht, wenn Sie Remote-PC-Zugriff verwenden möchten. (Befehlszeilenoption: /optimize)
  • Microsoft-Remoteunterstützung: Wenn dieses Feature aktiviert ist, wird die Microsoft-Remoteunterstützung mit dem Feature zur Benutzerspiegelung von Director verwendet, und Windows öffnet automatisch TCP-Port 3389 in der Firewall, selbst wenn Sie die Firewallports normalerweise manuell öffnen. Die Funktion ist standardmäßig aktiviert. (Befehlszeilenoption: /enable_remote_assistance)
  • Echtzeitaudioübertragung für Audio: Wenn diese Funktion aktiviert ist, wird UDP für Audiopakete verwendet, wodurch die Audioleistung verbessert werden kann. Die Funktion ist standardmäßig aktiviert. (Befehlszeilenoption: /enable_real_time_transport)
  • Personal vDisk: Wenn dieses Feature aktiviert ist, können persönliche vDisks mit einem Masterimage verwendet werden. Die Funktion ist standardmäßig deaktiviert und steht bei Installation eines VDAs für Windows-Desktopbetriebssysteme auf einer VM zur Verfügung. Weitere Informationen finden Sie im Artikel Personal vDisks. (Befehlszeilenoption: /baseimage)

Firewallports für VDAs

Standardmäßig werden die folgenden Ports automatisch geöffnet, wenn der Windows-Firewalldienst ausgeführt wird, selbst wenn die Firewall nicht aktiviert ist. Sie können diese Standardaktion deaktivieren und die Ports manuell öffnen, wenn Sie die Firewall eines Drittanbieters oder keine Firewall verwenden, oder wenn Sie die Ports selbst öffnen möchten. Vollständige Portinformationen finden Sie unter CTX101810. (Befehlszeilenoption: /enable_hdx_ports)

  • Controller: TCP 80, 1494, 2598, 8008

Für die Kommunikation zwischen Benutzergeräten und virtuellen Desktops müssen Sie eingehendes TCP auf Ports 1494 und 2598 als Portausnahmen konfigurieren. Aus Sicherheitsgründen empfiehlt Citrix, diese registrierten Ports ausschließlich für das ICA-Protokoll und das Common Gateway Protocol zu verwenden.

Für die Kommunikation zwischen Controller und virtuellen Desktops müssen Sie den eingehenden Port 80 als Portausnahme konfigurieren.

  • Windows-Remoteunterstützung: TCP 3389

Wenn das Feature aktiviert ist, öffnet Windows diesen Port automatisch, selbst wenn Sie die Ports normalerweise manuell öffnen.

  • Echtzeitaudioübertragung: UDP 16500-16509